
Du weißt eigentlich genau, was du tun müsstest. Du hast es schon oft gelesen, vielleicht steht es sogar in einem Notizbuch. Und trotzdem passiert nichts.
Das liegt nicht an fehlendem Wissen. Es liegt am Anfangen. Und genau da sind Challenges fast schon unfair gut.
Heute zeige ich dir, warum eine kurze Challenge dich schneller ins Tun bringt als jeder gute Vorsatz, gerade wenn du eher der Typ bist, der lange grübelt.
Die meisten, die ich begleite, scheitern nicht am Können. Sie scheitern an dem Moment davor, am Anfangen.
Bei manchen triggert das Imposter-Syndrom so stark, dass sie gar nicht erst loslegen. Bei anderen fehlt das Durchhaltevermögen, gerade wenn die Auftragslage besser wird oder das Leben dazwischenkommt. Und nach einer längeren Pause ist der Wiedereinstieg oft am schwersten.
Bei mir war es genau das. Ich hatte aus privaten Gründen eine längere Pause und bin eher zufällig in eine Challenge gerutscht, die mich wieder ins Tun gebracht hat. Einfach, weil man sich gegenseitig motiviert.
Dazu kommt dieser perfektionistische Gedanke, dass erst alles sitzen muss. Die Bio, der Plan, das Thema, das passende Foto. Und solange nicht alles perfekt ist, fängst du lieber gar nicht erst an. Genau diesen Gedanken nimmt eine Challenge raus, weil du einfach machen musst.
Eine Challenge nimmt dir die Last der großen Entscheidung ab. Statt „Ich sollte mal mehr posten" heißt es plötzlich: heute, diese eine kleine Aufgabe.
Drei Dinge machen den Unterschied. Ein klarer Anfang und ein klares Ende, aus dem vagen „irgendwann" wird „fünf Tage, ab Montag". Winzige Tagesschritte, die in einer Viertelstunde zu schaffen sind. Und ein sichtbares Ergebnis nach jedem Tag, ein kleiner Erfolg, der dich weitermachen lässt.
Ich mag dazu das Bild aus der 1-Prozent-Methode von James Clear: Wenn du jeden Tag nur ein Prozent besser wirst, ist das am Jahresende eine ganze Menge. Genau so wirken Challenges, vor allem, wenn du danach dranbleibst.
Und wird die Challenge von jemandem begleitet, der fachlich Ahnung hat, weißt du auch, dass das, was du tust, Substanz hat. Dazu kommt: Auf Social Media ist vieles reine Routine. Je öfter du es machst, desto schneller wirst du und desto besser weißt du, was funktioniert.
Ich gebe ehrlich zu: Disziplin ist nicht meine größte Stärke. Ich begeistere mich schnell für Neues, steige voll ein und nach kurzer Zeit oft wieder aus. Genau deshalb sind Challenges für mich Gold, weil der Rahmen mich dranhält, wenn die erste Begeisterung verflogen ist.
Studien zur Gewohnheitsbildung zeigen das immer wieder: Sobald du dein Vorhaben aussprichst oder dich anderen anschließt, steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass du dranbleibst. Du fühlst dich nicht nur dir selbst gegenüber verpflichtet, sondern auch der Gruppe.
Mein aktueller 30-Tage-Versuch läuft über eine WhatsApp-Gruppe. Es gibt keine festen Tagesaufgaben, es geht einfach darum, dass jeder etwas postet und wir uns gegenseitig kommentieren und unterstützen. Jede schreibt rein, was sie an dem Tag veröffentlicht hat. Das baut einen ganz sanften Druck auf, und der trägt mich an den zähen Tagen.
Das Schönste daran ist für mich, den strategischen Druck rauszunehmen. Ich bin sehr strategisch und habe meist im Kopf, was ich anbieten will. Über mein eigenes Angebot habe ich nach 15 Jahren lange gehadert, und das hat enorm Druck gemacht. Einfach rauszugehen und zu posten, ist da richtig befreiend. Am Angebot arbeite ich im Hintergrund weiter.
Und falls du selbst mit dem Gedanken spielst, irgendwann eine Challenge anzubieten: Aus Coach-Sicht sind sie ein wunderbarer Türöffner.
Eine Challenge kann ein kostenloser Einstieg sein, muss es aber nicht. Die Leute sehen, wie du tickst, erleben erste Erfolge und lernen dich kennen, bevor sie ein größeres Paket buchen. Verkaufst du die Challenge, hast du gleich kleine Einnahmen, meist im Mini-Produkt-Bereich, und gleichzeitig echtes Feedback und Teilnehmer, die wirklich weiterkommen.
Wenn du das gut aufziehst, gewinnst du daraus neue Kunden, ob für ein weiteres Mini-Produkt, ein größeres Coaching oder ein begleitetes Programm. Du hilfst und verkaufst im selben Schritt, ohne dass es sich verkäuferisch anfühlt.
So gut Challenges sind, von allein wirken sie nicht. Wenn du eigentlich noch nicht so weit bist und nur halbherzig reingehst, bringt es nichts.
Deshalb mein Rat: Wähl eine Challenge, bei der du nicht ganz allein bist. Eine, die in einem Team läuft, über eine WhatsApp-Gruppe oder mit ein, zwei Zoom-Terminen begleitet wird. Ohne Bindung, ohne jemanden, der schaut und motiviert, schläft so eine Challenge schnell wieder ein. Im Grunde gehst du dabei jeden Tag ein kleines Stück aus der Komfortzone, ohne dich zu überfordern.
Das Wichtigste aber kommt von dir. Du musst zu dem Zeitpunkt bereit sein, den Weg zu gehen, und dich committen. Sag dir vorher klar: Diese fünf Tage ziehe ich durch, egal was kommt.
Wenn du seit Monaten weißt, was du tun solltest, es aber nicht tust, brauchst du keinen weiteren Tipp. Du brauchst einen kleinen, klaren Rahmen, der dich ins Handeln bringt.
Genau das ist eine Challenge. Ein Anfang, ein Ende, winzige Schritte und ein bisschen Verbindlichkeit. Damit kommst du weiter als mit dem perfektesten Plan, der nur in deinem Kopf existiert. Denn fertig schlägt perfekt.
Such dir eine kleine Sache und fang heute an. Und wenn du magst, geh meinen aktuellen 30-Tage-Versuch auf Instagram mit, dann hast du gleich jemanden an deiner Seite.
Im Instagram-Intensiv-Coaching bekommst du genau diesen Rahmen: klare Schritte, einen Plan, der zu dir passt, und jemanden, der dich nicht allein lässt. Damit aus Grübeln endlich Machen wird.
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