
Du überlegst gerade, ob Instagram überhaupt etwas für dich ist. Du hast jahrelange Erfahrung, aber dich so öffentlich zu zeigen, fühlt sich noch komisch an. Und unprofessionell rüberkommen, das willst du auf gar keinen Fall.
Dann fang nicht beim Posten an, sondern bei deinem Profil. Das ist das Erste, was ein Mensch von dir zu sehen bekommt.
Wie du dein Profil von Grund auf einrichtest, habe ich dir in meinem Schritt-für-Schritt-Guide zum Instagram-Profil erklärt. Hier gehen wir eine Stufe weiter. Es geht nicht darum, dass dein Profil fertig ist, sondern dass es wirklich für dich arbeitet.
Stell dir vor, jemand stößt auf dich. Vielleicht, weil du irgendwo einen klugen Kommentar hinterlassen hast. Oder weil dich jemand erwähnt und weiterempfohlen hat. Manchmal spült auch einfach der Algorithmus einen deiner Posts in den Feed von jemanden, der dich noch gar nicht kennt. Und manchmal suchen Interessenten nach deinem Thema und stoßen dabei auf dich, in der Instagram-Suche und im besten Fall sogar bei Google.
Wie auch immer ein Interessent zu dir kommt, er scannt dein Profil innerhalb weniger Sekunden. Und dann steht eine Frage im Kopf: Ist das spannend für mich? Bin ich hier richtig?
Findet die Person die Antwort nicht sofort, ist sie wieder weg. Nicht, weil dein Angebot schlecht wäre. Sondern weil sie in der kurzen Zeit nicht erkannt hat, dass du genau die Richtige für sie bist.
Dein Instagram-Profil führst nicht zum Spaß. Es ist deine Verkaufsfläche. Und jeder Baustein darauf hat genau zwei Aufgaben: schnell klarmachen, für wen du da bist, und Vertrauen aufbauen, dass du auch leisten kannst, was du versprichst.
Deine Bio hat 150 Zeichen. Klingt nach wenig, reicht aber völlig, wenn du klar bist.
Das Wichtigste steht sogar über der Bio: dein Namensfeld, also die fette Zeile ganz oben. Genau die durchsucht Instagram, und sie ist aktuell der wichtigste Hebel, damit dich die Suche überhaupt ausspielt. Dort gehören dein Name und ein Keyword rein, nach dem dein Wunschkunde höchstwahrscheinlich sucht. Nicht dein Lieblingsspruch.
Und die 150 Zeichen darunter beantworten drei Fragen: Wem hilfst du? Wobei hilfst du? Und wie machst du es?
Dafür gibt es mehrere Muster. Such dir das aus, das sich für dich am natürlichsten anfühlt.
Worauf es bei jedem Muster ankommt: Schreib für deinen Wunschkunden, nicht über dich. Du stehst nicht im Mittelpunkt, auch wenn es dein Profil ist. Klar will er auch wissen, wer du bist. Aber im Grunde interessiert er sich eher für sich selbst und für die Frage, ob du ihm weiterhelfen kannst und die richtige Person dafür bist.
Und keine Sorge: Deine Bio ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn sich dein Schwerpunkt ändert oder mal ein anderes Angebot im Mittelpunkt steht, passt du sie einfach an.
Zum Schluss gehört ein klarer Call-to-Action hinein. Eine einzige Handlung, die du dir gerade wünschst, mit dem passenden Link dahinter.
Deine Bio sagt, für wen du da bist. Drei weitere Dinge entscheiden, ob man dir das auch glaubt. Wie du sie technisch einrichtest, steht in meinem Profil-Guide. Hier sage ich dir, worauf es wirklich ankommt.
Beim Profilbild nimm bitte eine Porträtaufnahme von dir. Am besten dieselbe, die du auch auf deinen anderen Kanälen und deiner Website nutzt, damit man dich überall wiedererkennt. Und selbst wenn du ein schönes Logo hast, verzichte hier darauf. Menschen kaufen von Menschen. Versteck dich nicht hinter einem Symbol, sondern pack ein Foto von dir rein.
Dann deine Highlights, dein kleines Schaufenster unter der Bio. Normale Stories sind nach 24 Stunden weg, aber jede Story kannst du danach dauerhaft als Highlight sichtbar machen. Es lohnt sich, vorher zu überlegen, was du da zeigen willst.
Halt dich an wenige, klare Kategorien:
Und dann kannst du bei Instagram drei Beiträge ganz oben anpinnen. Die haben meistens mehr Sichtbarkeit als der Rest, weil neue Besucher oft kurz drüberschauen. Diesen Platz solltest du nicht dem Zufall überlassen. Meine Empfehlung für die drei:
Der erste ist dein Vorstellungspost. Lern-mich-kennen. Das kann ein einzelnes Bild sein oder ein Karussell aus Bildern und kurzen Videos, so ein bunter Mix. Genau das ist Gold wert, weil du dich aus verschiedenen Blickwinkeln deines Lebens zeigen kannst, sodass es menschelt. Denn selbst wenn jemand anders genau dasselbe anbietet wie du, entscheidet oft die Persönlichkeit, ob es passt oder nicht.
Der zweite ist dein Angebot. Stoß die Leute ruhig mit der Nase drauf, wo und wie ihr zusammenarbeiten könnt. Hast du übers Jahr wechselnde Angebote, tauschst du den Beitrag einfach aus.
Der dritte bringt dir Leads oder du zeigst Kundenstimmen. Etwas, das deine Newsletter-Liste mit aufbaut, zum Beispiel das klassische „Kommentiere X und bekomme Y". Genauso gut funktioniert hier eine Kundenstimme oder eine Transformation, die du zeigst. Damit beweist du, dass du nicht nur redest, sondern auch Ergebnisse lieferst. Und wenn du gerade erst durchstartest und noch keine Kundenstimmen hast: Nimm deine eigene Transformation oder eben dein Freebie.
Eins noch, und das ist mir wichtig: Highlights und angepinnte Beiträge dürfen mit der Zeit wachsen. Setz dich nicht unter Druck nach dem Motto, die müssten erst alle stehen, bevor du auf Instagram loslegen darfst. Das ist Quatsch. Schreib sie dir auf deine To-do-Liste und füll sie nach und nach.
Am eigenen Profil bist du betriebsblind. Du weißt zu viel über dich, um noch zu sehen, was bei jemand Fremdem ankommt. Dein Kopf ergänzt automatisch, was eigentlich fehlt. Genau hier ist KI ein richtig guter Sparringspartner.
Das Schöne: Du kannst die KI dein Profil sogar live lesen lassen. Mit der Claude-Erweiterung für Chrome öffnest du dein eigenes Profil und lässt es von außen prüfen. Claude ist ehrlich und nicht nett – insbesondere wenn du klar sagst, dass du keine Schönrederei, sondern klare Worte brauchst..
Die KI kann aber noch mehr für dich tun. Lass sie dir mehrere Bio-Varianten nach den Mustern von oben schreiben. Frag sie, welche Keywords deine Zielgruppe in die Suche eintippt. Lass sie fremde, erfolgreiche Profile analysieren, damit du verstehst, was dort funktioniert. Und wenn du deine Bio überarbeitet hast, lass sie noch einmal drüberschauen und frag sie, ob es jetzt sitzt oder nicht.
Ein starkes Instagram-Profil ist keine Deko und kein Werbetext. Es ist der Ort, an dem eine Fremde in Sekunden spürt: Hier bin ich richtig, und dieser Frau kann ich vertrauen.
Und der beste Zeitpunkt, damit anzufangen, ist nicht, wenn alles perfekt ist. Er ist heute. Mach dir Gedanken, hol dir wenn nötig ein Sparring dazu, bau dir einen Plan. Und dann starte durch und gib deine Sachen raus. Jeder Beitrag ist ein weiterer Berührungspunkt, an dem jemand auf dich aufmerksam wird und mit dir ins Gespräch kommen kann.
Du musst dafür nicht laut werden und dich nicht verbiegen. Du musst nur anfangen, dich zu zeigen.
Beim Profil-Boost schauen wir uns dein Instagram-Profil gemeinsam an: Bio, Highlights und Linkstruktur. Danach bekommst du konkrete Vorschläge, die du sofort umsetzen kannst.
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