
Kurz gesagt: Für den Start brauchst du kein perfektes Instagram-Profil. Ein gut erkennbares Foto, ein sinnvoller Benutzername, ein passendes Namensfeld, eine verständliche Bio, mindestens ein Link und sechs bis neun vorbereitete Beiträge reichen. Highlights und angeheftete Beiträge kannst du später ergänzen.
Wenn du in den vergangenen Jahren öfter auf meinem Instagram-Profil warst, hast du vielleicht gesehen: Meine Bio sah nicht immer gleich aus.
Ich habe sie unzählige Male umgeschrieben. Manchmal habe ich das Namensfeld verändert, meistens aber die Bio.
Das lag nicht daran, dass ich keine Ahnung von Marketing hatte. Ich arbeite seit über 15 Jahren im digitalen Marketing. In dieser Zeit war von Social-Media-Marketing über Suchmaschinenoptimierung bis zum Content-Marketing vieles dabei.
Gerade deshalb fiel es mir lange schwer, mich zu entscheiden: Mit welchem Angebot gehe ich auf Instagram konkret raus?
Überall hieß es, man müsse sich möglichst spitz positionieren. Heute sehe ich das entspannter. Du kannst eine gemeinsame Klammer für deine Themen bilden oder dich für die nächsten 90 Tage auf das Angebot festlegen, das du gerade vermarkten möchtest.
Du musst nicht heute entscheiden, wofür dein Profil in fünf Jahren stehen soll. Es braucht nur eine Richtung, die jemand versteht, wenn er über einen deiner Beiträge auf deinem Profil landet.
Auf LinkedIn würde ich dir tatsächlich immer empfehlen, erst dein Profil zu vervollständigen und anschließend aktiv zu werden. Bei Instagram sehe ich das etwas anders.
Natürlich sollte dein Profil nicht komplett leer sein. Wenn jemand einen Beitrag von dir entdeckt und anschließend auf deinen Namen klickt, sollte ungefähr erkennbar sein:
Mehr muss am Anfang nicht feststehen.
Wenn du seit Tagen an deiner Bio sitzt, weil dir die genaue Formulierung schwerfällt, veröffentliche trotzdem deine ersten Inhalte. Die Content-Produktion ist wichtiger als die Frage, ob jedes Wort in deiner Bio schon perfekt sitzt.
Dein Profil darf sich mit deinem Business weiterentwickeln. Meines hat das schließlich auch getan.
Bevor du einzelne Felder ausfüllst, solltest du grob festlegen, worüber du in nächster Zeit sprechen möchtest.
Dafür brauchst du keine Positionierung, die in Stein gemeißelt ist, sondern nur für die nächsten Wochen und Monate gilt. Beantworte dir lieber diese Fragen:
Wenn du mehrere Angebote hast, musst du nicht alle gleich ausführlich in die Bio schreiben. Du hast sowieso nur 150 Zeichen inklusive Leerzeichen. Das ist nicht viel. Entscheide daher, welches Angebot oder Thema gerade Priorität hat.
Startet beispielsweise in drei Monaten dein Gruppencoaching, darf sich dein Profil in dieser Zeit stärker darum drehen. Später kannst du die Bio wieder anpassen.
Wenn du Instagram geschäftlich nutzt, solltest du ein professionelles Konto verwenden. Damit erhältst du unter anderem Zugriff auf Statistiken zu deinen Inhalten und deinem Account. Und du kannst auch Werbeanzeigen schalten.
Instagram unterscheidet hier zwischen Creator- und Business-Konten. Meta selbst ordnet Creator-Konten eher Personenmarken und Content-Produzenten zu, während Business-Konten unter anderem für lokale Unternehmen, Händler und Organisationen gedacht sind. Mehr zu professionellen Instagram-Konten
Für die meisten Solopreneure, Coaches und Personal Brands ist ein Creator-Konto völlig ausreichend. Hast du ein lokales Geschäft, feste Öffnungszeiten oder trittst stärker als Unternehmen auf, passt ein Business-Konto besser, weil du hier auch Adresse und Telefonnummer hinterlegen kannst.
Ich würde diese Entscheidung trotzdem nicht größer machen, als sie ist. Du kannst die Kontoart jederzeit wieder ändern.
Ein Creator-Konto wird von anderen häufig empfohlen, weil dort mehr Musik für Reels verfügbar ist. Das wäre für mich aber kein Grund, mich dafür zu entscheiden. Nur weil dir ein Musikstück in Instagram angezeigt wird, bedeutet das nicht automatisch, dass du es ohne Weiteres geschäftlich nutzen darfst. Meta weist selbst darauf hin, dass der Zugriff auf Musik von den jeweiligen Nutzungsrechten und der Kontoart abhängen kann. Hinweise von Instagram zur Musikbibliothek
Ich selbst nutze deshalb keine Musik aus der Bibliothek, sondern maximal aus der Facebook Sound Collection. Mir ist das rechtliche Risiko schlicht zu hoch.
Wenn du unter deinem eigenen Namen arbeitest, würde ich als Profilbild immer ein Foto von dir verwenden.
Wichtig ist vor allem, dass dein Gesicht auch in der kleinen Darstellung gut zu erkennen ist. Das Bild muss nicht aus einem professionellen Fotoshooting stammen. Ein helles Foto, auf dem du direkt in die Kamera schaust, reicht für den Anfang.
Verwende idealerweise dasselbe Bild, das du auch bei LinkedIn oder auf anderen Plattformen nutzt. So wirst du leichter wiedererkannt.
Ein Logo würde ich nur dann wählen, wenn wirklich das Unternehmen im Vordergrund steht und nicht deine Person.
Bei Instagram gibt es zwei Stellen, die schnell verwechselt werden:
Der Benutzername ist dein Name mit dem @-Zeichen. Er steht nicht nur auf deinem Profil, sondern wird beispielsweise auch neben deinen Kommentaren angezeigt und ist Bestandteil der URL.
Deshalb sollte der Benutzername leicht zu merken, zu schreiben und eindeutig dir zuzuordnen sein. Wenn du als Coach unter deinem eigenen Namen arbeitest, würde ich ihn möglichst aus deinem Vor- und Nachnamen zusammensetzen. Vermeide kryptische Abkürzungen, unnötige Zahlen und Begriffe, die niemand mit dir verbindet.
Zusätzlich gibt es das fett dargestellte Namensfeld im Profil. Dieses Feld kannst du für ein wichtiges Keyword nutzen, denn es spielt in der Instagram-Suche eine große Rolle.
Ein häufiger Fehler ist, dort nur den Namen einzutragen. Dann fehlt die Information, worum es auf dem Account geht. Aber du hast auch nur 30 Zeichen Platz, also mit Doppelnamen wird es dann schon schwierig, noch ein Keyword unterzubringen.
Mögliche Kombinationen wären zum Beispiel:
Schau dir das Ergebnis anschließend direkt auf dem Smartphone an. Dann siehst du sofort, ob der Name vollständig angezeigt wird und verständlich ist.
Die Bio muss nicht dein gesamtes Business erklären. Sie sollte neuen Profilbesuchern helfen, deinen Account einzuordnen.
Überlege dir beim Schreiben:
Gerade der letzte Punkt fehlt auf vielen Profilen. Die Bio endet mit einer Beschreibung, aber es gibt keine Handlungsaufforderung.
Sag deshalb konkret, was die Person tun soll:
Ein möglicher Aufbau könnte so aussehen:
Du kannst deine Bio jederzeit verändern. Wenn du gerade ein Angebot vermarktest, darf genau dieses Angebot im Vordergrund stehen. Nach der Verkaufsphase passt du die Bio wieder an.
Kostenloser Instagram-Check
Mit dem Instagram-Check findest du heraus, was auf deinem Profil bereits passt und wo du als Nächstes ansetzen kannst.
Instagram-Check startenInstagram erlaubt derzeit bis zu fünf externe Links im Profil.
Du musst diese fünf Möglichkeiten aber nicht ausschöpfen. Für den Anfang reicht ein Link zu deinem aktuellen Angebot, einem passenden Freebie oder deiner Website.
Ich selbst nutze nicht die fünf einzelnen Instagram-Links. Stattdessen habe ich auf meiner Website eine eigene Unterseite eingerichtet. Der Link in meinem Instagram-Profil bleibt bestehen. Ich aktualisiere die Seite dahinter und passe dort die Inhalte und Angebote an, die gerade wichtig sind.
Wenn du keine eigene Website hast und mehr als fünf Links unterbringen möchtest, kannst du dafür Wonderlink verwenden. Das ist eine datenschutzkonforme Alternative zu Linktree, mit der du eine eigene Link-Verteiler-Seite anlegen kannst. Dort bündelst du deine Angebote, Freebies, Blogartikel oder andere wichtige Seiten.
Egal, welche Lösung du nutzt: Überfrachte die Seite nicht. Zeige dort nur die Angebote und Inhalte, die für deine Profilbesucher im Moment wirklich relevant sind.
Bevor du aktiv auf dein neues Profil aufmerksam machst, würde ich sechs bis neun Beiträge vorbereiten.
Das ist keine Vorgabe von Instagram und auch kein Trick für den Algorithmus. Es geht darum, nicht schon nach dem ersten Beitrag in Content-Stress zu geraten und neuen Profilbesuchern schon die thematische Richtung deines Profils zu zeigen.
Für den Grundstock eignen sich zum Beispiel:
Wenn dir weitere Ideen leichtfallen, bereitest du noch bis zu drei zusätzliche Beiträge vor.
Diese Beiträge würde ich nicht über mehrere Wochen verteilen. Veröffentliche zu Beginn ruhig zwei oder drei Beiträge pro Tag. So füllt sich das Profil innerhalb weniger Tage und Besucher erkennen schneller, worum es bei dir geht.
Danach wechselst du in einen Rhythmus, den du in deinem Alltag auch wirklich durchhalten kannst.
Angeheftete Beiträge bleiben oben auf deinem Profil sichtbar. Du musst dafür aber nicht vor dem Start drei spezielle Beiträge produzieren.
Sobald passende Inhalte vorhanden sind, würde ich diese Arten von Beiträgen anheften:
Du kannst die angepinnten Beiträge jederzeit austauschen, wenn ein anderes Angebot in den Vordergrund rückt oder ein neuer Beitrag besser passt.
Auch Story-Highlights gehören für mich nicht zwingend zur ersten Einrichtung. Sie entstehen aus bereits veröffentlichten Storys und können später ergänzt werden.
Geeignete Themen für deine Highlights sind zum Beispiel:
Zu jedem Highlight kannst du ein eigenes Titelbild anlegen. Diese Titelbilder werden als Highlight-Cover bezeichnet. Wenn du sie verwendest, sollten sie einheitlich aussehen und zu deinem restlichen Profil passen. Das wirkt ruhiger und professioneller.
Du musst diese Cover aber nicht vor deinem ersten Beitrag gestalten. Richte deine Highlights später ein, wenn du ausreichend passende Storys gesammelt hast. Sowohl die Inhalte als auch die Cover kannst du jederzeit austauschen.
Instagram-Sparring
Im Instagram-Sparring schauen wir gezielt auf dein Profil und klären die Frage, an der du gerade festhängst.
Instagram-Sparring buchenDein Instagram-Profil muss zum Start nicht für die nächsten fünf Jahre fertig sein.
Wenn jemand über einen deiner Beiträge auf das Profil kommt, sollte er ungefähr verstehen, wer du bist, worüber du sprichst und was du anbietest. Dafür brauchst du ein Foto, einen leicht zu merkenden Benutzernamen, ein sinnvoll genutztes Namensfeld, eine verständliche Bio und einen Link.
Danach darfst du veröffentlichen.
Warte nicht mehrere Wochen mit deinem ersten Beitrag, nur weil dir die perfekte Formulierung für die Bio fehlt oder deine Highlights noch nicht eingerichtet sind. Vieles wird klarer, wenn du anfängst, Content zu erstellen und Rückmeldungen aus deiner Zielgruppe bekommst.
Instagram-Intensiv-Coaching
Im Instagram-Intensiv-Coaching arbeiten wir gemeinsam an deinem Profil, deiner Positionierung, deinen Inhalten und an einem Weg, der zu deinem Business und deinem Alltag passt.
Mehr über das Instagram-Intensiv-Coaching erfahrenFür die meisten Solopreneure und Personal Brands ist ein Creator-Konto völlig ausreichend. Ein Business-Konto kann besser passen, wenn du ein lokales Unternehmen führst oder stärker als Firma auftrittst. Wichtiger als diese Unterscheidung ist, dass du ein professionelles Konto verwendest und Zugriff auf deine Statistiken hast.
Nein. Profilbild, Benutzername, Namensfeld, Bio und Link sollten grundsätzlich eingerichtet sein. Die Formulierungen dürfen sich aber später verändern. Beginne mit dem Veröffentlichen, sobald Besucher erkennen können, worum es auf deinem Profil geht.
Deine Bio sollte zeigen, welches Thema du behandelst, für wen dein Account gedacht ist und warum es sich lohnt, dir zu folgen. Ergänze außerdem eine konkrete Handlungsaufforderung.
Instagram erlaubt bis zu fünf Links. Du kannst alternativ eine eigene Unterseite auf deiner Website nutzen und dort deine aktuellen Angebote und Inhalte bündeln. Wenn du keine eigene Website hast und mehr Links unterbringen möchtest, kannst du dafür beispielsweise Wonderlink verwenden.
Ich empfehle sechs bis neun Beiträge. So hast du einen kleinen Vorrat und dein Profil bleibt nicht nach dem ersten Post wieder leer. Veröffentliche diese Beiträge zu Beginn ruhig in einem kürzeren Abstand.
Geeignet sind ein Vorstellungsbeitrag, ein Beitrag zur Leadgenerierung und ein Beitrag zu deinem aktuellen Angebot. Du kannst alle drei später wieder austauschen.
Du kannst Highlights zu deiner Person, deinen Angeboten, Kundenstimmen und häufig gestellten Fragen anlegen. Wenn du mehrere Angebote hast, kann auch jedes Angebot ein eigenes Highlight bekommen.
Nein. Highlights und einheitliche Titelbilder kannst du später ergänzen, wenn du genügend passende Storys veröffentlicht hast. Sie sollten dich nicht davon abhalten, mit deinem Content zu beginnen.