Wie werden Wunschkunden auf dein Instagram-Profil aufmerksam?

Wie werden Wunschkunden auf dein Instagram-Profil aufmerksam?

Wunschkunden entdecken dich nicht nur, weil Instagram einen deiner Beiträge im Feed anzeigt.

Vielleicht waren sie zuerst auf deiner Website und schauen anschließend, wie du dich auf Social Media zeigst. Vielleicht habt ihr euch auf einer Veranstaltung kennengelernt. Andere werden durch einen Beitrag auf dich aufmerksam oder finden dich über die Instagram- oder Google-Suche.

Dein Instagram-Profil ist deshalb häufig nicht der erste, sondern der zweite Kontaktpunkt.

Dort entscheidet sich, ob jemand schnell versteht:

  • Worum geht es auf diesem Account?
  • Für wen sind die Inhalte gedacht?
  • Warum sollte ich folgen?
  • Was kann ich als Nächstes tun?

Wie du Bio, Namensfeld, Profilbild, Highlights und angeheftete Beiträge gestaltest, erkläre ich ausführlich in meiner Anleitung zur Instagram-Profiloptimierung für Coaches.

Hier geht es um den Weg davor und danach: Wie finden Wunschkunden zu deinem Profil und wie wird aus dem ersten Besuch mit der Zeit Vertrauen?

Wie finden Wunschkunden dein Instagram-Profil?

Es gibt nicht den einen Weg zu deinem Account. Gerade bei Selbstständigen beginnt der Kontakt häufig außerhalb von Instagram.

Über deine Website oder eine Google-Suche

Jemand liest einen Blogartikel von dir, informiert sich über dein Angebot und schaut anschließend auf deinem Instagram-Profil vorbei. Vielleicht ist die Person noch nicht bereit, ein Gespräch zu buchen, möchte aber mehr von deiner Arbeitsweise sehen.

Auch öffentliche Instagram-Profile können bei Google oder Bing erscheinen. Unter bestimmten Voraussetzungen gilt das ebenfalls für öffentliche Beiträge und Reels professioneller Accounts.

Darauf würde ich mich nicht als einzige Strategie verlassen. Es ist aber ein weiterer Grund, deine Themen auf Instagram klar zu benennen.

Nach einem persönlichen Kontakt

Vielleicht habt ihr euch bei einer Veranstaltung oder einem Netzwerktreffen kennengelernt. Danach schaut sich die Person deine Website und deine Social-Media-Profile an.

Dabei geht es meistens noch nicht um einen direkten Kauf. Die Person möchte zunächst herausfinden:

  • Womit beschäftigst du dich?
  • Wie denkst du über dein Thema?
  • Passt deine Art zu ihr?
  • Möchte sie mehr von dir sehen?
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Instagram verlängert in diesem Fall den persönlichen Kontakt.

Über deine Inhalte

Ein Reel oder Karussell spricht jemanden im Feed an. Die Person klickt auf deinen Namen und sieht sich dein Profil an.

Der einzelne Beitrag muss nicht dein gesamtes Angebot erklären. Er sollte aber deutlich machen: Dieses Thema betrifft mich.

Das funktioniert besser, wenn deine Inhalte konkrete Probleme und Fragen aufgreifen. Sehr allgemeine Tipps werden vielleicht konsumiert, geben aber wenig Anlass, dein Profil zu besuchen.

Auch über die Instagram-Suche können Menschen auf deine Inhalte und dein Profil stoßen. Verwende deshalb Begriffe, nach denen deine Wunschkunden tatsächlich suchen – nicht nur in der Bio, sondern auch in deinen Beiträgen.

Über Kommentare und Gespräche

Menschen können dich außerdem über Kommentare unter fremden Beiträgen entdecken. Nach meiner Erfahrung passiert das auf Instagram seltener als beispielsweise auf LinkedIn.

Trotzdem kann ein guter Kommentar Aufmerksamkeit wecken. Damit meine ich kein austauschbares „Toller Beitrag“ und auch keinen Kommentar, der nur ein automatisiertes Freebie anfordert.

Greif lieber einen Gedanken auf, ergänze eine Erfahrung oder stelle eine sinnvolle Frage. Daraus kann ein echtes Gespräch entstehen – öffentlich oder später per privater Nachricht.

Woran erkennst du, dass du die richtigen Menschen erreichst?

Eine steigende Followerzahl sagt noch nicht, ob diese Menschen zu deinem Business passen.

Aussagekräftiger sind Reaktionen, die zeigen, dass sich jemand wirklich mit deinen Inhalten beschäftigt:

  • konkrete Kommentare und Gespräche
  • private Nachrichten mit Fragen
  • Zugriffe von Instagram auf deine Website
  • Anmeldungen zu deinem Newsletter oder Instagram-Check
  • konkrete Anfragen zu deinen Angeboten

Nicht jede Reaktion führt sofort zu einer Buchung. Das muss sie auch nicht.

Ein digitales Produkt für 27 Euro lässt sich schneller kaufen als ein Coaching für mehrere Tausend Euro. Je höher die Investition ist, desto mehr Vertrauen braucht es meistens vor der Entscheidung.

Was unterscheidet deinen Account von anderen?

Allgemeine fachliche Tipps gibt es inzwischen zu fast jedem Thema. Interessant werden sie, wenn du dein Wissen mit deiner eigenen Erfahrung verbindest.

Du kannst beispielsweise zeigen:

  • was du in deiner Arbeit immer wieder beobachtest
  • welcher verbreiteten Empfehlung du nicht zustimmst
  • was bei dir selbst nicht funktioniert hat
  • wie du bei einem konkreten Problem vorgehst
  • welche Entscheidung du heute anders treffen würdest

Deine Tipps müssen nicht völlig neu sein. Entscheidend ist häufig, wie du sie einordnest und welche Erfahrungen du damit gemacht hast.

Ich kenne es selbst, dass man sich zu stark daran orientiert, was andere gerade auf Instagram machen. Das kann am Anfang inspirieren. Es kann dich aber auch bremsen.

Je mehr Inhalte du konsumierst, desto höher erscheint irgendwann die Messlatte:

  • Das Reel müsste professioneller sein.
  • Die Idee gab es bestimmt schon.
  • Andere erklären das Thema besser.
  • Mein eigener Gedanke ist zu banal.

Bei mir hat es eine Weile gedauert, mich wieder zurückzulehnen und zu sagen: So, und jetzt entwickle ich meine eigenen Ideen.

Du musst nicht aufhören, andere Accounts anzusehen. Plane aber auch Zeiten ein, in denen du nicht konsumierst, sondern dein eigenes Wissen und deine Erfahrungen in Content verwandelst.

Ist dein Profil für Außenstehende verständlich?

Mit dem kostenlosen Instagram-Check findest du heraus, was bereits passt und wo du als Nächstes ansetzen kannst.

Instagram-Check starten

Wie entsteht aus einem Profilbesuch Vertrauen?

Wenn du einem neuen Account folgst, zeigt Instagram dir häufig weitere Inhalte dieses Accounts. Bleiben diese interessant, beschäftigst du dich erneut mit der Person.

Vielleicht liest du einen Blogartikel, antwortest auf eine Story oder besuchst das Profil später noch einmal. So entsteht nach und nach Vertrauen.

Ein möglicher Weg sieht so aus:

  1. Jemand entdeckt einen Beitrag oder lernt dich persönlich kennen.
  2. Die Person besucht dein Instagram-Profil.
  3. Sie erkennt, dass deine Themen zu ihr passen, und folgt dir.
  4. Weitere Inhalte zeigen deine Erfahrung und Arbeitsweise.
  5. Die Person meldet sich zu deinem Newsletter oder Instagram-Check an.
  6. Später kauft sie ein Produkt oder fragt eine Zusammenarbeit an.
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Manche Menschen gehen diesen Weg innerhalb weniger Tage. Andere lesen monatelang mit.

Du brauchst dafür keinen komplizierten Funnel. Es sollte aber einen sinnvollen nächsten Schritt geben – zum Beispiel einen Blogartikel, deinen Instagram-Check, eine private Nachricht oder ein konkretes Angebot.

Wie kannst du dein Profil mit KI überprüfen?

Am eigenen Profil wird man schnell betriebsblind. Du weißt, was du anbietest, und ergänzt fehlende Informationen im Kopf automatisch.

Ich habe deshalb mein eigenes Instagram-Profil schon mehrfach mit KI analysiert – früher häufiger mit ChatGPT und inzwischen öfter mit Claude.

Wenn dein KI-Tool über eine Browserfunktion oder Chrome-Erweiterung auf Instagram zugreifen kann, öffnest du dein Profil im Browser und meldest dich einmal an. Anschließend lässt du die sichtbare Bio und deine letzten sechs Beiträge analysieren.

Wichtig ist, dass die KI nicht nur deine Bio betrachtet. Erst zusammen mit den aktuellen Inhalten zeigt sich, wofür dein Account aus Sicht eines Außenstehenden wirklich steht.

Prompt zum Kopieren

Agiere als erfahrener Instagram-Stratege und gib mir einen ehrlichen Außenblick auf mein geöffnetes Instagram-Profil.

Analysiere meine Bio und meine letzten sechs Beiträge. Öffne die Beiträge bei Bedarf, damit du nicht nur die Vorschaubilder, sondern auch die Inhalte und Texte berücksichtigen kannst.

Nutze ausschließlich Informationen, die auf meinem Profil und in diesen Beiträgen tatsächlich sichtbar sind. Ergänze nichts, was du dort nicht erkennen kannst.

Beantworte anschließend:

1. Für welche zwei bis vier Themen steht mein Account?
2. Welche Zielgruppe fühlt sich vermutlich angesprochen?
3. Welches Angebot vermutest du hinter dem Profil?
4. Warum sollte jemand diesem Account folgen?
5. Welche persönliche Perspektive oder Erfahrung wird sichtbar?
6. Was bleibt unklar oder widerspricht sich?

Belege deine Einschätzung mit konkreten Beispielen aus meiner Bio und den sechs Beiträgen. Gib mir kein allgemeines Lob und beschönige deine Einschätzung nicht.

Nenne mir zum Schluss die drei wichtigsten Änderungen. Trenne dabei zwischen:

- Änderungen am Profil
- Änderungen an den kommenden Inhalten

Priorisiere ausschließlich Änderungen, durch die ein neuer Profilbesucher schneller erkennt, für wen der Account gedacht ist, welche Themen ihn erwarten und welches Angebot dahintersteht.

Eine KI-Auswertung ist keine objektive Wahrheit. Sie zeigt dir aber, was sich aus deinen sichtbaren Informationen ableiten lässt.

Du kannst zusätzlich einen ehemaligen Kunden, einen Kollegen oder eine andere Person fragen. Bitte ausdrücklich um konstruktives und ehrliches Feedback. Reines Lob hilft dir bei diesem Test wenig.

Fazit: Aufmerksamkeit beginnt vor dem Profilbesuch

Wunschkunden können dich über deine Website, eine Veranstaltung, einen Beitrag, eine Suche oder ein Gespräch entdecken.

Ob sie anschließend bleiben, hängt nicht nur von deiner Bio ab. Entscheidend ist, ob sie deine Themen erkennen und einen Grund haben, sich weiter mit dir zu beschäftigen.

Dafür musst du nicht ständig völlig neue fachliche Erkenntnisse veröffentlichen. Dein Content wird vor allem durch deine Perspektive, deine Arbeitsweise und deine Erfahrungen interessant.

So entsteht ein Account, zu dem Menschen zurückkehren. Aus mehreren kleinen Kontakten kann später eine Nachricht, eine Anmeldung oder eine Buchung werden.

Du weißt, dass dein Profil noch nicht klar genug ist?

Im Instagram-Sparring schauen wir gemeinsam auf dein Profil, deine aktuellen Inhalte und die Stelle, an der Wunschkunden bisher aussteigen. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung und konkrete nächste Schritte für deinen Account.

Instagram-Sparring ansehen

Häufige Fragen

Wie finden Wunschkunden mein Instagram-Profil?

Wunschkunden können dich über Beiträge im Feed, die Instagram-Suche, Google, Empfehlungen oder persönliche Kontakte entdecken. Häufig beginnt der Kontakt außerhalb von Instagram – zum Beispiel über deine Website oder eine Veranstaltung.

Muss ich viele Follower haben, um über Instagram Kunden zu gewinnen?

Nein. Wichtiger ist, ob die richtigen Menschen auf deine Inhalte reagieren, deine Website besuchen, sich anmelden oder dir eine konkrete Anfrage schicken. Gerade bei höherpreisigen Angeboten braucht es meistens mehrere Kontakte vor der Buchung.

Welche Inhalte bringen Wunschkunden auf mein Profil?

Hilfreich sind Inhalte, die konkrete Probleme oder Fragen deiner Zielgruppe aufgreifen. Besonders interessant werden fachliche Tipps, wenn du sie mit deiner Erfahrung, Haltung oder Arbeitsweise verbindest.

Können Instagram-Profile bei Google gefunden werden?

Ja, öffentliche Instagram-Profile können in Suchmaschinen erscheinen. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch öffentliche Beiträge und Reels professioneller Accounts indexiert werden. Eine gute Platzierung bei Google ist dadurch allerdings nicht garantiert.

Wie finde ich heraus, wie mein Profil auf andere wirkt?

Lass eine KI mit Browserzugriff deine Bio und die letzten sechs Beiträge analysieren. Frage gezielt, welche Themen, Zielgruppe und welches Angebot erkennbar sind. Alternativ kannst du einen ehemaligen Kunden oder Kollegen um eine ehrliche Einschätzung bitten.

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