
Ich nutze Instagram-Stories nicht jeden Tag. Wenn ich etwas teile, sind es meistens kurze Videos, in denen ich selbst zu sehen bin. Ich nehme meine Follower mit hinter die Kulissen, erzähle, was mich gerade beschäftigt, oder frage mit einem Sticker nach ihrer Meinung.
Genau dafür finde ich Stories besonders wertvoll: Du kannst mehr darüber erfahren, was deine Zielgruppe bewegt, und gleichzeitig zeigen, wer hinter deinem Account steckt.
Aus meinen Stories sind schon einige Gespräche entstanden. Häufig reagieren Menschen, die mir länger folgen oder mich bereits persönlich kennen. Man tauscht sich darüber aus, wie es gerade läuft, spricht über ein gemeinsames Thema und bleibt miteinander in Kontakt.
Nicht aus jeder Story entsteht sofort eine Anfrage. Aber Menschen kaufen eher bei jemandem, zu dem sie bereits Vertrauen aufgebaut haben. Stories können einen wichtigen Beitrag dazu leisten.
In diesem Artikel geht es um die normalen Instagram-Stories, die nach 24 Stunden verschwinden. Dauerhaft gespeicherte Stories findest du in den Highlights. Wie du diese nutzt, erkläre ich in meinem Artikel über das Instagram-Profil für Coaches.
Instagram-Stories werden vor allem von Menschen angesehen, die deinen Account bereits kennen. Darin unterscheiden sie sich von Instagram-Reels, über die dich auch neue Menschen entdecken können.
Das macht Stories nicht weniger wichtig. Sie übernehmen nur eine andere Aufgabe.
Über deine Beiträge und Reels wird jemand auf dich aufmerksam. In deinen Stories erlebt die Person anschließend häufiger, wie du sprichst, worüber du nachdenkst und wie du arbeitest.
Gerade bei beratungsintensiven Angeboten reicht es selten, einmal einen hilfreichen Beitrag zu veröffentlichen. Die Person muss auch das Gefühl entwickeln, dass deine Art zu ihr passt. Stories können die Verbindung zwischen deinen fachlichen Inhalten und einem persönlichen Gespräch herstellen.
Wenn du dich bisher kaum in Videos zeigst, können Stories außerdem eine gute Übungsfläche sein. Du musst kein aufwendig geschnittenes Video produzieren. Ein kurzer Gedanke in die Kamera reicht. Nach 24 Stunden verschwindet die Story wieder, sofern du sie nicht in einem Highlight speicherst.
Meine Stories sind nicht immer fachlich. Ich nutze sie häufig für einen persönlichen Blick hinter die Kulissen.
Das kann dein Arbeitstag sein. Du kannst aber auch einen Gedanken teilen, der dir gerade durch den Kopf geht, oder etwas zeigen, das zu deinem Alltag als Selbstständiger gehört.
Für Coaches und Wissensexperten eignen sich zum Beispiel:
Du musst dabei nicht jedes Mal einen fertigen Tipp liefern. Manchmal reicht es, kurz zu erzählen, woran du gerade arbeitest und warum dich das Thema beschäftigt.
Ich teile auch gelegentlich einen eigenen Beitrag in meiner Story. Das mache ich allerdings eher selten. Wenn ich einen Beitrag teile, würde ich ihn nicht einfach kommentarlos weiterleiten. Ergänze lieber einen eigenen Gedanken oder stelle eine Frage dazu. So hat deine Community einen Grund, nicht nur weiterzutippen.
Und natürlich musst du nicht ausschließlich Videos aufnehmen. Du kannst Fotos verwenden und einen kurzen Text darüberlegen. Ich würde dir trotzdem empfehlen, dich regelmäßig selbst zu zeigen. Wenn Menschen später mit dir arbeiten sollen, hilft es, wenn sie dich vorher schon einmal gehört und gesehen haben.
Persönlich zu sein bedeutet nicht, alles aus deinem Privatleben zu zeigen.
Ich spreche in meinen Stories nicht über Politik, Religion oder Sex. Das sind meine persönlichen Grenzen. Deine können an einer anderen Stelle liegen.
Überlege dir vorab:
Auch beim Thema Sicherheit bin ich vorsichtig. Ich veröffentliche keine Live-Storys aus dem Urlaub. Wenn gerade niemand zu Hause ist, poste ich auch nicht, dass ich mich an einem anderen Ort befinde.
Eine geschäftliche Adresse bedeutet nicht automatisch, dass niemand deine private Anschrift herausfinden kann. Deshalb würde ich Aufenthaltsorte lieber zeitversetzt zeigen.
Du kannst deine Community mitnehmen, ohne jederzeit zu verraten, wo du gerade bist.
Sticker geben deinen Followern eine einfache Möglichkeit, auf deine Story zu reagieren. Besonders gerne nutze ich Umfragen, den Emoji-Slider, den Quiz-Sticker und offene Fragen.
Dabei merke ich deutliche Unterschiede.
Umfragen funktionieren bei mir sehr gut. Die Person muss sich nur zwischen zwei Antwortmöglichkeiten entscheiden. Auch der Emoji-Slider wird häufig genutzt, weil ein kurzer Wisch genügt.
Mit dem Quiz-Sticker kannst du eine kleine Wissensfrage stellen. Das eignet sich beispielsweise, wenn du ein Missverständnis aus deinem Arbeitsbereich aufgreifen möchtest.
Bei offenen Fragen ist das Feedback wechselhafter. Manchmal kommen mehrere Antworten, manchmal fast nichts. Das liegt nicht unbedingt daran, dass das Thema uninteressant ist. Eine eigene Antwort zu formulieren kostet mehr Zeit als ein Tipp auf eine Umfrage.
Du kannst die Hürde kleiner machen, indem du die Frage konkreter formulierst.
Statt:
„Was möchtest du wissen?“
könntest du fragen:
„Was fällt dir gerade schwerer: Themen zu finden oder deine Ideen regelmäßig umzusetzen?“
Für ein noch schnelleres Stimmungsbild eignet sich eine Umfrage:
„Was kostet dich bei Instagram gerade mehr Zeit?“
- Ideen finden
- Beiträge erstellen
Oder ein Slider:
„Wie leicht fällt es dir, dich in einer Story selbst zu zeigen?“
Wenn auf eine offene Frage keine Antwort kommt, musst du keine Rückmeldung erfinden. Du kannst anschließend einfach eine Frage beantworten, die du selbst gern gestellt bekommen hättest oder die dir in Gesprächen häufiger begegnet. Kennzeichne sie als häufige Frage oder eigenen Gedanken. So kannst du das Thema trotzdem sinnvoll fortsetzen.
Eine ausführliche Übersicht findest du in meinem Glossarartikel über die verschiedenen Instagram-Sticker.
Eine Reaktion auf eine Story ist zunächst einmal genau das: eine Reaktion.
Sie wird nicht automatisch zur Anfrage. Trotzdem ist der erste Schritt bereits gemacht. Die Person hat nicht nur zugesehen, sondern den Kontakt zu dir aufgenommen.
Gerade Menschen, die dir schon länger folgen, nutzen eine Story manchmal als Anlass, dir wieder zu schreiben. Daraus kann ein lockerer Austausch entstehen. Wenn das Thema zu deinem Angebot passt, kannst du im Verlauf des Gesprächs darauf hinweisen.
Du solltest aber nicht jede Reaktion sofort in ein Verkaufsgespräch verwandeln. Antworte zunächst auf das, was die Person geschrieben hat. Frag nach, wenn dich die Antwort interessiert. Ein echtes Gespräch ist langfristig wertvoller als ein vorschneller Verkaufshinweis.
Neben Antworten und Stickern kannst du auch den Link-Sticker nutzen. Damit verlinkst du direkt aus der Story auf einen Blogartikel, eine Newsletter-Anmeldung oder dein Angebot.
Es gibt keine feste Regel, auf welcher Story-Folie der Link immer stehen muss. Entscheidend ist, dass vorher verständlich wird, warum sich der Klick lohnt.
Eine kleine Verkaufsabfolge könnte so aussehen:
So wirkt der Link nicht wie ein Fremdkörper, sondern wie die logische Fortsetzung deiner Story.
Im Instagram-Sparring schauen wir uns deine konkrete Idee an. Wir klären, was du im Video zeigen oder sagen kannst, welcher Sticker dazu passt und wie du einen natürlichen Übergang zu deinem Angebot herstellst.
Du musst nicht jeden Tag Stories veröffentlichen. Ich schaffe das selbst nicht immer und würde daraus auch keine Pflicht machen.
Ich halte es allerdings für sinnvoll, an mehreren Tagen pro Woche in den Stories präsent zu sein. An einem Story-Tag reichen für mich zwei bis drei zusammengehörende Storys völlig aus.
Du könntest zum Beispiel morgens kurz zeigen, woran du arbeitest, später eine Umfrage dazu veröffentlichen und anschließend das Ergebnis oder deinen eigenen Gedanken ergänzen.
Wichtiger als eine bestimmte Zahl ist, dass deine Stories zu deinem Alltag passen. Wenn du dir täglich mehrere Storys vornimmst und nach kurzer Zeit gar nichts mehr veröffentlichst, hilft dir der theoretisch perfekte Rhythmus wenig.
In einer Verkaufsphase würde ich die Häufigkeit erhöhen. Dann kannst du dein Angebot aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, Fragen beantworten und Einblicke in die Zusammenarbeit geben. Auch dabei sollte nicht jede Story nur aus einem Link oder einer Verkaufsaufforderung bestehen.
Wenn du nicht weißt, womit du anfangen sollst, plane keine umfangreiche Story-Serie. Nimm dir drei Storys vor.
Erzähle, woran du gerade arbeitest oder was dich heute beschäftigt.
Zum Beispiel:
„Ich plane gerade meine Inhalte für die nächsten Tage und merke wieder, wie schnell man sich dabei zu viel vornimmt.“
Du brauchst dafür kein ausformuliertes Skript. Ein Gedanke genügt.
Wähle einen Sticker, der zu deinem Gedanken passt.
In diesem Beispiel könnte eine Umfrage folgen:
„Planst du deine Inhalte im Voraus?“
- meistens
- eher spontan
Mit einem Slider könntest du stattdessen fragen:
„Wie gut funktioniert deine Content-Planung gerade?“
Greife das Thema noch einmal auf. Du kannst deine eigene Erfahrung teilen, einen kleinen Tipp geben oder auf ein passendes Angebot hinweisen.
Zum Beispiel:
„Bei mir funktioniert Planung nur, wenn ich nicht jeden freien Platz sofort mit einer neuen Idee fülle. Ich lasse inzwischen bewusst Luft für spontane Inhalte.“
In einer Verkaufsphase könntest du an dieser Stelle auf dein Angebot verlinken. An einem normalen Tag darf die Story einfach mit deinem Gedanken enden.
Ich selbst nutze für meine alltäglichen Stories normalerweise keinen Prompt. Sie entstehen eher spontan. Für eine Verkaufsphase oder an Tagen, an denen dir der Einstieg fehlt, kann ein Prompt trotzdem hilfreich sein.
Ich möchte heute drei zusammengehörende Instagram-Stories erstellen. Die Storys sollen spontan und
persönlich wirken und zu meinem Business passen.Stelle mir zuerst nacheinander diese Fragen und warte nach jeder Frage auf meine Antwort: 1. Was mache ich heute oder woran arbeite ich gerade? 2. Was davon kann ich in einem kurzen Video zeigen oder erzählen? 3. Was beschäftigt meine Zielgruppe bei diesem Thema? 4. Soll die Story nur einen Blick hinter die Kulissen geben oder auf ein bestimmtes Angebot einzahlen? 5. Falls sie auf ein Angebot einzahlen soll: Welches Angebot ist das und was ist der nächste sinnvolle
Schritt?Plane anschließend genau drei Storys: Story 1: Ein kurzes Video mit mir. Gib mir keinen ausformulierten Werbetext, sondern zwei bis drei
natürliche Stichpunkte, über die ich frei sprechen kann.Story 2: Erkläre mir kurz, welcher dieser Sticker zum Thema passen könnte: Umfrage, Emoji-Slider, Quiz
oder offene Frage. Empfiehl mir genau einen Sticker und formuliere die konkrete Frage sowie mögliche Antwortoptionen.Story 3: Entwickle eine passende Fortsetzung. Das kann ein persönlicher Gedanke, ein kleiner Einblick,
eine Reaktion auf die Frage oder ein ruhiger Hinweis auf mein Angebot sein.Achte darauf, dass die drei Storys inhaltlich zusammengehören. Erfinde keine Erfahrungen,
Kundenbeispiele oder Ergebnisse. Vermeide Werbefloskeln und schreibe so, dass ich die Storys ohne große Vorbereitung aufnehmen kann.
Instagram-Stories sind für mich vor allem ein Format für den Community-Aufbau. Ich kann meine Follower mit hinter die Kulissen nehmen, mich persönlich zeigen und mit Stickern herausfinden, was sie gerade beschäftigt.
Dafür muss ich nicht täglich eine ausführliche Story-Serie produzieren. Mehrere Story-Tage pro Woche mit jeweils zwei bis drei kurzen Storys sind ein guter Rhythmus. In einer Verkaufsphase darf es vorübergehend mehr werden.
Zeig dich, erzähl einen Gedanken und stell eine einfache Frage. Daraus entstehen nicht automatisch Kundenanfragen. Aber es kann ein Gespräch beginnen – und ohne Gespräche entsteht selten Vertrauen.
Im Instagram-Sparring arbeiten wir an deiner konkreten Story-Idee. Danach weißt du, was du zeigen möchtest, welcher Sticker sinnvoll ist und wie dein Angebot natürlich in die Story passt.
Nein. Ich würde dir aber empfehlen, an mehreren Tagen pro Woche präsent zu sein. Zwei bis drei zusammengehörende Storys pro Story-Tag reichen für den Anfang. Während einer Verkaufsphase kannst du häufiger posten.
Du kannst Einblicke in deinen Arbeitstag geben, einen aktuellen Gedanken teilen, die Vorbereitung eines Termins zeigen oder eine Frage zu einem fachlichen Thema stellen. Nicht jede Story braucht einen fertigen Tipp. Auch ein persönlicher Einblick kann zeigen, wie du arbeitest und was dir wichtig ist.
Instagram sortiert Stories für jede Person individuell. Dabei berücksichtigt die Plattform unter anderem, welche Stories jemand bisher angesehen hat, wie häufig die Person mit einem Account interagiert und wie eng die vermutete Verbindung ist. Eine ausführlichere Erklärung findest du bei Instagram zum Ranking von Stories.
Wenige Aufrufe bedeuten daher nicht automatisch, dass deine Story schlecht war. Achte auch darauf, ob Menschen reagieren, abstimmen oder dir anschließend schreiben.
Deine Stories werden hauptsächlich Menschen angezeigt, die dir bereits folgen oder dein Profil besuchen. Andere können sie beispielsweise sehen, wenn jemand deine Story teilt oder du einen anderen Account erwähnst. Für die gezielte Reichweite bei neuen Menschen würde ich mich jedoch nicht auf Stories verlassen.
Ja. Du kannst dein Angebot zeigen, Fragen beantworten und mit einem Link-Sticker auf die Angebotsseite führen. Besonders wertvoll sind Antworten auf deine Story, weil daraus ein persönliches Gespräch entstehen kann. Du solltest allerdings nicht jede Reaktion sofort als Verkaufssignal behandeln.
Normale Stories verschwinden nach 24 Stunden. Story-Highlights bleiben auf deinem Profil sichtbar, bis du sie entfernst. Dort kannst du ausgewählte Stories zu deiner Person, deiner Arbeitsweise, deinen Angeboten oder häufigen Fragen sammeln. Mehr dazu erfährst du im Glossar unter Story-Highlights auf Instagram.