
Regelmäßige Posts sind für einen erfolgreichen Blog unverzichtbar. Nach der enthusiastischen Startphase kämpfen allerdings viele mit dem Problem, dass sich neue Themen partout nicht zeigen wollen.
Vielleicht kennst du das: Je angestrengter du nachdenkst, desto weniger fällt dir ein.
Kreativität ist ein Muskel, den du trainieren kannst. Und es ist wie mit allem: Kennst du Kreativitätstechniken und nutzt sie gezielt, bekommst du Übung.
In diesem Artikel zeige ich dir drei Techniken, die komplett ohne Bildschirm funktionieren. Papier, Stift, dein Kopf – mehr brauchst du nicht.
Dieser Artikel ist für dich, wenn du bewusst den Rechner zumachen willst. Für systematische Ideenfindung mit Tools und Workflows schau dir meinen Artikel über Content-Bank und Ideenbank aufbauen an. Und wenn du speziell LinkedIn-Ideen suchst: Hier sind 10 Content-Ideen für LinkedIn-Posts.
Eine meiner Lieblingstechniken ist das Clustering. Clustering ist mit dem Brainstorming verwandt. Alles, was du dazu benötigst, ist Papier und Stift.
In der Mitte des Blattes schreibst du das zentrale Thema deines Business-Blogs und notierst anschließend die Assoziationen.
Wichtig ist, dass du ALLES aufschreibst, auch wenn es auf den ersten Blick völlig unpassend erscheint. Nach spätestens zehn Minuten hörst du auf, schiebst das Blatt für kurze (oder auch etwas längere) Zeit beiseite und ordnest dann die Assoziationen.
So sieht das in der Praxis aus: Du schreibst „Content-Marketing" in die Mitte. Drum herum tauchen auf: „Zeitmangel", „Instagram", „Kundenfragen", „Newsletter", „Fotos", „Angst vor Video", „Recycling", „Bloggen", „Canva"… Nach zehn Minuten gruppierst du die Begriffe und siehst plötzlich drei oder vier Artikelthemen, die du vorher nicht auf dem Schirm hattest.
Für diese Übung brauchst du ca. 1–2 Stunden Zeit, genügend Ruhe und einen ungestörten Ort. Am besten beginnst du mit einer Entspannungsübung, damit du alle Probleme loslassen kannst – auch deine Themenfindung. Ich kann beim Hören einer Meditations-App gut entspannen.
Auch wenn es abgehoben klingt: Bring dich gedanklich an einen Ort, an dem du dich wohlfühlst und lass Bilder zu deinem Thema vor deinem geistigen Auge ablaufen. Vertraue auf dein Unterbewusstsein.
Wenn du Angst hast, dass du die Lösung vergisst, nimm dir ein Diktiergerät oder nutze den Audiorecorder an deinem Smartphone. So kannst du dir wichtig erscheinende Bilder aufs Band sprechen. Keine Sorge, nur unwichtige Szenen gehen verloren. Gute Ideen sind auch am nächsten Morgen vollkommen klar vorhanden.
Diese Technik ist mein Geheimtipp für alle, die beim Stillsitzen keine Ideen bekommen – aber unterwegs plötzlich sprudeln.
So funktioniert's: Du gehst 15 bis 20 Minuten spazieren. Ohne Podcast, ohne Musik, ohne Telefonate. Nur du und deine Gedanken. Nimm eine einzige Frage mit nach draußen – zum Beispiel: „Was beschäftigt meine Kunden gerade am meisten?"
Wenn dir etwas einfällt, sprichst du es als Sprachmemo auf dein Handy. Nicht ausformuliert, nicht perfekt – einfach den Gedanken festhalten. Nach dem Spaziergang hast du meistens 5 bis 10 Rohideen.
Warum das funktioniert: Bewegung aktiviert Hirnregionen, die beim Sitzen am Schreibtisch weniger aktiv sind. Studien zeigen, dass Gehen die kreative Leistung um bis zu 60 Prozent steigern kann. Steve Jobs war bekannt für seine „Walking Meetings" – und er war damit nicht allein.
Die Kundenfragen-Runde: Du denkst gezielt an deine letzten drei Kundengespräche. Welche Fragen kamen? Welche Unsicherheiten? Jede Frage ist ein potenzieller Blogartikel.
Die „Was würde ich einer Freundin raten?"-Runde: Stell dir vor, eine Freundin fragt dich beim Kaffee um Rat zu deinem Fachthema. Was würdest du ihr sagen? Genau das ist dein nächster Post.
Die Gegenteil-Runde: Du denkst an die häufigsten Tipps in deiner Branche – und überlegst, wo du anderer Meinung bist. Kontroverse Perspektiven ergeben oft die stärksten Inhalte.
Die Themen sind da – suche sie nicht, sondern schule stattdessen deine Aufmerksamkeit.
Sicher fielen dir bereits Themen und Ideen ein, ohne dass du gezielt darüber nachgedacht hast. Es gibt eine Reihe von Tätigkeiten, die das kreative Gehirn anregen. Vielleicht kommen dir ein paar davon bekannt vor:
Bleib achtsam für die kleinen Dinge, die auf dem Weg liegen. Notiere sie bei der ersten Gelegenheit, auch wenn du sie erst viel später aufgreifst. Ich liebe Technik und Spielereien, aber Stift und Notizbuch stecken griffbereit in der Tasche. Passt es gerade nicht mit dem Schreiben, nutze ich die Aufnahmefunktion am Smartphone.
Sicher ist Fachinformation für deine Leser wichtig. Genauso wichtig ist es, dass sie den Menschen hinter dem Blog kennenlernen. Es macht die Sache persönlicher und motiviert, dir zu folgen oder dein Angebot anzunehmen.
Vielleicht fallen dir kleine Anekdoten aus deinem Alltag ein, die du in Blogartikel nebenbei einflechten kannst.
Du hast jetzt offline Ideen gesammelt? Perfekt. Der nächste Schritt: Bring sie in ein System. In meinem Artikel über die Content-Bank für Coaches zeige ich dir, wie du aus losen Ideen einen wiederverwendbaren Content-Pool aufbaust. Und wenn du speziell nach Inspiration für LinkedIn suchst: 10 Content-Ideen für LinkedIn-Posts.
In meinem Content-Coaching entwickeln wir gemeinsam deinen Themenplan und bauen ein System auf, das dir die Umsetzung leicht macht.
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