
Du verschiebst vielleicht deinen Start auf Social Media. Ich habe meine ersten digitalen Produkte jahrelang verschoben.
Immer gab es einen plausiblen Grund. Keine Zeit. Noch nicht fertig. Noch nicht gut genug. Und während ich auf der Standspur eine gute Figur machte, sind andere auf die Überholspur gegangen. Irgendwann habe ich auf deren Entwicklung geschaut und gedacht: Wie konnte ich mich selbst nur so blockieren?
Das tat weh.
Und ich erlebe das regelmäßig auch bei Kunden. Coaches, die hochmotiviert ihr Profil optimieren, ein paar Mal posten und dann stoppen. Manchmal starten sie auch gar nicht erst. Wir erarbeiten Themen, Zielgruppen, Positionierung, aber der erste echte Post bleibt aus. Der Grund ist fast immer derselbe: Angst. Und manchmal Skepsis, die eigentlich auch nur eine Form von Angst ist.
Dieser Artikel ist für dich, wenn du weißt, dass du loslegen solltest, es aber trotzdem nicht tust.
Muss man wirklich Social Media im Marketing nutzen? Nein. Du musst gar nichts.
Wenn du eine gut aufgebaute Newsletter-Liste hast, kannst du darüber verkaufen. Wenn du eine Praxis hast, die Kunden zu dir vor Ort kommen und du keine Ambitionen Richtung Online-Business hast, dann reichen ein Google-Business-Profil und lokale Suchmaschinenoptimierung oft aus.
Aber: Wenn du digitale Produkte verkaufen möchtest, remote Gruppen-Coachings anbieten willst, eine Community aufbauen willst und noch keine E-Mail-Liste hast, dann ist Social Media eine verdammt gute Idee. Nicht weil alle es sagen, sondern weil es funktioniert, wenn du es konsequent angehst.
Wir sind eine Generation, die nicht mit Social Media aufgewachsen ist. Das Internet in seiner heutigen Form, die sozialen Plattformen, das ständige Sichtbarsein, das ist für viele von uns zwischen 40 und 60 Neuland. Und Neuland macht Angst. Das ist normal.
Du fragst dich vielleicht: Was passiert, wenn ich jetzt etwas veröffentliche? Alle können das sehen. Und wenn da ein Rechtschreibfehler drin ist, sehen den auch alle. Und wenn niemand reagiert, sehen das auch alle.
Das sind normale Gedanken. Aber lass dich davon nicht aufhalten. Und vor allen Dingen denk an eine Sache: Die meisten Menschen sind auch auf Social Media mit sich selbst beschäftigt. Aufmerksamkeit zu bekommen ist für ein normales Business gar nicht so leicht.
Das kann ich dir so klar sagen, weil ich seit 2010 professionell Social-Media-Marketing mache, für Kunden in total unterschiedlicher Größenordnung. Von Solo-Unternehmern wie Coaches bis hin zu internationalen Konzernen.
Letztes Jahr stand ich am Flughafen und war auf dem Weg zu meiner besten Freundin nach Norwegen. Wir warteten auf den Einstieg und konnten durchs Fenster der Wartehalle sehen, wie die Passagiere aus dem Flugzeug ausstiegen. Eine junge Frau nutzte den Moment und filmte sich vor dem Flugzeug, drehte sich und deutete mit dem Finger auf etwas. Das machte sie zwei- oder dreimal, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden war.
Vor mir standen zwei Männer, die das auf ihren Handys dokumentierten und sich über die junge Frau lustig machten.
Ich dachte nur: Haltet einfach die Klappe. Die macht vielleicht ihren Job. Oder sie macht Content. Oder sie hat einfach Spaß daran, bestimmte Momente ihres Lebens festzuhalten.
Was mich aber beeindruckt hat: Sie hat das einfach gemacht. Die Leute sind an ihr vorbeigelaufen und sie hat sich nicht stören lassen. Ich kämpfe mit solchen Situationen noch und war offen gesagt etwas neidisch.
Ich bin nicht der Typ, der sich am Flughafen filmt. Ich suche mir ruhige Orte, wo weniger Leute vorbeikommen. Das ist mein Weg.
Aber das Prinzip ist dasselbe: Du suchst dir deinen Rahmen und dann machst du es. Du musst nicht den lautesten Weg gehen. Aber irgendeinen musst du gehen.
Die Sorge, was andere denken, hat schon genug gute Ideen getötet. Das Schlimmste wäre, in ein paar Jahren zurückzuschauen und zu denken: Warum habe ich das nicht einfach gemacht?
Du weißt, dass du loslegen solltest, aber irgendwas hält dich zurück? In meinem Coaching schauen wir gemeinsam, was das ist. Und dann gehen wir den ersten Schritt zusammen.
Mehr über mein Coaching erfahrenIch schaue manchmal zurück und denke: Warum habe ich das nicht früher gemacht?
Die Antwort, die ich mir gebe, kommt aus meiner NLP-Ausbildung: Zum damaligen Zeitpunkt habe ich die Entscheidung getroffen, die für mich damals die richtige war.
Heute würde ich manches anders machen, klar. Aber mein Wissensstand ist auch ein anderer. Also bringt dieses Zurückschauen und diese Selbstkasteiung nichts.
Akzeptiere das für dich. Und dann nutze diese Akzeptanz als Startpunkt, um jetzt zu handeln, statt weiter zu hadern.
Du musst nicht hundertprozentig wissen, wie der Algorithmus funktioniert. Du musst nicht perfekt auf Instagram starten. Du musst nur anfangen. Alles andere kommt auf dem Weg.
Eine Community, die mit dir interagiert, die feiert was du machst und die dir vertraut, entsteht nicht durch Warten. Die entsteht dadurch, dass du rausgehst und zeigst, wie du denkst und arbeitest.
Es wird immer Leute geben, die dich nicht feiern. Das gehört dazu. Es bedeutet sogar, dass du auf dem richtigen Weg bist, weil du polarisierst. Wer alle ansprechen will, spricht niemanden wirklich an.
Wir stellen uns gerne die falsche Frage: Was, wenn ich scheitere?
Ja, du kannst scheitern. Du kannst Social-Media-Beiträge schreiben, auf die niemand reagiert. Du kannst ein Produkt launchen, das sich nicht verkauft. Du kannst Formate ausprobieren, die nicht funktionieren.
Das alles kann passieren. Und es gehört dazu. Kein erfolgreicher Weg ist geradlinig, auf Social Media genauso wenig wie sonst wo. Algorithmen ändern sich, Formate kommen und gehen, und manchmal muss man nachjustieren. Das ist der Job.
Aber stell dir die andere Frage: Was wäre, wenn es funktioniert?
Mal konkret: Was verändert sich in deinem Leben, wenn du regelmäßig sichtbar bist und die richtigen Menschen dich finden? Vielleicht bekommst du mehr Coaching-Anfragen, weil Leute dich schon kennen, bevor sie das erste Gespräch buchen. Vielleicht füllen sich deine Gruppencoachings, weil du eine Community aufgebaut hast, die weiß, was du kannst. Vielleicht kommen Wunschkunden zu dir, statt dass du ihnen hinterherläufst.
Wenn die Angst gerade größer ist als die Motivation, dann fokussiere dich nicht auf dich selbst, sondern auf die Menschen, denen du helfen willst. Warum machst du, was du machst? Wem willst du helfen? Was willst du bewegen? Wenn die Antworten darauf klar genug sind, wird die Angst zwar nicht verschwinden, aber sie verliert an Gewicht.
Und dann machst du einen kleinen Schritt. Nicht den perfekten, nur den nächsten. Einen Beitrag kommentieren. Ein Profil aktualisieren. Einen Post schreiben, auch wenn er nicht perfekt ist. Jeder dieser Schritte bringt dich weiter als weiteres Abwarten.
Angst und Skepsis sind menschlich. Sie schützen uns. Aber sie halten uns auch genau dort fest, wo wir eigentlich nicht bleiben wollen.
Du hast Wissen und Erfahrung, die anderen weiterhelfen können. Das nützt nur niemandem, solange es in dir bleibt und nie nach außen dringt.
Zeig dich deinen Wunschkunden. Der Weg wird nicht geradlinig sein, aber er fängt damit an, dass du heute einen Schritt machst. Und morgen den nächsten.
Was hält dich gerade noch zurück? Schreib mir auf LinkedIn oder Instagram, ich freue mich auf deine Nachricht.
Du willst endlich durchstarten, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? In meinem Coaching begleite ich dich Schritt für Schritt: von der Positionierung bis zum ersten Post. Ohne Druck, ohne perfekten Plan.
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