2 Möglichkeiten, um Deine Positionierung zu finden (eine Anleitung)

2 Möglichkeiten, um Deine Positionierung zu finden (eine Anleitung)

Bevor wir jemanden unsere Dienstleistung oder Produkt verkaufen, müssen wir es zu Beginn uns selbst verkaufen.

Dafür sind Antworten notwendig auf:

  • Wie steche ich aus der Masse von Angeboten heraus und pirsche mich in die Köpfe meiner (potenziellen) Kunden?
  • Warum sollen Kunden von mir kaufen?
  • Warum sollen mir Kunden auf sozialen Kanälen folgen und meine Beiträge lesen?

Die Auseinandersetzung mit der Positionierung legt das Fundament für ein klares Profil und  erkennbaren Nutzen für Kunden.

1. Möglichkeit: Nimm die Perspektive Deines Kunden ein

Dabei helfen 3 Vorgehensweisen:

  • Mokassins-Methode: ideal, wenn Du selbst schon mal eine vergleichbare Leistung gekauft hast und dich gut in andere hinein versetzen kannst.
  • Motive über Schmerzpunkte des Kunden finden
  • Gründe über Umfrage finden

Die Mokassins-Methode

Dahinter steckt sinngemäß der Spruch: Urteile über niemanden leichtfertig in dessen Schuhen Du noch nicht gegangen bist. Nimm einen Perspektivwechsel vor und versetz Dich in die Lage Deines Kunden.

Auf die Art löst Du Dich von der Ich-Zentriertheit und fragst Dich was Kunden wirklich von Dir kaufen.

Mokassins Methode   Zitat  Wenn du nicht 1000 Meilen in den Mokassins des anderen gegangen bist  hast du kein Recht    ber ihn zu urteilen. 600 x 400

Dahinter steckt die Idee: Menschen gehen nicht in den Baumarkt, um Bohrer zu kaufen. Nein, sie wollen Löcher in die Wand bekommen. Das ist ihr Nutzen und nicht die Schlagzahl des Bohrers. 😉

Kenne die Motivation Deiner Kunden für ihr Verhalten und ihre Kaufentscheidungen.

Du musst die Schmerzpunkte Deiner Kunden kennen, was sie antreibt und motiviert. Und dafür erstellst Du Dein Angebot.

Lass die Finger vom Zielgruppen-Denken a la „alle Menschen von 30-45 …“ Arbeite stattdessen mit konkreten Personas (Kunden-Avataren) oder fiktiven Charakteren und ergründe ihren inneren Antrieb.

Entdecke die tatsächlichen Gründe warum Deine Kunden bei Dir kaufen

Frage Deine Kunden nach ihren Beweggründen. Vielleicht entdeckst Du Gründe, die Dir gar nicht klar waren.

2. Möglichkeit: Spiele mit vorhandenen Angeboten

Setze auf Deine Persönlichkeit

Gerade als Wissensexperte kannst Du Deinen persönlichen Stempel setzen. Für andere ist es schwierig, in den direkten Konkurrenzkampf mit Dir zu gehen. 

Sage was Du denkst. Verzichte auf den Einheitsbrei, den jeder schon 1.000 mal gehört hat. Verpacke es mit Deinen Worten und spicke es mit Deinen Erfahrungen, Lerneffekten sowie Deiner Vorgehensweise.

Gary Vaynerchuk ist das Beispiel, was mir hier sofort in den Kopf kommt. Er sagt sogar sinngemäß:

Ich schaue nicht was meine Konkurrenz macht. Ich stecke lieber 100% meiner Energie in die Entwicklung meines Geschäfts.

Im Web ist er omnipräsent und probiert neue Kanäle sofort aus, wenn er Marketing-Potenzial in ihnen sieht.

Vertraue auf Deinen Instinkt

Du bist unsicher, ob bestimmte Dinge in Deiner Branche überhaupt üblich sind. Vergiss es! Mache es einfach, so lange Du Nutzen für Deine Kunden stiftest.

ReMix – Kombiniere zwei oder mehr Felder

Letztlich gibt es wenig wahre Innovationen. Mixen kannst Du dagegen immer. Denk an Design Thinking und du weißt was ich meine.

Nehmen wir als Beispiel die beiden Geschäftsfelder Kindergarten und Hunde-Sitting: Viel beschäftigte Städter können ihre heiß geliebten Vierbeiner zu einer Art Hundekindergarten bringen … und zwar tagtäglich.

Ein anderes Beispiel ist die Seite Mompreneurs. Der Begriff beschreibt das Thema und die Zielgruppe: Mom + Entrepreneure, also Mütter, die ein Unternehmen gründen.

Zielgruppe – grenze dich darüber ab

Dein Angebot haben einige in Ihrer Palette, aber kaum jemand spitzt es auf eine bestimmte Zielgruppe zu. Du brauchst dafür zwei Zutaten: ein bekanntes Thema und eine neue Zielgruppe. 🙂

Zum Beispiel kannst Du Yoga speziell für Buchhalter anbieten.

Marit Alke hilft bei der Erstellung von Coaching-Produkten. Sie spezialisiert sich dabei allerdings auf Menschen, die Coaching-Produkte entwickeln wollen, um sie über das Internet zu verkaufen.

Grenze Dein Thema ein

Du hast ein großes Themengebiet, konzentrierst Dich aber idealerweise nur auf einen kleinen Aspekt.

Du beschäftigst Dich mit dem Thema Pressearbeit, bietest aber Pressearbeit für Selfpublishing-Autoren. Und für diese Zielgruppe beherrschst Du alle Instrumente.

Oft ist es auch  Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die Du miteinander kombinierst.

So oder so: Jedermanns Liebling zu sein – das funktioniert nicht.
Selbst wenn Du absolut harmoniesüchtig bist, kannst Du es nicht jedem recht machen und ich garantiere Dir: Du willst auch nicht jeden als Kunden.

Je klarer Du Deinen USP kommunizierst, desto eher behalte ich Dich in Erinnerung. Wenn Du nicht zu den Topstars Deiner Branche gehörst, füllst Du vielleicht keine großen Bühnen. Aber mit Nischenfokus:

  • rockst Du ein kleines Publikum,
  • baust Du Dir schneller ein Publikum auf,
  • gelingt Dir die  Vernetzung mit Deinen Publikum und Partnern,
  • und das Empfehlungsmarketing setzt früher ein.

Kommuniziere Deine Alleinstellungsmerkmal und Kundennutzen konsistent und regelmäßig. Es ist ein Märchen, das Leute Deine Einzigartigkeit von allein sehen. Tue etwas für Deine Sichtbarkeit.

Sei einzigartig, aber nicht um jeden Preis.

Deine Einzigartigkeit unterstützt Dein Marketing. Aber Du brauchst auch einen Markt. Es muss genügend Menschen geben, die Dein Produkt kaufen.

Fazit und Action: Die 5 Schritte für die Entwicklung Deiner Positionierung in Kurzform

  1. Erstelle eine Liste mit den Punkten, die Dich und Deinen Service einzigartig machen. Wirf einen Blick auf Deine Konkurrenz und finde die Punkte, mit denen Du dich abgrenzen willst. 
  2. Triff eine Entscheidung welches emotionale Bedürfnis Dein Produkt oder Service stillt. Nimm dazu die Kundenperspektive ein. 
  3. Identifiziere Aspekte Deines Angebotes, das Konkurrenten nicht imitieren können. Kennzeichne die Punkte, die die Konkurrenz (mit Aufwand) aber dennoch kopieren oder ersetzen kann. 
  4. Entwirf ein kurzes Statement zu Deinem Angebot, was die Einzigartigkeit kurz, einprägsam und klar verdeutlicht. Achte darauf, dass Du das leicht kommunizieren kannst und das Deine Kunden verstehen. 
  5. Beantworte die Kundenfrage Nummer 1: Was ist drin für mich? Beispiel: Der Lieferservice von Dominos Pizza verspricht die Lieferung einer heissen und frischen Pizza innerhalb von 30 Minuten.

Wie bist Du bei der Entwicklung Deiner Positionierung vorgegangen? Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Du willst keine Beiträge verpassen? 

Trag Deine Emaildresse ein und bleib auf dem Laufenden. :)              
Absenden
Kostenlos und Du kannst Dich jederzeit wieder abmelden.             

Noch keine Kommentare vorhanden.

Was denkst du?

Newsletter

Du willst auf dem Laufenden bleiben? Abonniere den Newsletter. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Hier klicken

Kontakt

Nicole Kempe

Mühlenstr. 8a

14167 Berlin

Zitat

Das beste Marketing sieht nicht nach Marketing aus.

Social

© 2017 Nicole Kempe
Powered by Chimpify