LinkedIn-Trends 2026: Die Top-Trends für selbstständige Coaches & Berater

LinkedIn-Trends 2026: Die Top-Trends für selbstständige Coaches & Berater

LinkedIn verändert sich ständig. Aber nicht jeder Trend ist relevant für dich. Manche sind Zeitfresser. Andere sind Gold wert – wenn sie zu deiner Nische passen.

In diesem Artikel zeige ich dir, welche LinkedIn-Trends 2026 wirklich wichtig sind – und welche du getrost ignorieren kannst. Mit ehrlicher Einschätzung, persönlichen Erfahrungen und einer Tabelle am Ende, die dir die Entscheidung abnimmt.

Was ich selbst nutze (und was nicht)

Bevor ich dir die Trends zeige, meine ehrliche Bestandsaufnahme 2026:

Was ich aktiv nutze:

  • AI für Content-Analyse (ChatGPT analysiert meine Top-Posts und sagt mir, was funktioniert)
  • Längere Beiträge mit persönlichen Einblicken

Was ich NICHT nutze:

  • LinkedIn Live (zu aufwendig für mich, plus innere Blockaden)
  • Eigene Gruppen gründen (zu zeitintensiv ohne klares Monetarisierungs-Modell)
  • Täglich posten (ich poste 2-3x pro Woche – und das reicht)

Such dir aus diesem Artikel raus, was zu dir passt. Ignoriere den Rest. LinkedIn ist kein Vollzeit-Job – es soll dein Business unterstützen, nicht auffressen.

Der Algorithmus: Qualität schlägt Quantität

Der LinkedIn-Algorithmus wird immer intelligenter. 2026 achtet er noch stärker darauf, wer mit deinen Inhalten interagiert und wie tief die Interaktion ist.

Kurz gesagt: Nicht wie viele Likes du bekommst, sondern wer liked. Wenn Menschen aus deiner Zielgruppe (andere Coaches, Berater, potenzielle Kunden) interagieren, wirst du sichtbarer.

Mehr Details zum Algorithmus? Ich habe einen separaten Artikel zum LinkedIn-Algorithmus geschrieben – mit allen Details zu Viewer Quality Score und Narrative Depth. Hier konzentriere ich mich auf die praktische Umsetzung.

Was das für dich bedeutet:

  • Schreib für deine Zielgruppe, nicht für die Masse
  • Antworte auf jeden Kommentar – das signalisiert Engagement
  • Stelle Fragen in deinen Posts, die zur Diskussion anregen
  • Vermeide reine Werbeposts – sie werden algorithmisch abgestraft

Short-Form-Videos

Native Video-Inhalte sind mittlerweile fester Bestandteil des LinkedIn-Feeds. Auch ohne separaten Video-Tab bleibt das Format ein gutes Werkzeug für organische Sichtbarkeit.

Fakten-Check 2026:

  • Da LinkedIn den separaten Video-Tab zugunsten der Integration in den Haupt-Feed aufgegeben hat, kämpfen Videos jetzt dort um Aufmerksamkeit, wo die Entscheidungsträger scrollen.
  • Algorithmus-Favorit: Native Videos erzielen laut aktuellen Benchmarks oft das 3-fache Engagement im Vergleich zu statischen Bildern, da die Verweildauer (Dwell Time) deutlich höher ist.
  • Mobile Dominanz: Weit über 80 % der Nutzung erfolgt mobil. Das vertikale 9:16-Format besetzt dabei den kompletten Bildschirm und verdrängt die Konkurrenz für einen Moment komplett.
  • Der Hook in den ersten 3 Sekunden entscheidet, ob jemand dranbleibt
  • Untertitel sind Pflicht: Da Videos im Feed standardmäßig stumm starten, entscheiden die Captions darüber, ob der Nutzer den Ton einschaltet oder weiterwischt.

Was das für dich bedeutet:

  • Du benötigst keine Profi-Ausrüstung – Handy, gutes Licht und ein ruhiger Hintergrund reichen
  • Der 3-Sekunden-Filter: Da es keinen isolierten Videofeed gibt, musst du den „Scroll-Stopp“ im regulären Feed erzwingen. Dein stärkster Satz (der Hook) muss sofort visuell oder verbal sitzen.
  • Themen-Mix: Nutze Kurzvideos für schnelle Tipps, Klienten-FAQs oder „Behind-the-Scenes“ deiner Arbeit. Das schafft eine persönliche Ebene, die Text allein nicht erreicht.
Mein Experten-Hack: Nutze das Prinzip der Zweitverwertung. Produziere deine Kurzvideos (Reels/TikToks) und lade sie zeitversetzt und nativ (wichtig: ohne Wasserzeichen fremder Plattformen!) auf LinkedIn hoch. Bei einem Mehraufwand von nur 5 Minuten verdoppelst du oft deine Gesamtreichweite, da die Zielgruppe auf LinkedIn eine völlig andere ist als auf Instagram. 

Meine Einschätzung: Short-Videos können dich in deiner Sichtbarkeit unterstützen. Probiere das Format für dich aus – und schau in deine Analytics, was bei deiner Zielgruppe ankommt. Kombiniere sie mit Carousels für tiefere Leads. Oder bereite die identische Thematik einmal als Kurzvideo und einmal als Karussell auf und schaue, was besser funkioniert.

Echte Beziehungen statt Follower-Zahlen

Der Trend geht weg von großen Follower-Zahlen hin zu echten Beziehungen. LinkedIn belohnt mittlerweile Tiefe statt Breite.

Was das bedeutet:

  • Kommentiere gezielt bei Beiträgen deiner Zielgruppe (mehr zur Kommentarstrategie hier)
  • Vernetze dich selektiv – lieber 300 relevante Kontakte als 3.000 Random-People
  • Baue echte Gespräche auf – DMs (private Nachrichten) und Kommentare
Wichtig: LinkedIn hat ein Kontakt-Limit (ca. 30.000). Folgen können dir unbegrenzt viele. Also: Sei wählerisch bei Vernetzungsanfragen.

KI-Nutzung: Von Texten bis Analytics

KI ist 2026 kein Nice-to-have mehr – es ist Standard. Aber: Reine KI-Texte ohne persönliche Note funktionieren nicht.

Was du mit KI machen kannst:

  • Content-Ideen: „Gib mir 10 Post-Ideen zum Thema Stressmanagement für Führungskräfte"
  • Erste Entwürfe: „Schreib mir einen Post über [Thema] in meinem Stil [Tonalität einfügen]"
  • Analytics (NEU 2026): Lass ChatGPT deine Top-Posts analysieren und Muster erkennen
Beispiel: AI-Analytics-Prompt

„Hier sind meine letzten 10 LinkedIn-Posts mit Likes/Kommentaren. Analysiere: Welche Themen funktionieren am besten? Welche Posting-Zeiten? Welche Hook-Typen? Gib mir 3 konkrete Empfehlungen für meine nächsten Posts."

Was das für dich bedeutet:

  • Nutze KI für Ideen und Struktur – aber schreib den finalen Text selbst
  • Füge immer persönliche Beispiele, Geschichten, deine Tonalität hinzu
  • Teste AI-Analytics: Lass ChatGPT deine Performance auswerten und Muster erkennen

Meine Nutzung: Ich nutze KI für erste Entwürfe und Content-Analyse. Aber jeder Text wird überarbeitet. KI spart Zeit – ersetzt aber nicht deine Stimme.

Authentizität statt Perfektion

Die Zeit perfekter Fassaden ist vorbei. Menschen wollen echte Einblicke, ehrliche Geschichten – auch mal hören, dass nicht alles perfekt läuft.

Was das bedeutet:

  • Teile, was du gelernt hast – auch Fehler, aus denen andere lernen können
  • Sprich über echte Herausforderungen deiner Zielgruppe
  • Zeige Behind-the-Scenes – wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
  • Sei ehrlich: Was funktioniert (nicht)?

Meine Perspektive: Das ist der Trend, den ich gar nicht so leicht finde. Gerade auch Dinge zu teilen, die nicht perfekt liefen oder wo ich unsicher war. Aber ich weiß, dass es mehr Vertrauen aufbaut als perfekte Erfolgsgeschichten.

Praktischer Tipp: Schreib mal einen Post über einen Fehler, den du gemacht hast – und was du daraus gelernt hast. Und dann schaue, wie er performt.

Newsletter & Artikel

LinkedIn stärkt weiterhin längere, wertvolle Inhalte: Newsletter und Artikel sind 2026 ideale Formate für tiefgehende Lead-Generierung, Repurposing und sie werden zunehmend von KI-Suchmaschinen genutzt.

LinkedIn Content wirkt zunehmend wie SEO fuer KI Systeme


Artikel mit diesen Eigenschaften profitieren besonders:

  • klare Thesen & Einordnungen
  • erklärende Inhalte („Warum X so ist…“)
  • strukturierte Texte (Absätze, Bulletpoints, klare Aussagen)
  • wenig Buzzwords, viel Substanz
  • persönliche Expertise statt anonymer Zusammenfassungen

Kurz: Evergreen-LinkedIn-Content wird zur KI-Referenz.

Schreenshot Linkedin Artikel

Was das bedeutet:

  • Newsletter: Starte direkt auf LinkedIn einen – Abonnenten bekommen Push-Benachrichtigungen und du baust eine direkte Liste auf
  • Artikel: Perfekt für ausführliche, strukturierte Inhalte (z. B. deine Blogposts mit Videos oder Links anreichern)

Wenn du auf "Artikel schreiben" klickst, öffnet sich ein neues Fenster und du kannst dort unter "Verwalten" einen Newsletter erstellen.

Schreenshot Linkedin Artikel Newsletter

Das sieht dann so aus:

Schreenshot Linkedin Newsletter

Was das für dich bedeutet:

  • Wenn du gerne schreibst: Newsletter sind perfekt für Lead-Generierung
  • Wenn du Blogartikel hast: Repurpose sie als LinkedIn-Artikel (mit Anpassungen)

Meine Nutzung: Ich schreibe lieber längere Artikel als viele kurze Posts. Newsletter habe ich noch nicht gestartet, überlege es aber. Mein Plan: Blogartikel → YouTube-Video → LinkedIn-Artikel mit eingebautem Video. Triple-Repurposing.

Co-Autor-Posts: Reichweite durch Kooperation

Leider gibt es aktuell (Stand Januar 2026) noch keine Co-Autor-Funktion auf LinkedIn, aber es gibt vielfach von Nutzern den Wunsch auf Einführung dieser Funktion - analog zur Collab-Funktion auf Instagram. 

Du kannst also noch nicht gemeinsam mit jemandem anderen Beiträge veröffentlichen.

Was du stattdessen machen kannst:

  • Suche dir strategische Partner: Andere Coaches, Berater mit ähnlicher Zielgruppe (aber anderem Angebot)
  • Plant gemeinsam eine Postserie: z.B. „5 Tipps für XY – aus Sicht von Coach A und Coach B"
  • Startet die Serie und verweist immer auf die anderen "Co-Autoren", die mit ihren Beiträgen mitmachen.

Welcher Trend passt zu dir? Die Übersicht

Nicht jeder Trend passt zu jedem. Hier eine ehrliche Einschätzung – damit du schnell entscheiden kannst, was du umsetzen willst:

Trend Aufwand Nutzen für Coaches Meine Empfehlung
Short-Form-Videos mittel Sehr hoch (starke Reichweite, besonders Awareness) JA – mittlerer Aufwand, große Wirkung. Repurpose von Instagram. Kombiniere mit Carousels für Leads.
AI für Content & Analytics Niedrig Hoch (bessere Strategie) JA – 10 Min. Aufwand, bessere Entscheidungen. Nutze für Ideen + Performance-Analyse.
Co-Autor-Posts hoch Hoch JA – Wenn du strategische Partner hast.
Authentische Einblicke Niedrig Hoch (Vertrauen) JA – Wenn dir ehrliche Posts liegen.
Newsletter starten Mittel-Hoch Mittel-Hoch (langfristig) Je nach Nische – Nur, wenn du regelmäßig schreibst.
LinkedIn Live mittel Mittel (nur bei passender Zielgruppe) Je nach Nische – Nur, wenn Live-Format zu dir passt.
Eigene Gruppe gründen Sehr hoch Niedrig-Mittel (oft ohne Monetarisierung) NEIN – Zu zeitintensiv ohne klares Geschäftsmodell.
Täglich posten Sehr hoch Niedrig (Qualität > Quantität) NEIN – 2-3x pro Woche reicht völlig.

Fazit: Finde deinen eigenen Weg

LinkedIn entwickelt sich in Richtung Qualität, Echtheit und echte Beziehungen. Das ist eine Chance für Coaches – weil du nicht laut sein oder jeden Tag posten musst. Du musst wertvoll sein und authentisch bleiben.

Meine wichtigste Erkenntnis: Weniger Trends, besser umgesetzt, bringen mehr als alles mitzumachen und nichts richtig zu machen.

Wenn du nur 3 Dinge aus diesem Artikel mitnimmst:

  • Starte mit Short-Form-Videos (Low-Effort, große Wirkung)
  • Nutze AI für Content-Analyse (besser als Bauchgefühl)
  • Sei wählerisch bei Vernetzungen (Qualität > Quantität)

Qualität, Authentizität und echte Beziehungen – das sind die Konstanten, die bleiben. Konzentriere dich darauf. Der Rest ist optional.

🚀 Du willst LinkedIn strategisch nutzen – ohne jeden Trend mitzumachen?

In meiner LinkedIn-Beratung entwickeln wir gemeinsam deine maßgeschneiderte Strategie – passend zu deiner Persönlichkeit, deinem Angebot und deinen Zielen. Nicht „mehr machen", sondern das Richtige machen.

Jetzt Erstgespräch vereinbaren

Weiterführende Artikel

Perlen-Content für LinkedIn

🔹 Hol dir jeden Monat frische LinkedIn-Artikel – ohne Stress

Möchtest du regelmäßig leicht umsetzbare Inhalte bekommen, die dir helfen, sichtbar zu werden – ohne Show und ohne Dauer-Posting-Druck?

In meinem Perlen-Content-Newsletter erhältst du jeden Monat:

  • einen zeitlosen Artikel rund um LinkedIn & Content-Marketing
  • praxisnahe Tipps aus meinem Artikelservice
  • Ideen, wie du deine Expertise sichtbar machst – mit Struktur und Substanz

✨ Für Coaches, Beraterinnen & Trainerinnen, die sichtbar werden wollen – auf ihre Weise.

👉 Jetzt kostenlos eintragen & entspannt sichtbar werden