
Du sitzt vor dem Laptop, LinkedIn ist geöffnet, und der Cursor blinkt. Aber dein Kopf ist leer.
Ich kenne diese Content-Blockade. Besonders frustrierend, wenn du eigentlich viel zu sagen hättest, aber nicht weißt, wie du es verpacken sollst.
In diesem Artikel zeige ich dir 10 Content-Ideen, die sich für Coaches bewährt haben. Keine Templates mit Platzhaltern, sondern praktische Ansätze, die du auf deine Art umsetzen kannst.
Ich nutze selbst mehrere dieser Formate. Nicht alle funktionieren gleich gut, und das ist okay. Such dir raus, was zu dir passt.
Falls du grundsätzlich mit der Ideenfindung kämpfst, schau dir mein Ideenbank-System für Coaches an – damit gehen dir die Themen nie aus. Oder probiere Kreativitätstechniken ohne Rechner für einen komplett analogen Ansatz.
Bevor ich dir die 10 Ideen zeige, ein ehrlicher Hinweis: Nicht jedes Format funktioniert für jeden. Ich habe mehrere ausprobiert und festgestellt, dass manche bei mir gut ankommen und andere einfach nicht zu mir passen.
Persönliche Geschichten funktionieren bei mir am besten. Posts über Tools und Methoden auch. Motivations-Posts? Nicht mein Ding. Zu viele Fragen am Ende? Fühlt sich aufgesetzt an.
Du musst deinen eigenen Weg finden. Diese Ideen sind Ausgangspunkte, keine Vorschriften.
Teile einen ehrlichen Aspekt deiner eigenen Entwicklung. Herausforderungen, die du gemeistert hast. Fehler, die du gemacht hast. Wendepunkte.
Menschen reagieren auf echte Geschichten. Nicht auf perfekte Erfolgsgeschichten, sondern auf ehrliche Einblicke.
Beispiel: „Als ich anfing, habe ich zu viel kostenlos gearbeitet. Ich dachte, ich müsste erst „Beweise" sammeln. Das Ergebnis: Überforderung und kein Geld. Heute setze ich klare Grenzen. Was ich gelernt habe: Deine Zeit hat Wert, auch wenn du am Anfang stehst."
Berichte von einem typischen Problem, mit dem ein Klient zu dir kam, und wie ihr eine Lösung erarbeitet habt.
Wichtig: Immer anonymisiert und mit Erlaubnis. Der Fokus liegt auf dem Problem und der Lösung, nicht auf der Person.
Warum bringt das Interaktion? Solche Geschichten zeigen auf subtile Weise deine Kompetenz und den konkreten Nutzen deines Coachings.
Beispiel: „Eine Klientin kam völlig blockiert zu mir. Sie wollte einen Online-Kurs erstellen, wusste aber nicht, wo sie anfangen sollte. Wir haben in drei Sessions eine klare Struktur entwickelt. Die ersten Module standen. Das Problem war nicht fehlendes Wissen, sondern fehlende Struktur."
Stelle eine Frage, die dir oft gestellt wird, und gib eine kurze, prägnante Antwort.
Warum bringt das Interaktion? Das positioniert dich als zugängliche Expertin, die die Fragen ihrer Zielgruppe kennt und ernst nimmt.
Beispiel: „Oft werde ich gefragt: Wie schaffe ich es, regelmäßig Content zu erstellen, ohne dass es mich überfordert? Meine Antwort: Content-Batching. Ich schreibe einmal pro Woche 3-4 Posts in einem Rutsch. Das geht schneller, als jeden Tag neu anzufangen."
Zeige einen authentischen Einblick. Deine Vorbereitung für einen Workshop. Dein Arbeitsplatz. Ein Buch, das dich inspiriert. Auch ehrliche Momente, wenn nicht alles perfekt läuft.
Die Authentizität macht den Unterschied! In einer Welt voller perfekter (KI)-Bilder und gestylter Business-Fotos sind echte Einblicke in deinen Alltag Gold wert.
Warum bringt das Interaktion? Das baut Sympathie auf und macht dich als Coach greifbar und menschlich.
Beispiel: „Mein Schreibtisch, wenn ich an einem neuen Artikel arbeite: Zettelchaos und drei Kaffeetassen. Nicht Instagram-würdig, aber genau in diesem kreativen Durcheinander entstehen die besten Ideen."
Gib eine kleine, leicht umsetzbare Aufgabe oder einen Mini-Impuls. Vorsicht: Nicht zu enthusiastisch formulieren. Bleib pragmatisch.
Warum bringt das Interaktion? Solche kleinen Impulse regen zum direkten Mitmachen und Nachdenken an. Viele werden ihre Ergebnisse gerne in den Kommentaren teilen, wenn die Hürde niedrig ist.
Beispiel: „Montags-Impuls: Nimm dir 5 Minuten und schreib drei Dinge auf, für die du in deinem Business gerade dankbar bist. Das können große Erfolge oder kleine Alltagsfreuden sein. Hilft mir, den Fokus zu behalten."
Nenne einen verbreiteten Mythos in deinem Coaching-Bereich und stelle ihn richtig. Das zeigt deine Expertise und deine klare Haltung.
Warum bringt das Interaktion? Solche Posts provozieren oft Zustimmung, manchmal auch konstruktiven Widerspruch und regen definitiv zur Diskussion an.
Beispiel: „Mythos im Content-Marketing: Du musst jeden Tag posten, um erfolgreich zu sein. Meine Wahrheit: Regelmäßigkeit schlägt Frequenz. Drei durchdachte Posts pro Woche bringen mehr als sieben lieblose. Qualität über Quantität."
Achte darauf, dass du bei kontroversen Themen einen respektvollen Ton wahrst. Es geht nicht darum, andere Ansätze schlecht zu machen, sondern unterschiedliche Perspektiven aufzuzeigen.
Empfiehl ein Buch, einen Podcast, eine App oder eine Methode, die dir wirklich geholfen hat. Wichtig: Ehrliche Empfehlung, keine Werbung.
Warum bringt das Interaktion? Das Teilen von wertvollen Ressourcen zeigt viel von deiner Persönlichkeit und Werten.
Beispiel: „Ich nutze Publer für meine LinkedIn-Posts. Kostet nicht viel, ist übersichtlich und spart mir Zeit. Keine Affiliate-Links, nur eine ehrliche Empfehlung."
Starte eine LinkedIn-Umfrage zu einem relevanten Thema. Umfragen haben eine niedrige Teilnahmehürde und funktionieren gut für Reichweite. Der LinkedIn-Algorithmus bevorzugt sie.
Warum bringt das Interaktion? Ein Klick genügt. Die Ergebnisse kannst du später in einem Follow-up-Post aufgreifen und zur weiteren Diskussion stellen – das liefert dir gleich wieder neuen Content.
Beispiel: „Was ist eure größte Herausforderung bei der Content-Erstellung? A) Ideenfindung, B) Zeitmangel, C) Unsicherheit, D) Technik. Die Ergebnisse teile ich in einem Follow-up-Post."
Hinweise: LinkedIn-Umfragen werden vom Algorithmus besonders bevorzugt und erhalten oft eine sehr hohe Reichweite. Außerdem siehst du, wer wie abgestimmt hat – und kannst die Personen danach noch einmal anschreiben, falls du gerade eine kostenlose Challenge, Checkliste oder ähnliches hast.
Stelle eine Frage, die zum Nachdenken anregt. Achtung: Funktioniert nicht bei jedem. Manche finden es zu abstrakt.
Warum bringt das Interaktion? Solche Fragen öffnen den Raum für kreative Antworten und tiefere Einblicke in die Denkweise deiner Community.
Beispiel: „Was würdet ihr in eurem Business ändern, wenn ihr ab morgen doppelt so viele Anfragen bekommen würdet?"
Hebe einen interessanten Beitrag oder ein inspirierendes Profil aus deinem Netzwerk hervor.
Warum bringt das Interaktion? Das stärkt dein Netzwerk ungemein! Die genannte Person wird sich freuen, den Beitrag vielleicht teilen und oft auch direkt reagieren.
Du musst nicht alle 10 Ideen nutzen. Such dir 2-3 raus, die zu dir passen.
Ich nutze hauptsächlich: Persönliche Geschichten, Mythen aufräumen und Tool-Empfehlungen. Das liegt mir. Motivations-Posts und zu viele Fragen am Ende? Nicht mein Ding.
Wichtiger als die perfekte Idee: Regelmäßigkeit schlägt Perfektion. Authentizität schlägt Template-Posts. Qualität schlägt Quantität. Lieber einen durchdachten Post pro Woche als sieben belanglose.
Probiere die Ideen aus, die sich gut anfühlen. Lass die anderen weg. Finde deinen eigenen Stil.
Content-Erstellung muss nicht kompliziert sein. Du brauchst keine perfekten Templates und keine übertriebenen Formulierungen. Du brauchst Ideen, die zu dir passen, und die Bereitschaft, regelmäßig zu posten. Auch wenn es nicht perfekt ist.
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