
LinkedIn ist der beste Ort für B2B-Coaches, Berater*innen und Dienstleister*innen. Die meisten LinkedIn-Nutzer suchen nach Lösungen. Sie haben Budgets und sie treffen Entscheidungen.
Aber die meisten Coaches posten inkonsistent. Mal dreimal die Woche. Dann vier Wochen nichts. Dann wieder ein Motivationsspruch. Und dann geben sie frustriert auf, weil „LinkedIn einfach nicht funktioniert“.
Hier ist die Wahrheit: LinkedIn funktioniert – aber nur, wenn du dem Algorithmus gibst, was er will.
Und was will er? Konsistenz. Qualität. Engagement.
Nutze die 1-3-5 Methode, um 3-5x pro Woche auf LinkedIn zu posten – ohne neue Ideen zu entwickeln, ohne auszubrennen, ohne dass es sich wie Arbeit anfühlt. In diesem Artikel erfährst du, wie das funktioniert.
Bist du bereit?
Dann lass uns loslegen.
Lass uns ehrlich draufschauen: Warum scheitern die meisten auf LinkedIn?
Nicht, weil sie schlechten Content produzieren. Sondern weil sie unregelmäßig produzieren.
Der LinkedIn-Algorithmus hat sich 2025 massiv verändert. Und eine der wichtigsten Änderungen: Er bevorzugt Accounts, die regelmäßig posten.
Hier ist, was aktuell passiert, wenn du postest:
Wichtig: Posts, die in den ersten 30-60 Minuten starkes Engagement bekommen, erreichen deutlich mehr Reichweite als Posts ohne frühes Engagement. Die ersten 60-90 Minuten bestimmen bis zu 70% deines finalen Erfolgs.
Und jetzt kommt der Clou: Regelmäßige Poster bekommen einen Vertrauensbonus.
Wenn du 3 bis 5x pro Woche Inhalte veröffentlichst, erkennt der Algorithmus dich als „aktiven Content Creator“ – und gibt deinen Posts von Anfang an mehr Reichweite.
Wichtig zu verstehen (Update 2025/2026): Der LinkedIn-Algorithmus hat sich massiv verschoben. Weg von „Recency“ (neueste Posts zuerst) hin zu „Relevanz“ (beste Posts für dich). Das heißt: LinkedIn zeigt dir auch Posts, die 2-3 Wochen alt sind – wenn sie für dich relevant sind. Qualität hat jetzt eine längere Halbwertszeit als früher. Das bedeutet: Ein gut gemachter Post kann auch Wochen später noch Reichweite bringen. Aber es bedeutet auch: Du konkurrierst nicht mehr nur mit „heute“, sondern mit „den letzten 3 Wochen“.
Genau hier scheitern die meisten.
Sie denken: „Wenn ich 3x pro Woche posten soll, benötige ich 3 neue Ideen pro Woche. Das sind 12 Ideen im Monat. 144 Ideen im Jahr. Wie soll ich das schaffen?“
Hinweis: Aktuelle Daten zeigen: Leute, die 7+ Beiträge pro Woche veröffentlichen, sehen ihre durchschnittliche Reichweite pro Post um 27% sinken. Warum? Weil mehr Posts ≠ mehr Reichweite. Mehr Posts = verwässerte Signale. Der Algorithmus bestraft inhaltliche Inkonsistenz und „Content-Spam“.
Die Antwort: Du brauchst keine 144 Ideen. Du brauchst 12 Ideen – und ein System, um sie zu recyceln.
Mit der 1-3-5 Methode erstellst du:
Ergebnis: 1 + (3 × 5) = 16 Posts pro Monat
Das heißt: Du schreibst einmal im Monat einen substanziellen Artikel – und hast Content für 4 Wochen.
Kein tägliches „Was soll ich heute posten?“. Sondern: System. Struktur. Ergebnisse.
Nicht jeder Pillar-Content funktioniert gleich gut auf LinkedIn. LinkedIn ist nicht wie Instagram. Motivationssprüche und generische Tipps gehen unter.
Was funktioniert auf LinkedIn?
Was ist das? Du teilst eine Lektion, die du aus einem Fehler, einem Projekt oder einer Erfahrung gelernt hast.
Beispiel: „3 Dinge, die ich gelernt habe, nachdem ich meinen ersten Kurs gelauncht habe – und niemand gekauft hat“
Warum funktioniert das? Weil es ehrlich ist. Menschen auf LinkedIn schätzen Transparenz. Niemand will den x-ten „Ich habe 100k verdient“-Post lesen. Aber „Ich habe versagt – und das habe ich daraus gelernt“? Das ist wertvoll.
Was ist das? Du teilst deine Perspektive zu einem aktuellen Trend oder einer Entwicklung in deiner Branche.
Beispiel: „Alle sagen, du musst auf TikTok sein. Hier ist der Grund, warum das für B2B-Coaches Unsinn ist.“
Warum funktioniert das? Weil es Haltung zeigt. LinkedIn belohnt Expertise. Und Expertise zeigst du nicht durch „10 Tipps“, sondern durch fundierte Meinungen.
Was ist das? Du erzählst eine persönliche Geschichte, die mit deinem Business zu tun hat.
Beispiel: „Vor 3 Jahren habe ich meinen Corporate-Job gekündigt. Heute arbeite ich 4 Stunden am Tag und verdiene mehr. Hier ist, was ich anders gemacht habe.“
Warum funktioniert das? Menschen kaufen von Menschen, nicht von Logos. Persönliche Geschichten bauen Verbindung auf.
Was ist das? Du stellst eine gängige Meinung infrage.
Beispiel: „Unpopuläre Meinung: Du solltest NICHT täglich auf LinkedIn posten.“
Warum funktioniert das? Kontroverses lädt zur Diskussion ein. Und Diskussionen = Kommentare = Algorithmus-Boost.
Was ist das? Du gibst konkrete, umsetzbare Tipps.
Beispiel: „Wie du in 30 Minuten einen LinkedIn-Post schreibst, der tatsächlich gelesen wird – Schritt für Schritt“
Warum funktioniert das? Weil es praktisch ist. LinkedIn-NutzerInnen wollen nicht nur inspiriert werden – sie wollen Lösungen.
Okay, lass es uns konkreter machen. Du hast deinen Pillar-Content. Du hast 3 Kern-Ideen identifiziert. Und jetzt verwandelst du jede Kern-Idee in 5 verschiedene LinkedIn-Formate.
Hier sind die Formate, die aktuell auf LinkedIn am besten funktionieren:
Was ist das? Ein kurzer, knackiger Post mit einer klaren Botschaft.
Struktur:
Beispiel:
Mehr Content bringt nicht mehr Kunden.
Ich sehe das jede Woche: Coaches, die täglich posten. Und trotzdem keine Anfragen.
Warum? Weil Quantität nicht Klarheit ersetzt.
Was wirklich funktioniert: ein durchdachter Post pro Woche. Mit echter Perspektive. Ohne generische Tipps.
Wie siehst du das?
Zeitaufwand: 15-20 Minuten
Was ist das? Ein ausführlicher Artikel, den du direkt auf LinkedIn veröffentlichst (LinkedIn-Newsletter oder Artikel-Feature).
Wann nutzen? Wenn du ein Thema tiefgehend behandeln willst. LinkedIn belohnt längere Posts – wenn sie gut sind. Und Artikel werden in Suchmaschinen indexiert, auch KI-Suchmaschinen greifen inzwischen verstärkt auf LinkedIn zurück.
Wichtig: Laut aktuellen Daten ist der Sweet Spot für LinkedIn-Posts bei 800-1.000 Zeichen. Aber Artikel (1.500+ Wörter) haben eine längere „Halbwertszeit“ – sie werden auch Wochen später noch gefunden.
Zeitaufwand: 2-3 Stunden (aber das ist dein Pillar-Content – der Rest ist Recycling)
Was ist das? Ein PDF mit mehreren Slides, das direkt auf LinkedIn hochgeladen wird – ähnlich wie ein Carousel, aber als Dokument.
Warum funktioniert das? Dokumente hatten 2025 die beste Performance auf LinkedIn. Sie erzeugen mehr Engagement als reine Text-Posts und werden vom Algorithmus aktuell bevorzugt.
Daten: Dokumente performen aktuell deutlich besser als reine Text-Posts – verschiedene Analysen sprechen von 1,5 bis 3 × höherem Engagement. Wichtig: Das gilt vor allem für B2B-Content mit echtem Mehrwert, nicht für generische Motivations-Slides.
Struktur:
Design-Tipp: Design-Tipp: 25-50 Wörter pro Slide. Nicht mehr. Nutze Canva-Templates für LinkedIn Carousels – die funktionieren auch für PDFs.
Zeitaufwand: 30-45 Minuten
Was ist das? Ein kurzes Video, das du direkt auf LinkedIn hochlädst (kein YouTube-Link!).
Wichtig: Native Videos (direkt auf LinkedIn hochgeladen) performen spürbar besser als externe Links. LinkedIn will User auf der Plattform halten – externe Links werden im Algorithmus benachteiligt.
Zwei Varianten:
Zeitaufwand: 30-60 Minuten (inklusive Aufnahme + Schnitt)
Was ist das? Eine Umfrage mit 2-4 Antwortoptionen.
Warum funktioniert das? Polls sind niedrigschwellig. Menschen klicken gerne. Und jeder Klick = Engagement = Algorithmus-Signal.
Beispiel:
Wie oft postest du aktuell auf LinkedIn?Zeitaufwand: 10 Minuten
Jetzt hast du 16 Posts. Aber wann postest du was?
Laut aktuellen Daten ist die ideale Frequenz:
Wichtig: Der LinkedIn-Algorithmus pusht in der Regel nur einen Post pro Account innerhalb von 24 Stunden richtig stark. Wenn du mehrmals täglich postest, kannibalisieren sich deine Posts gegenseitig – der zweite Post bekommt deutlich weniger initiale Reichweite. Optimal: 1 Post pro Tag, besser noch 3-5 Posts pro Woche mit Abstand.
Hier ist eine bewährte Struktur für 4 Posts pro Woche:
| Tag | Format | Warum? |
|---|---|---|
| Montag | Short-Form Text Post | Leichter Einstieg in die Woche, hohe Engagement-Rate am Montag Morgen |
| Mittwoch | Carousel oder Video | Mitte der Woche, Menschen sind aktiv, visueller Content performed gut |
| Donnerstag | Poll oder Frage-Post | Donnerstag hat die höchste Engagement-Rate auf LinkedIn |
| Samstag | Long-Form Article oder Story-Post | Weniger Posts am Wochenende = weniger Konkurrenz, Menschen haben mehr Zeit zum Lesen |
Laut aktuellen Daten:
Aber Achtung: Diese Zeiten sind globale Durchschnittswerte. Deine optimalen Posting-Zeiten hängen von deiner spezifischen Zielgruppe ab. Teste 4-6 Wochen lang unterschiedliche Zeiten und schau in deinen LinkedIn-Analytics, wann deine Posts am besten performen. Manche Zielgruppen sind morgens aktiv, andere abends.
Wichtig: Die ersten 60-90 Minuten nach dem Posten sind entscheidend. Du solltest in dieser Zeit verfügbar sein, um auf Kommentare zu antworten. Posts, bei denen der Autor in den ersten 30 Minuten antwortet, bekommen deutlich mehr Folge-Kommentare und spürbar höhere Reichweite. Das signalisiert dem Algorithmus: „Hier passiert echte Diskussion“.
Hier ist der Workflow:
Ergebnis: Du hast 4 Posts für die kommende Woche – und musst dich die ganze Woche nicht mehr um Content kümmern.
Achtung: Scheduling heißt nicht "Fire and forget“. Du solltest trotzdem in der ersten Stunde nach dem Posten verfügbar sein, um auf Kommentare zu antworten.
Content erstellen ist die halbe Miete. Die andere Hälfte: Engagement erzeugen.
Hier sind vier Hacks, die derzeit funktionieren:
Die besten Content-Ideen kommen nicht aus deinem Kopf – sondern aus den Kommentaren unter deinen Posts (oder denen deiner Marktbegleiter)
So funktioniert es:
Du nimmst also das, was deine Community beschäftigt – und machst Content daraus. Das ist Zielgruppen-Verständnis in Echtzeit.
Der LinkedIn-Algorithmus belohnt Kommentare stärker als Likes.
Warum? Weil Kommentare = Dwell Time (Verweildauer). Und Dwell Time ist zur Zeit einer der wichtigsten Ranking-Faktoren.
Wie startest du Diskussionen?
Follower beeindrucken. Community bringt Umsatz.
Was ist der Unterschied?
Wie baust du Community auf?
Artikeltipps: LinkedIn für Coaches: Kommentare statt Posts zur Kundengewinnung und Community-Aufbau für Coaches: Warum ich mir jetzt eine aufbaue
Kritische Erkenntnis aus aktuellen Daten: Es reicht NICHT, nur auf deinen eigenen Posts zu kommentieren. Menschen, die vor und nach dem Posten auch bei anderen kommentieren, bekommen 25 bis 35% mehr Reichweite. Warum? Weil der Algorithmus sieht: „Diese Person ist Teil des Ökosystems, nicht nur Sender.“ Investiere mindestens genauso viel Zeit ins Kommentieren bei anderen wie ins Erstellen eigener Posts.
Seit 2025 sind Saves und Reposts die stärksten Ranking-Faktoren.
Warum? Weil sie signalisieren: „Dieser Content ist so wertvoll, dass ich ihn später nochmal lesen will“ (Save) oder „Dieser Content ist so gut, dass ich ihn mit meinem Netzwerk teilen will“ (Repost).
Wie bekommst du mehr Saves?
LinkedIn-Konsistenz fühlt sich am Anfang schwer an. Ich weiß das.
Aber hier ist die gute Nachricht: Konsistenz ist kein Talent. Es ist ein System.
Mit der 1-3-5 Methode hast du jetzt ein System, das funktioniert:
= 16 Posts pro Monat
Das heißt: Du investierst ca. 2-3 Stunden pro Woche in LinkedIn – und hast dafür 3-5 professionelle Posts, die deinem Business dienen.
Kein täglicher Druck. Kein „Was soll ich heute posten?“. Sondern: Klarheit. Struktur. Ergebnisse.
Und das Beste: Nach 3 Monaten konsistentem Posten wirst du merken, dass LinkedIn plötzlich funktioniert. Mehr Profilbesuche. Mehr Connection Requests. Mehr Anfragen.
Nicht, weil du viral gegangen bist. Sondern weil du sichtbar geworden bist.
In meinem LinkedIn-Coaching zeige ich dir nicht nur die 1-3-5 Methode – sondern auch, wie du LinkedIn strategisch für dein Business nutzt:
Kein „poste täglich“-Druck. Keine generischen Vorlagen. Sondern: Deine Strategie. Deine Stimme. Messbare Ergebnisse.
Mehr zum LinkedIn-CoachingUnd jetzt: Leg los.
Nimm dir dieses Wochenende 3-4 Stunden. Schreib deinen ersten Pillar-Content. Zieh drei Kern-Ideen raus. Erstell die ersten vier Posts für nächste Woche.
Und dann: Poste. Konsistent. 3-5x pro Woche. Für die nächsten 90 Tage.
Schau zu, was passiert.