
Letzte Woche schrieb mir eine Kundin: „Nicole, ich habe gerade meinen ersten Kundenauftrag via LinkedIn bekommen. Die Anfrage kam von einer ehemaligen Arbeitskollegin und sie hat mich über meine LinkedIn-Beiträge wiederentdeckt. Sie war auf meinem Profil und hat mich dann direkt angefragt. Ohne ein einziges Verkaufsgespräch vorher.“
Genauso funktioniert ein optimiertes LinkedIn-Profil. Es arbeitet für dich. 24 Stunden am Tag. Auch wenn du schläfst, mit deiner Familie oder Freunden zusammen bist und gerade gar nicht an Kundengewinnung denkst.
Aber hier ist das Problem: Die meisten Coaches behandeln ihr LinkedIn-Profil wie einen digitalen Lebenslauf. Eine Ansammlung von Stationen, Zertifikaten und Buzzwords, die niemanden wirklich erreichen.
Dabei könnte es so viel mehr sein: Eine digitale Visitenkarte, die deine Expertise zeigt, Vertrauen aufbaut und die richtigen Menschen zu dir führt.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du dein LinkedIn-Profil so optimierst, dass es nicht nur gefunden wird – sondern auch wirkt.
LinkedIn ist längst mehr als nur ein Business-Netzwerk. Es ist mittlerweile eine der stärksten Suchmaschinen für Expertise. Und LinkedIn Profile und LinkedIn-Artikel werden auch in KI-Suchmaschinen aufgenommen.
Wenn jemand bei Google und Perplexity nach „Leadership Coach Hamburg“ oder „Business Coach für Solopreneure“ sucht, tauchen LinkedIn-Profile in den Ergebnissen auf. Oft auf Seite 1. Das heißt: Dein Profil ist deine digitale Visitenkarte – und zwar eine, die nicht nur auf LinkedIn selbst gesehen wird, sondern auch in der Google-Suche rankt, wenn du die richtigen Keywords einbaust.
Dein Profil qualifiziert Leads, bevor dich jemand überhaupt kontaktiert.
Aber LinkedIn funktioniert heute anders als noch vor ein, zwei Jahren. Der Algorithmus bevorzugt mittlerweile thematisch konsistente Profile. Wenn du in Headline, Über-mich, Berufserfahrung und Posts immer wieder dasselbe Kernthema bespielst, wirst du häufiger in Suchergebnissen und im LinkedIn-Feed ausgespielt.
Dein Profilbild ist das Erste, was Menschen sehen. In Suchergebnissen, in Kommentaren, in Nachrichten. Es muss auf einen Blick klar machen: Hier spricht jemand, dem ich vertrauen kann.
Was funktioniert?
Mein Tipp: Investiere einmal in ein professionelles Fotoshooting. Du bekommst 5 bis 10 verschiedene Aufnahmen, die du vielleicht sogar jahrelang nutzen kannst.
Die Headline ist dein Slogan. Sie erscheint überall: In Suchergebnissen, unter deinem Namen, in Kommentaren, in der Sidebar. Du hast maximal 220 Zeichen – und musst drei Dinge klar machen: Was du tust, für wen du es tust und welchen Nutzen du bringst. Du solltest aber deine Kernbotschaft in den ersten 120 Zeichen unterbringen, da der Slogan abgeschnitten wird.
Beispielbild von mir anhand eines Kommentars:
Siehst du den Unterschied? Die erste Headline sagt: „Ich mache irgendwas mit Business.“ Die zweite sagt: „Ich helfe einer bestimmten Zielgruppe mit einem konkreten Problem.“
LinkedIn und Google durchsuchen deine Headline. Wenn jemand nach „Business Coach Hamburg“ sucht und du diese Wörter in deiner Headline hast, wirst du eher gefunden. Überlege dir 3-5 Keywords, nach denen deine Zielgruppe sucht – zum Beispiel Business Coach, Leadership Coach, Solopreneure, Skalierung, Burnout-Prävention – und baue mindestens 2-3 davon in deine Headline ein.
Beispiele für starke Headlines:
Wichtig: Deine Headline ist kein Roman. Kurz, klar, konkret. Wenn jemand sie in 3 Sekunden nicht versteht, ist sie zu kompliziert.
Worauf es ankommt:
Ich zeige dir, wie du dein Profil so optimierst, dass es wirklich für dich arbeitet – und wie du mit System Kunden gewinnst, statt auf Zufall zu hoffen.
Mehr über LinkedIn-Coaching erfahrenDas Titelbild ist der große Header-Bereich ganz oben auf deinem Profil. Es ist eine zusätzliche Fläche, um Kontext zu schaffen. Im Basis-Profil kannst du ein Bild hinterlegen und im Premium-Modus sogar mehrere, die dann abwechselnd dargestellt werden.
Was funktioniert für den Banner?
Dein Titelbild sollte 1584 x 396 Pixel groß sein. Denk daran, dass dein Profilbild einen Teil des Titelbildes überdeckt. Platziere also keine wichtigen Elemente an dieser Stelle.
Die Darstellung auf dem Smartphone versus auf großen Bildschirmen ist ebenfalls unterschiedlich. Da LinkedIn inzwischen überwiegend mobil genutzt wird, überprüfe unbedingt die Darstellung auf kleinen Bildschirmen.
Du kannst dein Titelbild auch für einen dezenten Call-to-Action nutzen: „Jetzt Kennenlerngespräch buchen“ oder „Jetzt Podcast abonnieren“. Aber bitte nicht zu werblich – das wirkt schnell unprofessionell.
Der „Über mich“-Bereich ist deine wichtigste Verkaufsfläche. Hier hast du 2.600 Zeichen Platz, um zu erklären: Wer du bist, was du machst, für wen du es machst, warum du die richtige Person dafür bist – und was der nächste Schritt ist.
So optimierst du deine Infobox Schritt für Schritt:
1. Starte mit einem Aufhänger.
Die ersten zwei bis drei Zeilen müssen ins Auge fallen. Stelle eine Frage, beschreibe ein typisches Problem deiner Zielgruppe oder beginne mit einer persönlichen Beobachtung. Nur diese Zeilen sind ohne Klick sichtbar – nutze sie strategisch.
Beispiel: „Die meisten Coaches arbeiten 60 Stunden pro Woche – und verdienen trotzdem zu wenig. Ich weiß das, weil ich genau da war.“
2. Erzähle deine Geschichte mit Fokus.
Kein Lebenslauf, sondern eine Mini-Story: Wie bist du zu deinem heutigen Coaching-Thema gekommen? Warum machst du, was du machst? Was motiviert dich dabei? Was hat dich zu deiner Expertise gebracht? Storytelling schafft Nähe und Vertrauen.
Menschen kaufen von Menschen – keine anonyme „Ich helfe dir“-Floskel. Erzähl deine Geschichte.
3. Mach dein Angebot klar.
Was bekommt jemand, der mit dir arbeitet?
Keine Buzzwords („ganzheitlich“, „transformierend“), sondern echte Ergebnisse. Zum Beispiel: „Ich helfe Coaches, ihr Business so zu strukturieren, dass sie in 30 Stunden pro Woche mehr verdienen als vorher in 60 – mit klaren Angeboten, skalierbaren Prozessen und LinkedIn als Akquise-Kanal.“
Sei spezifisch, für wen du arbeitest. „Ich arbeite mit Coaches“ ist zu breit. „Ich arbeite mit selbstständigen Coaches, die schon erste Kunden haben, aber nicht wissen, wie sie skalieren“ – das ist klar.
4. Runde mit einem Call-to-Action ab.
Beende deinen Text mit einer klaren Einladung: „Lass uns vernetzen“, „Buche dein Erstgespräch“ oder „Lade dir jetzt XY runter“.
Was soll jemand tun, der dich spannend findet? Schreib eine Nachricht? Einen Termin buchen? Ein Freebie downloaden? Zum Beispiel: „Lass uns sprechen. Schreib mir eine Nachricht oder buche dir direkt ein kostenloses Erstgespräch: [Link]“
Hinweise: Links sind hier leider nicht klickbar.
5. Ergänze Top-Fähigkeiten
Du kannst 5 Fähigkeiten aus dem Bereich „Kenntnisse“ hinterlegen. Das sticht visuell ins Auge und wird von LinkedIn stärker bewertet.
Ein gut geschriebener Infotext ist deine digitale Visitenkarte mit Tiefgang: Er zeigt, wer du bist, was du kannst – und warum es sich lohnt, dich kennenzulernen.
LinkedIn zeigt auf dem Handy nur die ersten 2-3 Zeilen an. Danach kommt „... mehr anzeigen“. Das bedeutet: Die ersten Sätze müssen sitzen.
Kurze Absätze (2-3 Zeilen max.). Leerzeilen zwischen Absätzen, damit der Text luftig wirkt. Keine Fließtext-Wände. Emojis sind okay – aber nicht übertreiben, max. 2-3 pro Text.
Keywords einbauen – aber natürlich. Google und LinkedIn durchsuchen deinen „Über mich“-Text. Wenn du nach „Business Coach für Solopreneure“ gefunden werden willst, müssen diese Wörter im Text vorkommen. Nicht gestopft, sondern natürlich eingebaut.
Top-Fähigkeiten auswählen: Direkt unter deinem „Über mich“-Text kannst du bis zu 5 „Top-Fähigkeiten“ auswählen. Diese werden prominent angezeigt und sind durchsuchbar. Wähle hier deine wichtigsten Keywords.
Der „Im Fokus“-Bereich ist deine Schaufenster-Auslage – hier kannst du genau das präsentieren, was potenzielle Kunden als Erstes sehen sollen.
Was du hier platzieren solltest:
Die Reihenfolge ist wichtig. Die ersten 3 Inhalte sind sichtbar. Auf dem Handy kann man nur 2 vollständig sehen. Also: Dein bester Lead-Magnet oder dein Haupt-Angebot gehört ganz nach vorne.
Meine Empfehlung:
Und bitte: Mobil-Check machen. Schau dir dein Profil auf dem Handy an. Sieht der „Im Fokus“-Bereich gut aus? Sind die Vorschaubilder klar? Ist der Text lesbar? Über 50 % deiner Profilbesucher nutzen laut LinkedIn-Studien die Businessplattform mobil.
Der Bereich „Serviceleistungen“ auf LinkedIn wird oft unterschätzt, obwohl er Gold wert für die Leadgenerierung ist. Wähle aus vordefinierten Kategorien bis zu 10 Services aus – ergänze sie mit nutzenorientierten Titeln, einer keywordstarken Beschreibung (bis 500 Zeichen) und optionalem Bild oder Medium.
LinkedIn spielt deine Services prominent in der Suche aus, sogar außerhalb deines Profils – potenzielle Kunden erkennen sofort, was du anbietest, ohne langes Scrollen.
So filterst du unqualifizierte Anfragen heraus: Eine klare Definition von Angebot, Zielgruppe und Nutzen zieht nur passende Interessenten an.
Optimale Nutzung:
Bilder hochladen – wenn möglich, lade zu jedem Service ein passendes Bild hoch (z.B. Foto von dir beim Coaching, ein Mockup deines Programms). Visuelle Elemente bleiben hängen.
Deine Berufserfahrung ist nicht nur ein Lebenslauf. Sie ist Social Proof. LinkedIn zeigt hier nicht nur deine Stationen, sondern auch: Wie lange du etwas schon machst, was du konkret erreicht hast, welche Skills du dabei eingesetzt hast.
Was gehört hier rein – und was nicht:
Zeige nur, was für deine heutige Positionierung relevant ist. Wenn du heute Business Coach bist, interessiert niemanden deine Praktikumsstelle von vor 15 Jahren.
Konkrete Erfolge & Metriken – nicht „Ich habe Kunden gecoacht“, sondern „Ich habe mehr 25 Coaches dabei begleitet, ihren Umsatz im ersten Jahr um durchschnittlich 40% zu steigern.“
Ich sehe viel zu oft schwammige Beschreibungen wie „Ich habe mit Kunden gearbeitet und ihnen geholfen, erfolgreich zu sein.“ Das ist nichts wert.
Siehst du den Unterschied? Konkret. Messbar. Glaubwürdig.
In meinem LinkedIn-Coaching zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du dein Profil optimierst – und wie du mit System Kunden gewinnst, statt auf Zufall zu hoffen.
Jetzt LinkedIn-Coaching buchenLinkedIn lässt dich bis zu 50 „Kenntnisse & Fähigkeiten“ (Skills) eintragen. Diese sind durchsuchbar – sowohl auf LinkedIn als auch auf Google. Nutze das strategisch.
ToDos für dich :)
Empfehlungen von zufriedenen Kunden oder auch Arbeitskollegen sind einer der stärksten Vertrauensfaktoren. Sie erscheinen direkt auf deinem Profil und zeigen: Du lieferst, was du versprichst. Aber ich weiß auch: Viele scheuen sich, aktiv danach zu fragen.
Gute Empfehlungen beschreiben konkrete Ergebnisse, die du bewirkt hast. LinkedIn durchsucht auch Empfehlungen nach Keywords.
Wie du Empfehlungen bekommst:
Es gibt ein paar versteckte Einstellungen, die einen großen Unterschied machen – vor allem für SEO und Teilbarkeit.
Custom URL einrichten: Standardmäßig sieht deine LinkedIn-URL so aus: linkedin.com/in/nicole-kempe-a1b2c3d4. Das wirkt unprofessionell und ist schwer zu merken. Du kannst eine Custom URL einstellen – und solltest du auch.
So geht's: Geh auf dein Profil → Klicke oben rechts auf „Öffentliches Profil und URL bearbeiten" → Rechts erscheint ein Feld: „URL für dein öffentliches Profil bearbeiten" → Trage deinen Namen ein (z.B. linkedin.com/in/nicolekempe).
Vorteile einer Custom URL:
Öffentliche Sichtbarkeit deines Profils prüfen: Stelle sicher, dass dein Profil öffentlich sichtbar ist – also auch für Menschen, die nicht auf LinkedIn eingeloggt sind. So können Google und KI-Suchmaschinen dein Profil indexieren, potenzielle Kunden dich finden (auch ohne LinkedIn-Account) und du deinen Profil-Link überall teilen (z.B. auf deiner Website, in Social Media Bios).
Geh zu: Einstellungen & Datenschutz → Sichtbarkeit → Öffentliches Profil bearbeiten. Stelle sicher, dass „Öffentliches Profil" auf „Ein" steht.
LinkedIn funktioniert heute anders als noch vor 2-3 Jahren. Der Algorithmus hat gelernt, thematische Konsistenz zu erkennen – und zu belohnen.
Wenn du in deinem Profil (Headline, About, Berufserfahrung, Posts) immer wieder dasselbe Kernthema bespielst, wirst du häufiger in Suchergebnissen angezeigt, öfter im Feed ausgespielt (auch bei Menschen, die dir nicht folgen) und stärker als Experte wahrgenommen.
Das heißt nicht, dass du nur noch über ein Thema sprechen darfst. Aber dein roter Faden sollte klar sein.
Siehst du das Muster? Alles dreht sich um LinkedIn-Strategie für Coaches. Das ist Themenkonsistenz.
Ein optimiertes Profil bringt dir Views. Aber Views allein bringen kein Geld. Du brauchst eine klare Handlungsaufforderung, die aus Views Buchungen macht.
Wo du Links platzieren kannst: Im „Über mich"-Bereich (z.B. Link zum Kalender-Tool oder Freebie). Im „Im Fokus"-Bereich (hier kannst du mehrere Links pinnen). In den Serviceleistungen (wenn du externe Buchungslinks hast).
Was funktioniert als Lead-Magnet:
Wichtig: Klare nächste Schritte. Viele Profile enden einfach. Keine Handlungsaufforderung. Keine nächsten Schritte. Das ist, als würdest du jemanden auf deiner Website landen lassen – ohne Button, ohne Link, ohne Kontaktmöglichkeit.
Frage dich: Was soll jemand tun, der mein Profil spannend findet? Dann schreib es klar rein. Und verlinke es.
Ein optimiertes LinkedIn-Profil ist keine einmalige Sache. Es ist ein lebendiges Dokument, das mit deinem Business wächst. Aber die Grundlagen – die wichtigsten 80% – kannst du in 30-60 Minuten erledigen.
Deine 30-Minuten-Checklist:
Wenn du diese 10 Punkte abgearbeitet hast, hast du ein Profil, das für dich arbeitet. Das bei Google rankt. Das Leads qualifiziert. Das Vertrauen aufbaut.
Wenn dein Profil steht, geht's weiter: Content-Strategie. Regelmäßig posten. Mit deiner Zielgruppe interagieren. LinkedIn als System aufbauen, nicht als Zufalls-Kanal.
Aber das ist ein anderes Thema. Für einen anderen Artikel 😊
Viel Erfolg bei deiner Profil-Optimierung!
Und wenn du fertig bist: Tag mich gerne auf LinkedIn (@nicolekempe) – ich freue mich, dein neues Profil zu sehen.
In meinem 1:1 LinkedIn-Coaching gehen wir gemeinsam durch dein Profil – ich zeige dir, wo du Potenzial liegenlässt und wie du es konkret besser machst. Plus: Content-Strategie, Reichweiten-Aufbau, Kundengewinnung.
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