Welchen der 4 Blogbeiträge setzt du ein, um Kunden zu gewinnen?

Es gibt viele Inhalte ohne ein klares Ziel. Und es gibt hilfreiche Beiträge, mit denen du tatsächlich Kunden gewinnst und Umsatz machst. 

Das Fundament für umsatzbringende Blogbeiträge

Du hast ein klares Businessziel beim Schreiben vor Augen, wie den Verkauf einer Beratungsleistung oder eines Workshops. Du weißt haargenau, für wen du den Artikel schreibst.

Gerade weil deine Ressourcen begrenzt sind, hast du zwei Aspekte beim Erstellen im Hinterkopf:

1. Was haben Menschen davon, wenn sie ihre Lebenszeit in den Konsum deines Inhalts stecken? Was ist drin für sie? Erhalten sie:

  • einen Impuls zum Nachdenken,
  • eine neue Perspektive auf bekannte Dinge,
  • einen konkreten Umsetzungstipp oder
  • zaubert der Inhalt ein Lächeln auf ihre Lippen?

2. Leichtbekömmliche und teilbare Inhalte:

  • Strukturiere den Artikel: Schreibe eine Einleitung, die Lust auf mehr macht. Bringe deine Hauptpunkte unter und ziehe ein eindeutiges Fazit gekoppelt mit einer Handlungsaufforderung.
  • Gestalte den Beitrag lesefreundlich und mache das Überfliegen deines Inhalts leicht, denn die wenigsten Menschen lesen Satz für Satz im Netz. Arbeite mit Zwischenüberschriften, Aufzählungen, Formatierungen und Bildern.
  • Setze auf Zitate oder visuelle Statements und Grafiken, die gerne in sozialen Netzwerken geteilt werden.

Okay, genug mit dem Intro. Konzentrieren wir uns aufs Business und Blogartikel, mit denen du Kunden gewinnst.

1. Mit FAQ-Posts beantwortest du häufige Fragen und gewinnst nebenbei Kunden 

Du erlebst tagtäglich: Menschen stellen dir Fragen zu deiner Expertise im realen Leben oder typische Fragen werden in Suchmaschinen und in sozialen Netzwerken gestellt.

FAQs sind solche Fragen, die du immer wieder hörst.

Es wäre doch ideal, wenn du auf deiner Webseite eine Antwort auf die Frage gibst und viel mehr Leuten so dein Wissen zeigst. 

Idealerweise führen Suchmaschinen Menschen direkt zu deiner Webseite, weil dein Beitrag eine gute Antwort auf die Frage liefert. Oder jemand hat deinen Artikel im Kopf und empfiehlt ihn, wenn auf sozialen Netzwerken eine Frage dazu gestellt wird.

Für FAQ-Beiträge stellst du typische Fragen deiner Zielgruppe zusammen und beantwortest sie in Blogartikeln.

So findest du Fragen für deine FAQ-Artikel

  • Zuhören: Höre deinen Kunden zu und notiere dir wiederkehrende Fragen.
  • Q&A-Portale: Besuche Frage-und-Antwort-Seiten wie Quorareddit, gute Frage oder wer-weiss-was und suche nach Fragen im Kontext deines Angebotes.
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  • Fachportale und Gruppen: Fachportale, Businessnetzwerke, Facebook-Gruppen und Foren können eine fantastische Inspirationsquelle sein.
  • Google-Vorschläge: Die Vorschläge während der Suchanfrage können Gold wert sein für dich. Gib einen typischen Begriff zu deinem Thema in das Suchfeld ein und ergänze die Buchstaben von A bis Z sowie 0 bis 9. Notiere dir passende Begriffskombinationen, aus denen du im Anschluss Fragen bildest.
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  • „Ähnliche Fragen“: Wirf einen Blick auf die Fragen im Google-Bereich „Ähnliche Fragen“ und notiere dir die Fragen. Tool-Tipp für mehr Effizienz: Installiere dir die Erweiterung SEO Minion und exportiere die Fragen innerhalb von Sekunden in eine Excel-Tabelle. 
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  • Fragewörter: Starte die Google-Suche mit Fragewörtern und ergänze einen Suchbegriff für dein Business. Verfeinern kannst du das, indem du das Sternchensymbol „*“ zwischen dem Fragewort/ Phrase und deinem Begriff setzt. Das Sternchen funktioniert wie eine Wildcard und Google ersetzt das Zeichen mit den gängigsten Füllwörtern.
FAQ Artikel mit Google Wildcard
  • Verwende in Suchfeldern von Foren oder Portalen typische Anfänger-Formulierungen und notiere dir die Ergebnisse als Idee. Nützliche Fragen sind:
    • Wie verbessere ich …
    • Wie lerne ich …/ wie starte ich …/ wie fange ich an …
    • Wie beseitige ich …/ wie höre ich auf … / wie überwinde ich …/ wie verringere ich …/ wie verliere ich …/ was tun gegen …
    • Was muss ich beachten …
    • Wie finde ich …/ wo kann man …/ wo bekomme ich …/ wie werde ich Profi … / wie werde ich … / wie bekomme ich …

Beispiel für eine FAQ-Seite, die Umsatz bringt: 

Die Seite von Marcus Sheridan veranschaulicht super, wie man mit FAQ-Artikeln sein Expertenwissen zeigt und Kunden gewinnt. Hier dreht sich alles um Indoor-Pools. 

Beispiel FAQ Artikel River pools

Ein Blogartikel hat dem Unternehmen nach eigenen Aussagen im Laufe der Zeit über 2 Millionen Dollar Umsatz beschert. Wie kommt’s? Er beantwortet typische Fragen, die sich Kunden vor dem Kauf einen Pool stellen, und zwar wahrheitsgemäß. 😉

2. Bereite mit SAQ-Beiträgen Kunden auf eine Zusammenarbeit mit dir vor 

Artikel unter dem Motto „Should Ask Questions“ sind genial, um die Zusammenarbeit mit Kunden zu verbessern. Im Gegensatz zu den FAQs dreht es sich hier um Fragen, die sich Kunden stellen sollten, bevor sie deine Dienstleistung in Anspruch nehmen oder ein Produkt kaufen.

Der Trick des Ganzen besteht darin, dass die häufig gestellten Fragen nicht immer die sind, die wichtigsten für einen guten Job deinerseits sind. Aber wenn deine Zielgruppe sich mit den Themen beschäftigt, können sie die Professionalität deines Angebotes einschätzen.

Beispiel für eine SAQ-Frage: 

Wenn du beispielsweise Texter bist, kann eine SAQ-Frage lauten: Welche Informationen benötigt ein Texter in einem Briefing, um gute Texte aus Kundensicht zu schreiben? 

Im Idealfall bringt das viel bessere Briefings und für dich weniger Zeit in Nacharbeit und zufriedenere Kunden und mehr Empfehlungen.

Bonustipp für FAQ-und SAQ-Blogartikel

Vier Gründe, warum du insbesondere aus Blogartikeln mit häufig gestellten Fragen bzw. Fragen, die gestellt werden sollten, auch jeweils ein Video machen solltest: 

  • Du peppst deine Artikel multimedial auf.
  • Wenn du die Videos auf YouTube stellst, gewinnst du über die Videoplattform zusätzliche Besucher.
  • Du kannst eine Serie von Frage—Antwort-Videos zu einem Themenbereich drehen und diese als Playlist auf YouTube, Facebook oder TikTok veröffentlichen. Auf die Art bildest du Themenblöcke ab.
  • Potenzielle Kunden nehmen dich zusätzlich über andere Sinneskanäle wahr und gewinnen Vertrauen.  
Blogartikel multimedial aufbereiten

3. Mit Listenbeiträgen zeigst du Kunden verschiedene Aspekte deines Themengebietes

Nimm deinen Kunden Rechercheaufwand ab und stelle Auflistungen zu einem bestimmten Thema zusammen und gehe auf die Punkte in wenigen Sätzen ein. 

Listen sind übersichtlich, zeigen die Vielfalt des Themas, bieten Orientierung und jeder Punkt auf der Liste bildet ein für sich abgeschlossenes Thema.

Mit Listenartikeln lenkst du den Blick auf relevante Punkte, kannst ein breites Feld aufmachen und zugleich deine fachliche Kompetenz zeigen.

Aufgrund der Einfachheit werden Listenartikel gerne in sozialen Netzwerken geteilt

Apropos Social Media, mit Listen-Blogartikeln vereinfachst du dein Social-Media-Marketing enorm. Du machst zu den einzelnen Punkten jeweils mindestens einen separaten Beitrag. Wenn du mit verschiedenen Formaten (Grafik, Slideshow, Video, Kurzvideo, Story) arbeitest, kannst du locker noch mehr Inhalte herausholen. 

Themen für Blogartikel in Listenformat

  • Bücher/ Filme zu deinem Thema
  • Software, Produkte oder andere Werkzeuge mit denen du arbeitest oder die du für bestimmte Tätigkeiten empfiehlst
  • Ressourcen zu einem bestimmten Thema
  • Top-Influencer/ Top-Software für bestimmte Aufgaben/ Top-Webseiten/
  • Top-Trends in deinem Themenbereich
  • Studien zum Thema

Ach ja, einen Blogartikel in Listenformat liest du gerade. 🙂 

4. Mehr Kunden ziehst du mit einer Kombination aus Blogartikel und Checkliste an

Mit Checklisten gibst du einen Teil deiner Erfahrung gebündelt weiter. Du weißt am besten, welche Arbeitsschritte leicht übersehen oder vergessen werden, wenn man eine bestimmte Aufgabe erledigen will.

Potenzielle Kunden erhalten dank deines Checklisten-Beitrages:

  • einen Überblick über relevante Punkte,
  • erkennen wichtige Fragen,
  • erhalten Einblick in deine Arbeitsweise und Fachwissen.

Gibst du mit Checklisten zu viel von deinem Wissen preis?

Wenn du es clever anstellst, führen Checklisten eher zu deinen bezahlten Angeboten. Sie zeigen den Umfang, der hinter bestimmten Aufgaben steckt und können dazu führen, dass Menschen sich Unterstützung bei der Umsetzung wünschen.

Du kannst mit einer Checkliste nehmen und beispielhaft zeigen, was Kunden an Unterstützung neben der 1:1 Beratung oder dem Gruppen-Coaching in der Zusammenarbeit mit dir bekommen. Das ist perfekt, wenn du deinen Kunden wirklich viele Checklisten während der Zusammenarbeit übergibst.

Blogartikel Checkliste nicolekempe


Außerdem teilen Menschen gerne hilfreiche Checklisten in sozialen Netzwerken. Deine Inhalte erreichen so ein größeres Publikum. Darunter sind vermutlich auch passende Kunden für dein Angebot.

Tool-Tipp: Checklisten und andere Grafiken kannst du leicht mit Canva* erstellen und auch die meine Blog-Checkliste direkt als Vorlage nutzen.

Der Unterschied zwischen vorgelagerten Was und dem umsatzbringenden Wie

Blogartikel im Checklisten-Format unterstützen das Was, das heißt: Was muss ich tun, um ein hervorragendes Ergebnis zu bekommen? Aber sie zeigen nicht die detaillierte Umsetzung.

Die Antwort auf „Wie mache ich das?“ macht den Unterschied auf deinem Konto.

Wie-Fragen beruhen auf deinem Wissen und deinen  Erfahrungen. Mit der Antwort auf „Wie“ verkaufst du deine Umsetzungserfahrung und die ist einzigartig.

Blogartikel mit guten Checklisten helfen Lesern enorm weiter. Aber hier trennt sich auch die Spreu vom Weizen: Die einen kontaktieren dich und loten eine Zusammenarbeit aus. Die anderen sind noch nicht so weit und investieren lieber die Zeit, um selbst herauszufinden, wie sie die Details umsetzen.

Fazit: Kundengewinnung mit Blogartikeln ist möglich

Es gibt viele Arten von Blogartikeln zur Kundengewinnung. Und ja, es macht einen Unterschied, ob du ein Online-Business betreibst, als Berater oder Trainer unterwegs bist oder eine Handwerksfirma leitest. Je nachdem passt das eine oder andere Format besser.

Du benötigst Unterstützung? Ich biete Beratungen und Serviceleistungen für Selbstständige zum Content-Marketing und Content Recycling.  


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