
Dein Reel hat 20.000 Views. Die Likes laufen ein, vielleicht wird es sogar geteilt. Du freust dich kurz – und dann schaust du in dein Postfach. Keine Anfrage.
Ich verstehe, dass sich das enttäuschend anfühlt. Trotzdem würde ich an dieser Stelle nicht sofort nach mehr Reichweite suchen. Ich würde erst einmal prüfen, was dieses Reel eigentlich erreichen sollte und ob die Menschen nach dem Anschauen überhaupt wussten, was sie tun können oder sollen. 😅
Das ist tatsächlich meine erste Frage. Denn nicht jedes Reel muss verkaufen.
Du kannst ein Reel veröffentlichen, um neue Menschen zu erreichen. Du kannst damit eine Beziehung zu deiner bestehenden Community aufbauen, Reaktionen auslösen oder ein Angebot verkaufen. Das sind unterschiedliche Ziele – und deshalb sehen auch die passenden Handlungsaufforderungen und Kennzahlen unterschiedlich aus.
Wenn dein Ziel Interaktion war und unter dem Reel ein gutes Gespräch entstanden ist, hat es seinen Job gemacht. Wenn du etwas verkaufen wolltest, brauche ich andere Informationen:
Wenn ein Reel viel Reichweite erzielt, aber keine Anfragen bringt, schaue ich mir nicht nur die Zahl oben am Video an. Ich gehe diese Punkte durch:
Und dann klicke ich auf das Profil:
Eine unklare Positionierung und ein fehlender Call to Action sind zwei der häufigsten Gründe, warum Profilbesuche nicht zu Gesprächen werden.
Du kannst ChatGPT oder Claude nutzen, um dein Reel nicht nur sprachlich, sondern als Teil deines Verkaufswegs zu prüfen. Dafür braucht die KI allerdings mehr als den Satz „Warum verkauft mein Reel nicht?“. Je genauer du Ziel, Zielgruppe, Angebot und vorhandene Zahlen beschreibst, desto hilfreicher wird die Antwort.
Ich möchte prüfen, warum mein Instagram-Reel zwar Views bekommt, aber keine oder nur wenige Anfragen auslöst.
Mein Ziel mit dem Reel: [Reichweite, Community-Bindung, Interaktion oder Verkauf]
Meine Zielgruppe: [Für wen ist das Reel gedacht?]
Mein Angebot: [Was verkaufe ich und zu welchem Preis?]
Reel-Länge: [Sekunden]
Gesprochener Text oder Ablauf: [Hier einfügen]
Caption: [Hier einfügen]
Call to Action im Video: [Hier einfügen oder „keiner“]
Call to Action in der Caption: [Hier einfügen oder „keiner“]
Vorhandene Kennzahlen: [Views, durchschnittliche Wiedergabedauer, Profilbesuche, Link-Klicks, DMs und Anfragen – soweit vorhanden]
Prüfe mein Reel als kritische, aber verständliche Social-Media-Beratung. Nutze eine vorhandene Browser-, Chrome- oder Computer-Use-Funktion, um die Video-URL zu öffnen, sofern das in deiner aktuellen Oberfläche verfügbar und erlaubt ist.
Prüfe zuerst transparent, auf welche Bestandteile du tatsächlich zugreifen kannst: Video, sichtbare Einzelbilder, Ton, Untertitel oder Transkript, Caption und Kennzahlen. Behaupte nicht, das Video visuell oder akustisch analysiert zu haben, wenn du nur Seitentext oder ein Transkript lesen konntest.
Wenn du das Video bedienen kannst, halte es für eine visuelle Stichprobe am Anfang, nach ungefähr 25, 50 und 75 Prozent sowie beim letzten Bild an. Analysiere anhand dieser sichtbaren Bilder:
Notiere zu jeder visuellen Beobachtung den ungefähren Zeitpunkt.
Wenn die URL nicht erreichbar ist oder du keine Bilder des Videos prüfen kannst, erkläre die Einschränkung knapp. Bitte mich dann gezielt um das Video oder um fünf Screenshots aus den genannten Zeitpunkten sowie – falls nötig – um Transkript und Caption. Arbeite anschließend mit allen Informationen weiter, die dir tatsächlich vorliegen.
Unterscheide klar zwischen belegbaren Beobachtungen und begründeten Vermutungen. Beantworte danach:
Erfinde keine fehlenden Kennzahlen oder Zielgruppeninformationen. Stelle mir stattdessen höchstens drei konkrete Rückfragen.
Du musst nicht jede Kennzahl eintragen. Schon dein Reel-Text, das Ziel und dein Angebot geben ChatGPT eine brauchbare Grundlage. Wenn du zusätzlich Wiedergabedauer, Profilbesuche und DMs kennst, lässt sich die wahrscheinlich schwache Stelle im Weg zur Anfrage genauer eingrenzen.
Im Social-Media-Sparring nehmen wir uns 60 Minuten für deine konkrete Frage – zum Beispiel dein Reel, dein Profil, dein Angebot oder den Weg von der Reichweite zur Anfrage.
Zum Social-Media-SparringViele wünschen sich möglichst viel Reichweite. Natürlich: Eine große Zahl sieht gut aus und gibt uns einen kleinen Dopamin-Kick. Für ein Business ist aber nicht entscheidend, dass dich möglichst viele Menschen sehen. Es sollten die richtigen sein.
Ein einfaches Beispiel: Wer ein Creator-Business aufbauen und vor allem mit Kooperationen Geld verdienen möchte, wäre bei mir aktuell nicht richtig. Mein Angebot richtet sich an Menschen, die bereits ein Business haben und über ihre Sichtbarkeit Kundinnen und Kunden gewinnen oder ihre Expertise zeigen möchten. Selbst wenn ein Reel von mir bei angehenden Creatorn viral ginge, würde daraus wahrscheinlich kaum eine passende Anfrage entstehen.
Frag dich bei hoher Reichweite deshalb nicht nur: „Warum hat dieses Reel so gut funktioniert?“ Frag auch: „Bei wem hat es funktioniert?“ Passt das Thema zu deinem Angebot? Erkennst du in den Kommentaren und Nachrichten Menschen aus deiner Zielgruppe? Oder hat vor allem ein Trend Menschen angezogen, mit denen du geschäftlich gar nichts anfangen kannst?
Meine Überzeugung ist: Für einen Kauf braucht es in der Regel mehrere Berührungspunkte. Das kannst du wahrscheinlich an dir selbst beobachten. Du siehst jemanden zum ersten Mal, schaust ein zweites Video, liest einen Beitrag, besuchst die Website oder meldest dich für einen Newsletter an. Nach und nach entsteht Vertrauen.
Diese Berührungspunkte müssen nicht alle auf Instagram stattfinden. Reels können den ersten Kontakt herstellen. Karussells zeigen deine Arbeitsweise ausführlicher, Stories bauen Nähe und Vertrauen auf, und dein Blog oder Newsletter kann ein Thema vertiefen. Eine Direktnachricht macht schließlich aus stillem Interesse ein Gespräch.
Ein Reel kann trotzdem direkt verkaufen – vor allem, wenn das Angebot niedrigpreisig und leicht zu verstehen ist oder wenn du mit einem starken Testimonial arbeitest. Bei einem hochpreisigen Coaching brauchen die meisten Menschen mehr Sicherheit. Je größer die Investition, desto wichtiger werden Erfahrungen anderer, klare Ergebnisse und mehrere Kontakte mit dir.
Bei mir selbst beginnt der Weg übrigens häufig gar nicht auf Instagram. Viele Menschen entdecken mich über meinen Blog, lesen mehrere Artikel, schauen sich ein Angebot an und schreiben mir dann. Instagram unterstützt diesen Weg, muss ihn aber nicht allein tragen.
Bei meinem ersten Adventskalender wollte ich Kontakte für ein LinkedIn-Coaching gewinnen. Die Idee kam mir zu spät, die Vermarktung war nicht sauber vorbereitet und ausgerechnet zum Ende hin gab es technische Probleme: E-Mails wurden nicht ausgeliefert und die Website war zeitweise nicht erreichbar.
Vor allem hatte ich den Weg nach der Anmeldung nicht konsequent zu Ende gedacht. Was passiert mit den Kontakten? Welche E-Mail folgt? Welches Angebot passt zu diesem ersten Kennenlernen? Genau diese Fragen müssen beantwortet sein, bevor du möglichst viele Menschen auf eine Aktion schickst.
Für meinen nächsten Adventskalender plane ich deshalb früher. Ich überlege schon jetzt, welches Mini-Produkt dazu passt. Das Ziel ist nicht, einer neuen Person sofort ein hochpreisiges Coaching zu verkaufen. Sie soll mich kennenlernen, Vertrauen aufbauen und mit einem passenden kleinen Produkt einen ersten Schritt machen können. Landingpage, E-Mail-Serie und Bewerbung gehören von Anfang an zu diesem Plan.
Views sind nicht nutzlos. Du musst nur wissen, welche Frage dir eine Zahl beantworten kann.
Ich schaue bei mir besonders auf meinen Blog, weil darüber aktuell die meisten Anfragen entstehen:
Und auch das gehört für mich zur Wahrheit: Reels für Kundinnen und Kunden zu entwickeln, fällt mir leichter als Reels für mich selbst zu machen. Andere zu empfehlen, ist für viele von uns einfacher, als sich selbst zu empfehlen. Wenn es dir genauso geht, bist du damit nicht allein.
Nimm dir dein letztes Reel mit vielen Views und beantworte vier Fragen:
Wenn dir bei einer Antwort etwas fehlt, brauchst du wahrscheinlich nicht sofort das nächste Reel. Kümmere dich zuerst um diesen fehlenden Schritt. Vielleicht ist es eine klarere Positionierung, ein passender Einstieg in deine Angebotswelt, ein Testimonial oder schlicht der Satz: „Schreib mir eine Nachricht mit dem Wort …“
Freu dich ruhig über ein virales Video. Aber miss den Erfolg deines Business nicht daran, wie viele beliebige Menschen dich gesehen haben. Entscheidend ist, ob die richtigen Menschen verstehen, wie du ihnen helfen kannst – und ob du ihnen einen einfachen nächsten Schritt anbietest.
Im Instagram-Intensiv-Coaching entwickeln wir deine Positionierung, deinen Content-Mix und einen Weg, der zu deinem Angebot passt. Damit du nicht nur sichtbar wirst, sondern von den richtigen Menschen angefragt wirst.
Zum Instagram-Intensiv-CoachingDafür gibt es keine feste Mindestzahl. Ein kleines Profil mit einer klaren Positionierung und den richtigen Menschen kann mehr passende Anfragen bringen als ein großes Profil mit zufälliger Reichweite. Entscheidend ist, ob deine Zielgruppe dein Angebot versteht, dir vertraut und weiß, wie sie Kontakt aufnehmen kann.
Prüfe zuerst, ob die Reichweite aus deiner Zielgruppe kommt. Schau danach auf Wiedergabedauer, Thema, Angebot und Call to Action. Besuchen Menschen anschließend ein unklares Profil oder passt das Angebot nicht zu einem ersten Kontakt, werden auch viele Views selten zu Anfragen.
Das hängt vom Ziel des Reels ab. Für die Qualität des Videos sind Wiedergabedauer, gespeicherte und geteilte Inhalte hilfreich. Für den nächsten Schritt schaust du auf Profilbesuche, Klicks und Direktnachrichten. Für dein Business zählen schließlich passende Anfragen und Buchungen.
Ja, besonders bei einem niedrigpreisigen, leicht verständlichen Angebot oder in Verbindung mit einem überzeugenden Testimonial. Bei einem hochpreisigen Angebot brauchen die meisten Menschen mehrere Berührungspunkte, bevor sie genug Vertrauen für eine Anfrage oder Buchung haben.
Der nächste Schritt sollte konkret und einfach sein. Bitte zum Beispiel um eine Direktnachricht mit einem bestimmten Stichwort oder verweise auf ein klar benanntes Angebot über den Link in deiner Bio. Ein allgemeines „Melde dich gern“ ist meistens weniger hilfreich als eine eindeutige Handlungsaufforderung.
Zuletzt aktualisiert: August 2026