
Kennst du das Gefühl? Dieser Druck, auf allen Plattformen „richtig" zu sein? Als müsstest du für jedes Netzwerk eine komplett andere Content-Strategie fahren?
Hier ist die Wahrheit: Die besten zeitlosen Formate funktionieren überall. Mit ein paar kleinen Anpassungen.
In diesem zweiten Teil schauen wir uns genau an, welche Formate wirklich zeitlos sind – und wie du sie so erstellst, dass sie auf Instagram, LinkedIn, Facebook UND überall sonst funktionieren.
Bevor wir in die einzelnen Formate einsteigen, lass uns kurz klären: Was unterscheidet ein zeitloses Format von einem Trend-Format?
1. Es funktioniert ohne aktuelle Referenzen
Ein zeitloses Format braucht keine News, keine Trends, keine aktuellen Events. Es steht für sich. Auch in zwei Jahren.
Trend-Format: „Meine Meinung zum neuen LinkedIn-Feature"
Zeitloses Format: „5 Fragen, die ich jedem neuen Coaching-Klienten stelle"
Das erste ist in sechs Monaten irrelevant. Das zweite? Funktioniert noch in fünf Jahren.
2. Es ist plattformunabhängig anpassbar
Ein gutes zeitloses Format kannst du mit kleinen Anpassungen auf verschiedenen Plattformen nutzen. Du schreibst den Inhalt einmal – und passt dann nur die Form an.
Aber du kannst dich auch gerne nur auf eine Plattform konzentrieren.
3. Es basiert auf echter Expertise, nicht auf Ästhetik
Das ist besonders wichtig für Coaches. Dein Geschäftsmodell lebt nicht von perfekten Feeds, Sponsoring-Deals oder viralen Trends – sondern von Vertrauen und Ergebnissen bei deinen Klienten.
Was wirklich zählt, ist der Inhalt. Deine Erfahrung. Deine einzigartige Perspektive aus der Praxis.
Du hast etwas, das nicht durch Tools, Templates oder Trends ersetzt werden kann: Hunderte echte Coaching-Gespräche. Die wiederkehrenden Muster, die du bei Klienten siehst. Die Nuancen, die du verstehst, weil du sie selbst erlebt und begleitet hast. Die Geschichten und Beispiele aus dem realen Leben.
Genau das ist dein Content-Gold.
Menschen spüren, wenn jemand wirklich weiß, wovon er spricht – und genau das baut langfristig Vertrauen auf und bringt Klienten.
Der Kern jedes starken Posts ist Text – deine Erfahrung, deine Stimme, deine Erkenntnisse aus der Praxis. Visuelle Elemente (Grafiken, Carousels, Reels) sind nur die Verpackung: Sie machen den Inhalt stop-scroll-fähiger und plattformgerecht.
Du brauchst keine Design-Skills. Canva reicht. Und das Beste: Einmal guten Text schreiben – und daraus mehrere Formate machen.
LinkedIn Instagram Facebook
Was ist das?
Du beantwortest beispielsweise eine Frage, die dir in Beratungsgesprächen immer wieder gestellt wird.
Warum funktioniert es?
Weil echte Menschen echte Fragen haben. Und wenn du die Frage schon zehnmal gehört hast, gibt es da draußen Hunderte, die sich das Gleiche fragen.
Beispiel-Struktur: Hook mit echter Frage → 3 Zeichen für „ja“ + 3 für „nein“ → Reflexionsfrage
„Wie weiß ich, ob ich wirklich bereit bin, meinen Job zu kündigen?'
Kennst du diese Unsicherheit auch?
Hier sind drei Zeichen, dass du bereit bist:
[3 konkrete Punkte aus deiner Erfahrung]
Und drei Zeichen, dass du noch warten solltest:
[3 weitere Punkte]
Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen. Aber diese Fragen helfen dir, klarer zu sehen."
Veröffentlichungsvarianten:
Tools: Canva (Bild/Carousel), Edits oder Inshot (Video)
Zeitaufwand erste Erstellung:
Zeitaufwand Recycling: 5–15 Min (neue Caption/Hook, ggf. aktualisiertes Bild)
Recycling-Empfehlung: Alle 3–4 Monate. Es kommt immer ein wenig auf deine Postingsfrequenz an.
LinkedIn Instagram Carousel Facebook
Was ist das?
Du nimmst einen weit verbreiteten Glaubenssatz in deiner Nische – und erklärst, warum er falsch (oder zumindest vereinfacht) ist.
Warum funktioniert es?
Menschen lieben es, wenn jemand sagt: „Was du denkst, stimmt so nicht." Es kratzt am Status Quo. Es macht neugierig.
Beispiel-Struktur:
„Mythos: ‚Du musst deine Leidenschaft zum Beruf machen, um glücklich zu werden.'
Die Realität? Ich habe in 15 Jahren Coaching hunderte Menschen begleitet. Und weißt du, was ich dabei gelernt habe?
Die glücklichsten Menschen sind nicht die, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Es sind die, die...
[Deine Erkenntnis]
Das heißt nicht, dass Leidenschaft unwichtig ist. Aber...
[Deine Nuance]"
Varianten:
Veröffentlichungsvarianten:
Tools: Canva, Inshot oder Edits
Zeitaufwand erste Erstellung:
Zeitaufwand Recycling: 10–20 Min (neues Beispiel oder Hook einfügen)
Recycling-Empfehlung: Alle 6 Monate
LinkedIn Instagram Pinterest
Was ist das?
Du gibst deiner Zielgruppe konkrete Kriterien, Fragen oder Checkpunkte an die Hand.
Warum funktioniert es?
Menschen lieben Struktur. Besonders wenn sie eine Entscheidung treffen müssen oder sich unsicher fühlen.
Beispiel-Themen:
Pro-Tipp: Diese Listen funktionieren besonders gut als PDF-Download. Du kannst sie als Lead-Magnet nutzen.
Veröffentlichungsvarianten:
Tools: Canva (viele Checkliste-Templates), Inshot oder Edits
Zeitaufwand erste Erstellung:
Zeitaufwand Recycling: 5–15 Min (ggf. einen Punkt aktualisieren)
Recycling-Empfehlung: Unbegrenzt (besonders Carousel & Bild)
LinkedIn Instagram Facebook
Was ist das?
Du erzählst eine Veränderungsgeschichte – aber ohne konkrete Personen zu nennen (Datenschutz!) und ohne übertriebene Zahlen.
Warum funktioniert es?
Menschen wollen wissen: „Funktioniert das wirklich?" Eine echte Story (anonymisiert) zeigt: Ja, tut es.
Beispiel-Struktur:
„Vor einem Jahr kam eine Klientin zu mir. Mitte 40, erfolgreich – aber innerlich leer. Sie funktionierte, aber lebte nicht mehr.
Sie dachte, die Lösung wäre ein radikaler Neuanfang. Neuer Job, neue Stadt, alles anders.
Aber nach ein paar Gesprächen wurde klar: Das Problem war nicht ihr Job. Es war...
[Die eigentliche Ursache]
Heute, ein Jahr später? Selber Job. Selbe Stadt. Aber komplett anderes Lebensgefühl. Weil...
[Was sich wirklich verändert hat]"
Wichtig: Anonymisiere immer, wenn du nicht das Einverständnis deiner Kunden hast. Kombiniere ggf. mehrere Fälle. Fokussiere auf die Erkenntnis, nicht auf Details.
Veröffentlichungsvarianten:
Tools: Canva, Edits oder Inshot für Video
Zeitaufwand erste Erstellung:
Zeitaufwand Recycling: 10–20 Min (neuer Einstieg oder aktuelles Beispiel)
Recycling-Empfehlung: Alle 4–6 Monate
Instagram LinkedIn Pinterest
Was ist das?
Ein Zitat (von dir oder jemand anderem) – plus deine persönliche Einordnung dazu.
Warum funktioniert es?
Zitate alleine sind nett. Aber generisch. Dein Kontext macht sie wertvoll.
Einfach: Zitat auf farbigem Hintergrund (Canva) + Caption mit persönlicher Story
So funktioniert's:
Beispiel:
[Bild mit Zitat: „You can't pour from an empty cup."]
Caption:
„Diesen Satz höre ich so oft – und trotzdem sehe ich Coaches, die sich selbst vergessen.
Letzte Woche saß eine Kollegin vor mir. 12 Klienten pro Woche, zwei Gruppencoachings, ständig erreichbar. Sie sagte: ‚Ich weiß, ich sollte auf mich achten. Aber wenn ich nicht verfügbar bin, buchen die Leute woanders.'
Weißt du, was passiert ist? Burnout. Vier Monate Auszeit. Alle Klienten mussten woanders hin.
Das leere Cup? Das ist nicht nur eine Metapher. Das ist eine Warnung."
Veröffentlichungsvarianten:
Tools: Canva
Zeitaufwand erste Erstellung:
Zeitaufwand Recycling: 5–10 Min
Instagram LinkedIn
Was ist das?
Mehrere Slides (bis zu 20 auf Instagram), die ein Thema Schritt für Schritt erklären.
Warum funktioniert es?
Carousels haben eine höhere Verweildauer. Menschen swipen durch. Und: Sie werden häufiger gespeichert und geteilt.
Einfachste Variante: Text auf farbigem Hintergrund, pro Slide ein Punkt
Beispiel-Themen:
Veröffentlichungsvarianten:
Tools: Canva
Zeitaufwand erste Erstellung:
Zeitaufwand Recycling: 10–20 Min
Instagram Pinterest LinkedIn
Was ist das?
Eine Liste (z. B. „5 Tipps für…“) als visuell aufbereitete Grafik – klar, übersichtlich und stop-scroll-fähig.
Warum funktioniert es?
Listen sind leicht konsumierbar. Menschen lieben sie, weil sie schnell Wert liefern. Gut gemachte Listen werden oft gespeichert, geteilt und bringen langfristig Traffic (vor allem auf Pinterest).
So erstellst du sie einfach:
Beispiel-Themen:
Pro-Tipp: Diese Listen funktionieren besonders gut auf Pinterest – und bringen dir langfristig Traffic.
Veröffentlichungsvarianten:
Tools: Canva (kostenlos, viele fertige Listicle-Templates), einfarbig oder dezente Hintergründe, ggf. eigene Fotos/Icons für etwas Pep
Zeitaufwand erste Erstellung:
Zeitaufwand Recycling: 5–15 Min (neuen Titel/Hook, ggf. Farbe oder einen Punkt aktualisieren – auf Pinterest einfach duplizieren und neu pinnen)
Recycling-Empfehlung: Unbegrenzt (besonders Pinterest), alle 6+ Monate auf Instagram/LinkedIn
Du hast jetzt die Formate. Aber wie holst du aus einem einzigen zeitlosen Thema das Maximum raus, ohne dich zu verzetteln?
Mein wichtigster Tipp vorab: Konzentriere dich auf ein Hauptnetzwerk (z. B. LinkedIn oder Instagram). Dort baust du echte Tiefe und Community auf. Streueffekte auf andere Plattformen kommen später automatisch (z. B. durch Shares oder Reposts). Das spart Energie und bringt bessere Ergebnisse.
Schreibe einen starken „Master-Content“ zu einem zeitlosen Thema – deine Erkenntnisse, Struktur, Beispiele.
Dann mach daraus Variationen in Format und Perspektive. So bleibt dein Feed abwechslungsreich, ohne dass du ständig neue Themen erfinden musst.
Schritt 1: Schreibe deinen Master-Content (z. B. einen FAQ-Post mit Hook, Punkten und Reflexion). Das ist die Basis.
Schritt 2: Variiere ihn in Perspektive und Format:
Langer Text-Post (fachlich/professionell) - nur auf LinkedIn möglich
Zeitaufwand gesamt: 60–90 Minuten für alle fünf Varianten (den Master-Content hast du ja schon).
Reichweite: Du postest sie über Wochen/Monate verteilt – immer wieder frisch, aber mit minimalem Aufwand.
Original-Thema: „Wie weiß ich, ob ich bereit für einen Jobwechsel bin?“
(Master-Content: 3 Zeichen für „ja“, 3 für „nein“, plus Reflexionsfrage)
Variante 1 – Langer Text-Post (fachlich, z. B. auf LinkedIn)
Variante 2 – Bild-Text-Beitrag (persönlich, z. B. auf Instagram/LinkedIn)
Variante 3 – Carousel (strukturiert/visuell, z. B. auf Instagram/LinkedIn)
Variante 4 – Video/Reel (humorvoll oder emotional, z. B. auf Instagram)
Variante 5 – Kurz-Thread oder Serie (dialogorientiert, z. B. auf LinkedIn)
Siehst du das Prinzip? Ein Thema. Fünf Varianten – unterschiedliche Formate, unterschiedliche Perspektiven. Dein Feed bleibt lebendig und vielseitig, deine Zielgruppe wird immer wieder angesprochen, aber du bleibst fokussiert auf einem Netzwerk und sparst massiv Zeit.
Hier sind zehn bewährte, zeitlose Ideen, die direkt aus deiner täglichen Arbeit kommen – und die du immer wieder in verschiedenen Formaten (Karussell, Reel, Bild-Text, langer Post) variieren kannst.
Nimm die Fragen, die in Erstgesprächen immer wieder vorkommen. Jede Frage = ein Post.
Beispiele:
Warum es funktioniert: Du beantwortest echte Fragen. Das baut Vertrauen auf und nimmt Hürden.
Teile Erkenntnisse aus deiner eigenen beruflichen oder persönlichen Entwicklung.
Beispiele:
Warum es funktioniert: Es ist authentisch. Es zeigt Verletzlichkeit. Und Menschen lernen mehr aus Fehlern als aus Erfolgen.
Hilf deiner Zielgruppe, Probleme früh zu erkennen.
Beispiele:
Warum es funktioniert: Menschen wollen Klarheit. Und oft wissen sie, dass etwas nicht stimmt – aber können es nicht benennen. Du gibst ihnen Worte dafür.
Räume mit falschen Annahmen auf, die du in deiner Arbeit immer wieder siehst.
Beispiele:
Warum es funktioniert: Du positionierst dich als jemand, der durchblickt. Der weiß, wo die echten Probleme liegen.
Gib deiner Zielgruppe etwas zum Sofort-Umsetzen.
Beispiele:
Warum es funktioniert: Menschen wollen nicht nur verstehen – sie wollen handeln. Kleine Übungen geben ihnen einen Einstieg.
Teile Muster und Erkenntnisse, die dir über die Jahre aufgefallen sind.
Beispiele:
Warum es funktioniert: Es zeigt Expertise. Nicht durch Zertifikate – durch echte Erfahrung.
Sei ehrlich. Sag, was andere nicht sagen.
Beispiele:
Warum es funktioniert: Es hebt dich ab. Und es zieht die richtigen Menschen an – die, die echte Auseinandersetzung wollen.
Zeige, welche Ressourcen, Entscheidungen oder Erkenntnisse für dich game-changing waren.
Beispiele:
Warum es funktioniert: Es ist persönlich. Es baut Verbindung auf. Und es zeigt: Du bist auch ein Mensch, kein Guru.
Teile eine einzige, kraftvolle Coaching-Frage.
Beispiele:
Warum es funktioniert: Eine gute Frage setzt einen Denkprozess in Gang. Und das bleibt hängen.
Zeige deine eigene Lernkurve.
Beispiel:
„Vorher dachte ich: Coaching bedeutet, Lösungen zu geben.
Heute weiß ich: Coaching bedeutet, die richtigen Fragen zu stellen.
Vorher dachte ich: Ein guter Coach muss alles wissen.
Heute weiß ich: Ein guter Coach muss zuhören können.
Vorher dachte ich: Veränderung muss schnell gehen.
Heute weiß ich: Echte Transformation braucht Zeit."
Warum es funktioniert: Es zeigt Wachstum. Und es erlaubt deiner Zielgruppe, auch zu wachsen – ohne perfekt zu sein.
1. Deine letzten 10 Erstgespräche
Welche Fragen wurden gestellt? Welche Themen kamen auf?
2. Deine eigene Geschichte
Was hättest du gerne früher gewusst? Was hat dich überrascht?
3. Wiederholende Muster
Was siehst du immer wieder bei deinen Klient:innen?
Tipp: KI kann super helfen – frag einfach: „Welche 10 häufigen Fragen stellen Klienten zu Karrierewechsel?“ und filtere die Antworten durch deine Erfahrung.
„Das klingt alles super“, höre ich dich denken. „Aber ich habe doch keine Stunde am Tag für Content.“
Verstehe ich vollkommen. Hier ist ein System, das wirklich funktioniert – auch wenn du voll im Coaching-Alltag steckst.
Schritt 1: Notiere direkt nach einem Gespräch (5 Minuten)
Du hast gerade ein Coaching-Gespräch beendet. Bevor du zum nächsten Termin gehst, schreib dir auf:
Das kann in ein Google Doc, in Notion, oder sogar in die Notizen-App deines Handys.
Schritt 2: Wähle eine Frage aus (1 Minute)
Am Ende der Woche hast du 10–15 Notizen. Wähle eine aus, die sich am häufigsten wiederholt hat.
Schritt 3: Schreibe einen kurzen Text (10 Minuten)
Nimm diese einfache Struktur zu Beginn (perfekt für FAQ, Mythen-Auflösung oder Warnsignale):
Hooks sind am wichtigsten. hier ein paar Beispiele:
1. Direkte, provokative Aussage (stark für Mythen- oder unbequeme Wahrheiten)
2. Persönliche Reflexion / eigene Erfahrung (nahbar, authentisch)
3. Direkte Frage an die Leser*in (zieht sofort rein)
4. Beobachtung / Muster aus der Praxis (ohne „Klient fragte“)
5. Kontrast / Vorher-Nachher (spannend und neugierig machend)
6. Kurze, knackige Provokation (perfekt für Reels oder Carousels)
Schritt 4: Passendes Bild auswählen - idealerweise ein Selfie von dir (2 Minuten)
Schritt 5: Posten (2 Minuten)
LinkedIn oder Instagram – oder beides.
Gesamtzeit: 15 bis 30 Minuten. Ein solider, wertvoller Post.
Mach das ein paar Wochen – und deine Content Bank füllt sich von allein mit Posts, die wirklich ankommen. Du postest nicht nur, du teilst echte Wert aus deiner Arbeit.
Notiz nach dem Gespräch:
„Klientin fragte: ‚Wie gehe ich mit Ablehnung nach einem Vorstellungsgespräch um?' → Sie nimmt es persönlich, obwohl oft externe Faktoren eine Rolle spielen."
Der Post (10 Minuten später):
„Ablehnung nach einem Vorstellungsgespräch trifft hart – und die meisten nehmen sie sofort persönlich.
Kennst du das? Es fühlte sich gut an, du warst vorbereitet – und dann die Absage. Plötzlich zweifelst du an allem: Bin ich nicht gut genug?
Aus meiner Erfahrung mit hunderten Klienten: In den meisten Fällen hat die Absage nichts mit deiner Qualität zu tun.
Manchmal gibt’s einen internen Kandidaten.
Manchmal passt das Budget oder die Gehaltsvorstellung nicht.
Manchmal sucht die Führungskraft einfach einen anderen Typ Mensch.
Das heißt nicht, dass du nichts lernen kannst. Aber es heißt: Hör auf, jede Absage als Beweis für dein „Versagen“ zu sehen.
Stattdessen frag dich: Was lief wirklich gut? Was nehme ich mit fürs nächste Mal?
Ablehnung ist Teil des Prozesses. Sie definiert dich nicht – sie formt dich nur, wenn du sie lässt.
Welche Absage hat dich zuletzt am meisten beschäftigt – und was hast du daraus mitgenommen?."
Zeitaufwand gesamt: 12 Minuten.
Zweites kurzes Beispiel (Leadership)
Notiz: „Führungskraft fragte: ‚Wie delegiere ich, ohne Kontrolle zu verlieren?‘ → Angst vor Fehlern im Team.“
Post-Hook: „Viele Führungskräfte delegieren Aufgaben – aber behalten die Kontrolle. Das größte Hindernis? Die Angst, dass etwas schiefgeht…“
Nimm dir diese Woche vor:
1. Schreibe nach jedem Gespräch eine 2-Minuten-Notiz auf
2. Wähle am Ende der Woche die häufigste Frage aus
3. Schreibe einen 15-Minuten-Post dazu
Das ist alles. Kein perfekter Plan. Kein fancy Design. Nur eine echte Frage. Deine ehrliche Antwort. Gepostet.
Und dann schau, was passiert.
Ich weiß, dass das alles erstmal viel wirken kann. Sieben Formate. Zehn Ideen. Verschiedene Plattformen.
Aber hier ist die Wahrheit: Du musst nicht alles auf einmal machen.
Fang mit einem Format an. Dem, das sich am leichtesten anfühlt. Für die meisten meiner Kund:innen ist das der FAQ-Post. Weil er direkt aus der Praxis kommt. Weil er echt ist.
Mach das vier Wochen lang. Einmal pro Woche. Dann schau, wie es sich anfühlt.
Und dann – nur dann – fügst du vielleicht ein zweites Format hinzu.
Das ist kein Sprint. Das ist der Aufbau eines Systems, das langfristig für dich arbeitet.