
Dein Angebot steht. Jetzt willst du es auf Instagram vorstellen. Aber was schreibst du da hin? Die Inhalte aufzählen? Erst eine Geschichte erzählen? Und wie kommst du am Ende auf dein Coaching zu sprechen?
Ich kenne dieses Hadern. Für Kunden erstelle ich seit vielen Jahren Social-Media-Inhalte, für kleine Unternehmen genauso wie für große Konzerne. Bei meinem eigenen Marketing fällt es mir trotzdem schwer. Mein Instagram-Account hat immer wieder Pausen erlebt. Auch für mein Gruppencoaching brauchte ich erst Klarheit über Preis, Launch und Buchungsweg.
Ein Angebotspost für Instagram macht verständlich, für wen dein Angebot passt, wobei du hilfst und wie die Zusammenarbeit aussieht. Dazu kommt eine konkrete Einladung: Wo kann jemand nachlesen oder buchen? Ich zeige dir das an meiner Gruppe „Sichtbar mit System“. Anschließend überträgst du den Aufbau auf dein eigenes Angebot.
Bei einer Dienstleistung kauft dein Gegenüber erst einmal die Katze im Sack. Es kann vorher schwer einschätzen, was es bekommt. Deshalb finde ich es hilfreich, schon im Beitrag zu zeigen, woran wir arbeiten und was die Teilnehmerin selbst übernimmt.
Bei meiner Gruppe geht es um Fragen wie: Wie erstelle ich diesen Beitrag? Wo plane ich etwas vor? Welches Format setze ich wofür ein? Wer bisher privat gepostet hat, hat sich damit vielleicht noch gar nicht beschäftigt. Jetzt soll Instagram aber auch dabei helfen, das eigene Angebot zu zeigen.
„Zwölf Wochen Instagram-Coaching“ beschreibt die Dauer. „Du entwickelst Themen aus deinen Kundenfragen und erstellst daraus eigene Beiträge“ macht die Arbeit greifbarer. Genau diese Übersetzung braucht dein Post.
Die ausführlichen Inhalte und Termine stehen auf der Angebotsseite. Im Beitrag braucht jemand genug Informationen, um zu erkennen: Das betrifft mich. Damit möchte ich mich näher beschäftigen. Wie du mehrere Beiträge auf dein Angebot ausrichtest, erkläre ich im Artikel über Content mit Angebots-Fokus. Hier schreiben wir zunächst einen.
Für diesen Artikel habe ich aus meinem Angebot den folgenden Beispielpost formuliert:
Du möchtest dein Angebot auf Instagram zeigen. Aber was postest du dafür – und wie setzt du das am Handy um?
In „Sichtbar mit System“ begleite ich Frauen ab 45, die Instagram für ihr Business nutzen möchten. Du kannst gerade erst starten oder schon posten und dir mehr Plan wünschen.
Zwölf Wochen lang arbeitest du an deinem Profil und deinen Beiträgen. Du entwickelst Themen aus deinen Kundenfragen, lernst die Formate kennen und übst, Texte zu schreiben und deine Angebote vorzustellen. Daraus entsteht dein Plan: Was postest du, wofür und wie setzt du es um?
In zehn gemeinsamen Zoom-Calls greifen wir ausgewählte Fragen und Entwürfe auf. Ich erkläre, was ich an einem Beitrag ändere und warum. Auch bei den Beispielen der anderen kannst du Anregungen für deinen eigenen Auftritt finden. Zwischen den Treffen arbeitest du mit den Materialien an deinen Beiträgen weiter und kannst dich mit den anderen austauschen. Persönliche Rückmeldungen zwischen den Calls sind nicht enthalten.
Ich weiß selbst, wie viel Überwindung die Kamera kosten kann. Viele Inhalte für Kunden erstellt zu haben, macht den eigenen Auftritt noch lange nicht leicht. Du kannst bei uns ohne Gesicht anfangen und dich langsam rantasten.
Die Gruppe passt, wenn du ein bestehendes Angebot hast und deine Beiträge selbst umsetzen möchtest. Plane insgesamt drei bis acht Stunden pro Woche ein.
Start: 14. Januar 2027
Die Calls finden donnerstags von 10 bis 11:30 Uhr statt.
Preis für die gesamte Begleitung: 790 € netto / 940,10 € inklusive 19 % MwSt.Über den Link in meinem Profil kommst du zur Gruppencoaching-Seite. Dort findest du alle Inhalte und Termine und kannst buchen. Wenn noch eine Frage offen ist, schreib mir gern.
Der Beispielpost beschreibt die Zusammenarbeit ausführlich. In einem anderen Beitrag kann eine einzelne Erfahrung oder eine häufige Frage im Mittelpunkt stehen. Dann reicht am Ende eine kürzere Verbindung zum Angebot. Du musst nicht jedes Mal alle Inhalte der Begleitung aufzählen.
„Was postest du dafür – und wie setzt du das am Handy um?“ greift die Unsicherheit bei der Umsetzung auf. Der Einstieg setzt kein Wissen über Content-Strategien voraus. Er spricht eine Frage an, die zu meiner Begleitung passt. Im nächsten Absatz erfährt die Leserin, für wen die Gruppe gedacht ist.
Such für deinen Beitrag ebenfalls einen konkreten Moment. „Du willst dein Potenzial entfalten“ lässt viel offen. In einem reinen Schreibbeispiel für eine Karriereberatung ist „Du willst den Job wechseln und weißt noch nicht, wohin?“ leichter einzuordnen. Ob du genau bei dieser Frage hilfst, muss natürlich zu deiner tatsächlichen Leistung passen. Weitere Anregungen für den ersten Satz findest du in meinem Artikel über Instagram-Hooks.
Eine Liste mit „Profiloptimierung, Reels, Texte“ benennt die Themen. Die Frage der Interessentin lautet aber eher: Was hilft mir das bei meinem nächsten Beitrag?
Deshalb steht im Beispiel: „Du entwickelst Themen aus deinen Kundenfragen.“ Das ist eine Aufgabe, die sie sich vorstellen kann. Sie lernt außerdem, welches Format sie wofür einsetzt und wie sie ihr Angebot vorstellt. Das erklärt, wozu die Inhalte gut sind.
Für deinen Entwurf: Schreib hinter jeden Fachbegriff den Satz „Damit kannst du …“ und beende ihn mit einer konkreten Handlung. Aus „Profiloptimierung“ wird bei meinem Angebot zum Beispiel: „Du erklärst auf deinem Profil verständlich, wobei du hilfst und wo Interessierte dein Angebot finden.“ Übernimm anschließend die verständliche Aussage in deinen Beitrag.
Für das fiktive Schreibbeispiel aus der Karriereberatung heißt das: Aus „Wir arbeiten an deiner beruflichen Neuorientierung“ wird „Wir sortieren, was dir in deiner nächsten Stelle wichtig ist, und leiten daraus Kriterien für deine Jobsuche ab.“ So entsteht eine Vorstellung davon, woran die Person mit dir arbeitet.
Die Zahl der Zoom-Calls allein erklärt den Nutzen meiner Gruppe noch nicht. Dafür steht im Beispiel, was wir dort tun: Wir greifen ausgewählte Fragen und Entwürfe auf. Ich erkläre meine Änderungen, damit du nachvollziehen kannst, worauf es bei einem Beitrag ankommt.
Das kann eine Stelle sein, an der die Verbindung zum Angebot fehlt. Oder ein Einstieg, bei dem noch unklar bleibt, wen du ansprichst. Die Anregungen überträgst du anschließend auf deinen eigenen Text. Auch wenn wir gerade am Beispiel einer anderen Teilnehmerin arbeiten, kannst du etwas für deinen Auftritt mitnehmen.
Zwischen den Calls setzt du selbst um. Wenn du dabei hängen bleibst, bringst du deine Frage ins nächste Treffen mit. Darin liegt für mich der Wert der Begleitung: Du probierst etwas aus und kannst an deinen offenen Fragen weiterarbeiten.
Bei meinem Angebot gehören Start und Preis in den Post. Die Interessentin soll einschätzen können, ob sie die Zeit und das Geld investieren möchte. Für wen passt die Gruppe? Was gehört dazu? Was übernehme ich selbst? Diese Fragen dürfen schon vor dem Klick verständlich werden.
Darum steht dort auch, dass wir ausgewählte Entwürfe gemeinsam besprechen und persönliche Rückmeldungen zwischen den Calls nicht enthalten sind. Wer eine andere Form der Unterstützung sucht, erkennt das früh. Alle Einzelheiten kann die Angebotsseite erklären.
Zum Schluss folgt der konkrete Weg dorthin. Eine solche Handlungsaufforderung empfiehlt auch Instagram-Beraterin Jenn Herman in ihren Hinweisen zur Leadgewinnung. Für diesen Post heißt das ganz praktisch: Prüfe, ob die angekündigte Gruppencoaching-Seite über deinen Profil-Link tatsächlich erreichbar ist.
Regelmäßig zu pitchen fällt mir selbst schwer. Trotzdem gehört es dazu. Kundenstimmen sind ein guter Anlass, wenn sie vorliegen. Genauso kannst du aufgreifen, womit du selbst gekämpft hast und was dir dabei wichtig geworden ist.
Bei mir ist das zum Beispiel die Kamera. Es macht einen Unterschied, ob ich mit Kunden an ihren Inhalten arbeite oder selbst vor die Kamera gehe. Ich kenne die Unsicherheit beim Skript und beim Sprechen. Content-Erstellung muss man trainieren, wie einen Muskel im Fitnessstudio.
Die Verbindung zur Gruppe lässt sich dann so erklären: „Wenn du mit einem Video haderst, schauen wir zuerst, was dich daran stört. Ist deine Botschaft verständlich, ermutige ich dich zum Veröffentlichen. Du wirst durchs Machen besser.“ So erfahren Interessierte, wie ich mit dieser Unsicherheit umgehe.
Bei deiner eigenen Geschichte suchst du dieselbe Verbindung: Welches Problem kennst du, und wie wirkt sich diese Erfahrung auf deine heutige Arbeit aus? Eine persönliche Geschichte hilft beim Angebotspost besonders dann, wenn dadurch deine Unterstützung verständlicher wird.
Für eine Personenmarke empfehle ich, sich mit der Zeit auch selbst zu zeigen. Das ist keine Teilnahmebedingung meiner Gruppe. Der Einstieg ohne Gesicht ist möglich. Die Bereitschaft, Beiträge zu erstellen und zu veröffentlichen, gehört allerdings dazu.
Der Beispieltext passt unter ein Foto von dir. Diesen Begleittext nennt Instagram Caption. Du brauchst dafür zunächst keine aufwendige Videoproduktion.
In einem Karussell kannst du die Teile auf mehrere Folien verteilen: Ausgangslage, Unterstützung, Zusammenarbeit und Einladung. Bei einem Reel greifst du einen Gedanken heraus, etwa deine eigene Erfahrung, und führst von dort zum Angebot. Wähle eine Darstellung, die du umsetzen kannst und in der die Aussage verständlich bleibt.
Prüfe auch dein Profil. Wer nach dem Beitrag weiterliest, muss den angekündigten Weg zum Angebot finden. Die Checkliste für dein Instagram-Profil hilft dir dabei.
Öffne ein leeres Dokument und wähle ein Angebot aus. Antworte erst in Stichpunkten. Du kannst deine Antworten auch einsprechen, so wie du einer Interessentin im Gespräch antwortest.
Verbinde deine Notizen zu einem Beitrag. Die Satzanfänge sind Starthilfen; du kannst sie ändern oder streichen. Lies den Entwurf anschließend laut. Kann jemand daraus erkennen, bei welcher Frage du hilfst und wie die Zusammenarbeit aussieht? Steht dort überwiegend eine Liste deiner Methoden, ergänze, was die Person damit konkret tut.
Teste vor dem Veröffentlichen den Link auf dem Handy. Führt er zum beschriebenen Angebot? Stimmen Preis und Termine auf beiden Seiten überein? Dann ist der Weg aus dem Beitrag heraus ebenfalls vorbereitet.
Ich möchte, dass jemand mich über meine Inhalte kennenlernt, Vertrauen fasst und dann prüfen kann, ob meine Gruppe passt. Wenn noch Fragen offen sind, beantworte ich sie gern, bei Bedarf auch in einem kurzen Gespräch. Mir ist wichtig, dass die Person sich mit ihrer Buchung wohlfühlt.
Dein Angebotspost gibt dafür die ersten Antworten. Er zeigt deine Unterstützung so, dass jemand sie sich vorstellen kann. Du musst dabei nicht perfekt auftreten. Aber Interessierte brauchen eine klare Vorstellung davon, was sie bei dir buchen.
Greif eine konkrete Frage deiner Zielgruppe auf. Erkläre, wobei dein Angebot hilft, was ihr gemeinsam tut und was die Person selbst übernimmt. Ergänze die für die Buchung wichtigen Angaben und einen klaren nächsten Schritt. Ausführliche Leistungsinformationen stehen auf der Angebotsseite.
Bei meinem Gruppencoaching nenne ich den Preis, damit Interessierte ihre Investition einschätzen können. Welche Preisangaben in einen Beitrag gehören, hängt für mich auch vom Angebot und vom Launch ab. Für jedes Angebot gilt: Die Angaben im Post und auf der Angebotsseite müssen zusammenpassen.
Ja. Erkläre deine tatsächliche Arbeitsweise oder greif eine eigene Erfahrung auf, die mit deinem Angebot zusammenhängt. Zeige zum Beispiel, wie du jemanden bei einer konkreten Aufgabe unterstützt. So bekommen Interessierte einen Einblick in die Zusammenarbeit.