Instagram Repost: Wann Teilen sinnvoll ist – und wann ich lieber neu aufbereite

Instagram Repost: Wann Teilen sinnvoll ist – und wann ich lieber neu aufbereite

Wenn ein anderer Account eine Instagram-Neuigkeit schneller und gut erklärt hat, reposte ich den Beitrag gelegentlich. Ich muss nicht jede Meldung noch einmal selbst aufbereiten, nur damit sie von mir kommt.

Bei meinen eigenen älteren Beiträgen mache ich das anders. Die reposte ich bisher nicht. Wenn ein Thema noch einmal interessant ist, veröffentliche ich den Beitrag entweder neu oder überlege, wie ich den Gedanken heute anders erzählen kann.

Für mich sind das zwei unterschiedliche Dinge:

Möchte ich genau diesen Beitrag weiterempfehlen? Oder möchte ich das Thema selbst aufgreifen?

Was passiert bei einem Repost auf Instagram?

Mit der Repost-Funktion kannst du öffentliche Beiträge und Reels anderer Accounts weitergeben. Der ursprüngliche Account bleibt sichtbar und der Beitrag kann deinen Followern im Feed angezeigt werden.

Deine Reposts werden außerdem in einem eigenen Bereich auf deinem Profil gesammelt. Wenn du möchtest, kannst du eine kurze Notiz ergänzen.

Ein Repost ist also keine neue Kopie des Beitrags. Das unterscheidet ihn auch davon, einen fremden Inhalt herunterzuladen und anschließend auf dem eigenen Profil neu hochzuladen.

Wo du die Funktion findest, erkläre ich dir im Glossar-Eintrag zum Instagram Repost. Weitere Informationen zur Einführung der Funktion findest du außerdem direkt bei Meta.

Wie ich die Repost-Funktion nutze

Ich reposte fast ausschließlich Beiträge anderer Accounts – und auch das eher selten.

Meistens geht es dabei um Instagram oder Social Media. Es gibt einige Accounts, die neue Funktionen früher auf dem Schirm haben als ich. Das ist völlig in Ordnung. Ich kann und möchte nicht jede Instagram-Neuigkeit sofort selbst aufbereiten.

Wenn ein Beitrag gut erklärt ist und für meine Follower interessant sein könnte, gebe ich ihn weiter.

Ich habe bisher nicht ausgewertet, ob mir solche Reposts zusätzliche Profilbesuche, Reichweite oder neue Follower bringen. Darum geht es mir dabei auch gar nicht. Ich sehe den Repost in diesem Moment eher als kleinen Service für meine Community.

Auch wenn ich gerade wenig Zeit habe, finde ich das legitim. Warum sollte ich eine hilfreiche Information zurückhalten, nur weil ich sie nicht selbst aufbereitet habe?

Wann ich einen fremden Beitrag reposte

Ein Repost kommt für mich infrage, wenn der Beitrag ein Thema abdeckt, das auch meine Follower betrifft.

Vor allem bei aktuellen Instagram-News kann das sinnvoll sein. Bevor ich eine Meldung zwei Tage später noch einmal in meinen Worten erzähle, teile ich lieber einen guten Beitrag von jemandem, der näher am Thema dran ist.

Ich schaue dabei vor allem auf diese Punkte:

  • Ist die Information aktuell und verständlich?
  • Vertraue ich dem Account und seiner Einordnung?
  • Passt der Beitrag wirklich zu meinen Themen?
  • Würde ich ihn auch einer Kundin direkt weiterempfehlen?

Ich bin trotzdem zurückhaltend. Viele gute Instagram-Beiträge stammen natürlich von Menschen, die ähnliche Leistungen oder Produkte anbieten wie ich.

Das spricht nicht grundsätzlich gegen einen Repost. Ich möchte mein Profil aber auch nicht mit den Inhalten anderer Instagram-Experten füllen. Wer mich neu entdeckt, soll weiterhin verstehen, wofür ich stehe und was meine eigene Sicht auf das Thema ist.

Eine feste Quote habe ich deshalb nicht. Manchmal reposte ich mehrere Wochen lang gar nichts. Entscheidend ist für mich nicht die Menge, sondern ob der einzelne Beitrag wirklich etwas ergänzt.

Warum ich eigene Themen lieber neu aufbereite

Meine eigenen älteren Beiträge reposte ich momentan nicht über die Repost-Funktion.

Ich habe nicht getestet, ob ein Repost eigener Inhalte die Reichweite beeinflusst. Vielleicht probiere ich es irgendwann aus. Bisher arbeite ich aber lieber mit Content Recycling.

Dabei fange ich nicht jedes Mal wieder bei null an. Ich nehme einen Gedanken, der sich bewährt hat, und überlege, was ich heute daraus machen kann.

Zum Beispiel:

  • Aus einem älteren Karussell wird ein Reel.
  • Ich erzähle das Thema aus einer anderen Perspektive.
  • Ich probiere einen neuen Einstieg aus.
  • Ich ergänze eine Erfahrung, die ich inzwischen gemacht habe.
  • Aus einem längeren Beitrag wird ein einzelnes Bild mit einer klaren Aussage.

Das Thema bleibt. Aber der Beitrag bekommt einen neuen Zugang.

So arbeite ich auch im Social-Media-Management für meine Kunden. Wir reposten nicht einfach alte Inhalte, sondern nehmen gute Themen mehrfach auf und inszenieren sie unterschiedlich.

Das spart Zeit, ohne dass der Account wie eine Wiederholungsschleife wirkt.

Wie du aus einem guten Kerngedanken mehrere Beiträge entwickelst, zeige ich dir ausführlicher in meinem Leitfaden zum Content Recycling.

Repost, neu veröffentlichen oder Content Recycling?

Wenn du unsicher bist, hilft es, nicht beim Format anzufangen, sondern bei deiner Absicht.

Du möchtest genau diesen fremden Beitrag empfehlen

Dann passt ein Repost.

Das ist beispielsweise bei einer aktuellen Meldung sinnvoll, die bereits gut erklärt wurde. Der Beitrag darf so bleiben, wie er ist, und der ursprüngliche Account soll sichtbar bleiben.

Du möchtest einen eigenen älteren Beitrag zurückholen

Dann kannst du ihn noch einmal veröffentlichen, sofern der Inhalt noch aktuell ist.

Ich selbst nutze diese Möglichkeit bisher nicht. Ich würde vorher zumindest prüfen, ob Text, Gestaltung und Einstieg heute noch zu mir passen.

Du möchtest vor allem den Gedanken noch einmal verwenden

Dann würde ich den Inhalt neu aufbereiten.

Vielleicht hast du inzwischen eine andere Meinung, ein besseres Beispiel oder mehr Erfahrung. Oder du möchtest ausprobieren, ob dasselbe Thema als Reel besser funktioniert als als Karussell.

Genau hier liegt für mich das größte Potenzial: Du nutzt eine vorhandene Idee weiter, ohne einfach nur denselben Beitrag noch einmal zu zeigen.

Du hast viele ältere Beiträge, weißt aber nicht, welche Themen noch einmal interessant wären?

Im Instagram-Sparring schauen wir uns eine konkrete Auswahl deiner Inhalte an. Gemeinsam überlegen wir, welche Themen du erneut aufgreifen kannst und welcher neue Blickwinkel oder welches Format dazu passt.

Instagram-Sparring ansehen

Ein einfacher Test für deinen nächsten Repost

Öffne einmal deine gespeicherten Instagram-Beiträge und wähle einen aus, den du interessant findest.

Frage dich dann:

Möchte ich, dass meine Follower genau diesen Beitrag sehen?

Wenn ja, kannst du ihn reposten.

Oder denkst du beim Lesen eher: „Dazu habe ich selbst etwas zu sagen“?

Dann speichere nicht nur den Beitrag, sondern notiere dir direkt deinen eigenen Blickwinkel. Daraus kann dein nächstes Reel, Karussell oder Bild entstehen.

So wird aus dem automatischen Druck auf den Repost-Button eine bewusste Entscheidung: Diesen Beitrag empfehle ich weiter – oder dieses Thema mache ich zu meinem eigenen.

Fazit: Nicht jeder gute Beitrag muss von dir selbst stammen

Ein Repost kann hilfreich sein, wenn jemand anderes eine wichtige Information bereits gut aufbereitet hat. Gerade bei aktuellen Instagram-News nutze ich diese Möglichkeit gelegentlich.

Eigene Themen bereite ich lieber neu auf. Nicht, weil jeder Beitrag komplett neu erfunden werden muss. Sondern weil ich dann meine heutige Perspektive, ein anderes Format oder eine neue Erfahrung ergänzen kann.

Wenn du also das nächste Mal über einen Repost nachdenkst, frage dich nur:

Will ich den Beitrag empfehlen oder den Gedanken selbst weiterführen?

Damit weißt du meistens schon, was du daraus machen kannst.

Du möchtest aus deinen Themen eine verlässliche Content-Routine entwickeln?

Im Instagram-Gruppencoaching schauen wir gemeinsam darauf, welche Inhalte zu deinem Angebot passen und wie du gute Themen mehrfach verwenden kannst. So brauchst du nicht für jede Veröffentlichung wieder eine komplett neue Idee.

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Häufige Fragen zum Instagram Repost

Was ist ein Repost auf Instagram?

Mit der Repost-Funktion gibst du einen öffentlichen Beitrag oder ein Reel weiter. Der ursprüngliche Account bleibt sichtbar und der Repost erscheint in einem eigenen Bereich deines Profils.

Darf ich fremde Beiträge auf Instagram reposten?

Für das Weitergeben fremder Inhalte ist die offizielle Repost-Funktion gedacht. Der ursprüngliche Account bleibt dabei mit dem Beitrag verbunden. Einen fremden Beitrag herunterzuladen und wie einen eigenen Inhalt neu hochzuladen, ist etwas anderes.

Sollte ich eigene ältere Beiträge reposten?

Das kannst du testen, sofern Instagram dir die Funktion bei deinen eigenen Beiträgen anbietet. Ich selbst bereite ältere Themen lieber neu auf oder veröffentliche einen überarbeiteten Beitrag.

Bestraft Instagram Reposts mit weniger Reichweite?

Eine offizielle feste Grenze für native Reposts ist mir nicht bekannt. Ich setze sie trotzdem sparsam ein, weil meine eigenen Themen und Erfahrungen auf meinem Profil im Mittelpunkt bleiben sollen.

Was ist der Unterschied zwischen Repost und Content Recycling?

Bei einem Repost gibst du einen bestehenden Beitrag weiter. Beim Content Recycling verwendest du den Kerngedanken erneut und entwickelst daraus einen eigenen neuen Beitrag.

Wie häufig sollte ich Beiträge reposten?

Dafür brauchst du keine feste Zahl. Wenn ein fremder Beitrag deinen eigenen Content sinnvoll ergänzt, kannst du ihn teilen. Wenn dein Profil zunehmend von fremden Inhalten bestimmt wird, wäre es mir persönlich zu viel.

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