Vom Content-Hamsterrad zum System: So wächst dein Coaching-Business

Vom Content-Hamsterrad zum System: So wächst dein Coaching-Business

Du hast es bis hierher geschafft. Du weißt jetzt:

  • Wie du Sichtbarkeit aufbaust (Teil 3 & 4: Social Media oder Blog-Basis)
  • Wie du verkaufst (Teil 5: Mit monatlichen Kampagnen, ohne Druck)
  • Wie du Kunden bindest (Teil 6: Newsletter, Community, Wiederkauf-Systeme)

Aber wenn du ehrlich bist, denkst du jetzt: „Das klingt nach verdammt viel Arbeit."

Ja, da hast du recht. Wenn du alles von Hand machst, jede Woche das Rad neu erfindest und keine Systeme hast – dann stimmt das tatsächlich.

Genau deshalb gibt es diesen letzten Teil: Wie du systematisch wächst, ohne dich permanent im Content-Hamsterrad zu drehen.

Hier geht es um die Werkzeuge, die dein Content-Marketing erst skalierbar machen:

  • Content-Recycling – Einmal erstellen, zehnfach nutzen
  • Content-Bank – Dein wiederverwendbarer Content-Pool
  • KI-Integration – Wo KI hilft (und wo nicht)
  • Workflows – 5-10 Stunden pro Woche statt 60
  • Delegation – Was du abgibst, was du behältst

Die Dinge, die aus „Ich arbeite 60 Stunden pro Woche am Content" ein „Ich habe ein System, das für mich arbeitet" machen.

Content-Recycling: Einmal erstellen, mehrfach nutzen

Content-Recycling ist keine Faulheit. Es ist strategische Effizienz.

Die Idee: Ein hochwertiges Content-Stück erstellst du einmal – und nutzt es dann in verschiedenen Formaten auf verschiedenen Kanälen. Das ist das Gegenteil vom Hamsterrad. Du arbeitest nicht mehr, sondern smarter.

Die Content-Recycling-Pyramide

Stell dir eine Pyramide vor. Ganz oben steht dein Pillar Content (Hauptinhalt) – das aufwendigste Stück. Von dort aus fließt alles nach unten in kleinere Formate.

Das funktioniert in beiden Richtungen: Von Lang zu Kurz (klassisch) oder von Kurz zu Lang (modern).

Beispiel: Von einem Blogartikel zu 13+ Content-Stücken

Pillar Content: Blogartikel „Content, der verkauft: Die monatliche Kampagne" (2.000 Wörter)

Daraus entstehen:

  • Newsletter (2 Ausgaben): Kurzversion des Artikels plus vertiefter Aspekt
  • Lead-Magnet: Artikel erweitern zu „Monatliche Content-Kampagne Workbook"

LinkedIn-Posts (5 bis 9 Stück):

  • Die größten Fehler bei Content-Kampagnen
  • Warum monatliche Kampagnen besser funktionieren als tägliches Posten
  • Die 4 Jobs von Content erklärt
  • Case Study aus dem Artikel
  • Carousel mit den 3 Wochen-Phasen
  • Verkaufs-Post: „Willst du lernen, wie du so eine Kampagne aufsetzt? Genau das machen wir im Coaching."

Und falls du noch andere Social Media Plattformen nutzt:

  • Instagram-Reels (2 bis 3 Stück): Kurze Tipps aus dem Artikel
  • Pinterest-Pins (3 bis 5 Stück): Infografiken mit Key-Takeaways
  • Podcast-Episode: Artikel als Skript nutzen, mehr erzählerisch

⏱ Zeitersparnis: Statt 20 einzelne Ideen zu entwickeln, recycelst du eine gute Idee in 20 Formate.

Die zwei Richtungen des Content-Recyclings

Richtung 1: Von Lang zu Kurz (klassisch)

Du startest mit einem ausführlichen Blogartikel oder Video und brichst ihn dann in kleinere Formate herunter – z. B. Social-Media-Posts, Newsletter-Abschnitte oder kurze Reels.

Vorteil: Du hast direkt mehrere Wochen Content aus einem einzigen Stück. Ideal, wenn du bereits regelmäßig schreibst oder Videos produzierst.

Richtung 2: Von Kurz zu Lang (modern)

Du beginnst mit einer Serie von Posts oder Stories zu einem Thema und fasst sie später zu einem Blogartikel oder Leitfaden zusammen.

Vorteil: Du siehst schnell, welche Posts besonders gut ankommen – und nutzt genau diese Inhalte, um langfristig gefunden zu werden (SEO).

Die 80/20-Regel beim Content-Recycling

Nicht jeder Content muss recycelt werden. Fokussiere dich auf die 20 Prozent, die 80 Prozent der Ergebnisse bringen.

Welcher Content lohnt sich zum Recyceln?

  • Evergreen-Themen (bleiben relevant über Jahre)
  • Posts mit hohem Engagement (die Menschen lieben dieses Thema)
  • Content, der direkt auf dein Angebot einzahlt
  • Komplexe Themen, die Erklärung brauchen
  • Beiträge, die aus deiner Sicht gut waren, aber nicht die erhoffte Resonanz fanden: Ändere das Bild, den Einstieg oder die Uhrzeit

Grundsätzlich: Wiederholung schadet nicht, denn nicht jeder deiner Follower und Netzwerkkontakte sieht deine Inhalte und dein Netzwerk wächst mit der Zeit. Daher krame gerne vermeintlich „alte" Inhalte wiederholt vor.

Content-Bank aufbauen: Ideenpool & Wiederverwendung

Viele Coaches verwechseln diese beiden Konzepte. Dabei sind sie grundverschieden – und beide essenziell.

Die Ideenbank: Dein Content-Rohstoff

Die Ideenbank ist dein Notizbuch für Content-Themen. Hier sammelst du KEINE fertigen Inhalte, sondern Ideen für zukünftige Inhalte.

Was gehört in deine Ideenbank?

1. Fragen aus Kundengesprächen

Nach jedem Coaching oder Beratungsgespräch notierst du:

  • Welche Frage wurde gestellt?
  • Welches Problem wurde beschrieben?
  • Welche Formulierung hat der Kunde benutzt? (Das ist später deine Hook!)

2. Fragen aus Workshops und Vorträgen

In Q&A-Sessions kommen die besten Content-Ideen – weil sie direkt von deiner Zielgruppe kommen.

3. Kommentare unter Posts

Schau nicht nur unter deinen eigenen Posts. Geh zu Fachkollegen und lies die Kommentare:

  • Welche Fragen werden gestellt?
  • Welche Diskussionen entstehen?
  • Wo herrscht Unsicherheit oder Verwirrung?

4. Private Nachrichten und DMs

Menschen schreiben dir oft sehr ehrlich, was sie beschäftigt. Das ist Gold für deine Ideenbank.

5. Forum-Recherche

Wo ist deine Zielgruppe online aktiv?

  • Quora: Nach Themen deiner Nische suchen
  • Reddit: Relevante Subreddits durchstöbern
  • LinkedIn-Gruppen oder Facebook-Gruppen
  • Fach-Foren deiner Branche

Beispiel: Ideenbank-Eintrag

Quelle: Kundengespräch mit Sarah, Führungskraft

Frage: „Wie gehe ich damit um, dass mein Chef mich in Meetings übergeht?"

Formulierung: „Ich fühle mich unsichtbar"

Content-Idee: Blogartikel „5 Strategien, wenn du in Meetings übersehen wirst" + LinkedIn-Serie

Kategorie: Sichtbarkeit im Job

Ideenbank-Routine (Beispiel)

  • Täglich (5 Min): Notiere spontane Ideen sofort (Handy-App, Notizbuch)
  • Nach jedem Kundengespräch (5 Min): Fragen und Themen dokumentieren
  • Wöchentlich (15 Min): Kommentare und Foren durchgehen, Ideen sammeln
  • Monatlich (30 Min): Ideenbank aufräumen, kategorisieren, Prioritäten setzen

Tipp: Wenn dir trotz System keine Ideen kommen, probiere mal einen analogen Ansatz. In meinem Artikel über Kreativitätstechniken ohne Rechner zeige ich dir, wie du mit Clustering und der Spaziergangs-Methode auf Ideen kommst – ganz ohne Bildschirm.

Die Content-Bank: Dein wiederverwendbarer Content-Pool

Die Content-Bank ist etwas völlig anderes. Hier speicherst du bereits veröffentlichte, fertige Inhalte, die du wiederverwenden kannst.

Was gehört in deine Content-Bank?

1. Veröffentlichte Social-Media-Posts

Zeitlose Posts, die gut gelaufen sind und die du in 6 bis 12 Monaten wieder posten kannst:

  • Posts über deine Methode/deinen Ansatz
  • FAQ-Posts (häufige Fragen beantwortet)
  • Persönliche Stories über deine Business-Journey
  • Behind-the-Scenes deiner Arbeit

Für LinkedIn-spezifische Inspiration: Hier sind 10 bewährte Content-Ideen für LinkedIn-Posts, die du direkt in deine Content-Bank aufnehmen kannst.

2. Veröffentlichte Blogartikel

Evergreen-Artikel, die du regelmäßig aktualisierst und immer wieder promotest.

3. Newsletter-Ausgaben

Frühere Newsletter, aus denen du Teile recyceln kannst. Oder die du immer weiter verfeinerst.

4. Präsentationen und Webinar-Aufzeichnungen

Inhalte, die du in andere Formate umwandeln kannst.

5. Freebies und Lead-Magnets

PDFs, Checklisten, Workbooks – die du aktualisieren oder neu verpacken kannst.

6. Assets (Bilder, Grafiken, Templates)

Wiederverwendbare visuelle Elemente, die deinen Content aufwerten.

Der Unterschied auf einen Blick

Ideenbank: Rohstoff für neuen Content (Fragen, Themen, Beobachtungen)

Content-Bank: Fertiger Content zum Wiederverwenden (veröffentlichte Posts, Artikel, Assets)

Flow: Ideenbank → Du erstellst Content → Content-Bank → Du recycelst Content

Tools für Ideenbank und Content-Bank

Für die Ideenbank (schnelle Erfassung wichtig):

  • Notion: Schnelle Eingabe, Tags für Kategorien
  • Trello: Karten für jede Idee, Boards für Kategorien
  • Apple Notes / Google Keep: Wenn du es simpel magst
  • Voice Memos: Ideen unterwegs direkt aufsprechen

Für die Content-Bank (Struktur und Übersicht wichtig):

  • ClickUp: Datenbank-Funktion, Filter, Custom Fields
  • Notion: Gut für visuelle Strukturierung mit Datenbank-Views
  • Airtable: Wenn du eine mächtige Datenbank willst
  • Google Sheets/Excel: Simpel, aber funktional

Wichtig: Das Tool ist egal. Wichtig ist, dass du zwei getrennte Systeme hast – eins für Ideen, eins für fertigen Content. Und wenn du mit KI-Automatisierungen im Content Recycling und Content Ablage arbeiten möchtest, dann müssen die Tools Schnittstellen bieten.

Wie du deine Content-Bank aufbaust

Schritt 1: Content-Inventur

Sammle alles, was du bisher veröffentlicht hast:

  • Alte Blogartikel
  • Social-Media-Posts, die gut liefen
  • Präsentationen, Webinare
  • E-Books, Freebies
  • Newsletter-Ausgaben

Schritt 2: Kategorisieren nach Customer Journey

Ordne jeden Content einem Angebot und einer Phase der Customer Journey zu:

  • Problembewusst (kennt Problem, sucht noch keine Lösung)
  • Lösungsbewusst (sucht nach Lösungen)
  • Angebotsbewusst (kennt dein Angebot, prüft ob es passt)
  • Entscheidungsbereit (braucht letzten Anstoß)

Schritt 3: Performance-Bewertung

Markiere, welcher Content besonders gut lief:

  • Hohe Engagement-Rate (viele Kommentare, Shares)
  • Hat zu Leads oder Anfragen geführt
  • Thema ist zeitlos (Evergreen)

Schritt 4: Lücken identifizieren

Wo fehlt dir Content? Für welche Kaufstufe hast du zu wenig Material?

Schritt 5: Systematisch auffüllen

Nutze deine Ideenbank, um gezielt Content für die Lücken zu erstellen. Ziel: Ein Pool von 250 bis 300 wiederverwendbaren Posts.

Gerade wenn dein Angebot klar ist und du regelmäßig darauf aufmerksam machst, hast du dank der Perlen-Content-Methode (siehe Teil 4) irgendwann deine SEO-optimierten, zeitlosen Artikel und genügend Social-Media-Posts, um einfach von deinem Pool aus Inhalte erneut oder leicht verändert zu veröffentlichen. Dein Zeitaufwand sinkt also mit der Zeit.

Marketing-Workflow: 5–10 Stunden pro Woche

Lass uns konkret werden. Wie sieht eine typische Marketing-Woche aus, wenn du systematisch arbeitest?

Der 5 bis 10 Stunden Marketing-Workflow pro Woche

Wöchentlich (2 bis 6 Std): Content-Batch-Tag

ENTWEDER

  • Einen Blogartikel schreiben oder einen bestehenden aktualisieren und
  • daraus 5 bis 7 Social-Media-Posts entwickeln oder
  • Newsletter schreiben (oder: Blogartikel zu Newsletter umwandeln)

ODER

  • 3 bis 5 Social-Media-Beiträge direkt schreiben, überarbeiten und
  • passende Bilder fertigmachen
  • aus der Content Datenbank recyceln

Täglich (35 bis 60 Min): Interaktions-Routine

  • 10 bis 20 Min: Freies Schreiben (Journaling, Businessgedanken, Ideen sammeln)
  • 10 Min: Eigene Beiträge prüfen, Kommentare beantworten
  • 10 bis 20 Min: Bei anderen kommentieren
  • 5 bis 10 Min: Private Nachrichten beantworten und Leads nachfassen

Monatlich: Auswertung & Optimierung

  • Zahlen checken: Was lief gut, was nicht?
  • Content-Bank aktualisieren (neue Ideen eintragen)
  • Nächsten Monat planen

⏱ Gesamt: 5-10 Stunden pro Woche – planbar, strukturiert, ohne Stress

Hinweis: Je nach Stand deiner Content-Bank kann das Konzept anfangs mehr Zeit in Anspruch nehmen, aber sinkt im Laufe der Zeit.

Die Batch-Methode: Dein größter Zeitsparer

Batching bedeutet: Ähnliche Aufgaben in einem Block erledigen, statt sie über die Woche zu verstreuen.

Warum Batching funktioniert:

  • Dein Gehirn muss nicht ständig umschalten
  • Du kommst in einen Flow
  • Du arbeitest schneller und fokussierter

Batching in der Praxis

Statt: Jeden Tag einen Post schreiben (5x den kreativen Modus anwerfen)
Mach: Einmal pro Woche 5 Posts in 2 Stunden schreiben

Statt: Spontan auf Kommentare antworten, wenn du gerade Zeit hast
Mach: Zweimal täglich 15 Min feste „Kommentar-Zeit"

Statt: Jede Woche neuen Newsletter-Content erfinden
Mach: Blogartikel zu Newsletter umwandeln (bereits vorhandener Content)

KI-Tools im Marketing: Wo sie helfen – wo nicht

KI kann deine Arbeit beschleunigen. Aber sie kann dich nicht ersetzen.

Die Frage ist nicht „Soll ich KI nutzen?", sondern „Wo hilft KI – und wo schadet sie?"

Wo KI richtig gut ist

1. Strukturieren und Umschreiben

Du hast chaotische Gedanken aufgeschrieben? KI kann daraus einen strukturierten Post machen.

Beispiel-Prompt:

„Hier sind meine Gedanken zum Thema Content-Recycling (roher Text). Strukturiere sie in einen klaren LinkedIn-Post mit Hook, Hauptteil und CTA. Behalte meinen Tonfall bei – direkt, ohne Marketing-Floskeln."

2. Ideen generieren (Brainstorming-Partner)

Du steckst fest? KI kann dir 10 verschiedene Blickwinkel auf ein Thema zeigen.

Beispiel-Prompt:

„Ich bin Karriere-Coach und schreibe über 'Sichtbarkeit im Job'. Gib mir 10 ungewöhnliche Perspektiven oder Fragen, die ich in einer LinkedIn-Beitragsserie beantworten könnte."

3. Formatwechsel beschleunigen

Du hast einen Blogartikel? KI kann dir helfen, daraus schneller Social-Media-Posts zu machen.

Beispiel-Prompt:

„Hier ist mein Blogartikel (Text einfügen). Erstelle daraus 5 LinkedIn-Post-Ideen – nur Stichworte, keine ausformulierten Posts."

Wo KI fürs Personal Branding problematisch ist

Komplette Posts von KI schreiben lassen

Dann klingt es nicht mehr nach dir. Menschen merken das – und dein Content wirkt austauschbar.

KI für Kommentare nutzen

Nichts ist peinlicher als KI-generierte Kommentare. Sie sind generisch und wirken unecht.

KI blind vertrauen

KI macht Fehler, erfindet Fakten, verwendet manchmal unsinnige Formulierungen. Immer gegenlesen!

Die goldene Regel für KI-Nutzung

Nutze KI als Assistenten, nicht als Ersatz.

Deine Gedanken → KI strukturiert → Du überarbeitest und personalisierst

KI kann beschleunigen. Aber deine Stimme, deine Erfahrung, deine Persönlichkeit – das kommt von dir.

Lieblings KI-Workflows

Workflow 1: Vom Braindump zum Post

  1. 10 Min frei zu einem Thema schreiben (ohne Filter)
  2. KI strukturiert die Gedanken in ein Post-Format
  3. Überarbeiten, kürzen, personalisieren → fertig

Workflow 2: Von Kundengespräch zu Content-Ideen

  1. Nach Kundengesprächen die gestellten Fragen notieren
  2. KI hilft, daraus Content-Themen zu entwickeln
  3. Auswählen und zum Teil selbst schreiben (weil du die echten Stories kennst)

Workflow 3: Blogartikel recyceln

  1. Einen Blogartikel schreiben
  2. KI erstellt Überschriften-Vorschläge für 7 LinkedIn-Posts
  3. 5 auswählen, KI passende Templates geben, Posts überarbeiten

Die 5 Kennzahlen, die wirklich zählen

Was du nicht misst, kannst du nicht verbessern.

Aber du musst nicht alles messen. Fokussiere dich auf die Kennzahlen, die tatsächlich Einfluss auf deinen Umsatz haben.

Die 5 Kern-Kennzahlen für Coaches

1. Veröffentlichte Inhalte

Wie viele Posts/Artikel hast du diese Woche erstellt?

→ Ziel: Konstanz (z.B. 3 bis 5 Posts pro Woche)

2. Leads (E-Mail-Adressen)

Wie viele neue Menschen haben sich für deinen Lead-Magnet eingetragen?

→ Ziel: Wachstum (z.B. +20 pro Monat)

3. Gespräche

Wie viele Vorgespräche hast du geführt?

→ Ziel: Planbarkeit (z.B. 8 Gespräche pro Monat)

4. Verkäufe

Wie viele Kunden hast du gewonnen?

→ Ziel: Conversion (z.B. 50 % der Gespräche → Verkauf)

5. Umsatz

Wie viel Geld hast du verdient?

→ Ziel: Monatlich planbarer Umsatz (z.B. 10.000 €)

Das einfache Tracking-System

Du brauchst keine komplizierte Software. Ein Google Sheet reicht:

Woche Posts Neue Leads Gespräche Verkäufe Umsatz
KW 1 5 12 2 1 2.500 €
KW 2 4 8 3 2 5.000 €

Freitags 15 Min: Zahlen eintragen und Woche reflektieren

Monatsende 30 Min: Auswerten und nächsten Monat planen

Die Optimierungs-Fragen

Wenn du deine Zahlen hast, stell dir diese Fragen:

  • Zu wenig Leads? → Mehr Traffic oder besserer Lead-Magnet nötig
  • Viele Leads, aber keine Gespräche? → E-Mail-Serie überarbeiten
  • Viele Gespräche, aber keine Verkäufe? → An Verkaufsgespräch arbeiten oder Angebot anpassen
  • Alles läuft, aber zu langsam? → Traffic erhöhen (mehr Posts, neue Plattform, Ads)

Auslagern: Was du abgibst – was du selbst machst

Irgendwann kommst du an den Punkt: „Ich schaffe das alles nicht mehr alleine."

Gut. Das ist ein Zeichen, dass dein Business wächst.

Aber was solltest du auslagern – und was unbedingt selbst machen?

Was du selbst machen solltest (zumindest am Anfang)

1. Die Ideen

Niemand kennt deine Kunden so gut wie du. Niemand hat deine Expertise. Die Kern-Ideen müssen von dir kommen.

2. Die erste Version deiner Inhalte

Der erste Entwurf – egal ob Post oder Artikel – sollte von dir sein. Hier steckt deine Stimme drin.

3. Kundenkontakt

Verkaufsgespräche, DMs mit warmen Leads, wichtige E-Mails – das ist dein Job. Zumindest bis du ein Team hast.

Was du auslagern kannst (und solltest)

1. Technisches Setup

Website aufsetzen, Newsletter-Tool einrichten, LinkedIn-Profil optimieren – das kannst du delegieren.

2. Grafik-Design

Wenn du kein Designer bist, lass Grafiken, Pins, Thumbnails von jemand anderem machen. Oder aber die Vorlagen in Canva erstellen.

3. Video-Schnitt

Du filmst das Video, jemand anderes schneidet es. Spart dir Stunden.

4. Content-Recycling

Du schreibst den Blogartikel, jemand anderes macht daraus die Social-Media-Posts (die du dann noch mal überarbeitest).

5. Content-Planung

Jemand plant deine Posts vor, du prüfst und gibst frei.

Der stufenweise Aufbau deines Marketing-Teams (wenn du ein Team haben möchtest)

Phase 1 (Du allein, 0 bis 5.000 € Monatsumsatz):

Du machst alles selbst – lernst die Basics, entwickelst dein System

Phase 2 (5.000 bis 10.000 € Monatsumsatz):

Erste Auslagerung: Grafik-Design oder technisches Setup (5 bis 10 Std/Monat)

Phase 3 (10.000 bis 20.000 € Monatsumsatz):

Content-Assistenz dazu: Recycling, Formatierung, Planen (10 bis 20 Std/Monat)

Phase 4 (20.000+ € Monatsumsatz):

Marketing-Manager: Strategie mit dir, Umsetzung mit Team

Die 10.000-€-Frage

Bevor du etwas auslagerst, frag dich:

„Bringt mich diese Aufgabe näher zu meinem 10.000-€-Ziel – oder ist sie nur notwendig?"
  • Kundengespräche führen? → Bringt dich näher → Selbst machen
  • Blogartikel schreiben? → Bringt dich näher → Selbst machen
  • Grafiken erstellen? → Notwendig, aber bringt dich nicht direkt näher → Auslagern
  • Website-Updates? → Notwendig, aber bringt dich nicht direkt näher → Auslagern

Du hast es geschafft: Von der Idee zum System

Wir sind am Ende dieser Serie angekommen. Lass uns kurz zurückblicken, was du jetzt weißt:

Die 4 Jobs von Content (aus Teil 2):

  • Verkaufen: Monatliche Verkaufsroutine, 90-Tage-Kampagnen (Teil 5)
  • Interaktion: Newsletter, Community aufbauen, echte Beziehungen pflegen (Teil 6)
  • Expertise: 12-Artikel-Methode, Long-Form Content, SEO-starke Assets (Teil 4)
  • Reichweite: Social Media oder Blog, neue Menschen kontinuierlich erreichen (Teil 3 & 4)

Und jetzt – Systematisch skalieren:

  • Content-Recycling
  • Content-Bank
  • KI-Integration
  • Workflows
  • Delegation

Der Unterschied zwischen diesem System und allem anderen

Dieses Content-zu-Sales-System ist kein weiterer „Poste 3x täglich und hoffe das Beste"-Ratschlag.

Es ist ein durchdachtes Framework, das dir zeigt:

  • Was du wann tun sollst
  • Wie die einzelnen Teile zusammenhängen
  • Wie du mit 5 bis 10 Stunden pro Woche planbaren Umsatz erreichst
  • Wie du KI nutzt, um zu skalieren ohne auszubrennen

Dein nächster Schritt

Wissen allein bringt nichts. Du musst es umsetzen.

Mein Vorschlag: Starte mit 90 Tagen.

  1. Wähle EIN Angebot, das du bewerben willst
  2. Wähle EINE Plattform, auf der du sichtbar wirst
  3. Erstelle deinen Lead-Magnet
  4. Starte deine erste monatliche Content-Kampagne
  5. Tracke deine Zahlen
  6. Optimiere basierend auf dem, was funktioniert

In 90 Tagen wirst du sehen: Das funktioniert. Weil es ein System ist, kein Glücksspiel.

Bereit, dein Content-System aufzubauen?

Diese 7-teilige Serie gibt dir das Framework. Aber die Umsetzung – die kann überwältigend sein, wenn du sie alleine angehst.

In meinem Content-Coaching bekommst du:

  • Deine persönliche 90-Tage-Strategie (auf dein Business zugeschnitten)
  • Fertige Workflows und Templates
  • Feedback zu deinem Content
  • Einen klaren Fahrplan von „Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll" zu „Ich habe ein funktionierendes System"
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Zusammenfassung Teil 7:

  • Content-Recycling: Einmal erstellen, zehnfach nutzen
  • Content-Bank vs. Ideenbank: Zwei getrennte Systeme
  • 5-10 Stunden pro Woche: Marketing-Workflow mit Batching
  • KI als Assistent nutzen, nicht als Ersatz
  • Nur 5 Kennzahlen tracken: Posts, Leads, Gespräche, Verkäufe, Umsatz
  • Stufenweise auslagern: Erst ab 5.000 € Monatsumsatz

Willst du Content, der wirkt – ohne dich zu überfordern?

In meinem Newsletter bekommst du regelmäßig Impulse für strategisches Content Marketing – alltagsnah, strukturiert und ohne Druck.

Was dich erwartet:

Praxisnahe Strategien für langlebigen Content, klare Systeme statt Chaos und Wege zu planbaren Umsätzen – ohne Burnout.

Für Coaches, Beraterinnen und Dienstleisterinnen, die vom Hamsterrad ins System wechseln wollen.

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