
Ich schaue auf meine Followerzahl. Natürlich freue ich mich, wenn jemand dazukommt. Nur weiß ich dadurch noch nicht, ob mein Marketing gerade etwas für mein Business tut. Dafür interessieren mich vor allem die Anfragen, die kommen.
Wenn du als Coach, BeraterIn oder TrainerIn dein Wissen verkaufst, dürfte es dir ähnlich gehen. Du möchtest, dass Menschen verstehen, wobei du ihnen helfen kannst, dir diese Hilfe zutrauen und dich anfragen. Eine größere Zahl oben im Profil ist erst mal genau das: eine größere Zahl.
Wenn du dir Content-Ziele setzen möchtest, würde ich deshalb bei deinem Angebot anfangen. Was soll dein Content dafür erreichen? Daraus ergibt sich, welche Beiträge du brauchst und worauf du später schaust. Gerade am Anfang gehört für mich aber auch ein ganz bodenständiges Ziel dazu: regelmäßig veröffentlichen. Du brauchst schließlich erst mal Material, an dem du etwas verbessern kannst.
Natürlich freue ich mich, wenn neue Follower dazukommen. Aber ob mein Marketing etwas für mein Business tut, merke ich vor allem an den Anfragen. Das dürfte dir als Coach, Berater oder Trainer ähnlich gehen: Du möchtest mit deinem Wissen Kunden gewinnen.
Wenn du dir Content-Ziele setzen möchtest, lohnt sich deshalb die Frage, was deine Beiträge für dein Angebot tun sollen. Gleichzeitig brauchst du gerade am Anfang Übung im Veröffentlichen. Solange die Ideen nur im Kopf herumschwirren, erfährst du wenig darüber, was bei anderen ankommt.
Im Influencer-Business können Reichweite und die Größe der Community für Kooperationen wichtig sein. Wenn du von deiner Beratung lebst, musst du genauer hinschauen: Sind unter den Menschen, die du erreichst, überhaupt mögliche Kundinnen? Verstehen sie dein Angebot?
Ich will mit meinem Content zeigen, wie ich auf ein Thema schaue und was ich aus meiner Arbeit darüber weiß. Menschen sollen mir Expertise zuschreiben können. Und sie sollen wissen, dass sie mit mir arbeiten können. Ein reiner Infokanal wäre mir dafür zu wenig.
Trotzdem muss nicht jeder Beitrag sofort eine Anfrage bringen. Du kannst mit einem Beitrag zum Beispiel herausfinden wollen, welche Fragen deine Leserinnen beschäftigen. Mit einem anderen erklärst du, für wen deine Beratung passt. Beide haben einen Platz in deinem Marketing. Bei der Auswertung schaust du dann auf unterschiedliche Dinge:
Im Influencer-Business spielen Reichweite und die Größe der Community bei Kooperationen eine Rolle. Für dein Beratungsangebot ist vor allem interessant, ob du mögliche Kunden erreichst. Menschen, die sich mit den Themen beschäftigen, bei denen du ihnen helfen kannst.
Mit deinen Beiträgen zeigst du, was du weißt und wie du an ein Thema herangehst. So können andere deine Expertise einschätzen. Wenn dabei auch deutlich wird, wofür sie dich buchen können, entsteht eine Verbindung zu deinem Angebot.
Das heißt nicht, dass jeder Beitrag sofort eine Anfrage bringen muss. Vielleicht möchtest du erst mal hören, wie andere über ein Thema denken. Vielleicht erklärst du, was in deiner Beratung passiert. Je nachdem, was du vorhast, sind andere Reaktionen interessant:
So bekommen auch Followerzahlen ihren Platz. Ich würde sie nur nicht zur wichtigsten Zahl für ein Beratungsbusiness machen. Du kannst eine wachsende Community haben und trotzdem kaum etwas verkaufen.
Wenn du gerade anfängst, finde ich ein Ziel wie „Ich veröffentliche 100 Reels oder Karussells“ hilfreich. Damit trainierst du deinen Content-Muskel. Du übst, einen Gedanken verständlich zu erklären, einen Einstieg zu finden und einen Beitrag tatsächlich fertig zu machen.
100 klingt erst mal nach einer Menge Holz. Gemeint sind 100 Veröffentlichungen insgesamt, auch als Mischung aus Reels und Karussells. Das ist mein Trainingsrahmen. Eine wissenschaftlich belegte Schwelle, ab der Instagram plötzlich funktioniert, ist es nicht.
Du musst auch nicht bis Beitrag 100 warten, um etwas zu verändern. Wenn du bei den ersten Beiträgen merkst, dass deine Erklärung zu umständlich ist, kannst du daran sofort arbeiten. Nur würde ich nach drei Versuchen noch nicht entscheiden, dass das ganze Format für dich nichts taugt.
Am Anfang darf die Menge deshalb durchaus eine Rolle spielen. Wer ewig am selben Entwurf sitzt, bekommt wenig Übung und keine Reaktionen auf die unveröffentlichten Ideen. Fachlich richtig und für deine Leserinnen brauchbar sollte der Beitrag natürlich trotzdem sein. Wie sich durch diese Übung auch dein Denken und Erklären verändern kann, beschreibe ich im Artikel darüber, was Content-Erstellung mit dir macht.
Wenn du gerade anfängst, kannst du dir 100 Veröffentlichungen vornehmen, gern Reels und Karussells gemischt. Diese Zahl ist als Übungsziel gedacht. Du trainierst deinen Content-Muskel: einen Gedanken verständlich erklären, einen Einstieg finden und den Beitrag fertig bekommen.
100 klingt erst mal nach einer Menge Holz. Du sammelst dabei aber auch eine Menge Erfahrung. Vielleicht war deine Erklärung im ersten Video ziemlich umständlich und beim fünften bekommst du denselben Gedanken einfacher auf den Punkt. Und mit den ersten Reaktionen siehst du, wo noch Fragen offenbleiben. Du kannst also schon unterwegs etwas verändern. Die 100 ist keine Grenze, die du vor einer Auswertung erreichen musst.
Was sich durch das regelmäßige Veröffentlichen noch verändert, beschreibe ich im Artikel darüber, was Content-Erstellung mit dir macht.
Für Instagram finde ich drei bis fünf Beiträge pro Woche praktikabel. Auf LinkedIn würde ich mit drei Beiträgen anfangen und zusätzlich bei passenden Menschen kommentieren. Das sind meine Empfehlungen für einen Rhythmus, den du erst einmal ausprobieren kannst.
Und ja: Wenn jemand auf Instagram gerade richtig durchstarten möchte, finde ich auch zwei Beiträge am Tag als intensive Übungsphase gut. Klingt viel. Ist es auch. Du beschäftigst dich dafür häufiger mit deinen Themen, probierst mehr aus und sammelst schneller Material für die Auswertung. Ob du diese Zeit gerade hast, musst du ehrlich beantworten. Deine Kundenarbeit läuft ja weiter.
Es gibt auch Daten zum Zusammenhang zwischen Häufigkeit und Wachstum: Eine Buffer-Auswertung von rund 2,1 Millionen Instagram-Beiträgen fand bei häufigerem Posten im untersuchten Datensatz höheres Followerwachstum und mehr Reichweite pro Beitrag. Buffer nennt drei bis fünf Beiträge pro Woche als praktikablen Bereich; bei höheren Frequenzen werden die zusätzlichen Gewinne kleiner. Die Untersuchung umfasst Fotos, Reels und Karussells gemeinsam. Sie belegt weder, dass genau zwei tägliche Beiträge für jede Anfängerin optimal sind, noch dass daraus mehr Kundenanfragen entstehen.
Mein Gedanke beim höheren Tempo ist deshalb auch: Leg dir von Anfang an eine Content-Bank an. Speichere Beiträge, die zeitlose Fragen beantworten und bei deinem jeweiligen Ziel gut funktioniert haben. Notiere dazu, welche Reaktionen kamen. Später kannst du einen solchen Inhalt nach einer passenden Pause erneut aufgreifen, überarbeiten oder in ein anderes Format bringen. Vorher prüfst du, ob die Aussage und dein Angebot noch stimmen.
Du musst dadurch nicht dauerhaft jeden Tag zwei völlig neue Ideen aus dem Ärmel schütteln. Genau darin liegt für mich einer der Vorteile von Content-Recycling: Die Arbeit, die du bereits gemacht hast, wird wieder nutzbar.
Auf Instagram kannst du mit drei bis fünf Beiträgen pro Woche anfangen, auf LinkedIn mit drei Beiträgen und zusätzlichen Kommentaren bei passenden Menschen. Das sind Anhaltspunkte für deine Planung. Vielleicht passen zwischen deine Kundentermine zunächst drei Beiträge in der Woche. Dann hast du damit einen Anfang.
Wenn du auf Instagram gerade richtig durchstarten möchtest und die Zeit dafür hast, kannst du auch eine Weile zwei Beiträge am Tag ausprobieren. Ja, das klingt viel. Du beschäftigst dich dafür häufiger mit deinen Themen und kannst verschiedene Einstiege oder Erklärungen schneller hintereinander testen.
Es gibt auch Daten zum Zusammenhang zwischen Häufigkeit und Wachstum: Eine Buffer-Auswertung von rund 2,1 Millionen Instagram-Beiträgen fand bei häufigerem Posten im untersuchten Datensatz höheres Followerwachstum und mehr Reichweite pro Beitrag. Buffer nennt drei bis fünf Beiträge pro Woche als praktikablen Bereich; bei höheren Frequenzen werden die zusätzlichen Gewinne kleiner. Untersucht wurden Fotos, Reels und Karussells gemeinsam. Welche Häufigkeit für einen einzelnen Account passt und ob daraus Kundenanfragen entstehen, lässt sich daraus nicht ablesen.
Dabei kann nach und nach eine Content-Bank entstehen: ein Ort, an dem du Beiträge aufhebst, die zeitlose Fragen beantworten und bei deinem Ziel gut funktioniert haben. Mit einer kurzen Notiz zu den Reaktionen findest du später leichter etwas zum Wiederverwenden. Nach einer Weile kannst du das Thema erneut aufgreifen oder in ein anderes Format bringen. Vorher schaust du noch einmal, ob Inhalt und Angebot aktuell sind.
So steht dir später schon Material zur Verfügung. Wie du es weiterverwenden kannst, erfährst du im Artikel über die Vorteile von Content-Recycling.
Meine Blogartikel erscheinen dienstags und donnerstags. Dahinter stand bei mir eine ziemlich praktische Frage: Wenn ich online verkaufen möchte und auf Social Media gerade nicht so aktiv bin, was kann ich dann machen? Bloggen.
Inzwischen habe ich dafür einen Ablauf gefunden, der ziemlich gut funktioniert. Ich recherchiere Themen und sammle meine Gedanken. Mithilfe von KI bringe ich Struktur hinein oder lasse etwas vorformulieren. Dann lasse ich mich gezielt interviewen. Dabei ergänze ich meine Erfahrungen und merke auch, wo der Entwurf an meiner Meinung vorbeigeht. Anschließend überarbeite ich den Text und prüfe die Aussagen.
So bekomme ich meine beiden Blogtermine inzwischen hin. Ich kenne schließlich auch die andere Seite: In meinem Artikel über mein stagnierendes Selbstmarketing habe ich beschrieben, wie lange das eigene Marketing liegen bleiben kann. Dienstag und Donnerstag im Kalender einzutragen, hätte mir allein jedenfalls nicht geholfen.
Nach einem einzelnen Beitrag ist schwer einzuschätzen, ob ein Thema bei deinen Leuten ankommt. Gerade wenn du neu anfängst oder länger nichts veröffentlicht hast, fehlt dir der Vergleich.
Du könntest zum Beispiel vier Wochen lang in deinem gewählten Rhythmus veröffentlichen und dann in Ruhe auf die Beiträge schauen. Wenn bis dahin kaum Reaktionen da sind, lässt sich noch wenig daraus ablesen. Und bis jemand eine Beratung anfragt, kann mehr Zeit vergehen.
Vergleiche Beiträge mit ähnlichem Ziel und Format, etwa mehrere Reels zu deinem Angebot. Lass ihnen dafür ungefähr gleich viel Zeit seit der Veröffentlichung. Ein Reel von gestern hatte weniger Gelegenheit, Menschen zu erreichen, als eines von vor vier Wochen. Was dir die einzelnen Zahlen sagen, steht im Überblick zu Instagram Insights.
Du veröffentlichst regelmäßig, aber die Anfragen bleiben aus? Dann schau darauf, wie dein Angebot im Content vorkommt. Vielleicht gibst du viele fachliche Tipps, während die Leser gar nicht mitbekommen, dass sie dich zu diesem Thema buchen können.
Ich gebe gern viel Wissen preis. Wo ich die Grenze ziehe, hängt oft mit meiner eigenen Methodik zusammen oder mit Fragen, bei denen es tiefer in die persönliche Situation geht. Du kannst in einem Beitrag schon einiges erklären und an dieser Stelle zeigen, wobei du in deiner Beratung weiterhilfst.
Auch im Profil kann es haken. Vielleicht ist dein Angebot dort schwer zu finden oder es bleibt unklar, wie jemand Kontakt aufnehmen kann. Dann hast du einen konkreten Punkt, an dem du ansetzen kannst.
Nimm dir deine nächste Content-Woche vor. Ein Blatt Papier oder eine einfache Notiz reicht dafür. Du brauchst jetzt kein neues Planungstool.
Wenn du das für dich ausprobieren möchtest, kannst du mit der nächsten Content-Woche anfangen. Die folgenden Punkte passen auf ein Blatt Papier oder in eine Notiz.
Für mich gehört beides zusammen: ausreichend veröffentlichen, um Übung und Vergleichsmöglichkeiten zu bekommen, und dabei prüfen, ob die Inhalte zu meinem Angebot führen. Dein nächstes Content-Ziel darf deshalb ruhig überschaubar sein. Entscheidend ist, dass du weißt, was du damit herausfinden möchtest.
Mit dieser Notiz hast du etwas, woran du in der nächsten Woche anknüpfen kannst. Deine Planung wird konkreter, weil du die Fragen und Reaktionen deiner Leute einbeziehst.
Nein. Die 100 Veröffentlichungen sind meine Empfehlung als Trainingsrahmen für den Einstieg. Erste Auswertungen gehören schon währenddessen dazu. Schau dir mehrere vergleichbare Beiträge an, bevor du dein Vorgehen grundsätzlich beurteilst.
Eine allgemeine Mindestzahl lässt sich dafür nicht nennen. Für ein Beratungsangebot ist entscheidend, ob du passende Menschen erreichst, sie deine Expertise erkennen und verstehen, wie sie mit dir arbeiten können. Die Followerzahl allein beantwortet diese Fragen nicht.
Ja, wenn du gezielt mehr Menschen aus deiner Zielgruppe erreichen möchtest. Behalte dabei im Blick, ob daraus auch Interesse an deinen Themen und Angeboten entsteht. Für dein Business solltest du zusätzlich passende Anfragen und tatsächliche Buchungen beobachten.
Zuletzt aktualisiert: September 2026