Zeitlose Social Media Formate: Was funktioniert wirklich

Zeitlose Social Media Formate: Was funktioniert wirklich

Kennst du das Gefühl? Dieser Druck, auf allen Plattformen „richtig" zu sein? Als müsstest du für jedes Netzwerk eine komplett andere Content-Strategie fahren?

Hier ist die Wahrheit: Die besten zeitlosen Formate funktionieren überall. Mit ein paar kleinen Anpassungen. 

In diesem zweiten Teil schauen wir uns genau an, welche Formate wirklich zeitlos sind – und wie du sie so erstellst, dass sie auf Instagram, LinkedIn, Facebook UND überall sonst funktionieren. 

Was macht ein Format zeitlos?

Bevor wir in die einzelnen Formate einsteigen, lass uns kurz klären: Was unterscheidet ein zeitloses Format von einem Trend-Format?

Die drei Merkmale zeitloser Formate

1. Es funktioniert ohne aktuelle Referenzen

Ein zeitloses Format braucht keine News, keine Trends, keine aktuellen Events. Es steht für sich. Auch in zwei Jahren.

Trend-Format: „Meine Meinung zum neuen LinkedIn-Feature"
Zeitloses Format: „5 Fragen, die ich jedem neuen Coaching-Klienten stelle"

Das erste ist in sechs Monaten irrelevant. Das zweite? Funktioniert noch in fünf Jahren.

2. Es ist plattformunabhängig anpassbar

Ein gutes zeitloses Format kannst du mit kleinen Anpassungen auf verschiedenen Plattformen nutzen. Du schreibst den Inhalt einmal – und passt dann nur die Form an. 

Aber du kannst dich auch gerne nur auf eine Plattform konzentrieren.

3. Es basiert auf echter Expertise, nicht auf Ästhetik

Das ist besonders wichtig für Coaches. Dein Geschäftsmodell lebt nicht von perfekten Feeds, Sponsoring-Deals oder viralen Trends – sondern von Vertrauen und Ergebnissen bei deinen Klienten.

Was wirklich zählt, ist der Inhalt. Deine Erfahrung. Deine einzigartige Perspektive aus der Praxis.

Deine größte Stärke: Jahrelange Praxiserfahrung

Du hast etwas, das nicht durch Tools, Templates oder Trends ersetzt werden kann: Hunderte echte Coaching-Gespräche. Die wiederkehrenden Muster, die du bei Klienten siehst. Die Nuancen, die du verstehst, weil du sie selbst erlebt und begleitet hast. Die Geschichten und Beispiele aus dem realen Leben.

Genau das ist dein Content-Gold.

Menschen spüren, wenn jemand wirklich weiß, wovon er spricht – und genau das baut langfristig Vertrauen auf und bringt Klienten.

Deine zeitlosen Formate: Immer vom Text aus denken

Der Kern jedes starken Posts ist Text – deine Erfahrung, deine Stimme, deine Erkenntnisse aus der Praxis. Visuelle Elemente (Grafiken, Carousels, Reels) sind nur die Verpackung: Sie machen den Inhalt stop-scroll-fähiger und plattformgerecht.

Du brauchst keine Design-Skills. Canva reicht. Und das Beste: Einmal guten Text schreiben – und daraus mehrere Formate machen.

Format 1: Die FAQ-Post

📝 FAQ-Post: Häufige Fragen beantworten

LinkedIn Instagram Facebook

Was ist das?
Du beantwortest beispielsweise eine Frage, die dir in Beratungsgesprächen immer wieder gestellt wird.

Warum funktioniert es?
Weil echte Menschen echte Fragen haben. Und wenn du die Frage schon zehnmal gehört hast, gibt es da draußen Hunderte, die sich das Gleiche fragen.

Beispiel-Struktur: Hook mit echter Frage → 3 Zeichen für „ja“ + 3 für „nein“ → Reflexionsfrage

„Wie weiß ich, ob ich wirklich bereit bin, meinen Job zu kündigen?'

Kennst du diese Unsicherheit auch?

Hier sind drei Zeichen, dass du bereit bist:
[3 konkrete Punkte aus deiner Erfahrung]

Und drei Zeichen, dass du noch warten solltest:
[3 weitere Punkte]

Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen. Aber diese Fragen helfen dir, klarer zu sehen."

Veröffentlichungsvarianten:

  • Bild-Text: Frage als großes Zitat auf Bild + Antwort in Caption
  • Carousel: Frage auf Slide 1, Antwort-Punkte auf den Folgenden
  • Video: Du sprichst die Frage + Antwort vor der Kamera (oder Voiceover über Text-Slides)

Tools: Canva (Bild/Carousel), Edits oder Inshot (Video)

Zeitaufwand erste Erstellung:

  • Bild-Text: 15–25 Min (10 Min Text + 10 Min Canva)
  • Carousel: 20–60 Min
  • Video: 30–50 Min (inkl. Aufnahme/Dreh)

Zeitaufwand Recycling: 5–15 Min (neue Caption/Hook, ggf. aktualisiertes Bild)

Recycling-Empfehlung: Alle 3–4 Monate. Es kommt immer ein wenig auf deine Postingsfrequenz an.

Format 2: Die Mythen-Auflösung

💭 Mythen-Post: Falsche Glaubenssätze aufräumen

LinkedIn Instagram Carousel Facebook

Was ist das?
Du nimmst einen weit verbreiteten Glaubenssatz in deiner Nische – und erklärst, warum er falsch (oder zumindest vereinfacht) ist.

Warum funktioniert es?
Menschen lieben es, wenn jemand sagt: „Was du denkst, stimmt so nicht." Es kratzt am Status Quo. Es macht neugierig.

Beispiel-Struktur: 

„Mythos: ‚Du musst deine Leidenschaft zum Beruf machen, um glücklich zu werden.'

Die Realität? Ich habe in 15 Jahren Coaching hunderte Menschen begleitet. Und weißt du, was ich dabei gelernt habe?

Die glücklichsten Menschen sind nicht die, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Es sind die, die...
[Deine Erkenntnis]

Das heißt nicht, dass Leidenschaft unwichtig ist. Aber...
[Deine Nuance]"

Varianten:

  • „3 Mythen über [dein Thema], die nicht stimmen"
  • „Was dir niemand über [Thema] erzählt"
  • „Die unbequeme Wahrheit über [Thema]"

Veröffentlichungsvarianten:

  • Bild-Text: „Mythos:“ als Hook-Bild + Erklärung in Caption
  • Carousel: Mythos auf Slide 1, Realität + Nuancen auf den nächsten
  • Video: Du sagst „Viele denken… aber die Realität ist…“ und erklärst es direkt

Tools: Canva, Inshot oder Edits

Zeitaufwand erste Erstellung:

  • Bild-Text: 15–25 Min
  • Carousel: 25–60 Min
  • Video: 35–55 Min

Zeitaufwand Recycling: 10–20 Min (neues Beispiel oder Hook einfügen)

Recycling-Empfehlung: Alle 6 Monate

Format 3: Die Checkliste / Kriterien-Liste

✅ Checklisten-Post: Praktische Orientierung geben

LinkedIn Instagram Pinterest

Was ist das?
Du gibst deiner Zielgruppe konkrete Kriterien, Fragen oder Checkpunkte an die Hand.

Warum funktioniert es?
Menschen lieben Struktur. Besonders wenn sie eine Entscheidung treffen müssen oder sich unsicher fühlen.

Beispiel-Themen:

  • „7 Zeichen, dass du bereit für eine berufliche Veränderung bist"
  • „5 Fragen, die du dir vor einem Karrierewechsel stellen solltest"
  • „Die 3 wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Coaches"
  • „8 Warnsignale für Burnout – eine Selbstcheck-Liste"

Pro-Tipp: Diese Listen funktionieren besonders gut als PDF-Download. Du kannst sie als Lead-Magnet nutzen.

Veröffentlichungsvarianten:

  • Bild-Text: Liste gekürzt auf ein Bild (z. B. 5 Punkte)
  • Carousel: Ein Punkt pro Slide – ideal!
  • Video: Du liest die Liste vor und kommentierst kurz jeden Punkt

Tools: Canva (viele Checkliste-Templates), Inshot oder Edits

Zeitaufwand erste Erstellung:

  • Bild-Text: 20–30 Min
  • Carousel: 25–60 Min
  • Video: 40–60 Min

Zeitaufwand Recycling: 5–15 Min (ggf. einen Punkt aktualisieren)

Recycling-Empfehlung: Unbegrenzt (besonders Carousel & Bild)

Format 4: Die Vorher-Nachher-Story (ohne Zahlen)

🔄 Transformation-Post: Reale Veränderung zeigen

LinkedIn Instagram Facebook

Was ist das?
Du erzählst eine Veränderungsgeschichte – aber ohne konkrete Personen zu nennen (Datenschutz!) und ohne übertriebene Zahlen.

Warum funktioniert es?
Menschen wollen wissen: „Funktioniert das wirklich?" Eine echte Story (anonymisiert) zeigt: Ja, tut es.

Beispiel-Struktur:

„Vor einem Jahr kam eine Klientin zu mir. Mitte 40, erfolgreich – aber innerlich leer. Sie funktionierte, aber lebte nicht mehr.

Sie dachte, die Lösung wäre ein radikaler Neuanfang. Neuer Job, neue Stadt, alles anders.

Aber nach ein paar Gesprächen wurde klar: Das Problem war nicht ihr Job. Es war...
[Die eigentliche Ursache]

Heute, ein Jahr später? Selber Job. Selbe Stadt. Aber komplett anderes Lebensgefühl. Weil...
[Was sich wirklich verändert hat]"

Wichtig: Anonymisiere immer, wenn du nicht das Einverständnis deiner Kunden hast. Kombiniere ggf. mehrere Fälle. Fokussiere auf die Erkenntnis, nicht auf Details.

Veröffentlichungsvarianten:

  • Bild-Text: „Vorher“-Zitat auf Bild + Story in Caption
  • Carousel: Vorher → Problem → Wendepunkt → Nachher → Erkenntnis
  • Video: Du erzählst die Story frei oder mit Text-Overlays

Tools: Canva, Edits oder Inshot für Video

Zeitaufwand erste Erstellung:

  • Bild-Text: 15–30 Min
  • Carousel: 25–60 Min
  • Video: 35–60 Min (Storytelling braucht etwas Übung)

Zeitaufwand Recycling: 10–20 Min (neuer Einstieg oder aktuelles Beispiel)

Recycling-Empfehlung: Alle 4–6 Monate

Format 5: Das Zitat + Kontext-Format

💬 Zitat-Post: Weisheit mit Erklärung

Instagram LinkedIn Pinterest

Was ist das?
Ein Zitat (von dir oder jemand anderem) – plus deine persönliche Einordnung dazu.

Warum funktioniert es?
Zitate alleine sind nett. Aber generisch. Dein Kontext macht sie wertvoll.

Einfach: Zitat auf farbigem Hintergrund (Canva) + Caption mit persönlicher Story

So funktioniert's:

  1. Nimm ein Zitat, das dich bewegt oder das du oft zitierst
  2. Erstelle ein einfaches Bild in Canva (Text auf farbigem Hintergrund reicht)
  3. In der Caption: Erkläre, WARUM dieses Zitat wichtig ist. Was es für deine Arbeit bedeutet. Wie du es erlebt hast.

Beispiel:

[Bild mit Zitat: „You can't pour from an empty cup."]

Caption:
„Diesen Satz höre ich so oft – und trotzdem sehe ich Coaches, die sich selbst vergessen.

Letzte Woche saß eine Kollegin vor mir. 12 Klienten pro Woche, zwei Gruppencoachings, ständig erreichbar. Sie sagte: ‚Ich weiß, ich sollte auf mich achten. Aber wenn ich nicht verfügbar bin, buchen die Leute woanders.'

Weißt du, was passiert ist? Burnout. Vier Monate Auszeit. Alle Klienten mussten woanders hin.

Das leere Cup? Das ist nicht nur eine Metapher. Das ist eine Warnung."

Veröffentlichungsvarianten:

  • Bild-Text: Zitat groß auf Bild + Kontext in Caption (Klassiker!)
  • Carousel: Zitat + 3–5 Slides mit deiner Erklärung
  • Video: Zitat einblenden, du sprichst den Kontext

Tools: Canva

Zeitaufwand erste Erstellung:

  • Bild-Text: 10–20 Min
  • Carousel: 20–60 Min
  • Video: 25–45 Min

Zeitaufwand Recycling: 5–10 Min

Format 6: Das Carousel-Format / Die Listicle-Grafik (Instagram & LinkedIn)

📊 Carousel: Mehrteilige Erklärungen

Instagram LinkedIn

Was ist das?
Mehrere Slides (bis zu 20 auf Instagram), die ein Thema Schritt für Schritt erklären.

Warum funktioniert es?
Carousels haben eine höhere Verweildauer. Menschen swipen durch. Und: Sie werden häufiger gespeichert und geteilt.

Einfachste Variante: Text auf farbigem Hintergrund, pro Slide ein Punkt

  1. Slide 1: Hook / Überschrift („3 Gründe, warum...")
  2. Slide 2–4: Je ein Punkt pro Slide (nur Text auf farbigem Hintergrund)
  3. Slide 5: Zusammenfassung oder CTA

Beispiel-Themen:

  • „5 Zeichen, dass du im falschen Job bist"
  • „Die 3 häufigsten Denkfehler beim Karrierewechsel"
  • „7 Fragen, die deine Selbstreflexion vertiefen"

Veröffentlichungsvarianten:

  • Bild-Text: Nur die Top 3–5 Punkte auf einem Bild
  • Carousel: Vollversion (bis 10–20 Slides)
  • Video: Slides als Basis, du sprichst drüber (Screen-Recording)

Tools: Canva

Zeitaufwand erste Erstellung:

  • Bild-Text: 15–25 Min
  • Carousel: 30–90 Min
  • Video: 45–70 Min

Zeitaufwand Recycling: 10–20 Min

Tipp: Fang mit Bild-Text oder Carousel an – die sind am schnellsten und performen bei Coaches super. Videos kommen später, wenn du dich wohlfühlst (oder mit KI-Voiceover/Tools wie HeyGen für Talking-Head arbeiten willst).

Recycling spart immer massiv: Du hast den Kern-Text schon, brauchst nur einen frischen Einstieg..

Format 7: Das Listicle als Grafik

📋 Listen-Grafik: Schnell scanbare Tipps

Instagram Pinterest LinkedIn

Was ist das?
Eine Liste (z. B. „5 Tipps für…“) als visuell aufbereitete Grafik – klar, übersichtlich und stop-scroll-fähig.

Warum funktioniert es?
Listen sind leicht konsumierbar. Menschen lieben sie, weil sie schnell Wert liefern. Gut gemachte Listen werden oft gespeichert, geteilt und bringen langfristig Traffic (vor allem auf Pinterest).

So erstellst du sie einfach:

  1. Schreibe deine Liste in ein Google Doc oder Word
  2. Öffne Canva, wähle „Instagram Post" oder „Pinterest Pin"
  3. Füge einen einfarbigen Hintergrund ein
  4. Kopiere deine Liste als Textfelder rein
  5. Fertig.

Beispiel-Themen:

  • „7 Bücher, die jeder Coach gelesen haben sollte"
  • „5 Fragen für deine Morgenroutine"
  • „10 Warnsignale für toxische Arbeitsumgebungen"

Pro-Tipp: Diese Listen funktionieren besonders gut auf Pinterest – und bringen dir langfristig Traffic.

Veröffentlichungsvarianten:

  • Bild-Text: Die komplette Liste (5–10 Punkte) auf einem einzelnen Bild/Pin – ideal für Pinterest und Instagram
  • Carousel: Liste auf mehrere Slides verteilt (ein Punkt pro Slide + kurze Erklärung) – super für LinkedIn und Instagram
  • Video: Liste vorlesen oder animieren (z. B. Punkte nacheinander einblenden, mit Voiceover) – kurz und knackig für Reels

Tools: Canva (kostenlos, viele fertige Listicle-Templates), einfarbig oder dezente Hintergründe, ggf. eigene Fotos/Icons für etwas Pep

Zeitaufwand erste Erstellung:

  • Bild-Text (Single Pin/Post): 15–25 Min (10 Min Liste schreiben + 10 Min Canva-Layout)
  • Carousel: 25–40 Min
  • Video: 40–60 Min (inkl. einfache Animation oder Aufnahme)

Zeitaufwand Recycling: 5–15 Min (neuen Titel/Hook, ggf. Farbe oder einen Punkt aktualisieren – auf Pinterest einfach duplizieren und neu pinnen)

Recycling-Empfehlung: Unbegrenzt (besonders Pinterest), alle 6+ Monate auf Instagram/LinkedIn

Wie du aus einem Inhalt mehrere starke Varianten machst – im selben Netzwerk

Du hast jetzt die Formate. Aber wie holst du aus einem einzigen zeitlosen Thema das Maximum raus, ohne dich zu verzetteln?

Mein wichtigster Tipp vorab: Konzentriere dich auf ein Hauptnetzwerk (z. B. LinkedIn oder Instagram). Dort baust du echte Tiefe und Community auf. Streueffekte auf andere Plattformen kommen später automatisch (z. B. durch Shares oder Reposts). Das spart Energie und bringt bessere Ergebnisse.

Das Kern-Prinzip: Einmal tief denken, mehrfach variieren

Schreibe einen starken „Master-Content“ zu einem zeitlosen Thema – deine Erkenntnisse, Struktur, Beispiele.

Dann mach daraus Variationen in Format und Perspektive. So bleibt dein Feed abwechslungsreich, ohne dass du ständig neue Themen erfinden musst.

Die 1-zu-4-Methode (perfekt für dein Hauptnetzwerk)

Schritt 1: Schreibe deinen Master-Content (z. B. einen FAQ-Post mit Hook, Punkten und Reflexion). Das ist die Basis.

Schritt 2: Variiere ihn in Perspektive und Format:

  • Langer Text-Post (fachlich/professionell) - nur auf LinkedIn möglich

  • Bild-Text-Beitrag (mit Grafik + Caption, persönlich oder knackig)
  • Carousel/ Dokument (visuell aufbereitet, strukturiert)
  • Video/Reel (kann fachlich, humorvoll und/oder perönlich aufbereitet werden)

Zeitaufwand gesamt: 60–90 Minuten für alle fünf Varianten (den Master-Content hast du ja schon).

Reichweite: Du postest sie über Wochen/Monate verteilt – immer wieder frisch, aber mit minimalem Aufwand.

Beispiel: Wie Variationen zu einem Thema aussehen

Original-Thema: „Wie weiß ich, ob ich bereit für einen Jobwechsel bin?“

(Master-Content: 3 Zeichen für „ja“, 3 für „nein“, plus Reflexionsfrage)

Variante 1 – Langer Text-Post (fachlich, z. B. auf LinkedIn)

  • Voller Text, ausführliche Erklärung, bullet points.
  • Hook: „Eine der häufigsten Fragen in meinen Coachings: Bin ich wirklich bereit für einen Jobwechsel?“
  • Die 3+3 Zeichen strukturiert mit fundierten Begründungen.
  • Ende: Professionelle Reflexionsfrage.

Variante 2 – Bild-Text-Beitrag (persönlich, z. B. auf Instagram/LinkedIn)

  • Ein einfaches Bild (z. B. Frage als Zitat in Canva) + längere Caption mit Story.
  • Hook: „Letzte Woche hat mich eine Klientin genau das gefragt – und es hat mich an meine eigene Unsicherheit erinnert…“
  • Die Zeichen mit emotionalem Bezug.
  • Ende: „Welches Zeichen spricht dich am meisten an?“

Variante 3 – Carousel (strukturiert/visuell, z. B. auf Instagram/LinkedIn)

  • Slide 1: Hook-Frage
  • Slide 2–4: Je ein Zeichen (große Schrift, Emoji, kurze Erklärung)
  • Slide 5–7: Die „nein“-Zeichen
  • Letzter Slide: Zusammenfassung + CTA „Save, wenn du gerade drüber nachdenkst!“

Variante 4 – Video/Reel (humorvoll oder emotional, z. B. auf Instagram)

  • 30–60 Sekunden: Du vor der Kamera oder mit Text-Overlays.
  • Hook: „Jobwechsel? Hier die Zeichen, dass du bereit bist – und die, die schreien: ‚Warte mal!‘ 😅“
  • Zeichen humorvoll oder mit persönlicher Anekdote erklärt.
  • Ende: „Kommentiere dein Zeichen unten!“

Variante 5 – Kurz-Thread oder Serie (dialogorientiert, z. B. auf LinkedIn)

  • Mehrere verkettete Posts oder ein Thread.
  • Erster Post: Persönlicher Einstieg
  • Folgeposts: Je ein Zeichen + Frage an die Community
  • Ende: Offene Einladung „Was waren deine Zeichen?“

Siehst du das Prinzip? Ein Thema. Fünf Varianten – unterschiedliche Formate, unterschiedliche Perspektiven. Dein Feed bleibt lebendig und vielseitig, deine Zielgruppe wird immer wieder angesprochen, aber du bleibst fokussiert auf einem Netzwerk und sparst massiv Zeit.

10 konkrete Content-Ideen aus deiner Coaching-Praxis

Hier sind zehn bewährte, zeitlose Ideen, die direkt aus deiner täglichen Arbeit kommen – und die du immer wieder in verschiedenen Formaten (Karussell, Reel, Bild-Text, langer Post) variieren kannst.

Idee 1: Die „Häufigsten Fragen"-Serie

Nimm die Fragen, die in Erstgesprächen immer wieder vorkommen. Jede Frage = ein Post.

Beispiele:

  • „Wie lange dauert ein Coaching eigentlich?"
  • „Woher weiß ich, ob das Coaching das Richtige für mich ist?"
  • „Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Therapie?"

Warum es funktioniert: Du beantwortest echte Fragen. Das baut Vertrauen auf und nimmt Hürden.

Idee 2: „Was ich gerne früher gewusst hätte"

Teile Erkenntnisse aus deiner eigenen beruflichen oder persönlichen Entwicklung.

Beispiele:

  • „Was ich gerne mit 30 über Karriere gewusst hätte"
  • „3 Dinge, die ich als frischgebackene Selbstständige anders machen würde"
  • „Der größte Fehler, den ich in meinen ersten Coaching-Jahren gemacht habe"

Warum es funktioniert: Es ist authentisch. Es zeigt Verletzlichkeit. Und Menschen lernen mehr aus Fehlern als aus Erfolgen.

Idee 3: Die „Warnsignale"-Posts

Hilf deiner Zielgruppe, Probleme früh zu erkennen.

Beispiele:

  • „5 Zeichen, dass du auf dem Weg ins Burnout bist"
  • „7 Warnsignale für toxische Arbeitsumgebungen"
  • „3 Anzeichen, dass du deine Grenzen nicht klar kommunizierst"

Warum es funktioniert: Menschen wollen Klarheit. Und oft wissen sie, dass etwas nicht stimmt – aber können es nicht benennen. Du gibst ihnen Worte dafür.

Idee 4: „Die drei häufigsten Denkfehler"-Serie

Räume mit falschen Annahmen auf, die du in deiner Arbeit immer wieder siehst.

Beispiele:

  • „3 Denkfehler, die dich in deinem Job festhalten"
  • „Die drei größten Mythen über berufliche Neuorientierung"
  • „3 falsche Annahmen über Selbstständigkeit"

Warum es funktioniert: Du positionierst dich als jemand, der durchblickt. Der weiß, wo die echten Probleme liegen.

Idee 5: „Kleine Übungen, große Wirkung"

Gib deiner Zielgruppe etwas zum Sofort-Umsetzen.

Beispiele:

  • „Eine 5-Minuten-Übung für mehr Klarheit"
  • „3 Fragen, die du dir jeden Sonntagabend stellen solltest"
  • „Die Morgenseiten-Methode: Wie Schreiben dein Denken klärt"

Warum es funktioniert: Menschen wollen nicht nur verstehen – sie wollen handeln. Kleine Übungen geben ihnen einen Einstieg.

Idee 6: „Was ich aus [X] Jahren Coaching gelernt habe"

Teile Muster und Erkenntnisse, die dir über die Jahre aufgefallen sind.

Beispiele:

  • „Was mir 10 Jahre Coaching über Veränderung gelehrt haben"
  • „5 Dinge, die alle erfolgreichen Jobwechsler gemeinsam haben"
  • „Was ich aus 500+ Coaching-Stunden über Selbstsabotage gelernt habe"

Warum es funktioniert: Es zeigt Expertise. Nicht durch Zertifikate – durch echte Erfahrung.

Idee 7: „Die unbequeme Wahrheit über..."-Serie

Sei ehrlich. Sag, was andere nicht sagen.

Beispiele:

  • „Die unbequeme Wahrheit: Nicht jeder sollte seinen Job kündigen"
  • „Warum ‚folge deiner Leidenschaft' ein gefährlicher Rat sein kann"
  • „Die harte Realität beruflicher Neuorientierung mit 40+"

Warum es funktioniert: Es hebt dich ab. Und es zieht die richtigen Menschen an – die, die echte Auseinandersetzung wollen.

Idee 8: „Ohne [X] hätte ich [Y] nie erreicht"

Zeige, welche Ressourcen, Entscheidungen oder Erkenntnisse für dich game-changing waren.

Beispiele:

  • „Ohne Therapie wäre ich nie ein guter Coach geworden"
  • „Ohne diese drei Bücher hätte ich meine Perspektive nie verändert"
  • „Ohne Scheitern hätte ich nie verstanden, was Resilienz wirklich bedeutet"

Warum es funktioniert: Es ist persönlich. Es baut Verbindung auf. Und es zeigt: Du bist auch ein Mensch, kein Guru.

Idee 9: „Die Frage, die alles ändert"

Teile eine einzige, kraftvolle Coaching-Frage.

Beispiele:

  • „Was würdest du tun, wenn Scheitern keine Option wäre?"
  • „Was würde sich ändern, wenn du das Problem nicht mehr hättest?"
  • „Wessen Erwartungen erfüllst du gerade – deine eigenen oder fremde?"

Warum es funktioniert: Eine gute Frage setzt einen Denkprozess in Gang. Und das bleibt hängen.

Idee 10: „Vorher dachte ich... heute weiß ich..."

Zeige deine eigene Lernkurve.

Beispiel:

„Vorher dachte ich: Coaching bedeutet, Lösungen zu geben.
Heute weiß ich: Coaching bedeutet, die richtigen Fragen zu stellen.

Vorher dachte ich: Ein guter Coach muss alles wissen.
Heute weiß ich: Ein guter Coach muss zuhören können.

Vorher dachte ich: Veränderung muss schnell gehen.
Heute weiß ich: Echte Transformation braucht Zeit."

Warum es funktioniert: Es zeigt Wachstum. Und es erlaubt deiner Zielgruppe, auch zu wachsen – ohne perfekt zu sein.

Wo findest du diese Themen?

1. Deine letzten 10 Erstgespräche
Welche Fragen wurden gestellt? Welche Themen kamen auf?

2. Deine eigene Geschichte
Was hättest du gerne früher gewusst? Was hat dich überrascht?

3. Wiederholende Muster
Was siehst du immer wieder bei deinen Klient:innen?

Tipp: KI kann super helfen – frag einfach: „Welche 10 häufigen Fragen stellen Klienten zu Karrierewechsel?“ und filtere die Antworten durch deine Erfahrung.

Vom Beratungsgespräch zum Social Media Post in 15 Minuten

„Das klingt alles super“, höre ich dich denken. „Aber ich habe doch keine Stunde am Tag für Content.“

Verstehe ich vollkommen. Hier ist ein System, das wirklich funktioniert – auch wenn du voll im Coaching-Alltag steckst.

Die 15-Minuten-Methode

Schritt 1: Notiere direkt nach einem Gespräch (5 Minuten)

Du hast gerade ein Coaching-Gespräch beendet. Bevor du zum nächsten Termin gehst, schreib dir auf:

  • Welche Frage wurde gestellt?
  • Welches Aha-Moment gab es?
  • Welches Muster hast du erkannt?

Das kann in ein Google Doc, in Notion, oder sogar in die Notizen-App deines Handys.

Schritt 2: Wähle eine Frage aus (1 Minute)

Am Ende der Woche hast du 10–15 Notizen. Wähle eine aus, die sich am häufigsten wiederholt hat.

Schritt 3: Schreibe einen kurzen Text (10 Minuten)

Nimm diese einfache Struktur zu Beginn (perfekt für FAQ, Mythen-Auflösung oder Warnsignale):

  1. Hook: Direkte Ansprache, provokative Aussage oder persönliche Reflexion
  2. Die Frage/ das Thema/ die Erkenntnis
  3. Deine Antwort (3–5 Punkte oder Einsichten aus der Praxis)
  4. Abschluss: Reflexionsfrage oder kleiner Handlungstipp

Hooks sind am wichtigsten. hier ein paar Beispiele:

1. Direkte, provokative Aussage (stark für Mythen- oder unbequeme Wahrheiten)

  • „Die meisten Führungskräfte glauben, gute Leadership bedeutet, alles im Griff zu haben. Die Realität sieht anders aus.“
  • „Viele denken, ein Jobwechsel löst automatisch ihr Unglück. Ich sehe das anders.“
  • „Perfektionismus ist kein Zeichen von Professionalität – er ist oft das größte Hindernis für Wachstum.“

2. Persönliche Reflexion / eigene Erfahrung (nahbar, authentisch)

  • „Vor zehn Jahren hätte ich noch gedacht, dass Erfolg vor allem harte Arbeit bedeutet. Heute weiß ich: Es geht um etwas ganz anderes.“
  • „Ich habe selbst jahrelang delegiert, ohne wirklich loszulassen – bis ich gemerkt habe, was das mein Team kostet.“
  • „Als ich das erste Mal ein Coaching gemacht habe, dachte ich: ‚Das brauche ich nicht.‘ Heute coache ich selbst – und weiß, warum ich unrecht hatte.“

3. Direkte Frage an die Leser*in (zieht sofort rein)

  • „Wann hast du das letzte Mal eine Entscheidung getroffen, die sich wirklich nach dir angefühlt hat?“
  • „Was hält dich gerade davon ab, die Grenze zu ziehen, die du eigentlich ziehen willst?“
  • „Wie oft sagst du dir: ‚Wenn ich nur mehr Disziplin hätte‘ – und merkst nicht, dass das Problem woanders liegt?“

4. Beobachtung / Muster aus der Praxis (ohne „Klient fragte“)

  • „In fast jedem Gespräch taucht irgendwann dieser eine Satz auf: ‚Ich weiß, was ich tun sollte – aber ich mache es nicht.‘“
  • „Ich sehe es immer wieder: Erfolgreiche Menschen auf dem Papier, die innerlich leer sind.“
  • „Das größte Muster bei Führungskräften, die zu mir kommen: Sie kontrollieren alles – und wundern sich, warum ihr Team nicht wächst.“

5. Kontrast / Vorher-Nachher (spannend und neugierig machend)

  • „Früher dachte ich, gutes Delegieren bedeutet, Aufgaben abzugeben. Heute weiß ich: Es bedeutet, Verantwortung zu teilen.“
  • „Viele kommen zu mir und wollen den Job wechseln. Am Ende bleibt fast die Hälfte – und ist glücklicher als je zuvor.“
  • „Manche Klienten starten mit ‚Ich brauche nur Klarheit über meinen nächsten Schritt.‘ Am Ende geht es fast immer um etwas viel Tieferes.“

6. Kurze, knackige Provokation (perfekt für Reels oder Carousels)

  • „Du bist nicht faul. Du bist erschöpft.“
  • „Der Rat ‚Folge deiner Leidenschaft‘ hat mehr Menschen unglücklich gemacht als glücklich.“
  • „Gute Leader reden nicht nur – sie hören zu. Die meisten vergessen das.“

Schritt 4: Passendes Bild auswählen - idealerweise ein Selfie von dir (2 Minuten)

Schritt 5: Posten (2 Minuten)

LinkedIn oder Instagram – oder beides.

Gesamtzeit: 15 bis 30 Minuten. Ein solider, wertvoller Post.

Mach das ein paar Wochen – und deine Content Bank füllt sich von allein mit Posts, die wirklich ankommen. Du postest nicht nur, du teilst echte Wert aus deiner Arbeit.

Beispiel aus der Praxis

Notiz nach dem Gespräch:
„Klientin fragte: ‚Wie gehe ich mit Ablehnung nach einem Vorstellungsgespräch um?' → Sie nimmt es persönlich, obwohl oft externe Faktoren eine Rolle spielen."

Der Post (10 Minuten später):

„Ablehnung nach einem Vorstellungsgespräch trifft hart – und die meisten nehmen sie sofort persönlich.

Kennst du das? Es fühlte sich gut an, du warst vorbereitet – und dann die Absage. Plötzlich zweifelst du an allem: Bin ich nicht gut genug?

Aus meiner Erfahrung mit hunderten Klienten: In den meisten Fällen hat die Absage nichts mit deiner Qualität zu tun.

Manchmal gibt’s einen internen Kandidaten.

Manchmal passt das Budget oder die Gehaltsvorstellung nicht.

Manchmal sucht die Führungskraft einfach einen anderen Typ Mensch.

Das heißt nicht, dass du nichts lernen kannst. Aber es heißt: Hör auf, jede Absage als Beweis für dein „Versagen“ zu sehen.

Stattdessen frag dich: Was lief wirklich gut? Was nehme ich mit fürs nächste Mal?

Ablehnung ist Teil des Prozesses. Sie definiert dich nicht – sie formt dich nur, wenn du sie lässt.

Welche Absage hat dich zuletzt am meisten beschäftigt – und was hast du daraus mitgenommen?."

Zeitaufwand gesamt: 12 Minuten.

Zweites kurzes Beispiel (Leadership)

Notiz: „Führungskraft fragte: ‚Wie delegiere ich, ohne Kontrolle zu verlieren?‘ → Angst vor Fehlern im Team.“

Post-Hook: „Viele Führungskräfte delegieren Aufgaben – aber behalten die Kontrolle. Das größte Hindernis? Die Angst, dass etwas schiefgeht…“

Deine Hausaufgabe (wenn du magst)

Nimm dir diese Woche vor:

1. Schreibe nach jedem Gespräch eine 2-Minuten-Notiz auf
2. Wähle am Ende der Woche die häufigste Frage aus
3. Schreibe einen 15-Minuten-Post dazu

Das ist alles. Kein perfekter Plan. Kein fancy Design. Nur eine echte Frage. Deine ehrliche Antwort. Gepostet.

Und dann schau, was passiert.

Zum Schluss

Ich weiß, dass das alles erstmal viel wirken kann. Sieben Formate. Zehn Ideen. Verschiedene Plattformen.

Aber hier ist die Wahrheit: Du musst nicht alles auf einmal machen.

Fang mit einem Format an. Dem, das sich am leichtesten anfühlt. Für die meisten meiner Kund:innen ist das der FAQ-Post. Weil er direkt aus der Praxis kommt. Weil er echt ist.

Mach das vier Wochen lang. Einmal pro Woche. Dann schau, wie es sich anfühlt.

Und dann – nur dann – fügst du vielleicht ein zweites Format hinzu.

Das ist kein Sprint. Das ist der Aufbau eines Systems, das langfristig für dich arbeitet.

Perlen-Content für LinkedIn

🔹 Hol dir jeden Monat frische LinkedIn-Artikel – ohne Stress

Möchtest du regelmäßig leicht umsetzbare Inhalte bekommen, die dir helfen, sichtbar zu werden – ohne Show und ohne Dauer-Posting-Druck?

In meinem Perlen-Content-Newsletter erhältst du jeden Monat:

  • einen zeitlosen Artikel rund um LinkedIn & Content-Marketing
  • praxisnahe Tipps aus meinem Artikelservice
  • Ideen, wie du deine Expertise sichtbar machst – mit Struktur und Substanz

✨ Für Coaches, Beraterinnen & Trainerinnen, die sichtbar werden wollen – auf ihre Weise.

👉 Jetzt kostenlos eintragen & entspannt sichtbar werden