
Ich hab's lange versucht. Alles mit einem Tool machen.
ChatGPT für alles. Ideen, Texte, Struktur, Hooks.
Die ersten Wochen? Lief gut. Schnell. Einfach.
Dann hab ich's gemerkt: Meine Posts klangen gleich.
Immer dieselben Formulierungen. Dieselbe Struktur. Irgendwie... generisch.
Und dann kam die Erkenntnis: Ein Tool kann nicht alles.
Genau wie du nicht mit einem Hammer sowohl Nägel einschlagen als auch Schrauben reindrehen kannst, oder?
Jedes Werkzeug hat seine Stärke.
Heute nutze ich vier Tools für meinen LinkedIn-Content. Jedes mit einer klaren Aufgabe.
Und weißt du was? Seitdem sind meine Posts besser. Persönlicher. Und ich spare trotzdem Zeit.
In diesem Artikel zeige ich dir, welches Tool wofür, wie ich sie kombiniere – und wo du trotzdem noch selbst Hand anlegen musst.
Lass mich dir von meiner "Alles-mit-ChatGPT"-Phase erzählen.
Am Anfang war ich begeistert. Stell eine Frage. Zack. Antwort.
"Gib mir 10 Post-Ideen zu Personal Branding."
Boom. 10 Ideen.
"Schreib mir einen Post zu Idee Nummer 3."
Zack. Post fertig.
Das war... magisch. Oder?
Dann, nach drei Monaten, hab ich meine Posts nochmal durchgelesen.
Und gemerkt: Die klingen alle gleich.
Dieselben Satzanfänge. Dieselben Strukturen. Immer "3 Tipps", "5 Strategien", "7 Wege".
Und das Schlimmste? Es klang nicht nach mir.
Hier ist, was ich verstanden habe: Tools haben Stärken. Und Schwächen.
ChatGPT ist schnell. Aber generisch. Claude versteht Kontext besser. Aber ist langsamer. Gamma erstellt Präsentationen. Aber keine Infografiken. NotebookLM macht Infografiken. Aber keine Präsentationen.
Also hab ich eine neue Strategie entwickelt: Jedes Tool für seine Stärke nutzen.
Und das hat alles verändert.
ChatGPT ist mein erster Stopp. Immer.
Nicht für den fertigen Post. Sondern für Ideen.
Warum? Weil es schnell ist. Verdammt schnell.
Du stellst eine Frage. 3 Sekunden später hast du eine Antwort.
Perfekt fürs Brainstorming. Wenn ich 10 Ideen auf einmal brauche. Oder grobe Strukturen. Oder verschiedene Einstiege für einen Post.
Nehmen wir an, ich will über Content-Strategie schreiben.
Ich zu ChatGPT: "Gib mir 10 LinkedIn-Post-Ideen zum Thema Content-Strategie für Coaches"
ChatGPT liefert: 10 Ideen in 5 Sekunden
Ich wähle aus: Idee Nummer 4 klingt gut
Oder ich hab einen Artikel gelesen und will das für LinkedIn umformulieren.
Ich zu ChatGPT: "Schreib das für LinkedIn um. Gib mir 3 Hook-Optionen."
ChatGPT liefert: 3 frische Hooks in 2 Minuten
Oder ich brauche eine grobe Struktur.
Ich zu ChatGPT: "Struktur für einen Post: Warum Coaches auf LinkedIn scheitern"
ChatGPT liefert: Hook, 3 Gründe, Lösung, Frage am Ende
ChatGPT klingt... wie ChatGPT.
Generisch. Glatt. Ohne Ecken und Kanten.
Du musst nachbearbeiten. Immer.
Wenn du den Text 1:1 nimmst? Merken es die Leute.
Meine Regel: ChatGPT ist für Ideen. Nicht für fertige Posts.
Hier kommt Claude ins Spiel.
Stell dir vor: ChatGPT ist dein kreativer Freund, der ständig Ideen raushaut. Claude ist dein ruhiger Kollege, der sagt: "Moment. Lass uns das nochmal durchdenken."
Claude versteht Kontext besser. Viel besser.
Wenn du Claude deinen Stil einmal zeigst, merkt es sich das. Es gibt dir ehrliches Feedback. Ohne zu schmeicheln.
Ich nehme den ChatGPT-Entwurf und geb ihn Claude. "Ist das in meinem Stil? Wie mach ich's klarer?"
Oder ich hab einen langen Text und will ihn runterbrechen. Claude macht das richtig gut.
Oder ich brauch einen Tonalitäts-Check. "Klingt das nach mir?"
ChatGPT hat mir einen Post-Entwurf geliefert. Thema: "Konsistenz auf LinkedIn".
Der Text war okay. Aber... irgendwie zu glatt.
Ich zu Claude: "Ist das in meinem Stil? Wie mach ich's klarer?"
Claude schlägt vor:
Mach kürzere Absätze. Statt 3 lange Blöcke lieber 10 kurze. Bring die wichtigsten Punkte nach vorne. Reduzier die Emojis. ChatGPT hatte 12 reingepackt. Mehr Du-Ansprache.
Das Ergebnis? Ein Post, der sich nach mir anfühlt.
Claude schaut nicht nur, was da steht. Sondern wie es klingt.
Wenn du Claude deinen Stil zeigst, behält es das im Kopf.
Und Claude sagt nicht nur "mach's kürzer". Sondern: "Dieser Absatz wiederholt Absatz 2. Streich ihn."
Mein Workflow: ChatGPT für Ideen, Claude für Feinschliff
Jetzt wird's visuell.
Präsentationen funktionieren auf LinkedIn. Das weißt du. Die nennen sich auch Carousels.
Aber Hand aufs Herz: Wie oft hast du gedacht "Ach, zu aufwendig. Lass ich."
Hier kommt Gamma.
Gamma erstellt Präsentationen in Minuten. Du brauchst kein Design-Wissen. Keine Canva-Skills. Nichts.
Du gibst Input. Gamma macht den Rest.
So simpel: Du gibst ein Thema ein. Oder lädst Content hoch. Zum Beispiel deinen Blogartikel. Gamma erstellt automatisch Slides. Du passt Design und Text an. Export als PNG oder PDF. Fertig.
Ich hatte: Blogartikel "5 LinkedIn-Strategien, die funktionieren"
Ich hab gemacht: Artikel in Gamma hochgeladen
Gamma hat erstellt: 8-Slide-Präsentation
Ich hab angepasst: Design vereinfacht, eigene Bilder eingefügt
Zeit: 15 Minuten mit allem drum und dran
Lade deinen eigenen Text hoch. Nicht: "Erstell mir was zu LinkedIn-Strategien". Sondern: Deinen Blogartikel hochladen.
Wähle ein ruhiges Design. Nicht zu bunt. Nicht zu viele Farben. Einfach. Klar. Lesbar.
Ersetze die automatisch generierten Bilder. Die sind oft... naja. Merkwürdig. Nutz lieber eigene Bilder oder einfarbige Hintergründe.
Export als PNG. Nicht als PDF. PNG hat bessere Qualität für Social Media.
Die automatischen Bilder sind oft unbrauchbar. Ersetz sie. Manchmal ist zu viel Text pro Slide. Kürz es. Und plan 10 bis 15 Minuten für manuelle Nachbearbeitung ein.
Tipp: Gamma hat eine kostenlose Version. Reicht für den Start völlig.
Und jetzt kommt mein Geheimtipp.
NotebookLM.
Ein Tool von Google. Komplett kostenlos.
Und es macht eine Sache verdammt gut: Infografiken.
Es verwandelt komplexe Infos in schöne Grafiken. Statistiken. Prozesse. Vergleiche. Alles.
Perfekt für LinkedIn-Posts, die Daten zeigen.
Du erstellst ein Notizbuch in NotebookLM. Fügst deine Quelle hinzu. Text, PDF, Link. Klickst auf "Infografik". NotebookLM generiert die Grafik. Download als PNG. Dauert 5 Minuten. Maximal.
Ich hatte: Blogartikel "8 LinkedIn-Strategien"
Ich wollte: Übersichtsgrafik mit allen 8 Punkten
Ich hab gemacht: Notizbuch erstellt, Artikel als Quelle eingefügt, Prompt: "Erstell eine Infografik: Die 8 Strategien im Überblick"
NotebookLM lieferte: Übersichtliche Grafik mit allen 8 Strategien
Zeit: 5 Minuten
Wähl Hochformat. Für LinkedIn und Instagram. Querformat ist zu breit.
Detailgrad auf Standard. Nicht Ausführlich. Zu viel Text macht die Grafik unleserlich.
Gib einen klaren Titel vor. Sonst erfindet NotebookLM einen. Und der ist meist... merkwürdig.
Prüf die Rechtschreibung. NotebookLM macht manchmal Fehler. Besonders bei deutschen Umlauten.
Nachbearbeitung ist nicht möglich. Du musst neu generieren. Manchmal gibt's Rechtschreibfehler. Und das Design kannst du nicht anpassen. Was rauskommt, kommt raus.
Der große Vorteil: NotebookLM ist komplett kostenlos. Kein Abo. Keine Limits.
Okay. Jetzt wird's praktisch.
Wie nutze ich die Tools zusammen?
Hier sind meine drei Standard-Abläufe:
Dauert 15 bis 20 Minuten.
Ich frag ChatGPT: "Gib mir 10 Post-Ideen zu diesem Thema"
Dann: "Schreib einen Post zu Idee Nummer 3"
Dann geb ich's Claude: "Mach's kürzer und check die Tonalität"
Fertig.
Das ist mein Standard. Für normale Posts.
Dauert 30 bis 40 Minuten.
Ich nehm meinen Blogartikel. Oder schreib einen neuen.
Lade den in Gamma hoch. Präsentation erstellen lassen.
Geb den Präsentations-Text Claude zum Überarbeiten.
Dann in Gamma die finalen Anpassungen. Design, Bilder.
Export und posten.
Für Posts, die auffallen sollen.
Dauert 20 bis 25 Minuten.
Ich such mir Daten oder eine Studie.
NotebookLM: Infografik erstellen.
ChatGPT: Post-Text zur Grafik schreiben.
Claude: Text überarbeiten.
Fertig.
Für datenbasierte Posts.
Welches Tool wann?
Du brauchst schnell Ideen? ChatGPT.
Du brauchst Klarheit und Struktur? Claude.
Du brauchst eine Präsentation? Gamma.
Du brauchst eine Infografik? NotebookLM.
Jetzt kommt der wichtigste Teil.
KI ist ein Werkzeug. Kein Ersatz.
Du kannst nicht alles der KI überlassen und hoffen, dass es gut wird.
Fakten prüfen. KI erfindet manchmal. Wirklich. Statistiken? Prüf sie. Namen? Prüf sie. Zitate? Prüf sie.
Emojis reduzieren. ChatGPT packt oft zu viele Emojis rein. Streich die Hälfte. Mindestens.
Deine Stimme einbauen. Das ist der Unterschied zwischen okay und wow. Füg persönliche Beispiele hinzu. Deine Erfahrungen. Deine Meinung.
Rechtschreibung prüfen. Besonders bei NotebookLM. Das macht manchmal Fehler bei deutschen Umlauten. "AUSENWELT" statt "AUSSENWELT". Sowas.
Persönliche Beispiele ergänzen. KI kann keine echten Geschichten erzählen. Nur du kannst das.
KI macht 80 Prozent der Arbeit.
Du machst 20 Prozent.
Aber diese 20 Prozent? Die sind entscheidend.
Ohne deine Persönlichkeit bleibt's generisch.
Mit deiner Persönlichkeit wird's einzigartig.
Vielleicht denkst du jetzt: "Vier Tools? Das ist zu viel."
Hier ist mein Quick-Guide:
Start mit ChatGPT. Kostenlose Version reicht. Lern damit Ideen zu generieren.
Füg Claude hinzu. Auch kostenlos verfügbar. Nutz es für Feinschliff.
Gamma für Präsentationen. NotebookLM für Infografiken. Beide haben kostenlose Versionen.
ChatGPT und Claude reichen. Visuals sind nice to have. Aber kein Muss.
ChatGPT: Kostenlos (Basis) oder 20 Euro im Monat (Plus)
Claude: Kostenlos (Basis) oder 20 Euro im Monat (Pro)
Gamma: Kostenlos (limitiert) oder 10 Euro im Monat (Pro)
NotebookLM: Komplett kostenlos
Start kostenlos. Mit allen vier Tools.
Test sie ein paar Wochen.
Dann entscheid: Welches brauchst du wirklich? Upgrade nur, wenn die kostenlose Version nicht mehr reicht.
Hier ist, was ich gelernt habe:
Ein Tool für alles? Funktioniert nicht.
Jedes Tool hat seine Stärke. Und seine Schwäche.
ChatGPT ist schnell, aber generisch. Claude ist detailliert, aber langsamer. Gamma macht Präsentationen, aber keine Infografiken. NotebookLM macht Infografiken, aber keine Präsentationen.
Zusammen? Unschlagbar.
ChatGPT für schnelle Ideen und erste Entwürfe.
Claude für Qualität, Feinschliff, Tonalität.
Gamma für Präsentationen.
NotebookLM für Infografiken und Datenvisualisierung.
Und der wichtigste Tipp?
Deine Stimme bleibt das Wichtigste.
KI macht 80 Prozent. Du machst 20 Prozent.
Aber diese 20 Prozent? Die machen den Unterschied.
In meinem Content-System zeige ich dir, wie du KI-Tools strategisch nutzt, ohne dass es generisch klingt. Welche Workflows wirklich funktionieren, ohne dass du 5 Tools brauchst. Und wie du Content erstellst, der nach dir klingt – mit minimalem Aufwand.
Kein "nutz mehr Tools"-Druck. Sondern: Nutz die richtigen Tools für die richtigen Aufgaben.
Mehr zum Content-SystemUnd jetzt bin ich gespannt:
Welches Tool nutzt du am meisten?
ChatGPT? Claude? Oder etwas ganz anderes?
Schreib mir gerne auf LinkedIn!