Raw Content auf Instagram: Ist weniger Aufwand wirklich die Lösung?

Raw Content auf Instagram: Ist weniger Aufwand wirklich die Lösung?

Vielleicht begegnet dir gerade überall der Begriff Raw Content und du denkst: Das könnte die Lösung sein. Endlich nicht mehr so viel schneiden, keine fünf Kameraperspektiven und nicht stundenlang an einem Reel sitzen.

Kannst du jetzt also einfach dein Handy aufstellen, drauflosreden und das Video veröffentlichen?

Nicht ganz.

Raw Content kann dir die Produktion und die Nachbearbeitung deutlich leichter machen. Über dein Thema, deinen Einstieg und den roten Faden musst du dir trotzdem Gedanken machen. Auch schlechter Ton wird nicht plötzlich gut, nur weil das Video „roh“ sein soll.

Die eigentliche Erleichterung liegt woanders: Dein Content muss nicht wie ein kleiner Studiodreh aussehen, um professionell zu wirken.

Was bedeutet Raw Content auf Instagram?

Eine feste Definition gibt es nicht.

Manche verstehen darunter fast unbearbeitete Videos, spontane Einblicke, Handyfotos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen oder Screenshots aus der Notizen-App. Gemeinsam ist diesen Inhalten, dass sie weniger inszeniert und aufwendig produziert wirken.

Wenn ich von Raw Content spreche, meine ich vor allem Videos, in denen die Person direkt in die Kamera spricht. Das können sein:

Wichtig ist für mich das Wort wirken.

Das Video kann vorbereitet und geskriptet sein. Im fertigen Reel sehe ich aber nicht fünf verschiedene Kameraperspektiven, auffällige Übergänge und eine Nachbearbeitung, die mehr Aufmerksamkeit bekommt als der Inhalt.

B-Roll-Reels mit Musik und Text-Overlays würde ich persönlich nicht zu Raw Content zählen. Sie können ebenfalls einfach zu erstellen sein, funktionieren aber anders: Dort erzählen die Bilder oder der eingeblendete Text. Bei Raw Content steht für mich die Person im Mittelpunkt.

Warum wird gerade so viel über Raw Content gesprochen?

Instagram war lange sehr poliert. Perfekt aufeinander abgestimmte Feeds, aufwendig inszenierte Fotos und Reels, die fast wie kleine Werbefilme wirkten.

Inzwischen sieht man wieder mehr Videos, die scheinbar nebenbei entstanden sind. Instagram-Chef Adam Mosseri hat Ende 2025 ebenfalls beschrieben, dass eine weniger polierte Ästhetik an Bedeutung gewinnt. Seine Einordnung kannst du hier nachlesen.

Daraus wurde an einigen Stellen schnell die Aussage: Instagram bevorzugt jetzt Raw Content.

So einfach ist es nicht.

Es gibt keine allgemeine Instagram-Regel, nach der ein wenig bearbeitetes Reel automatisch mehr Reichweite bekommt. Ein Video wird nicht besser, nur weil es wackelt, schlecht ausgeleuchtet ist oder du es in zwei Minuten aufgenommen hast.

Interessant finde ich den Trend trotzdem. Denn er nimmt ein wenig den Druck heraus, dass jedes Reel perfekt inszeniert sein muss.

Vor allem Coaches, Berater und andere Wissensexperten brauchen nicht für jedes Video einen kleinen Studiodreh. Die Person, ihre Erfahrung und der Gedanke, den sie vermittelt, dürfen stärker im Vordergrund stehen.

Heißt es One Take oder One Shot?

Die beiden Begriffe werden häufig durcheinandergeworfen.

Ein Take ist ein durchgehender Aufnahmeversuch. Du startest die Kamera, sprichst und stoppst die Aufnahme wieder. Wenn du danach noch einmal von vorn beginnst, ist das der nächste Take.

Ein Shot ist eine ununterbrochene Einstellung im fertigen Video. Bei einem echten One-Shot-Video gibt es keinen Schnitt. Eine ausführlichere Erklärung der Filmbegriffe findest du bei StudioBinder.

Für die Art von Raw Content, über die ich hier spreche, finde ich deshalb One-Take-Stil am passendsten.

Du nimmst das Video im Wesentlichen aus einer festen Perspektive auf. Wenn du dich komplett verhaspelst oder den Faden verlierst, kannst du selbstverständlich noch einmal anfangen. Und wenn du hinterher eine lange Pause oder einen Versprecher entfernst, ist das auch in Ordnung.

Es geht nicht darum, den allerersten Aufnahmeversuch unverändert zu veröffentlichen. Es geht darum, das Video nicht aus unzähligen Einstellungen und kurzen Clips zusammenzubauen.

Was Raw Content tatsächlich einfacher macht

Raw Content nimmt dir nicht die inhaltliche Arbeit ab.

Du brauchst weiterhin:

  • ein Thema, das für deine Zielgruppe interessant ist,
  • einen guten Einstieg,
  • einen roten Faden,
  • ein Skript oder zumindest Stichpunkte,
  • eine verständliche Aussage
  • und einen passenden Call to Action.

Was du dir sparen kannst, sind viele zusätzliche Schritte rund um die Aufnahme.

Du musst nicht erst überlegen, aus welcher Perspektive du welchen Satz filmst. Du brauchst keine zusätzlichen B-Roll-Szenen und musst anschließend nicht zehn kleine Clips zusammensetzen.

Im besten Fall stellst du dein Handy auf, nimmst dein Video aus einer Perspektive auf und entfernst hinterher nur zwei oder drei Stellen.

Genau dort liegt für mich die Erleichterung.

Nicht jeder tut sich mit einem One-Take-Video automatisch leichter. Wenn du vor der Kamera noch sehr unsicher bist, brauchst du möglicherweise mehrere Anläufe. In meinem Artikel „Reels drehen über 40“ gehe ich genauer darauf ein, wie du mit dieser Unsicherheit umgehen kannst. Trotzdem hast du beim Raw Content weniger Material, das du anschließend sortieren und schneiden musst.

Raw Content kann deshalb schneller sein. Er ist aber keine Abkürzung für Inhalte, über die du dir vorher keine Gedanken gemacht hast.

Wo roh aufhört und unprofessionell anfängt

Ich würde einer Kundin nicht sagen: „Mach dir über die Qualität keine Gedanken. Hauptsache, es ist authentisch.“

Damit wäre ihr nicht geholfen.

Ich hatte einmal ein Vorgespräch mit jemandem, der über Instagram ein hochpreisiges Angebot verkaufen wollte. Die Videos im Feed wirkten allerdings wie eine schnelle Übung aus einer Weiterbildung: Kamera aufbauen, davorstellen, fertig.

Das Problem war nicht der fehlende Videoschnitt. Licht, Ton und die gesamte Wirkung passten nicht zu dem Angebot.

Raw Content darf einfacher aussehen. Ein paar Grundlagen sollten trotzdem stimmen:

  • Du bist gut zu verstehen.
  • Das Bild ist ausreichend hell.
  • Die Aufnahme wackelt nicht ständig.
  • Man kann deinem Gedanken folgen.
  • Dein Einstieg macht neugierig.
  • Am Ende wird deutlich, was die Zuschauer tun können.

Gerade der Ton ist wichtig. Ein Bild, das nicht perfekt ist, kann ich mir ansehen. Wenn ich dich akustisch kaum verstehe, bin ich wahrscheinlich schnell wieder weg.

Auch bei einer Aufnahme im Gehen würde ich deshalb prüfen, ob du das Handy ausreichend ruhig halten kannst und wie stark Wind oder Straßenlärm zu hören sind.

Und was ist mit der Kleidung?

Ich finde schon, dass Kleidung etwas über die Wirkung und bis zu einem gewissen Punkt auch über die Preispositionierung aussagt.

Das bedeutet nicht, dass du dich für ein Reel verkleiden oder komplett anders aussehen sollst als sonst.

Ich erscheine in meinen Videos ungefähr so, wie du mich auch in einem Zoom-Call erleben würdest. Wenn ich weiß, dass ich Videos aufnehme, mache ich mir Gedanken über mein Oberteil und – je nach Bildausschnitt – auch über die Hose.

Aber ich verwandle mich dafür nicht in einen anderen Menschen.

Wenn wir uns später persönlich begegnen, solltest du mich wiedererkennen. Raw Content bedeutet für mich deshalb nicht, mich möglichst ungeplant vor die Kamera zu setzen. Es bedeutet, dass die Aufnahme nicht aufwendiger inszeniert wird, als es für den Inhalt nötig ist.

Du weißt nicht, was du bei deinen Reels vereinfachen kannst?

Im Instagram-Sparring schauen wir uns deine bisherigen Videos, dein Angebot und deine technischen Möglichkeiten an. Wir überlegen gemeinsam, was bei deinen Reels wirklich wichtig ist und welche Arbeit du dir sparen kannst.

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Wie viel Unperfektheit darf stehen bleiben?

Ich lasse in einem Reel durchaus ein „Ähm“ stehen. So spreche ich nun einmal.

Längere Pausen schneide ich meistens heraus. Auch einen deutlichen Versprecher lasse ich nicht im Video, nur damit es besonders authentisch wirkt.

Für mich ist entscheidend, ob man dem Video weiterhin gut folgen kann.

Ich würde schneiden, wenn:

  • eine lange Pause den Gedanken unterbricht,
  • ich mich deutlich verspreche,
  • am Anfang noch zu sehen ist, wie ich die Aufnahme starte,
  • oder am Ende mehrere Sekunden ohne Inhalt übrig bleiben.

Ich würde nicht neu aufnehmen, nur weil ein Satz nicht vollkommen glatt klingt oder ich kurz nach einem Wort suche.

Bei einem längeren YouTube-Video darf für mich übrigens mehr stehen bleiben. Dort nehmen sich die Zuschauer anders Zeit als bei einem kurzen Instagram-Reel.

Du entscheidest also nicht grundsätzlich zwischen „ungeschnitten“ und „perfekt bearbeitet“. Dazwischen liegt ziemlich viel.

Die Fünf-Tage-Raw-Content-Challenge

Wenn du herausfinden möchtest, ob dir Raw Content die Arbeit erleichtert, probiere es aus.

Nimm fünf Tage lang jeweils ein kurzes Video im One-Take-Stil auf. Du musst nicht alle fünf Videos veröffentlichen. Zuerst geht es darum, ein Gefühl für diese Arbeitsweise zu bekommen.

Schritt 1: Wähle fünf echte Fragen

Schreibe fünf Fragen auf, die dir Kunden oder Interessierte tatsächlich gestellt haben.

Nimm für jeden Tag eine davon.

Schritt 2: Bereite das Video kurz vor

Notiere dir:

  1. einen Einstieg,
  2. zwei oder drei Stichpunkte,
  3. einen Call to Action.

Du kannst auch ein vollständiges Skript schreiben, wenn dir das Sprechen damit leichter fällt. Das Video darf geskriptet sein und trotzdem spontan wirken.

Schritt 3: Vereinfache die Aufnahme

Stelle dein Handy möglichst immer an derselben Stelle auf. Nutze dasselbe Licht und Mikrofon, damit du nicht jeden Tag wieder über die Technik nachdenken musst.

Nimm das Video aus einer Perspektive auf. Wenn du komplett den Faden verlierst, beginnst du von vorn. Im Schnitt entfernst du nur die Stellen, die wirklich stören.

Schritt 4: Teste die Videos

Du kannst die Reels regulär veröffentlichen oder dafür Test-Reels nutzen. Test-Reels werden zunächst vor allem Menschen gezeigt, die dir noch nicht folgen. So kannst du ein Format ausprobieren, ohne es sofort prominent mit deiner bestehenden Community zu teilen.

Schau hinterher nicht nur auf die Reichweite.

Frage dich auch:

  • Wie lange habe ich für Aufnahme und Bearbeitung gebraucht?
  • Ist mir das Sprechen im Laufe der fünf Tage leichter gefallen?
  • Konnte ich meinen Gedanken verständlich vermitteln?
  • Welche Reaktionen oder Gespräche sind entstanden?
  • Würde ich diese Art von Reel regelmäßig erstellen?

Danach weißt du, ob Raw Content für dich wirklich eine Erleichterung ist – oder nur einfacher aussieht, als er sich für dich anfühlt.

Fazit: Raw Content darf gut vorbereitet sein

Raw Content kann dir einiges abnehmen. Du brauchst nicht für jedes Reel mehrere Kameraperspektiven, zusätzliche Aufnahmen und einen aufwendigen Schnitt.

Dein Thema, dein Skript und die Technik verschwinden dadurch aber nicht.

Du solltest weiterhin gut zu verstehen sein, auf Licht und einen ruhigen Bildausschnitt achten und wissen, was du mit dem Video erzählen möchtest. Ein guter Einstieg und ein sinnvoller Call to Action bleiben ebenfalls wichtig.

Was du loslassen darfst, ist der Anspruch, dass jedes Reel wie ein Studiodreh aussehen muss.

Vielleicht lässt du ein „Ähm“ stehen. Vielleicht ist der Satz nicht vollkommen glatt. Vielleicht sieht das Video einfach so aus, als hättest du dein Handy aufgestellt und mir gerade einen Gedanken erzählt.

Wenn du dadurch häufiger ins Veröffentlichen kommst und weniger Zeit mit Schnitten verbringst, kann Raw Content tatsächlich eine Erleichterung sein.

Möchtest du ausprobieren, ob der One-Take-Stil zu dir passt?

Im Instagram-Sparring entwickeln wir aus deinem Thema einen passenden Einstieg, einen roten Faden und einen Call to Action. Anschließend nehmen wir dein Video gemeinsam auf, sodass du nicht nur mit einer Idee nach Hause gehst.

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Häufige Fragen zu Raw Content auf Instagram

Was bedeutet Raw Content?

Raw Content sind Inhalte, die wenig inszeniert und aufwendig bearbeitet wirken. Das können spontane Videos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen, persönliche Einordnungen oder einfache Handyfotos sein. In diesem Artikel geht es vor allem um Videos, in denen die Person direkt in die Kamera spricht.

Muss Raw Content ungeskriptet sein?

Nein. Ein Raw-Content-Video kann vollständig geskriptet oder mit Stichpunkten vorbereitet sein. Entscheidend ist nicht, ob du dich vorbereitet hast, sondern wie stark die Aufnahme anschließend inszeniert und bearbeitet wird.

Ist One Take dasselbe wie One Shot?

Nicht ganz. Ein Take ist ein durchgehender Aufnahmeversuch. Ein Shot bezeichnet eine ununterbrochene Einstellung im fertigen Video. Wenn du kleine Pausen und Versprecher entfernst, passt die Bezeichnung One-Take-Stil besser.

Funktioniert Raw Content auf Instagram besser?

Nicht automatisch. Es gibt keine allgemeine Instagram-Regel, nach der rohe Videos grundsätzlich mehr Reichweite bekommen. Sie können jedoch persönlicher wirken und schneller zu produzieren sein. Ob das Format bei deinem Publikum funktioniert, musst du selbst testen.

Darf ich Raw Content schneiden?

Natürlich. Du kannst längere Pausen, deutliche Versprecher und überflüssige Sekunden am Anfang oder Ende entfernen. Raw Content bedeutet nicht, dass du jeden Aufnahmefehler veröffentlichen musst.

Gehören B-Roll-Reels zu Raw Content?

Vielleicht begegnet dir gerade überall der Begriff Raw Content und du denkst: Das könnte die Lösung sein. Endlich nicht mehr so viel schneiden, keine fünf Kameraperspektiven und nicht stundenlang an einem Reel sitzen.

Kannst du jetzt also einfach dein Handy aufstellen, drauflosreden und das Video veröffentlichen?

Nicht ganz.

Raw Content kann dir die Produktion und die Nachbearbeitung deutlich leichter machen. Über dein Thema, deinen Einstieg und den roten Faden musst du dir trotzdem Gedanken machen. Auch schlechter Ton wird nicht plötzlich gut, nur weil das Video „roh“ sein soll.

Die eigentliche Erleichterung liegt woanders: Dein Content muss nicht wie ein kleiner Studiodreh aussehen, um professionell zu wirken.

Was bedeutet Raw Content auf Instagram?

Eine feste Definition gibt es nicht.

Manche verstehen darunter fast unbearbeitete Videos, spontane Einblicke, Handyfotos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen oder Screenshots aus der Notizen-App. Gemeinsam ist diesen Inhalten, dass sie weniger inszeniert und aufwendig produziert wirken.

Wenn ich von Raw Content spreche, meine ich vor allem Videos, in denen die Person direkt in die Kamera spricht. Das können sein:

Wichtig ist für mich das Wort wirken.

Das Video kann vorbereitet und geskriptet sein. Im fertigen Reel sehe ich aber nicht fünf verschiedene Kameraperspektiven, auffällige Übergänge und eine Nachbearbeitung, die mehr Aufmerksamkeit bekommt als der Inhalt.

B-Roll-Reels mit Musik und Text-Overlays würde ich persönlich nicht zu Raw Content zählen. Sie können ebenfalls einfach zu erstellen sein, funktionieren aber anders: Dort erzählen die Bilder oder der eingeblendete Text. Bei Raw Content steht für mich die Person im Mittelpunkt.

Warum wird gerade so viel über Raw Content gesprochen?

Instagram war lange sehr poliert. Perfekt aufeinander abgestimmte Feeds, aufwendig inszenierte Fotos und Reels, die fast wie kleine Werbefilme wirkten.

Inzwischen sieht man wieder mehr Videos, die scheinbar nebenbei entstanden sind. Instagram-Chef Adam Mosseri hat Ende 2025 ebenfalls beschrieben, dass eine weniger polierte Ästhetik an Bedeutung gewinnt. Seine Einordnung kannst du hier nachlesen.

Daraus wurde an einigen Stellen schnell die Aussage: Instagram bevorzugt jetzt Raw Content.

So einfach ist es nicht.

Es gibt keine allgemeine Instagram-Regel, nach der ein wenig bearbeitetes Reel automatisch mehr Reichweite bekommt. Ein Video wird nicht besser, nur weil es wackelt, schlecht ausgeleuchtet ist oder du es in zwei Minuten aufgenommen hast.

Interessant finde ich den Trend trotzdem. Denn er nimmt ein wenig den Druck heraus, dass jedes Reel perfekt inszeniert sein muss.

Vor allem Coaches, Berater und andere Wissensexperten brauchen nicht für jedes Video einen kleinen Studiodreh. Die Person, ihre Erfahrung und der Gedanke, den sie vermittelt, dürfen stärker im Vordergrund stehen.

Heißt es One Take oder One Shot?

Die beiden Begriffe werden häufig durcheinandergeworfen.

Ein Take ist ein durchgehender Aufnahmeversuch. Du startest die Kamera, sprichst und stoppst die Aufnahme wieder. Wenn du danach noch einmal von vorn beginnst, ist das der nächste Take.

Ein Shot ist eine ununterbrochene Einstellung im fertigen Video. Bei einem echten One-Shot-Video gibt es keinen Schnitt. Eine ausführlichere Erklärung der Filmbegriffe findest du bei StudioBinder.

Für die Art von Raw Content, über die ich hier spreche, finde ich deshalb One-Take-Stil am passendsten.

Du nimmst das Video im Wesentlichen aus einer festen Perspektive auf. Wenn du dich komplett verhaspelst oder den Faden verlierst, kannst du selbstverständlich noch einmal anfangen. Und wenn du hinterher eine lange Pause oder einen Versprecher entfernst, ist das auch in Ordnung.

Es geht nicht darum, den allerersten Aufnahmeversuch unverändert zu veröffentlichen. Es geht darum, das Video nicht aus unzähligen Einstellungen und kurzen Clips zusammenzubauen.

Was Raw Content tatsächlich einfacher macht

Raw Content nimmt dir nicht die inhaltliche Arbeit ab.

Du brauchst weiterhin:

  • ein Thema, das für deine Zielgruppe interessant ist,
  • einen guten Einstieg,
  • einen roten Faden,
  • ein Skript oder zumindest Stichpunkte,
  • eine verständliche Aussage
  • und einen passenden Call to Action.

Was du dir sparen kannst, sind viele zusätzliche Schritte rund um die Aufnahme.

Du musst nicht erst überlegen, aus welcher Perspektive du welchen Satz filmst. Du brauchst keine zusätzlichen B-Roll-Szenen und musst anschließend nicht zehn kleine Clips zusammensetzen.

Im besten Fall stellst du dein Handy auf, nimmst dein Video aus einer Perspektive auf und entfernst hinterher nur zwei oder drei Stellen.

Genau dort liegt für mich die Erleichterung.

Nicht jeder tut sich mit einem One-Take-Video automatisch leichter. Wenn du vor der Kamera noch sehr unsicher bist, brauchst du möglicherweise mehrere Anläufe. In meinem Artikel „Reels drehen über 40“ gehe ich genauer darauf ein, wie du mit dieser Unsicherheit umgehen kannst. Trotzdem hast du beim Raw Content weniger Material, das du anschließend sortieren und schneiden musst.

Raw Content kann deshalb schneller sein. Er ist aber keine Abkürzung für Inhalte, über die du dir vorher keine Gedanken gemacht hast.

Wo roh aufhört und unprofessionell anfängt

Ich würde einer Kundin nicht sagen: „Mach dir über die Qualität keine Gedanken. Hauptsache, es ist authentisch.“

Damit wäre ihr nicht geholfen.

Ich hatte einmal ein Vorgespräch mit jemandem, der über Instagram ein hochpreisiges Angebot verkaufen wollte. Die Videos im Feed wirkten allerdings wie eine schnelle Übung aus einer Weiterbildung: Kamera aufbauen, davorstellen, fertig.

Das Problem war nicht der fehlende Videoschnitt. Licht, Ton und die gesamte Wirkung passten nicht zu dem Angebot.

Raw Content darf einfacher aussehen. Ein paar Grundlagen sollten trotzdem stimmen:

  • Du bist gut zu verstehen.
  • Das Bild ist ausreichend hell.
  • Die Aufnahme wackelt nicht ständig.
  • Man kann deinem Gedanken folgen.
  • Dein Einstieg macht neugierig.
  • Am Ende wird deutlich, was die Zuschauer tun können.

Gerade der Ton ist wichtig. Ein Bild, das nicht perfekt ist, kann ich mir ansehen. Wenn ich dich akustisch kaum verstehe, bin ich wahrscheinlich schnell wieder weg.

Auch bei einer Aufnahme im Gehen würde ich deshalb prüfen, ob du das Handy ausreichend ruhig halten kannst und wie stark Wind oder Straßenlärm zu hören sind.

Und was ist mit der Kleidung?

Ich finde schon, dass Kleidung etwas über die Wirkung und bis zu einem gewissen Punkt auch über die Preispositionierung aussagt.

Das bedeutet nicht, dass du dich für ein Reel verkleiden oder komplett anders aussehen sollst als sonst.

Ich erscheine in meinen Videos ungefähr so, wie du mich auch in einem Zoom-Call erleben würdest. Wenn ich weiß, dass ich Videos aufnehme, mache ich mir Gedanken über mein Oberteil und – je nach Bildausschnitt – auch über die Hose.

Aber ich verwandle mich dafür nicht in einen anderen Menschen.

Wenn wir uns später persönlich begegnen, solltest du mich wiedererkennen. Raw Content bedeutet für mich deshalb nicht, mich möglichst ungeplant vor die Kamera zu setzen. Es bedeutet, dass die Aufnahme nicht aufwendiger inszeniert wird, als es für den Inhalt nötig ist.

Du weißt nicht, was du bei deinen Reels vereinfachen kannst?

Im Instagram-Sparring schauen wir uns deine bisherigen Videos, dein Angebot und deine technischen Möglichkeiten an. Wir überlegen gemeinsam, was bei deinen Reels wirklich wichtig ist und welche Arbeit du dir sparen kannst.

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Wie viel Unperfektheit darf stehen bleiben?

Ich lasse in einem Reel durchaus ein „Ähm“ stehen. So spreche ich nun einmal.

Längere Pausen schneide ich meistens heraus. Auch einen deutlichen Versprecher lasse ich nicht im Video, nur damit es besonders authentisch wirkt.

Für mich ist entscheidend, ob man dem Video weiterhin gut folgen kann.

Ich würde schneiden, wenn:

  • eine lange Pause den Gedanken unterbricht,
  • ich mich deutlich verspreche,
  • am Anfang noch zu sehen ist, wie ich die Aufnahme starte,
  • oder am Ende mehrere Sekunden ohne Inhalt übrig bleiben.

Ich würde nicht neu aufnehmen, nur weil ein Satz nicht vollkommen glatt klingt oder ich kurz nach einem Wort suche.

Bei einem längeren YouTube-Video darf für mich übrigens mehr stehen bleiben. Dort nehmen sich die Zuschauer anders Zeit als bei einem kurzen Instagram-Reel.

Du entscheidest also nicht grundsätzlich zwischen „ungeschnitten“ und „perfekt bearbeitet“. Dazwischen liegt ziemlich viel.

Die Fünf-Tage-Raw-Content-Challenge

Wenn du herausfinden möchtest, ob dir Raw Content die Arbeit erleichtert, probiere es aus.

Nimm fünf Tage lang jeweils ein kurzes Video im One-Take-Stil auf. Du musst nicht alle fünf Videos veröffentlichen. Zuerst geht es darum, ein Gefühl für diese Arbeitsweise zu bekommen.

Schritt 1: Wähle fünf echte Fragen

Schreibe fünf Fragen auf, die dir Kunden oder Interessierte tatsächlich gestellt haben.

Nimm für jeden Tag eine davon.

Schritt 2: Bereite das Video kurz vor

Notiere dir:

  1. einen Einstieg,
  2. zwei oder drei Stichpunkte,
  3. einen Call to Action.

Du kannst auch ein vollständiges Skript schreiben, wenn dir das Sprechen damit leichter fällt. Das Video darf geskriptet sein und trotzdem spontan wirken.

Schritt 3: Vereinfache die Aufnahme

Stelle dein Handy möglichst immer an derselben Stelle auf. Nutze dasselbe Licht und Mikrofon, damit du nicht jeden Tag wieder über die Technik nachdenken musst.

Nimm das Video aus einer Perspektive auf. Wenn du komplett den Faden verlierst, beginnst du von vorn. Im Schnitt entfernst du nur die Stellen, die wirklich stören.

Schritt 4: Teste die Videos

Du kannst die Reels regulär veröffentlichen oder dafür Test-Reels nutzen. Test-Reels werden zunächst vor allem Menschen gezeigt, die dir noch nicht folgen. So kannst du ein Format ausprobieren, ohne es sofort prominent mit deiner bestehenden Community zu teilen.

Schau hinterher nicht nur auf die Reichweite.

Frage dich auch:

  • Wie lange habe ich für Aufnahme und Bearbeitung gebraucht?
  • Ist mir das Sprechen im Laufe der fünf Tage leichter gefallen?
  • Konnte ich meinen Gedanken verständlich vermitteln?
  • Welche Reaktionen oder Gespräche sind entstanden?
  • Würde ich diese Art von Reel regelmäßig erstellen?

Danach weißt du, ob Raw Content für dich wirklich eine Erleichterung ist – oder nur einfacher aussieht, als er sich für dich anfühlt.

Fazit: Raw Content darf gut vorbereitet sein

Raw Content kann dir einiges abnehmen. Du brauchst nicht für jedes Reel mehrere Kameraperspektiven, zusätzliche Aufnahmen und einen aufwendigen Schnitt.

Dein Thema, dein Skript und die Technik verschwinden dadurch aber nicht.

Du solltest weiterhin gut zu verstehen sein, auf Licht und einen ruhigen Bildausschnitt achten und wissen, was du mit dem Video erzählen möchtest. Ein guter Einstieg und ein sinnvoller Call to Action bleiben ebenfalls wichtig.

Was du loslassen darfst, ist der Anspruch, dass jedes Reel wie ein Studiodreh aussehen muss.

Vielleicht lässt du ein „Ähm“ stehen. Vielleicht ist der Satz nicht vollkommen glatt. Vielleicht sieht das Video einfach so aus, als hättest du dein Handy aufgestellt und mir gerade einen Gedanken erzählt.

Wenn du dadurch häufiger ins Veröffentlichen kommst und weniger Zeit mit Schnitten verbringst, kann Raw Content tatsächlich eine Erleichterung sein.

Möchtest du ausprobieren, ob der One-Take-Stil zu dir passt?

Im Instagram-Sparring entwickeln wir aus deinem Thema einen passenden Einstieg, einen roten Faden und einen Call to Action. Anschließend nehmen wir dein Video gemeinsam auf, sodass du nicht nur mit einer Idee nach Hause gehst.

Instagram-Sparring ansehen

Häufige Fragen zu Raw Content auf Instagram

Was bedeutet Raw Content?

Raw Content sind Inhalte, die wenig inszeniert und aufwendig bearbeitet wirken. Das können spontane Videos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen, persönliche Einordnungen oder einfache Handyfotos sein. In diesem Artikel geht es vor allem um Videos, in denen die Person direkt in die Kamera spricht.

Muss Raw Content ungeskriptet sein?

Nein. Ein Raw-Content-Video kann vollständig geskriptet oder mit Stichpunkten vorbereitet sein. Entscheidend ist nicht, ob du dich vorbereitet hast, sondern wie stark die Aufnahme anschließend inszeniert und bearbeitet wird.

Ist One Take dasselbe wie One Shot?

Nicht ganz. Ein Take ist ein durchgehender Aufnahmeversuch. Ein Shot bezeichnet eine ununterbrochene Einstellung im fertigen Video. Wenn du kleine Pausen und Versprecher entfernst, passt die Bezeichnung One-Take-Stil besser.

Funktioniert Raw Content auf Instagram besser?

Nicht automatisch. Es gibt keine allgemeine Instagram-Regel, nach der rohe Videos grundsätzlich mehr Reichweite bekommen. Sie können jedoch persönlicher wirken und schneller zu produzieren sein. Ob das Format bei deinem Publikum funktioniert, musst du selbst testen.

Darf ich Raw Content schneiden?

Natürlich. Du kannst längere Pausen, deutliche Versprecher und überflüssige Sekunden am Anfang oder Ende entfernen. Raw Content bedeutet nicht, dass du jeden Aufnahmefehler veröffentlichen musst.

Gehören B-Roll-Reels zu Raw Content?

Vielleicht begegnet dir gerade überall der Begriff Raw Content und du denkst: Das könnte die Lösung sein. Endlich nicht mehr so viel schneiden, keine fünf Kameraperspektiven und nicht stundenlang an einem Reel sitzen.

Kannst du jetzt also einfach dein Handy aufstellen, drauflosreden und das Video veröffentlichen?

Nicht ganz.

Raw Content kann dir die Produktion und die Nachbearbeitung deutlich leichter machen. Über dein Thema, deinen Einstieg und den roten Faden musst du dir trotzdem Gedanken machen. Auch schlechter Ton wird nicht plötzlich gut, nur weil das Video „roh“ sein soll.

Die eigentliche Erleichterung liegt woanders: Dein Content muss nicht wie ein kleiner Studiodreh aussehen, um professionell zu wirken.

Was bedeutet Raw Content auf Instagram?

Eine feste Definition gibt es nicht.

Manche verstehen darunter fast unbearbeitete Videos, spontane Einblicke, Handyfotos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen oder Screenshots aus der Notizen-App. Gemeinsam ist diesen Inhalten, dass sie weniger inszeniert und aufwendig produziert wirken.

Wenn ich von Raw Content spreche, meine ich vor allem Videos, in denen die Person direkt in die Kamera spricht. Das können sein:

Wichtig ist für mich das Wort wirken.

Das Video kann vorbereitet und geskriptet sein. Im fertigen Reel sehe ich aber nicht fünf verschiedene Kameraperspektiven, auffällige Übergänge und eine Nachbearbeitung, die mehr Aufmerksamkeit bekommt als der Inhalt.

B-Roll-Reels mit Musik und Text-Overlays würde ich persönlich nicht zu Raw Content zählen. Sie können ebenfalls einfach zu erstellen sein, funktionieren aber anders: Dort erzählen die Bilder oder der eingeblendete Text. Bei Raw Content steht für mich die Person im Mittelpunkt.

Warum wird gerade so viel über Raw Content gesprochen?

Instagram war lange sehr poliert. Perfekt aufeinander abgestimmte Feeds, aufwendig inszenierte Fotos und Reels, die fast wie kleine Werbefilme wirkten.

Inzwischen sieht man wieder mehr Videos, die scheinbar nebenbei entstanden sind. Instagram-Chef Adam Mosseri hat Ende 2025 ebenfalls beschrieben, dass eine weniger polierte Ästhetik an Bedeutung gewinnt. Seine Einordnung kannst du hier nachlesen.

Daraus wurde an einigen Stellen schnell die Aussage: Instagram bevorzugt jetzt Raw Content.

So einfach ist es nicht.

Es gibt keine allgemeine Instagram-Regel, nach der ein wenig bearbeitetes Reel automatisch mehr Reichweite bekommt. Ein Video wird nicht besser, nur weil es wackelt, schlecht ausgeleuchtet ist oder du es in zwei Minuten aufgenommen hast.

Interessant finde ich den Trend trotzdem. Denn er nimmt ein wenig den Druck heraus, dass jedes Reel perfekt inszeniert sein muss.

Vor allem Coaches, Berater und andere Wissensexperten brauchen nicht für jedes Video einen kleinen Studiodreh. Die Person, ihre Erfahrung und der Gedanke, den sie vermittelt, dürfen stärker im Vordergrund stehen.

Heißt es One Take oder One Shot?

Die beiden Begriffe werden häufig durcheinandergeworfen.

Ein Take ist ein durchgehender Aufnahmeversuch. Du startest die Kamera, sprichst und stoppst die Aufnahme wieder. Wenn du danach noch einmal von vorn beginnst, ist das der nächste Take.

Ein Shot ist eine ununterbrochene Einstellung im fertigen Video. Bei einem echten One-Shot-Video gibt es keinen Schnitt. Eine ausführlichere Erklärung der Filmbegriffe findest du bei StudioBinder.

Für die Art von Raw Content, über die ich hier spreche, finde ich deshalb One-Take-Stil am passendsten.

Du nimmst das Video im Wesentlichen aus einer festen Perspektive auf. Wenn du dich komplett verhaspelst oder den Faden verlierst, kannst du selbstverständlich noch einmal anfangen. Und wenn du hinterher eine lange Pause oder einen Versprecher entfernst, ist das auch in Ordnung.

Es geht nicht darum, den allerersten Aufnahmeversuch unverändert zu veröffentlichen. Es geht darum, das Video nicht aus unzähligen Einstellungen und kurzen Clips zusammenzubauen.

Was Raw Content tatsächlich einfacher macht

Raw Content nimmt dir nicht die inhaltliche Arbeit ab.

Du brauchst weiterhin:

  • ein Thema, das für deine Zielgruppe interessant ist,
  • einen guten Einstieg,
  • einen roten Faden,
  • ein Skript oder zumindest Stichpunkte,
  • eine verständliche Aussage
  • und einen passenden Call to Action.

Was du dir sparen kannst, sind viele zusätzliche Schritte rund um die Aufnahme.

Du musst nicht erst überlegen, aus welcher Perspektive du welchen Satz filmst. Du brauchst keine zusätzlichen B-Roll-Szenen und musst anschließend nicht zehn kleine Clips zusammensetzen.

Im besten Fall stellst du dein Handy auf, nimmst dein Video aus einer Perspektive auf und entfernst hinterher nur zwei oder drei Stellen.

Genau dort liegt für mich die Erleichterung.

Nicht jeder tut sich mit einem One-Take-Video automatisch leichter. Wenn du vor der Kamera noch sehr unsicher bist, brauchst du möglicherweise mehrere Anläufe. In meinem Artikel „Reels drehen über 40“ gehe ich genauer darauf ein, wie du mit dieser Unsicherheit umgehen kannst. Trotzdem hast du beim Raw Content weniger Material, das du anschließend sortieren und schneiden musst.

Raw Content kann deshalb schneller sein. Er ist aber keine Abkürzung für Inhalte, über die du dir vorher keine Gedanken gemacht hast.

Wo roh aufhört und unprofessionell anfängt

Ich würde einer Kundin nicht sagen: „Mach dir über die Qualität keine Gedanken. Hauptsache, es ist authentisch.“

Damit wäre ihr nicht geholfen.

Ich hatte einmal ein Vorgespräch mit jemandem, der über Instagram ein hochpreisiges Angebot verkaufen wollte. Die Videos im Feed wirkten allerdings wie eine schnelle Übung aus einer Weiterbildung: Kamera aufbauen, davorstellen, fertig.

Das Problem war nicht der fehlende Videoschnitt. Licht, Ton und die gesamte Wirkung passten nicht zu dem Angebot.

Raw Content darf einfacher aussehen. Ein paar Grundlagen sollten trotzdem stimmen:

  • Du bist gut zu verstehen.
  • Das Bild ist ausreichend hell.
  • Die Aufnahme wackelt nicht ständig.
  • Man kann deinem Gedanken folgen.
  • Dein Einstieg macht neugierig.
  • Am Ende wird deutlich, was die Zuschauer tun können.

Gerade der Ton ist wichtig. Ein Bild, das nicht perfekt ist, kann ich mir ansehen. Wenn ich dich akustisch kaum verstehe, bin ich wahrscheinlich schnell wieder weg.

Auch bei einer Aufnahme im Gehen würde ich deshalb prüfen, ob du das Handy ausreichend ruhig halten kannst und wie stark Wind oder Straßenlärm zu hören sind.

Und was ist mit der Kleidung?

Ich finde schon, dass Kleidung etwas über die Wirkung und bis zu einem gewissen Punkt auch über die Preispositionierung aussagt.

Das bedeutet nicht, dass du dich für ein Reel verkleiden oder komplett anders aussehen sollst als sonst.

Ich erscheine in meinen Videos ungefähr so, wie du mich auch in einem Zoom-Call erleben würdest. Wenn ich weiß, dass ich Videos aufnehme, mache ich mir Gedanken über mein Oberteil und – je nach Bildausschnitt – auch über die Hose.

Aber ich verwandle mich dafür nicht in einen anderen Menschen.

Wenn wir uns später persönlich begegnen, solltest du mich wiedererkennen. Raw Content bedeutet für mich deshalb nicht, mich möglichst ungeplant vor die Kamera zu setzen. Es bedeutet, dass die Aufnahme nicht aufwendiger inszeniert wird, als es für den Inhalt nötig ist.

Du weißt nicht, was du bei deinen Reels vereinfachen kannst?

Im Instagram-Sparring schauen wir uns deine bisherigen Videos, dein Angebot und deine technischen Möglichkeiten an. Wir überlegen gemeinsam, was bei deinen Reels wirklich wichtig ist und welche Arbeit du dir sparen kannst.

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Wie viel Unperfektheit darf stehen bleiben?

Ich lasse in einem Reel durchaus ein „Ähm“ stehen. So spreche ich nun einmal.

Längere Pausen schneide ich meistens heraus. Auch einen deutlichen Versprecher lasse ich nicht im Video, nur damit es besonders authentisch wirkt.

Für mich ist entscheidend, ob man dem Video weiterhin gut folgen kann.

Ich würde schneiden, wenn:

  • eine lange Pause den Gedanken unterbricht,
  • ich mich deutlich verspreche,
  • am Anfang noch zu sehen ist, wie ich die Aufnahme starte,
  • oder am Ende mehrere Sekunden ohne Inhalt übrig bleiben.

Ich würde nicht neu aufnehmen, nur weil ein Satz nicht vollkommen glatt klingt oder ich kurz nach einem Wort suche.

Bei einem längeren YouTube-Video darf für mich übrigens mehr stehen bleiben. Dort nehmen sich die Zuschauer anders Zeit als bei einem kurzen Instagram-Reel.

Du entscheidest also nicht grundsätzlich zwischen „ungeschnitten“ und „perfekt bearbeitet“. Dazwischen liegt ziemlich viel.

Die Fünf-Tage-Raw-Content-Challenge

Wenn du herausfinden möchtest, ob dir Raw Content die Arbeit erleichtert, probiere es aus.

Nimm fünf Tage lang jeweils ein kurzes Video im One-Take-Stil auf. Du musst nicht alle fünf Videos veröffentlichen. Zuerst geht es darum, ein Gefühl für diese Arbeitsweise zu bekommen.

Schritt 1: Wähle fünf echte Fragen

Schreibe fünf Fragen auf, die dir Kunden oder Interessierte tatsächlich gestellt haben.

Nimm für jeden Tag eine davon.

Schritt 2: Bereite das Video kurz vor

Notiere dir:

  1. einen Einstieg,
  2. zwei oder drei Stichpunkte,
  3. einen Call to Action.

Du kannst auch ein vollständiges Skript schreiben, wenn dir das Sprechen damit leichter fällt. Das Video darf geskriptet sein und trotzdem spontan wirken.

Schritt 3: Vereinfache die Aufnahme

Stelle dein Handy möglichst immer an derselben Stelle auf. Nutze dasselbe Licht und Mikrofon, damit du nicht jeden Tag wieder über die Technik nachdenken musst.

Nimm das Video aus einer Perspektive auf. Wenn du komplett den Faden verlierst, beginnst du von vorn. Im Schnitt entfernst du nur die Stellen, die wirklich stören.

Schritt 4: Teste die Videos

Du kannst die Reels regulär veröffentlichen oder dafür Test-Reels nutzen. Test-Reels werden zunächst vor allem Menschen gezeigt, die dir noch nicht folgen. So kannst du ein Format ausprobieren, ohne es sofort prominent mit deiner bestehenden Community zu teilen.

Schau hinterher nicht nur auf die Reichweite.

Frage dich auch:

  • Wie lange habe ich für Aufnahme und Bearbeitung gebraucht?
  • Ist mir das Sprechen im Laufe der fünf Tage leichter gefallen?
  • Konnte ich meinen Gedanken verständlich vermitteln?
  • Welche Reaktionen oder Gespräche sind entstanden?
  • Würde ich diese Art von Reel regelmäßig erstellen?

Danach weißt du, ob Raw Content für dich wirklich eine Erleichterung ist – oder nur einfacher aussieht, als er sich für dich anfühlt.

Fazit: Raw Content darf gut vorbereitet sein

Raw Content kann dir einiges abnehmen. Du brauchst nicht für jedes Reel mehrere Kameraperspektiven, zusätzliche Aufnahmen und einen aufwendigen Schnitt.

Dein Thema, dein Skript und die Technik verschwinden dadurch aber nicht.

Du solltest weiterhin gut zu verstehen sein, auf Licht und einen ruhigen Bildausschnitt achten und wissen, was du mit dem Video erzählen möchtest. Ein guter Einstieg und ein sinnvoller Call to Action bleiben ebenfalls wichtig.

Was du loslassen darfst, ist der Anspruch, dass jedes Reel wie ein Studiodreh aussehen muss.

Vielleicht lässt du ein „Ähm“ stehen. Vielleicht ist der Satz nicht vollkommen glatt. Vielleicht sieht das Video einfach so aus, als hättest du dein Handy aufgestellt und mir gerade einen Gedanken erzählt.

Wenn du dadurch häufiger ins Veröffentlichen kommst und weniger Zeit mit Schnitten verbringst, kann Raw Content tatsächlich eine Erleichterung sein.

Möchtest du ausprobieren, ob der One-Take-Stil zu dir passt?

Im Instagram-Sparring entwickeln wir aus deinem Thema einen passenden Einstieg, einen roten Faden und einen Call to Action. Anschließend nehmen wir dein Video gemeinsam auf, sodass du nicht nur mit einer Idee nach Hause gehst.

Instagram-Sparring ansehen

Häufige Fragen zu Raw Content auf Instagram

Was bedeutet Raw Content?

Raw Content sind Inhalte, die wenig inszeniert und aufwendig bearbeitet wirken. Das können spontane Videos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen, persönliche Einordnungen oder einfache Handyfotos sein. In diesem Artikel geht es vor allem um Videos, in denen die Person direkt in die Kamera spricht.

Muss Raw Content ungeskriptet sein?

Nein. Ein Raw-Content-Video kann vollständig geskriptet oder mit Stichpunkten vorbereitet sein. Entscheidend ist nicht, ob du dich vorbereitet hast, sondern wie stark die Aufnahme anschließend inszeniert und bearbeitet wird.

Ist One Take dasselbe wie One Shot?

Nicht ganz. Ein Take ist ein durchgehender Aufnahmeversuch. Ein Shot bezeichnet eine ununterbrochene Einstellung im fertigen Video. Wenn du kleine Pausen und Versprecher entfernst, passt die Bezeichnung One-Take-Stil besser.

Funktioniert Raw Content auf Instagram besser?

Nicht automatisch. Es gibt keine allgemeine Instagram-Regel, nach der rohe Videos grundsätzlich mehr Reichweite bekommen. Sie können jedoch persönlicher wirken und schneller zu produzieren sein. Ob das Format bei deinem Publikum funktioniert, musst du selbst testen.

Darf ich Raw Content schneiden?

Natürlich. Du kannst längere Pausen, deutliche Versprecher und überflüssige Sekunden am Anfang oder Ende entfernen. Raw Content bedeutet nicht, dass du jeden Aufnahmefehler veröffentlichen musst.

Gehören B-Roll-Reels zu Raw Content?

Vielleicht begegnet dir gerade überall der Begriff Raw Content und du denkst: Das könnte die Lösung sein. Endlich nicht mehr so viel schneiden, keine fünf Kameraperspektiven und nicht stundenlang an einem Reel sitzen.

Kannst du jetzt also einfach dein Handy aufstellen, drauflosreden und das Video veröffentlichen?

Nicht ganz.

Raw Content kann dir die Produktion und die Nachbearbeitung deutlich leichter machen. Über dein Thema, deinen Einstieg und den roten Faden musst du dir trotzdem Gedanken machen. Auch schlechter Ton wird nicht plötzlich gut, nur weil das Video „roh“ sein soll.

Die eigentliche Erleichterung liegt woanders: Dein Content muss nicht wie ein kleiner Studiodreh aussehen, um professionell zu wirken.

Was bedeutet Raw Content auf Instagram?

Eine feste Definition gibt es nicht.

Manche verstehen darunter fast unbearbeitete Videos, spontane Einblicke, Handyfotos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen oder Screenshots aus der Notizen-App. Gemeinsam ist diesen Inhalten, dass sie weniger inszeniert und aufwendig produziert wirken.

Wenn ich von Raw Content spreche, meine ich vor allem Videos, in denen die Person direkt in die Kamera spricht. Das können sein:

Wichtig ist für mich das Wort wirken.

Das Video kann vorbereitet und geskriptet sein. Im fertigen Reel sehe ich aber nicht fünf verschiedene Kameraperspektiven, auffällige Übergänge und eine Nachbearbeitung, die mehr Aufmerksamkeit bekommt als der Inhalt.

B-Roll-Reels mit Musik und Text-Overlays würde ich persönlich nicht zu Raw Content zählen. Sie können ebenfalls einfach zu erstellen sein, funktionieren aber anders: Dort erzählen die Bilder oder der eingeblendete Text. Bei Raw Content steht für mich die Person im Mittelpunkt.

Warum wird gerade so viel über Raw Content gesprochen?

Instagram war lange sehr poliert. Perfekt aufeinander abgestimmte Feeds, aufwendig inszenierte Fotos und Reels, die fast wie kleine Werbefilme wirkten.

Inzwischen sieht man wieder mehr Videos, die scheinbar nebenbei entstanden sind. Instagram-Chef Adam Mosseri hat Ende 2025 ebenfalls beschrieben, dass eine weniger polierte Ästhetik an Bedeutung gewinnt. Seine Einordnung kannst du hier nachlesen.

Daraus wurde an einigen Stellen schnell die Aussage: Instagram bevorzugt jetzt Raw Content.

So einfach ist es nicht.

Es gibt keine allgemeine Instagram-Regel, nach der ein wenig bearbeitetes Reel automatisch mehr Reichweite bekommt. Ein Video wird nicht besser, nur weil es wackelt, schlecht ausgeleuchtet ist oder du es in zwei Minuten aufgenommen hast.

Interessant finde ich den Trend trotzdem. Denn er nimmt ein wenig den Druck heraus, dass jedes Reel perfekt inszeniert sein muss.

Vor allem Coaches, Berater und andere Wissensexperten brauchen nicht für jedes Video einen kleinen Studiodreh. Die Person, ihre Erfahrung und der Gedanke, den sie vermittelt, dürfen stärker im Vordergrund stehen.

Heißt es One Take oder One Shot?

Die beiden Begriffe werden häufig durcheinandergeworfen.

Ein Take ist ein durchgehender Aufnahmeversuch. Du startest die Kamera, sprichst und stoppst die Aufnahme wieder. Wenn du danach noch einmal von vorn beginnst, ist das der nächste Take.

Ein Shot ist eine ununterbrochene Einstellung im fertigen Video. Bei einem echten One-Shot-Video gibt es keinen Schnitt. Eine ausführlichere Erklärung der Filmbegriffe findest du bei StudioBinder.

Für die Art von Raw Content, über die ich hier spreche, finde ich deshalb One-Take-Stil am passendsten.

Du nimmst das Video im Wesentlichen aus einer festen Perspektive auf. Wenn du dich komplett verhaspelst oder den Faden verlierst, kannst du selbstverständlich noch einmal anfangen. Und wenn du hinterher eine lange Pause oder einen Versprecher entfernst, ist das auch in Ordnung.

Es geht nicht darum, den allerersten Aufnahmeversuch unverändert zu veröffentlichen. Es geht darum, das Video nicht aus unzähligen Einstellungen und kurzen Clips zusammenzubauen.

Was Raw Content tatsächlich einfacher macht

Raw Content nimmt dir nicht die inhaltliche Arbeit ab.

Du brauchst weiterhin:

  • ein Thema, das für deine Zielgruppe interessant ist,
  • einen guten Einstieg,
  • einen roten Faden,
  • ein Skript oder zumindest Stichpunkte,
  • eine verständliche Aussage
  • und einen passenden Call to Action.

Was du dir sparen kannst, sind viele zusätzliche Schritte rund um die Aufnahme.

Du musst nicht erst überlegen, aus welcher Perspektive du welchen Satz filmst. Du brauchst keine zusätzlichen B-Roll-Szenen und musst anschließend nicht zehn kleine Clips zusammensetzen.

Im besten Fall stellst du dein Handy auf, nimmst dein Video aus einer Perspektive auf und entfernst hinterher nur zwei oder drei Stellen.

Genau dort liegt für mich die Erleichterung.

Nicht jeder tut sich mit einem One-Take-Video automatisch leichter. Wenn du vor der Kamera noch sehr unsicher bist, brauchst du möglicherweise mehrere Anläufe. In meinem Artikel „Reels drehen über 40“ gehe ich genauer darauf ein, wie du mit dieser Unsicherheit umgehen kannst. Trotzdem hast du beim Raw Content weniger Material, das du anschließend sortieren und schneiden musst.

Raw Content kann deshalb schneller sein. Er ist aber keine Abkürzung für Inhalte, über die du dir vorher keine Gedanken gemacht hast.

Wo roh aufhört und unprofessionell anfängt

Ich würde einer Kundin nicht sagen: „Mach dir über die Qualität keine Gedanken. Hauptsache, es ist authentisch.“

Damit wäre ihr nicht geholfen.

Ich hatte einmal ein Vorgespräch mit jemandem, der über Instagram ein hochpreisiges Angebot verkaufen wollte. Die Videos im Feed wirkten allerdings wie eine schnelle Übung aus einer Weiterbildung: Kamera aufbauen, davorstellen, fertig.

Das Problem war nicht der fehlende Videoschnitt. Licht, Ton und die gesamte Wirkung passten nicht zu dem Angebot.

Raw Content darf einfacher aussehen. Ein paar Grundlagen sollten trotzdem stimmen:

  • Du bist gut zu verstehen.
  • Das Bild ist ausreichend hell.
  • Die Aufnahme wackelt nicht ständig.
  • Man kann deinem Gedanken folgen.
  • Dein Einstieg macht neugierig.
  • Am Ende wird deutlich, was die Zuschauer tun können.

Gerade der Ton ist wichtig. Ein Bild, das nicht perfekt ist, kann ich mir ansehen. Wenn ich dich akustisch kaum verstehe, bin ich wahrscheinlich schnell wieder weg.

Auch bei einer Aufnahme im Gehen würde ich deshalb prüfen, ob du das Handy ausreichend ruhig halten kannst und wie stark Wind oder Straßenlärm zu hören sind.

Und was ist mit der Kleidung?

Ich finde schon, dass Kleidung etwas über die Wirkung und bis zu einem gewissen Punkt auch über die Preispositionierung aussagt.

Das bedeutet nicht, dass du dich für ein Reel verkleiden oder komplett anders aussehen sollst als sonst.

Ich erscheine in meinen Videos ungefähr so, wie du mich auch in einem Zoom-Call erleben würdest. Wenn ich weiß, dass ich Videos aufnehme, mache ich mir Gedanken über mein Oberteil und – je nach Bildausschnitt – auch über die Hose.

Aber ich verwandle mich dafür nicht in einen anderen Menschen.

Wenn wir uns später persönlich begegnen, solltest du mich wiedererkennen. Raw Content bedeutet für mich deshalb nicht, mich möglichst ungeplant vor die Kamera zu setzen. Es bedeutet, dass die Aufnahme nicht aufwendiger inszeniert wird, als es für den Inhalt nötig ist.

Du weißt nicht, was du bei deinen Reels vereinfachen kannst?

Im Instagram-Sparring schauen wir uns deine bisherigen Videos, dein Angebot und deine technischen Möglichkeiten an. Wir überlegen gemeinsam, was bei deinen Reels wirklich wichtig ist und welche Arbeit du dir sparen kannst.

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Wie viel Unperfektheit darf stehen bleiben?

Ich lasse in einem Reel durchaus ein „Ähm“ stehen. So spreche ich nun einmal.

Längere Pausen schneide ich meistens heraus. Auch einen deutlichen Versprecher lasse ich nicht im Video, nur damit es besonders authentisch wirkt.

Für mich ist entscheidend, ob man dem Video weiterhin gut folgen kann.

Ich würde schneiden, wenn:

  • eine lange Pause den Gedanken unterbricht,
  • ich mich deutlich verspreche,
  • am Anfang noch zu sehen ist, wie ich die Aufnahme starte,
  • oder am Ende mehrere Sekunden ohne Inhalt übrig bleiben.

Ich würde nicht neu aufnehmen, nur weil ein Satz nicht vollkommen glatt klingt oder ich kurz nach einem Wort suche.

Bei einem längeren YouTube-Video darf für mich übrigens mehr stehen bleiben. Dort nehmen sich die Zuschauer anders Zeit als bei einem kurzen Instagram-Reel.

Du entscheidest also nicht grundsätzlich zwischen „ungeschnitten“ und „perfekt bearbeitet“. Dazwischen liegt ziemlich viel.

Die Fünf-Tage-Raw-Content-Challenge

Wenn du herausfinden möchtest, ob dir Raw Content die Arbeit erleichtert, probiere es aus.

Nimm fünf Tage lang jeweils ein kurzes Video im One-Take-Stil auf. Du musst nicht alle fünf Videos veröffentlichen. Zuerst geht es darum, ein Gefühl für diese Arbeitsweise zu bekommen.

Schritt 1: Wähle fünf echte Fragen

Schreibe fünf Fragen auf, die dir Kunden oder Interessierte tatsächlich gestellt haben.

Nimm für jeden Tag eine davon.

Schritt 2: Bereite das Video kurz vor

Notiere dir:

  1. einen Einstieg,
  2. zwei oder drei Stichpunkte,
  3. einen Call to Action.

Du kannst auch ein vollständiges Skript schreiben, wenn dir das Sprechen damit leichter fällt. Das Video darf geskriptet sein und trotzdem spontan wirken.

Schritt 3: Vereinfache die Aufnahme

Stelle dein Handy möglichst immer an derselben Stelle auf. Nutze dasselbe Licht und Mikrofon, damit du nicht jeden Tag wieder über die Technik nachdenken musst.

Nimm das Video aus einer Perspektive auf. Wenn du komplett den Faden verlierst, beginnst du von vorn. Im Schnitt entfernst du nur die Stellen, die wirklich stören.

Schritt 4: Teste die Videos

Du kannst die Reels regulär veröffentlichen oder dafür Test-Reels nutzen. Test-Reels werden zunächst vor allem Menschen gezeigt, die dir noch nicht folgen. So kannst du ein Format ausprobieren, ohne es sofort prominent mit deiner bestehenden Community zu teilen.

Schau hinterher nicht nur auf die Reichweite.

Frage dich auch:

  • Wie lange habe ich für Aufnahme und Bearbeitung gebraucht?
  • Ist mir das Sprechen im Laufe der fünf Tage leichter gefallen?
  • Konnte ich meinen Gedanken verständlich vermitteln?
  • Welche Reaktionen oder Gespräche sind entstanden?
  • Würde ich diese Art von Reel regelmäßig erstellen?

Danach weißt du, ob Raw Content für dich wirklich eine Erleichterung ist – oder nur einfacher aussieht, als er sich für dich anfühlt.

Fazit: Raw Content darf gut vorbereitet sein

Raw Content kann dir einiges abnehmen. Du brauchst nicht für jedes Reel mehrere Kameraperspektiven, zusätzliche Aufnahmen und einen aufwendigen Schnitt.

Dein Thema, dein Skript und die Technik verschwinden dadurch aber nicht.

Du solltest weiterhin gut zu verstehen sein, auf Licht und einen ruhigen Bildausschnitt achten und wissen, was du mit dem Video erzählen möchtest. Ein guter Einstieg und ein sinnvoller Call to Action bleiben ebenfalls wichtig.

Was du loslassen darfst, ist der Anspruch, dass jedes Reel wie ein Studiodreh aussehen muss.

Vielleicht lässt du ein „Ähm“ stehen. Vielleicht ist der Satz nicht vollkommen glatt. Vielleicht sieht das Video einfach so aus, als hättest du dein Handy aufgestellt und mir gerade einen Gedanken erzählt.

Wenn du dadurch häufiger ins Veröffentlichen kommst und weniger Zeit mit Schnitten verbringst, kann Raw Content tatsächlich eine Erleichterung sein.

Möchtest du ausprobieren, ob der One-Take-Stil zu dir passt?

Im Instagram-Sparring entwickeln wir aus deinem Thema einen passenden Einstieg, einen roten Faden und einen Call to Action. Anschließend nehmen wir dein Video gemeinsam auf, sodass du nicht nur mit einer Idee nach Hause gehst.

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Häufige Fragen zu Raw Content auf Instagram

Was bedeutet Raw Content?

Raw Content sind Inhalte, die wenig inszeniert und aufwendig bearbeitet wirken. Das können spontane Videos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen, persönliche Einordnungen oder einfache Handyfotos sein. In diesem Artikel geht es vor allem um Videos, in denen die Person direkt in die Kamera spricht.

Muss Raw Content ungeskriptet sein?

Nein. Ein Raw-Content-Video kann vollständig geskriptet oder mit Stichpunkten vorbereitet sein. Entscheidend ist nicht, ob du dich vorbereitet hast, sondern wie stark die Aufnahme anschließend inszeniert und bearbeitet wird.

Ist One Take dasselbe wie One Shot?

Nicht ganz. Ein Take ist ein durchgehender Aufnahmeversuch. Ein Shot bezeichnet eine ununterbrochene Einstellung im fertigen Video. Wenn du kleine Pausen und Versprecher entfernst, passt die Bezeichnung One-Take-Stil besser.

Funktioniert Raw Content auf Instagram besser?

Nicht automatisch. Es gibt keine allgemeine Instagram-Regel, nach der rohe Videos grundsätzlich mehr Reichweite bekommen. Sie können jedoch persönlicher wirken und schneller zu produzieren sein. Ob das Format bei deinem Publikum funktioniert, musst du selbst testen.

Darf ich Raw Content schneiden?

Natürlich. Du kannst längere Pausen, deutliche Versprecher und überflüssige Sekunden am Anfang oder Ende entfernen. Raw Content bedeutet nicht, dass du jeden Aufnahmefehler veröffentlichen musst.

Vielleicht begegnet dir gerade überall der Begriff Raw Content und du denkst: Das könnte die Lösung sein. Endlich nicht mehr so viel schneiden, keine fünf Kameraperspektiven und nicht stundenlang an einem Reel sitzen.

Kannst du jetzt also einfach dein Handy aufstellen, drauflosreden und das Video veröffentlichen?

Nicht ganz.

Raw Content kann dir die Produktion und die Nachbearbeitung deutlich leichter machen. Über dein Thema, deinen Einstieg und den roten Faden musst du dir trotzdem Gedanken machen. Auch schlechter Ton wird nicht plötzlich gut, nur weil das Video „roh“ sein soll.

Die eigentliche Erleichterung liegt woanders: Dein Content muss nicht wie ein kleiner Studiodreh aussehen, um professionell zu wirken.

Was bedeutet Raw Content auf Instagram?

Eine feste Definition gibt es nicht.

Manche verstehen darunter fast unbearbeitete Videos, spontane Einblicke, Handyfotos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen oder Screenshots aus der Notizen-App. Gemeinsam ist diesen Inhalten, dass sie weniger inszeniert und aufwendig produziert wirken.

Wenn ich von Raw Content spreche, meine ich vor allem Videos, in denen die Person direkt in die Kamera spricht. Das können sein:

Wichtig ist für mich das Wort wirken.

Das Video kann vorbereitet und geskriptet sein. Im fertigen Reel sehe ich aber nicht fünf verschiedene Kameraperspektiven, auffällige Übergänge und eine Nachbearbeitung, die mehr Aufmerksamkeit bekommt als der Inhalt.

B-Roll-Reels mit Musik und Text-Overlays würde ich persönlich nicht zu Raw Content zählen. Sie können ebenfalls einfach zu erstellen sein, funktionieren aber anders: Dort erzählen die Bilder oder der eingeblendete Text. Bei Raw Content steht für mich die Person im Mittelpunkt.

Warum wird gerade so viel über Raw Content gesprochen?

Instagram war lange sehr poliert. Perfekt aufeinander abgestimmte Feeds, aufwendig inszenierte Fotos und Reels, die fast wie kleine Werbefilme wirkten.

Inzwischen sieht man wieder mehr Videos, die scheinbar nebenbei entstanden sind. Instagram-Chef Adam Mosseri hat Ende 2025 ebenfalls beschrieben, dass eine weniger polierte Ästhetik an Bedeutung gewinnt. Seine Einordnung kannst du hier nachlesen.

Daraus wurde an einigen Stellen schnell die Aussage: Instagram bevorzugt jetzt Raw Content.

So einfach ist es nicht.

Es gibt keine allgemeine Instagram-Regel, nach der ein wenig bearbeitetes Reel automatisch mehr Reichweite bekommt. Ein Video wird nicht besser, nur weil es wackelt, schlecht ausgeleuchtet ist oder du es in zwei Minuten aufgenommen hast.

Interessant finde ich den Trend trotzdem. Denn er nimmt ein wenig den Druck heraus, dass jedes Reel perfekt inszeniert sein muss.

Vor allem Coaches, Berater und andere Wissensexperten brauchen nicht für jedes Video einen kleinen Studiodreh. Die Person, ihre Erfahrung und der Gedanke, den sie vermittelt, dürfen stärker im Vordergrund stehen.

Heißt es One Take oder One Shot?

Die beiden Begriffe werden häufig durcheinandergeworfen.

Ein Take ist ein durchgehender Aufnahmeversuch. Du startest die Kamera, sprichst und stoppst die Aufnahme wieder. Wenn du danach noch einmal von vorn beginnst, ist das der nächste Take.

Ein Shot ist eine ununterbrochene Einstellung im fertigen Video. Bei einem echten One-Shot-Video gibt es keinen Schnitt. Eine ausführlichere Erklärung der Filmbegriffe findest du bei StudioBinder.

Für die Art von Raw Content, über die ich hier spreche, finde ich deshalb One-Take-Stil am passendsten.

Du nimmst das Video im Wesentlichen aus einer festen Perspektive auf. Wenn du dich komplett verhaspelst oder den Faden verlierst, kannst du selbstverständlich noch einmal anfangen. Und wenn du hinterher eine lange Pause oder einen Versprecher entfernst, ist das auch in Ordnung.

Es geht nicht darum, den allerersten Aufnahmeversuch unverändert zu veröffentlichen. Es geht darum, das Video nicht aus unzähligen Einstellungen und kurzen Clips zusammenzubauen.

Was Raw Content tatsächlich einfacher macht

Raw Content nimmt dir nicht die inhaltliche Arbeit ab.

Du brauchst weiterhin:

  • ein Thema, das für deine Zielgruppe interessant ist,
  • einen guten Einstieg,
  • einen roten Faden,
  • ein Skript oder zumindest Stichpunkte,
  • eine verständliche Aussage
  • und einen passenden Call to Action.

Was du dir sparen kannst, sind viele zusätzliche Schritte rund um die Aufnahme.

Du musst nicht erst überlegen, aus welcher Perspektive du welchen Satz filmst. Du brauchst keine zusätzlichen B-Roll-Szenen und musst anschließend nicht zehn kleine Clips zusammensetzen.

Im besten Fall stellst du dein Handy auf, nimmst dein Video aus einer Perspektive auf und entfernst hinterher nur zwei oder drei Stellen.

Genau dort liegt für mich die Erleichterung.

Nicht jeder tut sich mit einem One-Take-Video automatisch leichter. Wenn du vor der Kamera noch sehr unsicher bist, brauchst du möglicherweise mehrere Anläufe. In meinem Artikel „Reels drehen über 40“ gehe ich genauer darauf ein, wie du mit dieser Unsicherheit umgehen kannst. Trotzdem hast du beim Raw Content weniger Material, das du anschließend sortieren und schneiden musst.

Raw Content kann deshalb schneller sein. Er ist aber keine Abkürzung für Inhalte, über die du dir vorher keine Gedanken gemacht hast.

Wo roh aufhört und unprofessionell anfängt

Ich würde einer Kundin nicht sagen: „Mach dir über die Qualität keine Gedanken. Hauptsache, es ist authentisch.“

Damit wäre ihr nicht geholfen.

Ich hatte einmal ein Vorgespräch mit jemandem, der über Instagram ein hochpreisiges Angebot verkaufen wollte. Die Videos im Feed wirkten allerdings wie eine schnelle Übung aus einer Weiterbildung: Kamera aufbauen, davorstellen, fertig.

Das Problem war nicht der fehlende Videoschnitt. Licht, Ton und die gesamte Wirkung passten nicht zu dem Angebot.

Raw Content darf einfacher aussehen. Ein paar Grundlagen sollten trotzdem stimmen:

  • Du bist gut zu verstehen.
  • Das Bild ist ausreichend hell.
  • Die Aufnahme wackelt nicht ständig.
  • Man kann deinem Gedanken folgen.
  • Dein Einstieg macht neugierig.
  • Am Ende wird deutlich, was die Zuschauer tun können.

Gerade der Ton ist wichtig. Ein Bild, das nicht perfekt ist, kann ich mir ansehen. Wenn ich dich akustisch kaum verstehe, bin ich wahrscheinlich schnell wieder weg.

Auch bei einer Aufnahme im Gehen würde ich deshalb prüfen, ob du das Handy ausreichend ruhig halten kannst und wie stark Wind oder Straßenlärm zu hören sind.

Und was ist mit der Kleidung?

Ich finde schon, dass Kleidung etwas über die Wirkung und bis zu einem gewissen Punkt auch über die Preispositionierung aussagt.

Das bedeutet nicht, dass du dich für ein Reel verkleiden oder komplett anders aussehen sollst als sonst.

Ich erscheine in meinen Videos ungefähr so, wie du mich auch in einem Zoom-Call erleben würdest. Wenn ich weiß, dass ich Videos aufnehme, mache ich mir Gedanken über mein Oberteil und – je nach Bildausschnitt – auch über die Hose.

Aber ich verwandle mich dafür nicht in einen anderen Menschen.

Wenn wir uns später persönlich begegnen, solltest du mich wiedererkennen. Raw Content bedeutet für mich deshalb nicht, mich möglichst ungeplant vor die Kamera zu setzen. Es bedeutet, dass die Aufnahme nicht aufwendiger inszeniert wird, als es für den Inhalt nötig ist.

Du weißt nicht, was du bei deinen Reels vereinfachen kannst?

Im Instagram-Sparring schauen wir uns deine bisherigen Videos, dein Angebot und deine technischen Möglichkeiten an. Wir überlegen gemeinsam, was bei deinen Reels wirklich wichtig ist und welche Arbeit du dir sparen kannst.

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Wie viel Unperfektheit darf stehen bleiben?

Ich lasse in einem Reel durchaus ein „Ähm“ stehen. So spreche ich nun einmal.

Längere Pausen schneide ich meistens heraus. Auch einen deutlichen Versprecher lasse ich nicht im Video, nur damit es besonders authentisch wirkt.

Für mich ist entscheidend, ob man dem Video weiterhin gut folgen kann.

Ich würde schneiden, wenn:

  • eine lange Pause den Gedanken unterbricht,
  • ich mich deutlich verspreche,
  • am Anfang noch zu sehen ist, wie ich die Aufnahme starte,
  • oder am Ende mehrere Sekunden ohne Inhalt übrig bleiben.

Ich würde nicht neu aufnehmen, nur weil ein Satz nicht vollkommen glatt klingt oder ich kurz nach einem Wort suche.

Bei einem längeren YouTube-Video darf für mich übrigens mehr stehen bleiben. Dort nehmen sich die Zuschauer anders Zeit als bei einem kurzen Instagram-Reel.

Du entscheidest also nicht grundsätzlich zwischen „ungeschnitten“ und „perfekt bearbeitet“. Dazwischen liegt ziemlich viel.

Die Fünf-Tage-Raw-Content-Challenge

Wenn du herausfinden möchtest, ob dir Raw Content die Arbeit erleichtert, probiere es aus.

Nimm fünf Tage lang jeweils ein kurzes Video im One-Take-Stil auf. Du musst nicht alle fünf Videos veröffentlichen. Zuerst geht es darum, ein Gefühl für diese Arbeitsweise zu bekommen.

Schritt 1: Wähle fünf echte Fragen

Schreibe fünf Fragen auf, die dir Kunden oder Interessierte tatsächlich gestellt haben.

Nimm für jeden Tag eine davon.

Schritt 2: Bereite das Video kurz vor

Notiere dir:

  1. einen Einstieg,
  2. zwei oder drei Stichpunkte,
  3. einen Call to Action.

Du kannst auch ein vollständiges Skript schreiben, wenn dir das Sprechen damit leichter fällt. Das Video darf geskriptet sein und trotzdem spontan wirken.

Schritt 3: Vereinfache die Aufnahme

Stelle dein Handy möglichst immer an derselben Stelle auf. Nutze dasselbe Licht und Mikrofon, damit du nicht jeden Tag wieder über die Technik nachdenken musst.

Nimm das Video aus einer Perspektive auf. Wenn du komplett den Faden verlierst, beginnst du von vorn. Im Schnitt entfernst du nur die Stellen, die wirklich stören.

Schritt 4: Teste die Videos

Du kannst die Reels regulär veröffentlichen oder dafür Test-Reels nutzen. Test-Reels werden zunächst vor allem Menschen gezeigt, die dir noch nicht folgen. So kannst du ein Format ausprobieren, ohne es sofort prominent mit deiner bestehenden Community zu teilen.

Schau hinterher nicht nur auf die Reichweite.

Frage dich auch:

  • Wie lange habe ich für Aufnahme und Bearbeitung gebraucht?
  • Ist mir das Sprechen im Laufe der fünf Tage leichter gefallen?
  • Konnte ich meinen Gedanken verständlich vermitteln?
  • Welche Reaktionen oder Gespräche sind entstanden?
  • Würde ich diese Art von Reel regelmäßig erstellen?

Danach weißt du, ob Raw Content für dich wirklich eine Erleichterung ist – oder nur einfacher aussieht, als er sich für dich anfühlt.

Fazit: Raw Content darf gut vorbereitet sein

Raw Content kann dir einiges abnehmen. Du brauchst nicht für jedes Reel mehrere Kameraperspektiven, zusätzliche Aufnahmen und einen aufwendigen Schnitt.

Dein Thema, dein Skript und die Technik verschwinden dadurch aber nicht.

Du solltest weiterhin gut zu verstehen sein, auf Licht und einen ruhigen Bildausschnitt achten und wissen, was du mit dem Video erzählen möchtest. Ein guter Einstieg und ein sinnvoller Call to Action bleiben ebenfalls wichtig.

Was du loslassen darfst, ist der Anspruch, dass jedes Reel wie ein Studiodreh aussehen muss.

Vielleicht lässt du ein „Ähm“ stehen. Vielleicht ist der Satz nicht vollkommen glatt. Vielleicht sieht das Video einfach so aus, als hättest du dein Handy aufgestellt und mir gerade einen Gedanken erzählt.

Wenn du dadurch häufiger ins Veröffentlichen kommst und weniger Zeit mit Schnitten verbringst, kann Raw Content tatsächlich eine Erleichterung sein.

Möchtest du ausprobieren, ob der One-Take-Stil zu dir passt?

Im Instagram-Sparring entwickeln wir aus deinem Thema einen passenden Einstieg, einen roten Faden und einen Call to Action. Anschließend nehmen wir dein Video gemeinsam auf, sodass du nicht nur mit einer Idee nach Hause gehst.

Instagram-Sparring ansehen

Häufige Fragen zu Raw Content auf Instagram

Was bedeutet Raw Content?

Raw Content sind Inhalte, die wenig inszeniert und aufwendig bearbeitet wirken. Das können spontane Videos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen, persönliche Einordnungen oder einfache Handyfotos sein. In diesem Artikel geht es vor allem um Videos, in denen die Person direkt in die Kamera spricht.

Muss Raw Content ungeskriptet sein?

Nein. Ein Raw-Content-Video kann vollständig geskriptet oder mit Stichpunkten vorbereitet sein. Entscheidend ist nicht, ob du dich vorbereitet hast, sondern wie stark die Aufnahme anschließend inszeniert und bearbeitet wird.

Ist One Take dasselbe wie One Shot?

Nicht ganz. Ein Take ist ein durchgehender Aufnahmeversuch. Ein Shot bezeichnet eine ununterbrochene Einstellung im fertigen Video. Wenn du kleine Pausen und Versprecher entfernst, passt die Bezeichnung One-Take-Stil besser.

Funktioniert Raw Content auf Instagram besser?

Nicht automatisch. Es gibt keine allgemeine Instagram-Regel, nach der rohe Videos grundsätzlich mehr Reichweite bekommen. Sie können jedoch persönlicher wirken und schneller zu produzieren sein. Ob das Format bei deinem Publikum funktioniert, musst du selbst testen.

Darf ich Raw Content schneiden?

Natürlich. Du kannst längere Pausen, deutliche Versprecher und überflüssige Sekunden am Anfang oder Ende entfernen. Raw Content bedeutet nicht, dass du jeden Aufnahmefehler veröffentlichen musst.

Gehören B-Roll-Reels zu Raw Content?

Der Begriff wird unterschiedlich verwendet. Ich persönlich zähle B-Roll-Reels mit Text-Overlays nicht dazu. Bei Raw Content steht für mich die Person im Mittelpunkt, die direkt in die Kamera spricht.

Gehören B-Roll-Reels zu Raw Content?

Der Begriff wird unterschiedlich verwendet. Ich persönlich zähle B-Roll-Reels mit Text-Overlays nicht dazu. Bei Raw Content steht für mich die Person im Mittelpunkt, die direkt in die Kamera spricht.

Der Begriff wird unterschiedlich verwendet. Ich persönlich zähle B-Roll-Reels mit Text-Overlays nicht dazu. Bei Raw Content steht für mich die Person im Mittelpunkt, die direkt in die Kamera spricht.

Der Begriff wird unterschiedlich verwendet. Ich persönlich zähle B-Roll-Reels mit Text-Overlays nicht dazu. Bei Raw Content steht für mich die Person im Mittelpunkt, die direkt in die Kamera spricht.

Der Begriff wird unterschiedlich verwendet. Ich persönlich zähle B-Roll-Reels mit Text-Overlays nicht dazu. Bei Raw Content steht für mich die Person im Mittelpunkt, die direkt in die Kamera spricht.

Ich arbeite seit drei Jahren mit KI, und ich mag sie. Aber wenn ein neues Tool auf den Markt kommt, passiert auf Instagram immer dasselbe: Alle übernehmen dieselben Prompts, und plötzlich sehen sämtliche Infografiken aus wie aus einer Fabrik.

Gleiche Farbverläufe, gleicher Aufbau. Es nervt. Und ich bin damit offenbar nicht allein.

Denn während die Feeds immer glatter werden, passiert etwas Interessantes: Die Beiträge, die auffallen, sind die unperfekten. Das echte Gesicht, die spontane Aufnahme, der Gedanke ohne Hochglanz-Verpackung.

Genau darum geht es hier: warum roher Content gerade gewinnt, und warum das für dich eine richtig gute Nachricht ist.

Kurz gesagt: Durch die Masse an KI-generierten Inhalten sieht auf Instagram vieles gleich aus, und poliert wirkt zunehmend austauschbar. Echtheit wird dadurch zum Erkennungsmerkmal: Unperfekte, persönliche Inhalte schaffen Vertrauen und heben dich vom Einheitsbrei ab. Roh heißt dabei nicht schlampig. Eine klare Geschichte, guter Ton und Wiedererkennbarkeit bleiben Pflicht. Der Rest darf einfacher werden, als du denkst.

Warum plötzlich alles gleich aussieht

KI-Bilder und KI-Videos werden immer professioneller, keine Frage. Das Problem ist nicht die Qualität. Das Problem ist die Gleichheit.

Wenn tausende Accounts mit denselben Prompts arbeiten, entsteht ein Feed, der aussieht wie eine Straße, in der alle Häuser vom selben Bauträger stammen. Ordentlich, ja. Aber du könntest nicht sagen, wer wo wohnt.

Und deine Wunschkunden spüren das. Je mehr glattgebügelte Inhalte sie sehen, desto mehr fragen sie sich bei jedem Hochglanz-Beitrag: Steckt da überhaupt ein Mensch dahinter? Poliert war mal ein Qualitätsmerkmal. Heute ist es oft ein Warnsignal.

Die Gegenbewegung ist längst da: Echte Gesichter und sichtbare Ecken und Kanten bekommen das, was Einheitsbrei nie bekommt. Vertrauen.

Roh heißt nicht schlampig

Bevor du jetzt die Kamera wackelnd durch die Küche schwenkst: So ist das nicht gemeint. 🙂

Ein paar Dinge bleiben Pflicht, und die haben nichts mit Perfektion zu tun. Dein Beitrag braucht eine Geschichte mit rotem Faden, die Menschen reinholt. Dein Video braucht guten Ton, denn schlechten Ton verzeiht niemand. Ich stelle mich dafür entweder dicht an die Kamera oder nutze ein Ansteckmikrofon, mehr ist es nicht.

Und du brauchst Wiedererkennbarkeit. Dazu gehört auch die Frage: Was ziehe ich an? Nicht, um dich zu verkleiden, sondern damit man dich wiedererkennt und dein Auftritt zu deinem Business und deinen Preisen passt. Menschen haben nun mal ein Bild im Kopf, wie jemand wirkt, dem sie ein hochwertiges Coaching zutrauen.

Es geht nicht darum, dich zu verstellen. Es geht darum, dass du dich wohlfühlst und trotzdem als die erkennbar bist, die du beruflich bist. Roh ist das Gegenteil von Fassade, nicht das Gegenteil von Sorgfalt.

Mach es dir leichter: mein reduziertes Setup

Ich habe meine Ausrüstung in den letzten Monaten drastisch reduziert. Für meine Verhältnisse jedenfalls. 🙂 Nicht, weil ich mir kein Equipment leisten könnte, sondern weil ich meinen Kundinnen vorleben will, was ich ihnen rate: Es braucht weniger, als du denkst.

Wenn du weißt, was du sagen willst, kannst du dich vor die Kamera stellen und es einfach runterreißen. Ohne zehn Wiederholungen und ohne den perfekten Filter. Eine Aufnahme draußen, Kamera hingestellt, gesprochen, fertig.

Das ist die eigentliche Entlastung an diesem Trend: Roh ist nicht nur wirksamer, es ist auch schneller. Die Stunden, die du früher ins Glätten gesteckt hast, kannst du in Inhalte stecken. Oder in Feierabend.

Und falls dich der Gedanke quält, ein unperfekter Beitrag könnte dir ewig nachhängen: Ein Instagram-Post ist nicht für die Ewigkeit gebaut. Er hat seinen Moment, und dann scrollt die Welt weiter. Ganz spurlos ist es nicht, Reels tauchen inzwischen auch in der Google-Suche auf. Aber das spricht eher dafür, klar und echt zu sein, als dafür, an jedem Detail zu feilen.

Reduziere dein Setup auf das, was du in zwei Minuten startklar hast: dein Handy, ein Ansteckmikrofon und Tageslicht. Je kleiner die Hürde vor der Aufnahme, desto öfter nimmst du auf.

Unperfekt heißt testfreudig

Unperfekter Content bedeutet für mich noch etwas: den Mut, Dinge auszuprobieren.

Nimm ein Video auf und verändere nur den Einstieg, also die ersten Sekunden. Oder erzähl dasselbe Thema einmal fachlich und einmal mit deiner persönlichen Geschichte dahinter. Dann schau in die Zahlen: Welche Variante zieht?

Wer perfekt sein will, testet nicht, denn jeder Test könnte ja danebengehen. Wer unperfekt unterwegs ist, lernt mit jedem Versuch dazu. Genau dafür gibt es übrigens Test-Reels: Du probierst deine Varianten zuerst bei Menschen aus, die dich gar nicht kennen, und deine Community bekommt davon nichts mit.

KI als Werkzeug, du als Absenderin

Jetzt könnte der Eindruck entstehen, ich hätte etwas gegen KI. Im Gegenteil, ich nutze sie täglich. Der Unterschied liegt darin, wofür.

Ich lasse mir von KI Skripte erstellen und Prompts für Bilder schreiben, die zu einer bestimmten Situation passen. Mit ein paar guten Referenzfotos von mir lasse ich mir sogar Bilder generieren, die aussehen wie aus einem Shooting. Das mache ich auch in Kundenprojekten, gerade mit Kundinnen, die kamerascheu sind: Ein paar gute Fotos reichen, und schon gibt es Bildmaterial für Monate.

Der entscheidende Punkt: Die KI liefert das Werkzeug, aber die Absenderin bleibe ich. Meine Geschichten, meine Meinung und meine Sprache kommen von mir. Der Einheitsbrei entsteht nicht durch KI, sondern dadurch, dass Menschen ihr die Absenderrolle überlassen.

Meine Faustregel: KI darf mir Arbeit abnehmen, die man nicht sieht, etwa Skripte vorbereiten und Bilder bauen. Was man sieht und hört, also Gesicht, Stimme und Haltung, kommt von mir.

Fazit

Die KI-Flut ist da, und sie macht die Feeds gleichförmiger. Für dich ist das keine Bedrohung, sondern eine Einladung: Während alle glatter werden, gewinnst du mit Echtheit.

Halte die Basics sauber, also Geschichte, Ton und Wiedererkennbarkeit. Den Rest darfst du dir leichter machen: weniger Equipment und Wiederholungen, dafür mehr echte Momente.

Falls dich bisher der Anspruch gebremst hat, es müsse erst perfekt aussehen: Der Maßstab hat sich geändert. Dein Wunschkunde sucht keinen makellosen Feed. Er sucht einen Menschen, dem er vertrauen kann.

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Häufige Fragen zu authentischem Content

Wirkt roher Content nicht unprofessionell?

Nein, solange die Basics stimmen. Guter Ton, eine klare Botschaft und ein Auftreten, das zu deinem Angebot passt, wirken professionell, auch wenn das Video in einem Take entstanden ist. Unprofessionell wirkt eher, was austauschbar aussieht.

Woran erkenne ich, dass mein Content nach KI-Einheitsbrei aussieht?

Mach die Gegenprobe: Würde dieser Beitrag genauso auf dem Profil von drei Mitbewerbern funktionieren? Wenn ja, fehlt deine Handschrift. Sobald deine eigene Geschichte, deine Meinung oder dein Gesicht drinsteckt, kann ihn niemand kopieren.

Welches Equipment brauche ich wirklich?

Weniger, als du denkst: dein Handy, Tageslicht und für Videos ein Ansteckmikrofon oder eine Position dicht an der Kamera. Ich habe mein eigenes Setup bewusst reduziert und nehme vieles in einem Take auf.

Darf ich KI-Bilder von mir selbst verwenden?

Ich mache das selbst: Mit einigen guten Referenzfotos lasse ich mir Bilder generieren, die zu bestimmten Situationen passen. Gerade für kamerascheue Selbstständige ist das eine gute Brücke. Wichtig ist, dass die Bilder dir wirklich ähneln und du dich damit wohlfühlst, denn spätestens im Kennenlerngespräch sitzt du echt vor deinem Gegenüber.

Muss ich jetzt alles Persönliche teilen, um authentisch zu sein?

Nein. Roh und persönlich heißt nicht privat. Du entscheidest, was du zeigst. Es reicht, wenn das, was du zeigst, echt ist: deine Sprache, deine Meinung und dein Arbeitsalltag. Dein Wohnzimmer und dein Familienleben gehören dir.

Zuletzt aktualisiert: August 2026

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