
Deine Wunschkunden merken sich dich als Person, lange bevor sie sich dein Produkt oder dein Angebot merken.
In einem Feed voller Werbung und KI-generierter Inhalte, die alle ähnlich klingen, ist genau das dein größter Vorteil: die echte Person dahinter, also du. Das nennt man Personal Brand, und sie ist kein Logo und keine Firma, sondern eben du.
Vielleicht denkst du jetzt: Personal Brand klingt nach Selbstdarstellung, das ist nichts für mich. Aber eine Personal Brand hast du längst. Sie ist das, was Leute über dich sagen, wenn du den Raum verlässt. Die Frage ist nur, ob du sie dem Zufall überlässt oder selbst formst.
Deine Personal Brand zeigt, wer du bist und welche Erfahrung du persönlich mitbringst. Es geht nicht um deinen Firmennamen oder dein Logo. Gerade für selbstständige Coaches, BeraterInnen und TrainerInnen ist das zentral, denn deine Kunden kaufen nicht von einer Firma, sondern von dir.
Worauf das aufbaut, ist deine Positionierung, also wofür du stehst und für wen. Wenn du da noch unsicher bist, schau vorher in meinen Artikel über die Positionierung als Coach. Die Personal Brand legt dann die persönliche, sichtbare Schicht darüber.
Wiedererkennung entsteht über kleine, wiederkehrende Signale. Bei mir sind das bestimmte Designs und Markenfarben, feste Templates für meine Karussells und ein bestimmter Fotostil. Wenn du gern eine knallige Farbe trägst, dann nutze genau die als Akzent in deinen Beiträgen. So erkennt man dich online wieder und im echten Leben gleich mit. Wichtig ist nur, dass es zu dir passt und nicht aufgesetzt wirkt.
Eine Website oder ein Blog mit deinem Namen ist der einzige Ort, den du wirklich selbst kontrollierst. Kein Algorithmus entscheidet hier mit. Und genau hier bestimmst du, was deine Wunschkunden finden, wenn sie deinen Namen googeln, denn das ist fast immer das Erste, was jemand tut, der dich kennenlernt.
Veröffentliche dort regelmäßig: deine Sicht auf dein Thema, Geschichten, warum du tust, was du tust, oder eine Kundenstimme, die dich persönlich beschreibt. Ich habe meinen Blog seit Jahren, und für mich ist er das ruhige Fundament unter allem anderen.
Social Media ist der Ort, an dem du deine Personal Brand schnell bekannter machst. und eine Community aufbaust. Du musst aber nicht überall sein. Konzentrier dich auf ein, zwei Plattformen, auf denen deine Zielgruppe wirklich unterwegs ist, und sei dort dafür verlässlich da.
Ich bin selbst seit Jahren auf Social Media präsent, auch wenn es immer wieder Phasen gibt, in denen ich wenig mache. Womit ich ehrlich hadere, ist die Kontinuität. Genau da helfen mir zeitlose Inhalte und Content-Recycling, weil ich nicht jeden Tag bei null anfange.
Einer der schnellsten Wege, deine Personal Brand zu zeigen, ist gleichzeitig der einfachste: Beantworte dort Fragen, wo deine Zielgruppe ohnehin sucht. Das kann auf Reddit oder Quora sein, in Kommentaren auf LinkedIn oder Instagram, oder in Facebook-Gruppen zu deinem Thema.
Mir fällt das leicht, weil ich anderen wirklich gern weiterhelfe und sie einen Schritt weiterbringen möchte. Und nebenbei ist es eine wunderbare Bühne, um zu zeigen, wofür ich stehe und was ich kann, ganz ohne dass es nach Werbung aussieht.
Nichts macht dich so schnell nahbar wie ein kurzes Video. Man hört deine Stimme, sieht dein Gesicht und spürt, dass hinter dem Profil eine echte Person steckt.
Und nein, du brauchst keine cineastische Produktion. Ein einfaches Talking-Head-Video oder ein B-Roll-Clip mit Text-Overlay reicht völlig, und ein Handy hat heute jeder. Einen ganzen YouTube-Kanal aufzubauen ist deutlich mehr Aufwand, aber kurze Videos für deine Stories oder Reels bekommst du schnell hin, sobald du ein paar gemacht hast.
Du musst nicht nur auf deinen eigenen Kanälen wachsen. Ein Gastartikel, ein gemeinsames Live oder ein Auftritt in einem Podcast bringt dich vor ein ganz neues Publikum, und oft musst du dafür nur auftauchen.
Ich gebe ehrlich zu: Das ist der Weg, mit dem ich selbst am meisten hadere. Vor Jahren hatte ich sogar schon eine Liste mit Portalen gesammelt, auf denen die Konkurrenz Gastartikel veröffentlicht. Angeschrieben habe ich sie nie, weil ich zu zaghaft war. Wenn jemand auf mich zukommt, sage ich gern zu, aber den ersten Schritt selbst zu machen, fällt mir schwer. Falls du gern netzwerkst, ist das dein leichtester Hebel. Und falls nicht, reicht für den Anfang eine einzige Anfrage.
Eine Personal Brand lebt davon, dass du dich zeigst. Würze deine fachlichen Inhalte ruhig mit einer persönlichen Geschichte oder einem kleinen Einblick, das macht dich weniger austauschbar. Aber es geht nicht darum, einen Seelenstriptease hinzulegen.
Auf meinen geschäftlichen Kanälen rede ich gern über fachliche Themen und meine eigenen Erfahrungen damit. Bewusst nie über meine Partnerschaft, mein Kind oder persönliche Ängste, die nichts mit meinem Thema zu tun haben. Find edie Grenze, mit der du dich wohlfühlst, und halte dich daran.
Und auch wenn deine Personal Brand per Definition um dich geht, bleibt dein Blick auf deiner Zielgruppe. Es ist der Unterschied zwischen „Schau mich an" und „Wie kann ich dir helfen". Bleib dabei nah an deinem Thema, sonst verwässerst du das Bild, das die Leute von dir bekommen sollen.
Deine Personal Brand entsteht nicht über Nacht und nicht durch ein einziges großes Ding. Sie entsteht durch viele kleine Inhalte, die zeigen, wer du bist und wem du wie hilfst.
Such dir einen der fünf Wege, fang an und bleib dran. Sei dabei du selbst und behalte deine Leute im Blick. Der Rest wächst mit der Zeit.
Denn am Ende stimmt dieser eine Satz fast immer: Deine Wunschkunden erinnern sich an dich, lange bevor sie sich an dein Angebot erinnern.
Im Instagram-Intensiv-Coaching bringen wir deine Positionierung, deine Themen und deinen Auftritt zusammen, sodass aus einzelnen Beiträgen eine Marke wird, an die man sich erinnert.
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