Optimierung LinkedIn-Profil für Coaches: So wird's zu deinem besten Akquise-Tool

Optimierung LinkedIn-Profil für Coaches: So wird's zu deinem besten Akquise-Tool

Letzte Woche schrieb mir eine Kundin: „Nicole, ich habe gerade meinen ersten Kundenauftrag via LinkedIn bekommen. Die Anfrage kam von einer ehemaligen Arbeitskollegin und sie hat mich über meine LinkedIn-Beiträge wiederentdeckt. Sie war auf meinem Profil und hat mich dann direkt angefragt. Ohne ein einziges Verkaufsgespräch vorher.“

Genauso funktioniert ein optimiertes LinkedIn-Profil. Es arbeitet für dich. 24 Stunden am Tag. Auch wenn du schläfst, mit deiner Familie oder Freunden zusammen bist und gerade gar nicht an Kundengewinnung denkst.

Aber hier ist das Problem: Die meisten Coaches behandeln ihr LinkedIn-Profil wie einen digitalen Lebenslauf. Eine Ansammlung von Stationen, Zertifikaten und Buzzwords, die niemanden wirklich erreichen.

Dabei könnte es so viel mehr sein: Eine digitale Visitenkarte, die deine Expertise zeigt, Vertrauen aufbaut und die richtigen Menschen zu dir führt.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du dein LinkedIn-Profil so optimierst, dass es nicht nur gefunden wird – sondern auch wirkt.

Warum dein LinkedIn-Profil Geld auf dem Tisch liegen lässt

LinkedIn ist längst mehr als nur ein Business-Netzwerk. Es ist mittlerweile eine der stärksten Suchmaschinen für Expertise. Und LinkedIn Profile und LinkedIn-Artikel werden auch in KI-Suchmaschinen aufgenommen.

Wenn jemand bei Google und Perplexity nach „Leadership Coach Hamburg“ oder „Business Coach für Solopreneure“ sucht, tauchen LinkedIn-Profile in den Ergebnissen auf. Oft auf Seite 1. Das heißt: Dein Profil ist deine digitale Visitenkarte – und zwar eine, die nicht nur auf LinkedIn selbst gesehen wird, sondern auch in der Google-Suche rankt, wenn du die richtigen Keywords einbaust.

Dein Profil qualifiziert Leads, bevor dich jemand überhaupt kontaktiert. 

Hinweis: Nur damit wir uns nicht falsch verstehen. Ein optimiertes Profil ist dein Schaufenster und kann die Anfragen einbringen. Die Wahrscheinlichkeit für Anfragen erhöhst du aber durch Netzwerkaufbau, gezielte Interaktion und eigene Beiträge. 

Aber LinkedIn funktioniert heute anders als noch vor ein, zwei Jahren. Der Algorithmus bevorzugt mittlerweile thematisch konsistente Profile. Wenn du in Headline, Über-mich, Berufserfahrung und Posts immer wieder dasselbe Kernthema bespielst, wirst du häufiger in Suchergebnissen und im LinkedIn-Feed ausgespielt.

Das Profilbild – der erste Eindruck zählt (wirklich)

Dein Profilbild ist das Erste, was Menschen sehen. In Suchergebnissen, in Kommentaren, in Nachrichten. Es muss auf einen Blick klar machen: Hier spricht jemand, dem ich vertrauen kann.

Was funktioniert? 

  • Porträt-Format – Kopf und Schultern, keine Ganzkörper-Aufnahme. 
  • Klarer Hintergrund – einfarbig oder leicht unscharf, kein visuelles Chaos. 
  • Ein freundlicher, professioneller Gesichtsausdruck – du musst nicht lächeln wie in einer Zahnpasta-Werbung, aber zugänglich wirken. 
  • Gute Auflösung – mindestens 400x400 Pixel, LinkedIn zeigt es groß an. 
  • Und bitte mobil-optimiert – die meisten sehen dein Bild auf ihrem Smartphone, dein Gesicht muss also auch in klein erkennbar sein. Daher bitte keine Ganzkörperaufnahme.
Häufige Fehler, die ich sehe: Urlaubsfotos mit Sonnenbrille und Strand im Hintergrund. Pixelige Screenshots von alten Fotos. Gruppenbilder („Rate mal, wer ich bin“). Zu dunkel, zu hell, zu weit weg.

Mein Tipp: Investiere einmal in ein professionelles Fotoshooting. Du bekommst 5 bis 10 verschiedene Aufnahmen, die du vielleicht sogar jahrelang nutzen kannst. 

Profil-Slogan – dein digitaler Elevator Pitch

Die Headline ist dein Slogan. Sie erscheint überall: In Suchergebnissen, unter deinem Namen, in Kommentaren, in der Sidebar. Du hast maximal 220 Zeichen – und musst drei Dinge klar machen: Was du tust, für wen du es tust und welchen Nutzen du bringst. Du solltest aber deine Kernbotschaft in den ersten 120 Zeichen unterbringen, da der Slogan abgeschnitten wird.

Beispielbild von mir anhand eines Kommentars: 

Screenshot Profilbild und Slogan im Linkedin Feed

Vorher-Nachher-Beispiel

❌ Vorher (schwammig):
„Business Coach | Speakerin | Unternehmerin“
✅ Nachher (konkret):
„Leadership Coach für Solopreneure | Ich helfe dir, dein Business skalierbar & stressfrei zu führen – ohne Burnout“

Siehst du den Unterschied? Die erste Headline sagt: „Ich mache irgendwas mit Business.“ Die zweite sagt: „Ich helfe einer bestimmten Zielgruppe mit einem konkreten Problem.“

LinkedIn und Google durchsuchen deine Headline. Wenn jemand nach „Business Coach Hamburg“ sucht und du diese Wörter in deiner Headline hast, wirst du eher gefunden. Überlege dir 3-5 Keywords, nach denen deine Zielgruppe sucht – zum Beispiel Business Coach, Leadership Coach, Solopreneure, Skalierung, Burnout-Prävention – und baue mindestens 2-3 davon in deine Headline ein.

Beispiele für starke Headlines:

  • „LinkedIn-Strategin für Coaches | Ich zeige dir, wie du planbar Kunden gewinnst – ohne Algorithmus-Stress“
  • „Business Coach für Female Founders | Skalierung ohne Burnout | Sparring auf Augenhöhe“
  • „Positionierungs-Coach | Ich helfe Solopreneuren, ihre Nische zu finden & Premium-Preise durchzusetzen“

Wichtig: Deine Headline ist kein Roman. Kurz, klar, konkret. Wenn jemand sie in 3 Sekunden nicht versteht, ist sie zu kompliziert.

Worauf es ankommt:

  • Keywords an den Anfang: Die ersten Worte sind entscheidend – sowohl für die Suche als auch für den ersten Eindruck.
  • Mehrwert vor Berufsbezeichnung: Zeige direkt, welchen Nutzen du bietest.
  • Konkret statt schwammig: „Ich helfe dir, sichtbar zu werden“ ist besser als „Ich helfe dir, dein Potenzial zu entfalten“.

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Das Titelbild – mehr als Deko

Das Titelbild ist der große Header-Bereich ganz oben auf deinem Profil. Es ist eine zusätzliche Fläche, um Kontext zu schaffen. Im Basis-Profil kannst du ein Bild hinterlegen und im Premium-Modus sogar mehrere, die dann abwechselnd dargestellt werden.

Was funktioniert für den Banner? 

  • Ein Foto von dir in Aktion (z.B. beim Sprechen, im Workshop, am Arbeitsplatz). 
  • Dein Motto oder Claim, groß und gut lesbar auf dem Banner platziert. 
  • Deine Farben oder dein Branding, wenn du ein Corporate Design hast. 
  • Eventuell ein dezenter CTA (z.B. „Jetzt Erstgespräch buchen“ mit Link) – aber nicht aufdringlich.
Häufige Fehler: Zu viel Text (auf dem Handy nicht lesbar). Zu kleiner Text (auf dem Handy nicht lesbar). Unpassende Stock-Fotos (wirkt unpersönlich). Zu düster oder zu grell.

Dein Titelbild sollte 1584 x 396 Pixel groß sein. Denk daran, dass dein Profilbild einen Teil des Titelbildes überdeckt. Platziere also keine wichtigen Elemente an dieser Stelle. 

Die Darstellung auf dem Smartphone versus auf großen Bildschirmen ist ebenfalls unterschiedlich. Da LinkedIn inzwischen überwiegend mobil genutzt wird, überprüfe unbedingt die Darstellung auf kleinen Bildschirmen.

Screenshot Linkedin Profil


Du kannst dein Titelbild auch für einen dezenten Call-to-Action nutzen: „Jetzt Kennenlerngespräch buchen“ oder „Jetzt Podcast abonnieren“. Aber bitte nicht zu werblich – das wirkt schnell unprofessionell.

Der „Über mich“-Bereich – hier baust du Vertrauen auf

Der „Über mich“-Bereich ist deine wichtigste Verkaufsfläche. Hier hast du 2.600 Zeichen Platz, um zu erklären: Wer du bist, was du machst, für wen du es machst, warum du die richtige Person dafür bist – und was der nächste Schritt ist.

So optimierst du deine Infobox Schritt für Schritt:

1. Starte mit einem Aufhänger.

Die ersten zwei bis drei Zeilen müssen ins Auge fallen. Stelle eine Frage, beschreibe ein typisches Problem deiner Zielgruppe oder beginne mit einer persönlichen Beobachtung. Nur diese Zeilen sind ohne Klick sichtbar – nutze sie strategisch.​

Beispiel: „Die meisten Coaches arbeiten 60 Stunden pro Woche – und verdienen trotzdem zu wenig. Ich weiß das, weil ich genau da war.“

Screenshot Info ueber mich Linkedin gekuerzt

2. Erzähle deine Geschichte mit Fokus.

Kein Lebenslauf, sondern eine Mini-Story: Wie bist du zu deinem heutigen Coaching-Thema gekommen? Warum machst du, was du machst? Was motiviert dich dabei? Was hat dich zu deiner Expertise gebracht? Storytelling schafft Nähe und Vertrauen.​ 

Menschen kaufen von Menschen – keine anonyme „Ich helfe dir“-Floskel. Erzähl deine Geschichte.

3. Mach dein Angebot klar.

Was bekommt jemand, der mit dir arbeitet? 

Keine Buzzwords („ganzheitlich“, „transformierend“), sondern echte Ergebnisse. Zum Beispiel: „Ich helfe Coaches, ihr Business so zu strukturieren, dass sie in 30 Stunden pro Woche mehr verdienen als vorher in 60 – mit klaren Angeboten, skalierbaren Prozessen und LinkedIn als Akquise-Kanal.“

Sei spezifisch, für wen du arbeitest. „Ich arbeite mit Coaches“ ist zu breit. „Ich arbeite mit selbstständigen Coaches, die schon erste Kunden haben, aber nicht wissen, wie sie skalieren“ – das ist klar.

4. Runde mit einem Call-to-Action ab.

Beende deinen Text mit einer klaren Einladung: „Lass uns vernetzen“, „Buche dein Erstgespräch“ oder „Lade dir jetzt XY runter“.

Was soll jemand tun, der dich spannend findet? Schreib eine Nachricht? Einen Termin buchen? Ein Freebie downloaden? Zum Beispiel: „Lass uns sprechen. Schreib mir eine Nachricht oder buche dir direkt ein kostenloses Erstgespräch: [Link]“

Hinweise: Links sind hier leider nicht klickbar.

5. Ergänze Top-Fähigkeiten

Du kannst 5 Fähigkeiten aus dem Bereich „Kenntnisse“ hinterlegen. Das sticht visuell ins Auge und wird von LinkedIn stärker bewertet.

Ein gut geschriebener Infotext ist deine digitale Visitenkarte mit Tiefgang: Er zeigt, wer du bist, was du kannst – und warum es sich lohnt, dich kennenzulernen.​

Struktur & Lesbarkeit

LinkedIn zeigt auf dem Handy nur die ersten 2-3 Zeilen an. Danach kommt „... mehr anzeigen“. Das bedeutet: Die ersten Sätze müssen sitzen.

Kurze Absätze (2-3 Zeilen max.). Leerzeilen zwischen Absätzen, damit der Text luftig wirkt. Keine Fließtext-Wände. Emojis sind okay – aber nicht übertreiben, max. 2-3 pro Text.

Keywords einbauen – aber natürlich. Google und LinkedIn durchsuchen deinen „Über mich“-Text. Wenn du nach „Business Coach für Solopreneure“ gefunden werden willst, müssen diese Wörter im Text vorkommen. Nicht gestopft, sondern natürlich eingebaut.

Top-Fähigkeiten auswählen: Direkt unter deinem „Über mich“-Text kannst du bis zu 5 „Top-Fähigkeiten“ auswählen. Diese werden prominent angezeigt und sind durchsuchbar. Wähle hier deine wichtigsten Keywords. 

Screenshot Info ueber mich Linkedin

Der „Im Fokus“-Bereich ist deine Schaufenster-Auslage – hier kannst du genau das präsentieren, was potenzielle Kunden als Erstes sehen sollen.

Was du hier platzieren solltest:

  • Direkte Links zu Angeboten (Webinare, eBooks, Checklisten)
  • Deine besten Inhalte (Blogartikel, die deine Expertise zeigen)
  • Social Proof (Kundenergebnisse, Case Studies, Presseberichte)
  • Call-to-Actions (z.B. Link zu einem kostenlosen Erstgespräch)
Screenshot Im Fokus LinkedIn
Häufiger Fehler: Viele lassen diesen Bereich einfach leer. Oder sie pinnen irgendwelche alten Posts ohne Strategie. Das ist verschenktes Potenzial.

Die Reihenfolge ist wichtig. Die ersten 3 Inhalte sind sichtbar. Auf dem Handy kann man nur 2 vollständig sehen. Also: Dein bester Lead-Magnet oder dein Haupt-Angebot gehört ganz nach vorne.

Meine Empfehlung: 

  1. Lead-Magnet (z.B. „Kostenloser LinkedIn-Guide für Coaches“), 
  2. Dein Haupt-Angebot (z.B. „1:1 Coaching buchen“), 
  3. Testimonial oder Case Study
  4. Bester Blogartikel oder Video, 
  5. Viral gegangener Post.

Und bitte: Mobil-Check machen. Schau dir dein Profil auf dem Handy an. Sieht der „Im Fokus“-Bereich gut aus? Sind die Vorschaubilder klar? Ist der Text lesbar? Über 50 % deiner Profilbesucher nutzen laut LinkedIn-Studien die Businessplattform mobil.

Serviceleistungen – klare Angebote, bessere Anfragen

Der Bereich „Serviceleistungen“ auf LinkedIn wird oft unterschätzt, obwohl er Gold wert für die Leadgenerierung ist. Wähle aus vordefinierten Kategorien bis zu 10 Services aus – ergänze sie mit nutzenorientierten Titeln, einer keywordstarken Beschreibung (bis 500 Zeichen) und optionalem Bild oder Medium.

LinkedIn spielt deine Services prominent in der Suche aus, sogar außerhalb deines Profils – potenzielle Kunden erkennen sofort, was du anbietest, ohne langes Scrollen.

So filterst du unqualifizierte Anfragen heraus: Eine klare Definition von Angebot, Zielgruppe und Nutzen zieht nur passende Interessenten an.

Screenshot Serviceleistungen LinkedIn Profil

Optimale Nutzung:

  • Kategorien wählen – LinkedIn bietet vordefinierte Kategorien (z.B. „Coaching & Mentoring“, „Beratung“, „Training“). Wähle die passende aus, das hilft bei der Auffindbarkeit.
  • Klare, nutzenorientierte Titel – nicht „Coaching-Paket 1“, sondern „1:1 Business Coaching für Skalierung (3 Monate)“.
  • Beschreibungen mit Keywords – du hast 500 Zeichen pro Service. Nutze sie. Erkläre: Für wen ist das Angebot? Was bekommt jemand konkret? Welches Problem löst es? Was ist der Nutzen?
Beispiel: „1:1 Business Coaching für selbstständige Coaches, die ihr Business skalieren wollen – ohne 60-Stunden-Wochen. In 12 Wochen entwickeln wir deine Positionierung, strukturieren deine Angebote und bauen einen LinkedIn-Akquise-Funnel auf, der dir monatlich 3-5 qualifizierte Anfragen bringt. Für Coaches mit ersten Kunden, die den nächsten Schritt gehen wollen.“

Bilder hochladen – wenn möglich, lade zu jedem Service ein passendes Bild hoch (z.B. Foto von dir beim Coaching, ein Mockup deines Programms). Visuelle Elemente bleiben hängen.

Aus meiner Praxis: Ich sehe immer wieder Profile ohne Serviceleistungen – oder nur mit einem pauschalen „Coaching“ eingetragen. Das ist, als würdest du auf deiner Website keinen Service-Bereich haben. Nutze diese Fläche!

Berufserfahrung – zeig, was du wirklich kannst

Deine Berufserfahrung ist nicht nur ein Lebenslauf. Sie ist Social Proof. LinkedIn zeigt hier nicht nur deine Stationen, sondern auch: Wie lange du etwas schon machst, was du konkret erreicht hast, welche Skills du dabei eingesetzt hast.

Screenshot Berufserfahrung linkedin

Was gehört hier rein – und was nicht:

Zeige nur, was für deine heutige Positionierung relevant ist. Wenn du heute Business Coach bist, interessiert niemanden deine Praktikumsstelle von vor 15 Jahren.

Konkrete Erfolge & Metriken – nicht „Ich habe Kunden gecoacht“, sondern „Ich habe mehr 25 Coaches dabei begleitet, ihren Umsatz im ersten Jahr um durchschnittlich 40% zu steigern.“

Zahlen sind Gold: Wenn du messbare Ergebnisse hast (Anzahl Kunden, Umsatzsteigerung, Zeitersparnis), schreib sie rein. LinkedIn-Nutzer (und nicht nur die) lieben Fakten.
  • Medien hinzufügen – du kannst zu jeder Station Bilder, Videos, Links, Präsentationen hochladen. Nutze das! Foto von einem Workshop, den du geleitet hast. Link zu einem Projekt oder Case Study. PDF mit Testimonials von Kunden aus dieser Zeit.
  • Skills zuordnen – LinkedIn lässt dich zu jeder Station Skills hinzufügen (z.B. „Business Coaching“, „LinkedIn-Strategie“). Das hilft bei der Auffindbarkeit.

Ich sehe viel zu oft schwammige Beschreibungen wie „Ich habe mit Kunden gearbeitet und ihnen geholfen, erfolgreich zu sein.“ Das ist nichts wert.

Besser: „Als Business Coach habe ich 2022-2024 über 30 Solopreneure dabei begleitet, ihr Coaching-Business zu strukturieren. Ergebnisse: 15 Kunden haben innerhalb von 6 Monaten ihren Umsatz verdoppelt, 8 haben ihre Arbeitszeit um 30% reduziert, 12 haben erfolgreich auf LinkedIn-Akquise umgestellt.“

Siehst du den Unterschied? Konkret. Messbar. Glaubwürdig.

Achtung: Erfinde keine Zahlen. Aber wenn du echte Erfolge hast, schreib sie rein. LinkedIn-Nutzer wollen wissen, ob du lieferst – nicht, ob du nett klingst.

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In meinem LinkedIn-Coaching zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du dein Profil optimierst – und wie du mit System Kunden gewinnst, statt auf Zufall zu hoffen.

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Kenntnisse & Fähigkeiten – deine Sichtbarkeit steht und fällt damit

LinkedIn lässt dich bis zu 50 „Kenntnisse & Fähigkeiten“ (Skills) eintragen. Diese sind durchsuchbar – sowohl auf LinkedIn als auch auf Google. Nutze das strategisch.

Screenshot LinkedIn Kenntnisse und Faehigkeiten

ToDos für dich :)

  • Top 5 Skills festlegen: LinkedIn zeigt die ersten 3-5 Skills prominent an. Wähle hier deine wichtigsten Keywords – also die Skills, nach denen deine Zielgruppe sucht. 
  • Skills zu Berufserfahrung zuordnen – du kannst Skills direkt zu deinen Jobs hinzufügen. Das stärkt die Verbindung zwischen „Das kann ich“ und „Das habe ich gemacht“.
  • Bestätigungen einholen – LinkedIn zeigt an, wie viele Personen deine Skills bestätigt haben. Das ist Social Proof. Bitte gezielt Menschen aus deinem Netzwerk, deine Top-Skills zu bestätigen. Zum Beispiel: „Hey [Name], ich baue gerade mein LinkedIn-Profil aus. Würdest du mir kurz meine Skills für [Skill 1] und [Skill 2] bestätigen? Dauert 10 Sekunden 😊 Danke dir!“
  • Nicht zu breit streuen – Fokus ist wichtiger als Quantität. Lieber 10 klare, relevante Skills als 50 random Skills, die nichts aussagen.

Empfehlungen – Social Proof, der wirklich wirkt

Empfehlungen von zufriedenen Kunden oder auch Arbeitskollegen sind einer der stärksten Vertrauensfaktoren. Sie erscheinen direkt auf deinem Profil und zeigen: Du lieferst, was du versprichst. Aber ich weiß auch: Viele scheuen sich, aktiv danach zu fragen.

Screenshot Empfehlungen

Gute Empfehlungen beschreiben konkrete Ergebnisse, die du bewirkt hast. LinkedIn durchsucht auch Empfehlungen nach Keywords.

Wie du Empfehlungen bekommst:

  • Aktiv fragen – die meisten Menschen schreiben keine Empfehlung von sich aus. Du musst fragen. Und zwar die richtigen Leute: Zufriedene Kunden, die echte Ergebnisse hatten. Kooperationspartner. Ehemalige Arbeitgeber oder Kollegen, wenn relevant.
  • Das richtige Timing – frage am besten direkt nach einem erfolgreichen Projektabschluss, wenn die Begeisterung noch frisch ist.
Beispiel-Nachricht:
„Liebe [Name], ich freue mich wahnsinnig, dass wir zusammen [Ergebnis] erreicht haben! Würdest du mir eine kurze Empfehlung auf LinkedIn schreiben? Es würde mir sehr helfen, mehr Menschen wie dich zu finden. Gerne schreibe ich dir auch eine Empfehlung zurück 😊"
  • Formulierungshilfe anbieten – viele Menschen wissen nicht, was sie schreiben sollen. Biete ihnen eine Vorlage an oder schlage vor, worauf sie eingehen könnten: Mit welchem Problem bist du zu mir gekommen? Was hat sich durch unsere Zusammenarbeit verändert? Was würdest du anderen empfehlen, die vor der gleichen Herausforderung stehen?
  • Geben & Nehmen – schreibe auch anderen Empfehlungen. Das ist nicht nur nett, es erhöht auch die Chance, dass sie dir eine zurückschreiben.
Häufiger Fehler: Viele Profile haben null Empfehlungen. Das wirkt, als hätte noch nie jemand mit dir gearbeitet. Selbst 2-3 gute Empfehlungen machen einen riesigen Unterschied.

Custom URL & Co. – die versteckten Einstellungen

Es gibt ein paar versteckte Einstellungen, die einen großen Unterschied machen – vor allem für SEO und Teilbarkeit.

Custom URL einrichten: Standardmäßig sieht deine LinkedIn-URL so aus: linkedin.com/in/nicole-kempe-a1b2c3d4. Das wirkt unprofessionell und ist schwer zu merken. Du kannst eine Custom URL einstellen – und solltest du auch.

So geht's: Geh auf dein Profil → Klicke oben rechts auf „Öffentliches Profil und URL bearbeiten" → Rechts erscheint ein Feld: „URL für dein öffentliches Profil bearbeiten" → Trage deinen Namen ein (z.B. linkedin.com/in/nicolekempe).

Vorteile einer Custom URL: 

  • Professioneller – sieht auf Visitenkarten, in E-Mail-Signatureus besser aus. 
  • SEO – Google rankt „sprechende" URLs besser. 
  • Teilbar – einfacher zu merken und weiterzugeben.

Öffentliche Sichtbarkeit deines Profils prüfen: Stelle sicher, dass dein Profil öffentlich sichtbar ist – also auch für Menschen, die nicht auf LinkedIn eingeloggt sind. So können Google und KI-Suchmaschinen dein Profil indexieren, potenzielle Kunden dich finden (auch ohne LinkedIn-Account) und du deinen Profil-Link überall teilen (z.B. auf deiner Website, in Social Media Bios).

Geh zu: Einstellungen & Datenschutz → Sichtbarkeit → Öffentliches Profil bearbeiten. Stelle sicher, dass „Öffentliches Profil" auf „Ein" steht.

Themenkonsistenz  – warum der Algorithmus Klarheit liebt

LinkedIn funktioniert heute anders als noch vor 2-3 Jahren. Der Algorithmus hat gelernt, thematische Konsistenz zu erkennen – und zu belohnen.

Wenn du in deinem Profil (Headline, About, Berufserfahrung, Posts) immer wieder dasselbe Kernthema bespielst, wirst du häufiger in Suchergebnissen angezeigt, öfter im Feed ausgespielt (auch bei Menschen, die dir nicht folgen) und stärker als Experte wahrgenommen.

Das heißt nicht, dass du nur noch über ein Thema sprechen darfst. Aber dein roter Faden sollte klar sein.

Beispiel:
Headline: „LinkedIn-Strategin für Coaches | Ich zeige dir, wie du planbar Kunden gewinnst – ohne Algorithmus-Stress"

About: „Ich helfe Coaches, LinkedIn als stabilen Akquise-Kanal aufzubauen – mit Content, der für dich arbeitet, auch wenn du offline bist."

Berufserfahrung: „LinkedIn-Beraterin | 2020-heute | Über 50 Coaches dabei begleitet, monatlich 3-5 qualifizierte Anfragen über LinkedIn zu generieren."

Posts: Regelmäßig über LinkedIn-Strategie, Content-Planung, Profiloptimierung, Algorithmus-Updates.

Siehst du das Muster? Alles dreht sich um LinkedIn-Strategie für Coaches. Das ist Themenkonsistenz.

Mein Tipp: Definiere dein Kernthema in einem Satz. Dann prüfe: Ist das in Headline, About und Berufserfahrung klar erkennbar? Wenn nicht, überarbeite.

Ein optimiertes Profil bringt dir Views. Aber Views allein bringen kein Geld. Du brauchst eine klare Handlungsaufforderung, die aus Views Buchungen macht.

Wo du Links platzieren kannst: Im „Über mich"-Bereich (z.B. Link zum Kalender-Tool oder Freebie). Im „Im Fokus"-Bereich (hier kannst du mehrere Links pinnen). In den Serviceleistungen (wenn du externe Buchungslinks hast).

Was funktioniert als Lead-Magnet: 

  • Kostenloses Erstgespräch (via Calendly, Acuity). 
  • Freebie oder PDF-Guide (z.B. „10 LinkedIn-Fehler, die Coaches machen"). 
  • Webinar-Anmeldung. 
  • Newsletter-Anmeldung, wenn du E-Mail-Marketing machst.
Beispiel-CTA im „Über mich"-Bereich:
„Wenn du wissen willst, wie du LinkedIn als stabilen Akquise-Kanal aufbaust, lass uns sprechen. Buche dir hier ein kostenloses 30-Minuten-Erstgespräch: [Link]"

Wichtig: Klare nächste Schritte. Viele Profile enden einfach. Keine Handlungsaufforderung. Keine nächsten Schritte. Das ist, als würdest du jemanden auf deiner Website landen lassen – ohne Button, ohne Link, ohne Kontaktmöglichkeit.

Frage dich: Was soll jemand tun, der mein Profil spannend findet? Dann schreib es klar rein. Und verlinke es.

Fazit: 30 Minuten, die dein Business verändern

Ein optimiertes LinkedIn-Profil ist keine einmalige Sache. Es ist ein lebendiges Dokument, das mit deinem Business wächst. Aber die Grundlagen – die wichtigsten 80% – kannst du in 30-60 Minuten erledigen.

Deine 30-Minuten-Checklist:

  • Profilbild prüfen: Professionell? Klar erkennbar? Freundlich?
  • Headline überarbeiten: Ist klar, was du machst, für wen, mit welchem Nutzen?
  • „Über mich" schreiben: Story, Angebot, Zielgruppe, CTA – alles drin?
  • „Im Fokus" befüllen: Deine besten Inhalte, Freebies, Angebote vorne?
  • Serviceleistungen eintragen: Mindestens 3 klare Angebote mit Beschreibung?
  • Berufserfahrung aktualisieren: Relevante Stationen mit konkreten Erfolgen?
  • Skills festlegen: Top 5 Skills klar definiert?
  • Empfehlungen einholen: Mindestens 2-3 gute Testimonials?
  • Custom URL einrichten: Professionelle, teilbare URL?
  • CTA setzen: Ist klar, wie jemand dich kontaktieren oder buchen kann?

Wenn du diese 10 Punkte abgearbeitet hast, hast du ein Profil, das für dich arbeitet. Das bei Google rankt. Das Leads qualifiziert. Das Vertrauen aufbaut.

Mein letzter Tipp: Mach jetzt einen Screenshot von dieser Checkliste. Dann nimm dir heute Abend 30 Minuten. Oder morgen früh. Aber mach es. Denn ein Profil, das du nicht optimierst, ist Geld, das du liegenlässt.

Wenn dein Profil steht, geht's weiter: Content-Strategie. Regelmäßig posten. Mit deiner Zielgruppe interagieren. LinkedIn als System aufbauen, nicht als Zufalls-Kanal.

Aber das ist ein anderes Thema. Für einen anderen Artikel 😊

Viel Erfolg bei deiner Profil-Optimierung!
Und wenn du fertig bist: Tag mich gerne auf LinkedIn (@nicolekempe) – ich freue mich, dein neues Profil zu sehen.

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